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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um Jeremia 23,32-24,10. Sie beleuchtet die Warnungen Gottes vor falschen Propheten und die Bedeutung des Begriffs „Last des Herrn“. Weiterhin wird das Gleichnis von den zwei Körben mit Feigen erklärt, das die unterschiedlichen Schicksale des Volkes Israel im Exil und nach der Rückkehr symbolisiert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 805. Wir haben gestern angefangen mit dem langen Abschnitt, wo es von dem Gericht über die Lügnerpropheten spricht. Und da steigen wir heute noch mal mittendrin ein und werden ganz interessante Verse und ein ganz interessantes Gleichnis miteinander lesen. Und bevor wir das tun, lasst uns zusammen beten.

[0:57] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass dein Wort so klar ist und uns immer wieder vor Augen führt, ja, wo wir stehen und wie du siehst. Ja, ich möchte dich bitten, dass dein Wort heute uns eine Lehre ist und dass wir es uns zu Herzen nehmen und dass dein Heiliger Geist uns hilft, es zu verstehen und zu behalten.

[1:21] Wir beginnen in Kapitel 23, Vers 32. Dort heißt es: "Siehe, ich komme über diejenigen, spricht der Herr, die Träume weissagen und sie erzählen und mit ihren Lügen und ihrem leichtfertigen Geschwätz mein Volk irre führen, während ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie diesem Volk auch gar nichts nützen, spricht der Herr." Also, das spricht wieder von diesen falschen Propheten, die Gott nicht geschickt hat. Und diese falsche Prophetie, die ist nutzlos, steht hier. Sie nützt nichts. Sie ist quasi an anderer Stelle steht sie ist wie ein Windhauch oder auch, man kann das Wort doch übersetzen wie ein Windbeutel.

[2:08] Und wenn ich auch diese, wenn ich wendig dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen sollte: "Was ist die Last des Herrn?", so sollst du ihnen antworten: "Was die Last ist, ich will euch abwerfen, spricht der Herr." Wir werden sehen, dass diese Wendung "Last des Herrn", die ja eigentlich für ja, Gerichts-Botschaft steht, auch am Anfang des Buches sehen wir diesen Begriff. Es ist quasi eine Botschaft, die Gott gibt, die eine schwere Botschaft ist, deswegen "Last des Herrn". Und wir werden gleich sehen, dass diese, dieser Begriff, diese Phrase missbraucht wurde. Und Gott sagt: "Ich will euch abwerfen, nicht die Botschaft ist die Last, sondern ihr seid mir eine Last, weil ihr so falsche Prophetie verkündet."

[2:51] Der Prophet aber und der Priester und das Volk, wer von ihnen sagt: "Die Last des Herrn"? Einen solchen Mann will ich heimsuchen samt seinem Haus. So sollte er aber einer zum anderen und jeder zu seinem Bruder sagen: "Was hat er geantwortet oder was hat er gesprochen?" Aber die Last des Herrn sollte er nicht mehr erwähnen, denn jedem einzelnen wird sein eigenes Wort zu Last werden, denn er verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn der Heerscharen, unseres Gottes.

[3:23] Also, Gott verbietet ihnen regelrecht, diese Phrase "Last des Herrn" zu benutzen. Dieser Begriff wurde so inflationär verwendet für alles Mögliche, dass man gar nicht mehr unterscheiden konnte, ist das jetzt wirklich mehr Last des Herrn, ist das wirklich eine echte Gerichts-Botschaft oder das ist nur was er dachte. Es von den falschen Propheten.

[3:39] "So sollst du zu dem Propheten sagen: Was hat dir der Herr geantwortet oder was hat der Herr geredet?" Wenn ihr aber sagt: "Last des Herrn", so spricht der Herr, weil ihr diesen Ausdruck "Last des Herrn" gebraucht, obwohl ich euch sagen ließ, ihr solltet nicht von der Last des Herrn reden. Darum, siehe, so will ich euch ganz vergessen und euch samt dieser Stadt, die ich euch und unseren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verwerfen."

[4:09] Also, Gott sagt: "Verliere diesen Begriff verwendet, obwohl ich es verboten habe, und ihr missbraucht diesen Begriff, und dahinter verstecken sich falsche Prophezeiungen. Deswegen möchte ich euch vergessen und ich will euch mit ewiger Schmach und ewiger Schande ablegen, die unvergessen bleiben soll." Ja, im Gegensatz dazu soll ihre Schmach nicht vergessen werden, sondern sie sollen ja in Erinnerung bleiben als die, die Gott nicht gehorcht haben.

[4:34] Kapitel 24 enthält ein interessantes Gleichnis. Es handelt von verschiedenen Körben mit Feigen. Hier heißt es: "Der Herr ließ mich schauen und siehe da, standen zwei Körbe mit Feigen vor dem Tempel des Herrn. Das war, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Jojachin, den Sohn Jojakims, den König von Juda, aus Jerusalem gefangen weggeführt und ihn samt den Fürsten Judas und den Schmieden und den Schlossern nach Babylon gebracht hatte."

[5:10] Nun, dieser Vers enthält viele Informationen. Dieses Gleichnis oder diese Vision spielt nach der zweiten Wegführung. Wenn es wurden schon eine ganze Reihe von ja, vom Volk Gottes weggeschleppt nach Babylon. Und wir lesen hier, wer das zum Beispiel war, da waren die Fürsten, aber es waren auch die Handwerker. Nun, warum verschleppt ein König in erster Linie Handwerker? Weil wir schon gelernt haben, dass Nebukadnezar ein richtiger Baulöwe der alten Zeit war. Er hat sich definiert über die Bauwerke, die er geschaffen hat. Und dazu brauchte er natürlich gute Leute, Handwerker, beflissene Leute, die gut arbeiten konnten. Heute würde man sagen, Fachpersonal. Und weil er die natürlich braucht, bringt er die ganz besonders als erstes nach Babylon.

[6:01] Wir wissen, dass Daniel und seine Freunde schon bei der ersten Wegführung nach Babylon gefangen, geführt, weggeführt wurden und dass er die Elite, sie waren ja auch von königlicher Abstammung. Und er hat Nebukadnezar als erstes mal die Edlen weggeführt und dann in der zweiten Wegführung, ja, die ihm genutzt haben, die Handwerker und solche Leute.

[6:24] Jetzt geht es aber weiter über die Feigen. Die eine Korb enthielt sehr gute Feigen, sowie die Feigen im anderen Korb, aber waren sehr schlechte Feigen, die man vor Schlechtigkeit nicht genießen konnte. Da sprach der Herr zu mir: "Jeremia, siehst du Feigen?" Antwortete ich: "Die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten Feigen sind sehr schlecht, so dass man sie vor Schlechtigkeit nicht genießen kann."

[6:52] Daher ging das Wort des Herrn und mich folgendermaßen: "So spricht der Herr, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen, hier, so will ich die Gefangenen Judas, die ich von diesem Ort weg ins Land der Chaldäer geschickt habe, als gut ansehen. Und ich werde mein Auge auf sie richten zum Guten, und sie werden wieder in dieses Land zurück, werde ich wieder in das Land zurückbringen. Und ich werde sie bauen und nicht die der Reisen pflanzen und nicht ausreißen."

[7:22] Also, diese Feigen, diese guten Feigen stehen für die Übrigen, die Gott wieder zurückbringen will nach diesen 70 Jahren im Babylon, um sie wieder anzubauen im gelobten Land und wieder zu vermehren. Also, das repräsentieren die guten Feigen.

[7:42] Und ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen sollen, dass ich der Herr bin, und sie sollen mein Volk sein, und ich will Gott sein, denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren." Dieser Vers enthält viele Formulierungen, die wir auch im Buch Mose finden, die den neuen Bund beschreiben. Und das sind ganz typische Formulierungen auch im Buch Jeremia. Und wir sehen, dass Gott hier sagt: "Ich möchte mit den Übrigen dich zurückbringen, den neuen Bund machen und ihr mein Gesetz in ihre Herzen schreiben."

[8:15] Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, dass man sie nicht genießen kann, so will ich, sagt der Herr, den König von Juda behandeln, spricht der Herr, und seine Fürsten und den Überrest von Jerusalem, sowohl die, welche in diesem Land übrig geblieben sind, als auch die, welche im Land Ägypten wohnen. Ja, die, die nicht dem Aufruf Gottes gefolgt sind aus der Stadt Jerusalem raus bei der Belagerung und zu den Chaldäern sich zu ergeben, die werden als schlechte Feigen bezeichnet.

[8:46] Und Zedekia hat wirklich ein furchtbares Schicksal erlitten. War ja der letzte König vor der Wegführung, und er wurde von den Babyloniern geblendet. Also, meine Augen wohnen verblendet, so dass er blind wurde. Und kurz bevor sie das getan haben, haben sie vor seinen Augen seine Söhne umgebracht. Das war das letzte, was er gesehen hat. Und das war natürlich ein schlimmes Schicksal.

[9:12] Und Gott sagt: "Ich werde die, die sich geweigert haben, sich den Babyloniern zu ergeben und in Jerusalem waren, und die, die im Land Ägypten wohnen, die werde ich ja vernichten. Die werden nicht zurückkehren wie der Überrest. Und ich will sie zum Entsetzen, zum Hohn hingeben, wenn alle Königreiche der Erde zum Schimpfwort und so Spottwort, zur Spottrede und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde."

[9:36] Ja, es gab unterschiedliche Schicksale. Wenn wir zum Beispiel Daniel betrachten und seine Freunde, dann können wir sehen, dass es ihm im Exil relativ gut ging. Natürlich ist das keine schöne Sache, entwurzelt zu werden und in ein fremdes Land zu kommen. Aber Daniel hat sich dort etwas aufgebaut, hat sich sehr viel Vertrauen erarbeitet und hat auch viel Ehre bekommen von Nebukadnezar und anderen nach ihm kommenden Königen.

[10:04] Und andersrum gab es auch Exilanten, jene, denen es überhaupt nicht gut ging. Und der letzte Vers, wir heute heißt: "Und ich werde gegen sie das Schwert, die Hungersnot und die Pest loslassen, bis sie vollständig aus dem Land vertrieben sind, dass ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe."

[10:20] Also, diese guten Feigen repräsentieren die, die Übrigen, die Gott wieder zurückbringt. Und die schlechten Feigen, die, die ja im Exil sterben werden, die vielleicht noch vor dem Exil sterben werden, weil sie Gottes Wort nicht gehorcht haben. Mögen wir Gott jeden Tag aufs Neue unser Leben übergeben und ja, wie eine wohlschmeckende Feige für Gott.

[10:44] Seiner Frau gebeten. Der Herr Jesus, du möchtest du jeden Morgen nur deine Gnade schenken und den Heiligen Geist uns verändern und beleben. Ergib, dass wir jeden Morgen ein offenes Ohr und ein offenes Herz für dich haben, dass du das in uns tun kannst. Amen.

[Musik]


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