Veröffentlicht am
241 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Rabea Kramp durch die Psalmen 141 bis 144. Sie beleuchtet Davids tiefe Verzweiflung und sein unerschütterliches Vertrauen auf Gott als Zuflucht und Retter. Dabei wird deutlich, wie Gott seine Kinder aus dem Kerker der Sünde befreit und wie Gnade und Gericht in seinem Handeln zusammenwirken. Das Video ermutigt dazu, Gott als Fels und Schild im Kampf des Lebens zu sehen und auf seine Führung zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] [Musik]
[0:19] Hmm.

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Wir lesen heute zusammen die Seite 666, wollen den Psalm 141 beenden, 142, 143 lesen und 144 beginnen. Und bevor wir das tun, will ich mit euch beten.

[0:45] Lieber Herr Jesus, deine Gnade ist auch in deinen Gerichten sichtbar. Das können wir in der Bibel sehen, und wenn wir das heute studieren, Herr, schenke uns deinen Heiligen Geist, dass wir das gut nachvollziehen und gut verstehen. Herr, wir danken dir, dass du in allem die Liebe bist und in allem die Gnade zeigst, die so unendlich ist. Amen.

[1:12] Wir beginnen in Vers 8 in Psalm 141. „Darum sind meine Augen auf dich gerichtet, o Herr, mein Herr! Bei dir suche ich Zuflucht. Schütte meine Seele nicht aus! Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, vor den Fallen der Übeltäter. Die Gottlosen sollen alle miteinander in ihre eigenen Netze fallen, während ich daran vorübergehe.“

[1:38] Wenn wir auf Gott unsere Augen richten, wenn wir unsere Augen auf Jesus haben, dann sind wir bei ihm geborgen, dann ist er unsere Zuflucht geworden. Interessant ist diese Zeile: „Schütte meine Seele nicht aus!“ Also, behalte sie bei dir, halte sie geborgen, behüte meine Seele.

[2:00] Während die Gottlosen in eine Falle nach der anderen tappen, sind wir davon unberührt. Das erinnert mich ein bisschen an die zehn Plagen in Ägypten, die ja die Ägypter getroffen haben, aber die Israeliten waren davon nicht berührt.

[2:19] Psalm 142, ein Maskil von David, als er in der Höhle war, ein Gebet. Und wir können nicht genau sagen, in welcher Höhle hier David war. Es gibt zwei Möglichkeiten, aber wichtig ist, dass wir hier diese inhaltliche Verzweiflung Davids verstehen.

[2:40] „Ich schreie mit meiner Stimme zum Herrn, ich flehe mit meiner Stimme zum Herrn. Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.“ Viermal sagt David eigentlich dasselbe: Er breitet Gott seine Gedanken, seine Nöte aus. Er sagt ihm einfach alles, was ihm auf der Seele liegt. „Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad. Auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.“

[3:09] Ein schöner Vers hier: „Wenn mein Geist verzagt ist, kennst du doch meinen Pfad.“ Als wenn wir nicht wissen, wo unser Leben hinführt, wenn um uns herum alles so chaotisch und so durcheinander ist und vielleicht auch dunkel und ohne Ordnung, dann dürfen wir wissen, dass Gott unseren Weg kennt.

[3:33] „Ich schaue zur Rechten, und da ist keiner, der mich kennt. Jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele. Ich schreie, Herr, zu dir! Ich sage: „Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen.“ „Höre auf mein Flehen, denn ich bin sehr schwach. Errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig. Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.“

[4:07] Jesus führt Seelen tatsächlich auch buchstäblich aus dem Kerker heraus. Er hat es zum Beispiel bei Josef getan, aber auch bei vielen anderen, die gefangen waren.

[4:20] Aber wir dürfen diesen Vers auch im übertragenen Sinne auf uns anwenden, dass wenn unsere Seele in einem Kerker gefangen ist, wenn wir in Sünden so tief gefangen sind, dass wir selbst nicht glauben, dass wir daraus entkommen können, dann dürfen wir wissen, dass wenn Jesus freimacht, der macht er wirklich frei.

[4:43] Und David hat diese Dinge auch in seinem Leben erfahren, dass die Gerechten sich zu ihm gesammelt haben. Es sagt in Vers 6: „Mein Teil bist du im Land der Lebendigen.“ Damit meint der Psalmist hier das Erbteil. Gott ist unser Erbteil, und wir dürfen uns darauf freuen, was Gott für uns vorbereitet hat auf der neuen Erde.

[5:09] Psalm 143, ein Psalm Davids. „Herr, höre mein Gebet, achte auf mein Flehen, antworte mir in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.“

[5:22] Da klingen so ein bisschen die Gedanken aus Römer 3 an, dass kein Lebendiger gerecht ist auf Erden. In den Menschen ist nichts Gutes.

[5:35] Interessant ist auch, dass David hier darum bittet, nicht ins Gericht, dass Gott nicht mit ihm ins Gericht geht. Es gibt tatsächlich einen anderen Psalm, wo David sagt: „Herr, bitte richte mich!“ Und wir haben hier ganz zwei möglicherweise konträre Aussagen. Aber David möchte hier deutlich machen: Wenn ich mir meiner Sünde bewusst werde, wenn ich merke, wie unzulänglich ich eigentlich bin und wie unperfekt und sehe, wie mein Charakter gar nicht so ist, wie Gott ihn sich wünscht, dann möchten wir eigentlich gar kein Gericht an uns vonstattengehen lassen, weil wir wissen: Wir würden das nicht durchlaufen, würden es nicht bestehen, das Gericht. Es gibt aber auch Zeiten im Leben, in denen wir so eng sind mit Gott und so nahe bei ihm, dass wir sagen können: „Ja, Herr, richte mich! Sei du mein Richter, sei du mein Anwalt!“ Es geht, glaube ich, bei dieser Aussage „Herr, richte mich!“ vielmehr darum, dass wir Gott als unseren Anwalt an die Seite rufen, nicht so sehr als den, der uns jetzt beurteilt und richtet, sondern als den, der für uns eintritt, für uns einsteht.

[6:49] „Der Feind verfolgt meine Seele, er hat mein Leben zu Boden getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen. Und mein Geist ist verzagt in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern. Ich gedenke an die längst vergangenen Tage, rufe mir alle deine Taten in Erinnerung und sinne nach über die Werke deiner Hände.“

[7:10] Wenn man in Sünde gefangen ist und in Süchten vielleicht auch gefangen ist, dann geht es einem genauso hier wie in Vers 3. Man fühlt sich, man wäre zu Boden getreten, man sitzt im Dunkeln und findet die Tür nicht, man kommt nicht heraus. Und ja, man ist allein und verlassen, und man glaubt nicht, dass Gott da rausholen kann. Man glaubt vor allem auch nicht, dass man es selber schaffen kann. Aber die Bibel verheißt, dass Gott das Wollen gibt und das Vollbringen. Wir müssen nur den Anschein des Wollens machen, und dann schenkt Gott den Rest.

[7:49] Es heißt weiter: „Ich strecke meine Hände aus nach dir, meine Seele verlangt nach dir wie lechzendes Erdreich. Erhöre mich eilend, Herr! Mein Geist vergeht. Verbirg dein Angesicht nicht von mir, dass ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren.“ Ganz oft lesen wir in der Bibel, dass der Psalmist sich wünscht, dass Gott nicht das Angesicht vor ihm verbirgt. So auch im berühmten Psalm 51 sagt es ja David nach der Sünde mit Batseba. „Lass mich früh deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich. Lass mich den Weg erkennen, auf dem ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele. Lass mich früh deine Gnade hören!“ Das ist das, was wir jeden Morgen tun dürfen, wenn wir in der Bibel lesen, wenn wir aufstehen, wenn wir beten, wenn wir Morgenandacht machen, dass wir die Gnade hören können und auf Gott vertrauen dürfen. Es heißt weiter: „Errette mich, Herr, von meinen Feinden,

[8:49] denn bei dir suche ich Schutz. Lehre mich zu tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott. Dein guter Geist führe mich in ebenem Land.“ Ja, Gottes Geist, Gottes Heiliger Geist, ist es, der uns durch den Tag führt, durch unser Leben führt. „Um deines Namens willen, Herr, erhalte mich am Leben. Durch deine Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not und in deiner Gnade vertilge meine Feinde und lass zugrunde gehen alle Widersacher meiner Seele, denn ich bin dein Knecht.“ Vers 12 ist sehr spannend, weil in einem Vers die Idee der Gnade und des Gerichtes, der Vertilgung der Feinde in einem Vers zusammen haben. Und wir sehen, dass im Gericht selbst Gnade steckt. Das heißt, Gnade zeigen bedeutet auch Krieg zu führen. So, wie es in 1. Mose 3, Vers 15 steht. Das ist die Kriegserklärung Gottes an Satan. Und indem Gott uns sündigen Geschöpfen gegenüber Gnade erweist, indem er seine Gerechtigkeit mit unserer Ungerechtigkeit eintauscht, erklärt er gleichermaßen gleichzeitig Satan den Krieg, indem er ja ihn bekämpfen muss, der ja auch um uns kämpft. Gott möchte um dich kämpfen. Er möchte, dass du gerettet wirst. Deswegen ist er ganz mit dir.

[10:20] Psalm 144 von David. „Gelobt werde der Herr, mein Fels, der meine Hände geschickt gemacht hat zum Kampf, meine Finger zum Krieg. Meine gnädige Hilfe und meine Burg, meine Zuflucht und mein Retter, mein Schild, auf den ich traue, der mir auch mein Volk unterwirft.“ Ich wünsche dir heute, dass Gott deine Zuflucht ist, deine Burg und ein Schild, und du an seiner Seite durch den Tag gehen kannst.

[10:44] Amen.
[10:45] [Musik]


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.