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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Jeremia Kapitel 26 und 27 ein. Sie beleuchtet die dramatische Situation, in der Jeremia angeklagt wird, und wie er sich verteidigt, indem er die Botschaft Gottes in den Vordergrund stellt. Weiterhin wird die Rolle von Fürsprechern wie Achkam und die Parallele zu Martin Luther gezogen. Abschließend wird die Botschaft Gottes an die Nationen thematisiert, die die Souveränität Gottes über alle Königreiche betont.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wenn es mal zusammen die Seite 808 sind, sind wir immer noch in Jeremia Kapitel 26 und wir gehen heute Kapitel 27. Und bevor wir lesen, lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, du bist unser Fels, unsere Mauer, du bist unser Beschützer und so hast du auch Jeremia bewahrt und so kannst du auch uns bewahren. Und hast du viele Männer und Frauen der Geschichte bewahrt vor dem Tod. Und wir möchten heute sehen, dass du ja auf wundersame Weise eingegriffen hast und wie du Jeremia gerettet hast. Und dafür möchte ich dich um den Heiligen Geist bitten, dass er es gut verstehen und dir danken.

[1:17] Wir starten in Vers 10 von Kapitel 26. Und wir haben gestern gesehen, dass diese religiöse Elite, die Priester und Propheten und das Volk Jeremia töten wollten, nachdem er im Vorhof, im Heiligtum, seine Botschaft, die Gott ihm gegeben hat, gepredigt hat, nämlich den Untergang der Stadt Jerusalem. Als aber die Fürsten von Juda diese Worte hörten, kamen sie vom königlichen Palast herauf zum Haus des Herrn und setzten sich in den Eingang des neuen Tores des Herrn. Also immer, wenn etwas im Tor geschieht, dann ist das wie ein Gericht, ja, es ist eine Verhandlung. Und jetzt kommen die Fürsten und diese setzen sich dahin und wollen jetzt auch mitreden. Und die Priester und Propheten sprachen zu den Fürsten, zum ganzen Volk: Dieser Mann verdient die Todesstrafe, weil er gegen diese Stadt geweissagt hat, wie es mit eigenen Ohren gehört habt.

[2:11] Da sprach Jeremia zu allen Fürsten und zum ganzen Volk: „Jetzt kommt die Verteidigungsrede. Jeremia, sowie auch ein Nutzer sich verteidigt hat: „Der Herr hat mich gesandt gegen dieses Haus und gegen diese Stadt, alle die Worte zu reden, soweit ihr gehört habt. Also im Fokus steht die Prophezeiung und nun bessert eure Wege und eure Taten und gehorcht der Stimme des Herrn, eures Gottes, so wird der Herr das Unheil, das er euch angedroht hat, bereuen. Was aber mich betrifft, siehe, ich bin in eurer Macht, mit mir, was gut und recht ist in euren Augen. Nur sollt ihr gewiss wissen, dass ihr, wenn ihr mich tötet, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt. Denn wahrhaftig, der hat mich zurückgesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden.“ Jeremia stellt die Botschaft in den Fokus und sich selber in den Hintergrund und sagt: Die Botschaft ist unabhängig von mir, das sind nicht endlich meine Worte, sondern diese Botschaft wird weitergehen, selbst wenn sie mich umbringt, dann wird Gott andere finden, die diese Botschaft verkündigen.

[3:19] Da sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: „Dieser Mann verdient nicht die Todesstrafe, denn er hat im Namen des Herrn, unseres Gottes, zu uns geredet.“ Und es standen auch etliche Männer von den Ältesten des Landes auf und sprachen zu der ganzen Gemeinde des Volkes. Und jetzt geschieht etwas total Interessantes. Sie sitzen da im Tor und die Fürsten und die Ältesten stehen auf und ergreifen das Wort, wären mir zu verteidigen. Und sie führen hier zwei Beispiele an. Das erste: Micha, Richter, hat in den Tagen Hiskias, also des Großvaters von – der Urgroßvater von Josia, des Königs von Juda – geweissagt und zum ganzen Volk von Juda gesagt: „So spricht der Herr der Heerscharen: Man wird ziehen, die einen Acker pflügen und Jerusalem soll zum Steinhaufen werden und der Tempelberg zu einem bewaldeten Hügel.“ Also hat eigentlich genau das Gleiche gesagt wie Jeremia. Dieser Micha ist im Übrigen der kleine Prophet, von dem wir das Buch haben in der Bibel. Also der hat schon das Gleiche gesagt, wie Jeremia.

[4:26] Haben Hiskia, der König von Juda, und ganz Juda deshalb getötet? Hat man nicht den Herrn gefürchtet und das angesichts des Herangeführten, so dass der Herr das Unheil bereute, dass er ihnen angedroht hatte? Und wir sollten ein so großes Unrecht gegen unsere Seelen begehen. Innen und zur Zeit Hiskias war die Bedrohung durch seine Neben-Assyrer und er wollte Jerusalem – Hiskia hat auf die Prophezeiung gehört, hat gebetet zu Gott und Jerusalem wurde verschont.

[4:59] Das zweite Beispiel lautet: Und es war auch einmal ein anderer Mann, der im Namen des Herrn weissagte, der Sohn Gemarias von Keilath-Jearim, der weissagte gegen diese Stadt und gegen dieses Land, ganz entsprechend den Worten Jeremias, also ein anderer Prophet, der genau wieder das Gleiche gesagt hat. Als aber der König Jojakim und alle seine Gewaltigen und alle Fürsten seine Worte hörten, suchte der König ihn zu töten. Doch als es aufhörte, fürchtete er sich und es lohnt er kam nach Ägypten. Als wir haben einen Zeitgenossen von Jeremia, der genau das Gleiche gepredigt hat. Also Jeremia war nicht alleine mit diesen Botschaften, sondern es gab da noch andere.

[5:42] Zum Beispiel und der vor auch von Mordanschlägen bedroht und floh nach Ägypten. Er sandte der König Jojakim Männer nach Ägypten, erinnert haben den Sohn Achbor und mit ihm noch andere und sie holten nur aus Ägypten und brachten ihn zum König Jojakim, der ihn schlug ihn mit dem Schwert und warf seinen Leichnam in die Gräber des gemeinen Volkes. Also diesen Propheten ist es nicht so ergangen wie Jeremia, sondern er wurde gepackt und getötet. Doch die Hand Achkams, des Sohnes Schafans, war mit Jeremia, so dass er dem Volk nicht zur Tötung preisgegeben wurde.

[6:17] Wenn wir ein bisschen uns auskennen in der Reihenfolge der Könige und wer um die Könige herum gedient haben, dann wissen wir, Achkam und Schafan waren schon Diener von König Hiskia. War zu dem Zeitpunkt jetzt auch schon ein betagter Mann wahrscheinlich und er wird hier ein Fürsprecher Jeremias. Das heißt, er war damals schon ein Verbündeter von König Josia, der ja gute Reformen durchgesetzt hat. Und er weiß auch, Jeremia ist ein Mann Gottes und den muss ich unterstützen. Und es ist Achkam zu verdanken, dass die Mordanschläge auf Jeremia hier gescheitert sind. Sein Wort hat anscheinend viel gegolten und seine Hand war auf ihm, so dass er ihn bewahren. Er hatte einen Fürsprecher.

[7:07] Und das erinnert uns auch wieder so ein bisschen an Luther, der ja auch unter den Fürsten einen ganz bestimmten und großen Fürsprecher hatte: Friedrich den Weisen.

[7:19] Kapitel 27. Am Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, ergingen Jeremia dieses Wort vom Herrn. „So sprach der Herr zu mir: Mache dir Stricke und Jochstangen und lege sie um deinen Hals und sende sie dem König von Rom und dem König von Moab und dem König von Ammon und dem König von Tyrus und dem König von Sidon und die Boten, die nach Jerusalem zu König Jojakim von Juda kommen. Und trage ihnen auf, ihre Herren zu ihren Herren zu sagen: So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen.“

[7:59] Also diese Prophezeiung erhielt Jeremia noch zur Zeit Jojakims, aber sie traf es 13 Jahre später. Eine, sie wurde erst 13 Jahre später aktuell zur Zeit Zedekias. Und Jeremia soll sich hier einen Job machen und das auf seine Schultern legen. Und das natürlich eine bildliche Darstellung für das Volk, denn das Joch ist ein Symbol für die Knechtschaft und es wird ja unterjocht werden von Babylon. Und hier sind verschiedene Könige angesprochen, von Ammon, König der von Tyrus, von Sidon und die Boten. Und Zedekia hat entgegen dem Ratschlag Gottes ein Bündnis gemacht mit diesen heidnischen Königen und zwar gegen Babylon und hat gehofft, aus eigener Kraft gegen Babylon bestehen zu können mit Hilfe der heidnischen Könige.

[8:50] Und nun gibt Gott Jeremia eine Botschaft, nicht nur an Zedekia, sondern alle diese Bündnispartner. Und die Botschaft heißt: „Ich habe durch meine große Kraft und meinen ausgestreckten Arm die Erde, den Menschen und das Vieh auf dem Erdboden gemacht und gebe sie dem, der recht ist in meinen Augen. Und nun habe ich alle diese Länder in die Hand meines Knechtes Nebukadnezar, des Königs von Babel, gegeben. Sogar die Tiere des Feldes habe ich in seinen Dienst gestellt.“ Was Gott gesagt ist: Ihr könnt auch so viele Bündnisse machen, wie ihr wollt. Am Ende bestimme ich, wer der Herrscher der Erde ist. Am Ende setze ich Könige ein und setze ich Könige ab. Und ihr könnt machen, was ihr wollt, wenn ich sage, ihr werdet dem Gericht anheimfallen, dann wird es auch passieren.

[9:35] Und diese Worte in Vers 5 und 6, die hier stehen, die erinnern uns ganz stark auch an Daniel 2. Dort sind ganz ähnliche Formulierungen, die dort auftauchen. Und wir sehen, wie eng Jeremia und das Buch Daniel immer wieder auch verknüpft sind, denn Daniel hat ja auch das Buch Jeremia studiert. Also wir können sehen, Gott ist am längeren Hebel, am längsten Hebel und er bestimmt, wie die Geschichte weitergeht und wir können uns auf ihn verlassen.

[10:07] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, du lenkst die Geschichte, du lenkst die Menschen, lenkst alles. Wir dürfen wissen, dass auch was heute geschieht, was vielleicht für uns auch beängstigend ist, die Weltgeschichte, die vielleicht so ein bisschen aus den Fugen gerät, dass du trotzdem alles in der Hand hast, dass du Könige – wir haben keine Könige mehr – aber dass du Herrscher von Ländern, Regierungschefs einsetzt und absetzt, je nachdem, wie es dir gefällt. Und wir können ja beruhigt alles in deinen Händen wissen. Und dafür danken wir dir. Amen.


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