In dieser Predigt werden die Verse Jeremia 15:14-16:11 beleuchtet. Rabea Kramp spricht über die schwierige Berufung Jeremias und die Konsequenzen des Ungehorsams des Volkes Israel. Sie erklärt, wie Gott trotz des Gerichts seine Treue zusagt und wie diese Botschaften auch auf unser heutiges Leben übertragbar sind. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Wort anzunehmen und sich von ihm leiten zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 15:14-16:11
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Gelesen heute zusammen Jeremia Kapitel 15. Wir haben gestern gelesen von Jeremia, wie es ihm ging als Prophet, von Gott berufen hat, und er zu einem Volk reden musste, das ihn nicht hören wollte, ja sogar ihn umbringen wollte, mehrfach. Und wie es ihm damit ging und was er erduldet hat, das werden wir heute weiter lesen und davon hören. Und bevor wir das tun, gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten den Heiligen Geist erbitten, denn mit dem Wort jetzt aufschlagen und ich bitten, dass wir es verstehen, was du mit ihm vorhattest, was du mit dem Volk vorhattest und warum du das alles getan hast und was das alles für unser Leben zu bedeuten hat. In deinen Namen. Wir beginnen Vers 14.
[1:27] Und ich werde dafür sorgen, dass sie mit deinen Feinden in ein Land kommen, das du nicht kennst, denn das Feuer, das durch meinen Zorn angezündet worden ist, wird über euch lodern. Herr, du weißt es so. Gedenke nun an: Ich nehme dich meine an und richte mich an meinen Verfolgern nach deiner Langmut. Harre mich nicht hin. Bedenke, dass ich um deiner Seelen Schmach erleide. Das ist die Bitte Jeremias. Er bittet ganz ähnlich wie auch David, als er verfolgt wurde, denn Jeremia wird hier auch verfolgt und Gott sagt: "Ich werde danach folgen zu strafen. Mach dir keine Sorgen." Aber wenn Jeremia alle seine Haare verlieren, seine Schätze, aber auch seine Feinde wird das gleiche Schicksal treffen und noch schlimmer, sie werden ins Exil kommen.
[2:21] Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie. Deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, woher du, Gott der Herr Zebaoth. Das ist ein schöner Vers, der eigentlich auch auf unser Leben anwendbar sein sollte, dass wenn wir Gottes Wort finden, wenn wir uns darin vertiefen, wenn wir an das zu verstehen, dann können wir sagen: "Da verschlang ich deine Worte." Ja, wir dürfen Gottes Wort schlemmen. Wir müssen nicht mäßig sein mit dem Lesen von Gottes Wort. Wir können richtig schlemmen. Und so ging es mir auch.
[2:58] Ich saß nicht in scherzender Gesellschaft, um mich zu belustigen, aus Furcht vor deiner Hand sah ich allein, denn du hattest mich mit Entrüstung erfüllt. Also Jeremia hat sich nicht in Gesellschaft begeben, wo er Spaß gehabt hat, sondern aufgrund des Wortes Gottes, das er gelesen hat, wurde er ernst und wurde er sehr bekümmert, auch von dem, was er gelesen hat. Und dieser Vers erinnert uns ganz stark an Psalm 2:1, wo es ja auch heißt: "Ich saß nicht, ruhte später sitzen, sondern ich hatte meine Lust am Gesetz des Herrn." Warum ist mein Schmerz dauernd geworden und meine Wunde tödlich? Sie wird nicht heilen. Willst du mir denn sein wie ein trügerischer Bach, dessen Wasser versiegt?
[3:43] Darum, so spricht der Herr: Wenn dukehrst, so will ich dich wieder formen, an Gesicht treten lassen. Und wenn du das Edle vom Unedlen entscheidest, sollst du sein wie mein Mund. Jene sollen sich zu dir wenden, du aber sollst dich nicht zu ihnen wenden. Dieser Vers gibt uns einen Einblick in das Leben Jeremias und seines geistlichen Lebens. Und Gott sagt hier: "Du musst auch umkehren." Und das bedeutet, Jeremia hatte auch noch Wachstumspotenzial, geistliches Wachstumspotenzial. Gott sagt auch: "Du musst dich noch wirklich bekehren, du musst wirklich umkehren." Und auch ein Prophet, von Gott berufen, der ja mit Gott lebt, der hat auch noch Dinge in seinem Leben, in seinem Charakter, wo Gott sagt: "Da müssen wir noch dran arbeiten."
[4:30] Und das können wir in diesem März ganz wunderbar sehen. Und ich will dich diesem Volk gegenüber zu festen, ehernen Mauern machen. Und sie werden gegen dich kämpfen, aber sie sollen sich nicht überwältigen, denn ich bin bei dir, um dich zu retten und um dich zu befreien, spricht der Herr. Also ganz feste Zusage, die Gott hier gibt an Jeremia: "Ich werde dich befreien aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Faust der Gewalttätigen." Jeremia steht hier nicht nur für sich selber, sondern er ist auch hier ein Symbol für die Übrigen, die Gott befreien möchte und die dann ja wie eine feste Mauer stehen werden, die niemand einreißen kann.
[5:14] Kapitel 16. Es geht weiter. Und eigentlich ist die Kapitel in Folge hinderlich. Es geht weiter, wie es mit Jeremias Leben steht. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter haben an diesem Ort, denn so spricht der Herr: Von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, und von ihren Müttern, die sie geboren haben, und von ihren Vätern, die sie in diesem Land gezeugt haben, sie sollen an tödlichen Krankheiten sterben. Niemand wird sie beklagen noch begraben, sondern sie sollen zum Dünger auf dem Erdboden werden. Sie sollen durch Schwert und Hunger umkommen, und ihre Leichname sollen eine Speise der Vögel des Himmels und der Tiere des Feldes werden."
[6:04] Gott gibt hier Jeremia die Aufgabe und sagt ihm voraus, dass er ehelos bleiben wird und dadurch auch kinderlos. Das wird sicher keine einfache Botschaft für Jeremia gewesen sein, der sich vielleicht sogar gewünscht hat, eine Familie zu gründen. Aber Gott sagt: "Nein, es hat einen Grund, dass ich dir das vorenthalte. Ich möchte dir Leid ersparen." Denn alle Menschen in deiner Umgebung, in deinem Volk, die Familie haben, die Kinder haben, die werden diese Kinder verlieren, weil sie sterben werden und sie werden umkommen. Niemand wird es begraben, und sie werden zu Dünger auf dem Feld werden. Das ist ein furchtbares Schicksal.
[6:37] Und wenn vielleicht doch diese Botschaft für Jeremia schwer ist, dann ist es doch auch, weil Gott das Gute für ihn möchte, weil er ihnen Dinge ersparen möchte, Leid ersparen möchte. Und das können wir auch ganz einfach auf unser Leben übertragen. Wenn wir manchmal hadern mit Dingen, die Gott uns vorenthält und denken: "Warum hat der oder die das Vorrecht, etwas zu haben, und mir ist das vorenthalten worden?" Dann ist es vielleicht, weil Gott uns Leid ersparen möchte.
[7:10] Aber Gott gibt ihm trotzdem Hoffnung, auch darauf, dass Jeremia Erben haben wird. Ja, so hätte er gesprochen: "Du sollst ja kein Trainer, kein Trauerhaus gehen und so keine Totenklage und sollte ihnen auch kein Beileid bezeugen, denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der Herr." Die Gnade und das erfahren. Also kurz: Gott sagt: "Ich habe meinen Frieden wirklich weggezogen vom Volk. Große und kleine sollen sterben in diesem Land und nicht begraben werden. Und niemand wird sie beklagen, niemand wird sich um ihre Willen Einschnitte machen, noch sich kahl scheren lassen. Und man wird ihnen kein Trauerbrot brechen, um sie zu trösten wegen eines verstorbenen Mannes. Man wird ihnen auch den Trost, welcher nicht reichen wegen ihres Vaters oder ihrer Mutter."
[7:57] Du sollst auch nicht in ein Haus des Festgeländes gehen und bei ihnen zu sitzen und mit ihnen zu essen und zu trinken. Denn so hat der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: "Siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und in euren Tagen die Stimme der Freude und die Stimme der Sonne zum Schweigen bringen, die Stimmen des Bräutigams und die Stimmen der Braut."
[8:21] So Gott sagt, es wird so eine Zeit kommen, wo alle sterben werden, wo es keine Freude mehr gibt, keine Feiern, keine Feste, keine Hochzeiten, nicht mal Beerdigungsfeiern wird es wieder geben. Es wird einfach alles vergehen. Und es wird geschehen, wenn du diesem Volk alle diese Worte verkündigst, so werden sie zu dir sagen: "Warum hat er all dieses große Unheil über uns ausgesprochen? Was für eine Missetat und was für eine Sünde haben wir gegen den Herrn, unseren Gott, begangen?"
[8:52] Und dieser Vers offenbart, dass das Volk kein Bewusstsein für seine Sünde hatte. Und sie haben einfach ja, Götzendienst betrieben, sie haben gottlos gelebt und haben nicht verstanden, warum Gott sie jetzt so bestraft. Und darum musste Gott Jeremia und anderen Propheten schicken, um ihnen das bewusst zu machen. Und wir werden und haben schon im Buch Jeremia immer wieder gelesen, dass Gott sein Handeln begründet und zwar immer gleich: "Dann sollst du ihn an." Nun, das ist die Begründung, darum, wenn ich eure Väter verlassen habe, spricht der Herr, und fremden Göttern nachgefolgt sind und ihnen gedient haben und sie angebetet haben, mich aber haben sie verlassen und mein Gesetz nicht gehalten.
[9:36] Gott wird nicht müde, immer wieder zu begründen, warum es ja so ein Schicksal geben wird für sie, warum sie weggeführt werden nach Babylon, warum viele von ihnen sterben werden, warum die Herrlichkeit aus dem Tempel und von Jerusalem genommen werden wird und Jerusalem zerstört werden wird.
[9:57] Und ja, wir uns da kann dadurch auch bewusst werden, dass auch wir manchmal in unserem Leben kein Bewusstsein für unsere Sünde haben. Und es braucht das geschriebene Wort Gottes und die Prophetie, die die Geister weissagung uns bewusst zu machen, was Gott in unserem Leben noch verändern möchte. Und wir Wachstumspotenzial haben. Ich wünsche uns allen, dass wir das erkennen dürfen und Gottes Stimme hören, dass uns geht.
[10:25] Lieber Vater im Himmel, sein Heiliger Geist, arbeitest du denn nicht an unseren Herzen, dass uns seine sanfte Stimme hören und immer wieder auch uns die richtigen Lehren und zurechtrücken lassen. Die Bibel, denn das züchtigen. Und wir wollen offen sein für den Heiligen Geist, seine Stimme, damit wir mehr zu dir kommen können und ähnlicher werden können wie du in deinen Namen.
Lizenz
Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.