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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ von Mirjam Giebfried wird der Vers Offenbarung 2,10 beleuchtet. Der Fokus liegt auf der Ermutigung, sich nicht vor den Leiden zu fürchten, die durch den Teufel verursacht werden. Es wird erklärt, warum Christen trotz Bedrängnis und Verfolgung glücklich sein dürfen und wie sie in solchen Situationen standhaft bleiben können. Die Predigt zieht Parallelen zu biblischen Beispielen und zeigt auf, wie Gott auch in den schwierigsten Umständen für seine Gläubigen sorgt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarung-Seminar nach der Sommerpause. Es geht wieder weiter, schön, dass ihr alle da seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt oder euch das Video später anschaut.

[0:57] Wir machen weiter durch Gottes Gnade und durch die Kraft des Heiligen Geistes. Doch bevor wir das tun, lasst uns nach guter Gewohnheit zusammen niederknien, wenn es möglich ist, und sogar beten.

[1:21] „Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute die Offenbarung weiterstudieren können. Erinnere du uns ins Gedächtnis, was wir bisher wissen, denn du hilfst uns, dass wir auf dem bisherigen Wissen aufbauen können. Aber es geht hier nicht allein um eine Kopfsache, sondern das ist deine Herzenssache, dass wir die Worte, die wir heute von dir hören, auch ausführen können. Vater, du hast uns dein Wort gegeben, du hast auch deine Kraft darein gelegt, und diese Kraft wollen wir heute spüren. Ich bitte dich, dass jetzt kein Mensch, sondern der Heilige Geist zu uns redet. Wir brauchen dich dafür und öffnen unsere Herzen weit für deine Botschaft. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.“

[2:24] Schlagt mit mir auf Offenbarung 2 und dort Vers 10. Sie gehen wieder ganz ans Ende unserer Bibeln und dort finden wir den Vers in Offenbarung 2, Vers 10, um den sich heute alles drehen soll.

[2:50] „Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein, zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“

[3:16] Dankeschön. Wir rekapitulieren mal kurz: In welcher Gemeinde oder in welchem Zentrum schreiben wir an, welche Gemeinde befinden wir uns gerade? Im Iran. Genau. Zuvor hatten wir die Gemeinde in Ephesus, und von Ephesus haben wir lang und breit studiert, dass sie eine sehr aktive Gemeinde war, eine Gemeinde, die viel gut gearbeitet hat, aber die Liebe aus den Augen verloren hat. Und wir wissen bisher, dass es wohl eine Gemeinde war, bei der besonders wichtig war, dass Jesus nicht nur gelebt hat, sondern auch gestorben ist und auferstanden ist. Das hatten wir in Vers 8 gesehen. Und dann haben wir da noch gesagt im Vers 9: Das Christsein, Armut und Leiden für Christen nichts Außergewöhnliches oder nichts Überraschendes sein sollte, denn gerade die Gemeinde hat das Merkmal, dass sie verfolgt worden ist, dass sie sehr viel aushalten musste.

[4:36] Okay, jetzt heißt es auch hier gleich am Anfang von Vers 10: „Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst.“ Und da gehen wir mal zu Matthäus 10, Vers 28.

[5:12] „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle.“

[5:24] Dankeschön. Das beginnt ja ganz ähnlich wie der Vers 10 in Offenbarung 2, was auch heißt: „Fürchtet euch nicht.“ Und jetzt gibt Jesus Gründe an, warum sich Menschen nicht zu fürchten brauchen. Was steckt hier alles in dem Vers drin? Da, auch wenn wir hier mal weiter schaut, Vers 29, 30, 31, was sagt Jesus, warum brauchen wir uns nicht zu fürchten?

[6:28] Wir brauchen uns nicht zu fürchten, weil Gott uns kennt. Das ist schon mal ein sehr guter Grund.

[6:45] Es wird nichts geschehen, ohne dass er sein Ja dazu gibt. Genau. Genau. Als manchmal kann man sicher, setzt sich so viel Zutrauen, oder man weiß nicht, schaffe ich das. Aber Gott kennt uns und er mutet uns nicht mehr, als wir schaffen können. Deswegen ist das schon mal wirklich ein Grund, warum wir sagen können: Wir brauchen keine Angst zu haben.

[7:06] Jetzt hast du noch gesagt, weil Gott bei uns ist. Wenn wir sagen: Gott, weil Gott mit uns ist, dann erinnert es sehr schön an den Namen Immanuel, Gott mit uns, der Jesus auch gegeben worden ist.

[7:25] Besteht ja auch bei den Spatzen. Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Also Gott ist immer mit dabei. Genau. Gott sorgt für uns.

[7:37] Gott sorgt für uns. Und dieses Bild, dass Jesus hier bringt, ist sehr schön anschaulich. Das dürfen wir uns immer wieder vor Augen führen, wenn wir auch draußen jetzt die kleinen Vögel sehen, dass Gott, der ja eigentlich über das ganze Universum steht, der Hersteller alles ist, trotzdem jeden kleinen Spatz beobachtet. Und es gibt nicht einen Spatz, der stirbt, ohne dass Gott es bemerkt und auch zulässt. Es gibt nicht ein Haar auf unserem Kopf, das ausfällt, dass Gott nicht bemerkt hat.

[8:20] Gott, nicht in großer Gott. Ich meine, ich nur so von dem Verhältnis zwischen uns Menschen und ihm, sondern auch einfach, was für ein Charakter hat Gott, so eine Sorgfalt.

[8:33] Also können wir auch aufnehmen, weil Gott sorgt.

[8:46] 26. Da heißt es eben auch: „Denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird; nichts verborgen, das man nicht erfahren wird.“ Was ist das für ein Grund?

[9:06] Das sehen wir doch: Alles kommt einmal ans Licht, oder alles kommt einmal ans Licht, und das darf uns auch Gewissheit geben, wenn wir manchmal merken, was machen denn vielleicht die Politiker da oben? Oder gibt es hier Weltmächte, die uns hintergehen? Da brauchen wir trotzdem keine Angst zu haben. Kann das vielleicht feststellen, aber letztendlich, das haben wir auch in Offenbarung 1, Vers 18 und Vers 8 studiert: Gott ist Alpha und Omega, Anfang und Ende.

[9:43] Okay. Ja.

[9:45] Ja, wenn wir ungerecht behandelt werden oder irgendwas ist und man kann es nicht beweisen, aber Jesus sagt oder Gott sagt: Alles wird mal gezeigt werden, jede Sünde, jedes Wort, jede Tat, jeder Gedanke. Alles.

[10:01] Ja. Genau. Also das kann man zum positiven als auch zum negativen sagen. Wenn jemand mir etwas Ungerechtes tut, das wird auch ans Licht kommen, auch wenn jetzt Menschen das vielleicht nicht sehen. Aber auch wenn ich etwas Gutes tue, was vielleicht keiner wertschätzt, da weiß ich doch, Gott schätzt sehr viel Wert.

[10:29] Markiert. Gehen wir mal zu 1. Petrus 3. In 1. Petrus 3 erfahren wir, was wir tun sollen, anstatt uns zu fürchten. Es heißt jetzt: „Fürchtet euch nicht“, aber was können wir stattdessen tun?

[10:45] 1. Petrus 3, 13 bis 16.

[11:02] „Wenn ihr aber auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr. Ihr droht, aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen, sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in eurem Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung.“

[11:28] Dankeschön. Da war jetzt sehr viel komprimiert zusammen. Was ist unsere Aufgabe, wenn wir in Situationen kommen, wo eigentlich die Angst in uns hochkriechen könnte? Was sollen wir viel mehr tun?

[11:44] Gottlob. Hier heißt es explizit in Vers 15: „Sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen.“ Und wenn wir das jetzt, brauchen wir nicht nachzuschlagen, aber wenn wir das mit 4. Mose 20, Vers 12 und 4. Mose 6, 36, 23 und 26 verbinden, für alle, die jetzt einmal die Stopp-Taste drücken wollen, wie kann das nachschauen, da merken wir: Gott zu heiligen bedeutet, dass wir eigentlich wahre Bekehrung erfahren. Gott schenkt uns ein neues Herz. Und dazu brauchen wir Glauben. Also das ist ein Aufruf zu Glauben hier und auch Buße zu tun.

[12:35] Okay, was steckt noch in dem Vers mir drin?

[12:42] Und allzeit bereit sein zur Verantwortung gegenüber jedermann, zur Rechenschaft, also auch über unseren Glauben, über unsere Ereignisse zu geben und über unseren Glauben zu reden.

[12:53] Und was ist die Stärke? Ja, das war einfach Zeugnis geben.

[13:02] Die hab ich mir aufgeschrieben. Bereits sein. Ja, genau. Also eben so heißt es, einen Grund für die Hoffnung zu geben. Das heißt, wenn wir und sicherste Ruhe bringen lassen, dann sollen wir imstande sein, den anderen zu erklären, warum das so ist. Und das sollte tatsächlich öfters der Fall sein, dass Christen nicht so emotional reagieren, sondern dass andere Menschen merken: „Mensch, die Miriam zum Beispiel ist so gefasst, obwohl jetzt eine schwierige Situation auf sie zukommt. Was bewirkt ihre Ruhe? Oder warum ist sie jetzt nicht traurig, obwohl was Schlimmes passiert ist?“ Und dann haben wir die Gelegenheit, anderen weiter zu sagen: „Ich hab jetzt aus dem Herzen...“ Genau.

[14:00] Genau. Habt ihr noch...

[14:05] Noch etwas? Das steht so indirekt für in Vers 14.

[14:10] Vers 14 heißt es ja doch: „Wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr.“ Und wie würden wir das auf in unserem neueren deutschen Sprache verpacken? „Glückselig seid ihr.“

[14:41] Ganz genau. Als wir dürfen glücklich sein. Das ist ein Aufruf, der hier an uns gestaltet wird. Wenn ihr leidet, dann dürft ihr glücklich sein.

[14:54] Das widerspricht sich eigentlich so ein bisschen, weil es, wie gesagt, nicht die natürliche Reaktion ist. Aber wir werden sehen, dass es sehr gut möglich ist im Leben eines Christen, trotz Schwierigkeiten, ja, vielleicht nicht unbedingt himmelhoch jauchzend glücklich zu sein, aber ruhig zu bleiben.

[15:27] Es gibt nämlich drei Menschen in der Bibel, bei denen wir das tatsächlich beobachten können. Die hatten Gott im Herzen, die waren auch bereit zu erklären, warum sie jetzt ruhig geblieben sind, und sie waren trotz allem noch glücklich.

[15:51] Ganz genau. Schlag mal mit mir auf Daniel 3, Vers 16 bis 18.

[16:04] Daniel 3, 16 bis 18. Da wird uns von diesen ehrbaren Männern berichtet.

[16:17] „Schadrach und Abed-Nego antworteten und sprachen zum König: Wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, König. Und auch wenn nicht, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch dem goldenen Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast.“

[16:46] Dankeschön. Die Geschichte ist sehr bekannt. Da wurde ein Befehl erlassen, dass jeder, der in diesem Lande Babel war, sich auf ein bestimmtes Signal hin vor die goldene Statue Nebukadnezars aufrichten lassen, wieder werfen soll. Und man muss sich das so vorstellen, da waren wahrscheinlich viele Menschen, die alle auf die Knie gefallen sind. Aber dann gab es drei, die standen da, standen da aufrecht in ihrer Größe. Und man hat sie angeklagt und hat gesagt: „Sie sind nicht nieder gefallen.“ Und sie werden dann vor König Nebukadnezar geladen. Der gibt ihnen noch eine Chance und sagt: „Jetzt könnt ihr zeigen, dass ihr doch dem König treu seid, indem ihr jetzt niederfallt.“ Und ihre Antwort darauf ist: „Wir werden es nicht tun.“

[17:49] Sie haben geglaubt, dass Gott sie dann befreien könnte. Sie haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und vor allen Dingen, sie waren bereit, liebe Leser, ist einfach so zu sagen: „Nein, wir werden es nicht tun, weil wir unserem Gott dienen.“ Und das ist ein Muss. Stehen sie da, bewiesen haben. Dann wünsche ich mir auch für jeden einzelnen von uns.

[18:22] Arbeit schreibt in Propheten und Könige: „Die Drohungen des Königs waren vergeblich. Er konnte die Männer nicht von ihrer Treue gegenüber dem Herrscher des Universums abbringen. Aus der Geschichte ihrer Väter hatten sie gelernt, dass Ungehorsam gegenüber Gott zu Unheil und Tod führt und dass die Furcht des Herrn Anfang der Weisheit und die Grundlage allen wahren Wohlstands ist.“

[18:51] Ruhig sahen sie den Ofen entgegen und sagten: „Nun, Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir in dieser Sache zu antworten. Unser Gott, dem wir dienen, ist imstande, uns aus dem glühenden Ofen zu erretten, und er wird uns aus deiner Hand erretten, König. Und auch wenn nicht, so sei dir, König, kundgetan, dass wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Bild, das du aufgestellt hast, nicht anbeten werden.“ Das waren siegreiche Männer. Das waren Überwinder, wie die, dass die Versuchung sie nicht anhaben konnte.

[19:50] So, jetzt haben wir schon gesehen, wir brauchen uns nicht zu fürchten. Wir dürfen über den Dingen stehen. Kann man so sagen. Aber die Frage ist: Was sind das für Dinge, wobei, also, ich sage jetzt mal so, wie schlimm können die Umstände werden, dass wir trotzdem noch darüber stehen können?

[20:18] Es heißt ja hier weiter, wenn wir zurück zur Offenbarung 2, Vers 10 gehen: „Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet.“

[20:41] Und da muss man sagen, hier zeigt die Offenbarung sehr deutlich, dass es einen Teufel gibt. Das klingt jetzt für uns vielleicht selbstverständlich, aber es gibt viele Menschen, die heutzutage sagen: „Naja, ich glaube an Gott, aber der Satan ja...“

[21:05] Bleiben mit dem Teufel vom Leib. Das macht mir nur Angst. Habt ihr schon mal so ähnliche Reaktionen gehört? Hier zeigt uns Jesus selbst in der Offenbarung: Es gibt ihn, und der Satan prüft uns auch. Merken wir auch in der Geschichte von Hiob zum Beispiel. Aber es gibt einen Unterschied. Wie würdet ihr den Unterschied beschreiben? Gott prüft uns, um uns, sage ich mal, nach unserem Charakter zu vervollkommnen, um uns zu zeigen: Da hast du noch Mangel, oder da brauchst du noch was. Und Satan prüft, um uns zu verführen, uns von Gott wegzubringen und zur Sünde zu verleiten.

[21:54] Ganz genau. Da ist es auf den Punkt gebracht. Wenn wir weiter hintergehen zu Offenbarung 12 und dort Vers 17.

[22:05] In Offenbarung 12 haben wir ja den großen Kampf zwischen dem Drachen und der Frau, hier. Und da wird uns ganz klar in Vers 17, warum der Teufel...

[22:21] Der Teufel wurde ja, das wird eigentlich mehr, dass der Teufel kämpft, ist man Offenbarung 2, Vers 17.

[22:36] 17. „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.“

[23:00] Gegen Gottes Volk. Und wodurch zeichnet sich Gottes Volk aus?

[23:16] Das noch mal hierhin. Also da haben wir Satan gegen...

[23:24] Gegen...

[23:24] Gegen Gottes treues Volk, sagen wir mal.

[23:37] Und sie haben das Zeugnis Jesu. Und das Zeugnis Jesu ist aber der Geist der Weissagung. Ganz genau. Ganz genau.

[23:54] Dass bekämpft, Vater. Er bekämpft nicht unbedingt diejenigen, die sich sowieso...

[23:56] ...Christen nennen und eigentlich trotzdem Satan hinterherrennen oder einfach sich im eigenen Vergnügen schulen. Sondern er bekämpft diejenigen, die sich an die Gebote Gottes halten, die den Geist der Weissagung, das Zeugnis Jesu haben, diejenigen, die sowieso schon übrig geblieben sind.

[24:30] Wenn wir jetzt Offenbarung 13 und dort Verse 2 und 7 weiterlesen, dann erfahren wir auch wieder, Teufel, das mitunter Macht...

[24:41] Gleich im nächsten Kapitel, Offenbarung 13, 2 und 7.

[24:55] Ich lese: „Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.“ Wo finden wir den Teufel oder Satan in diesem Vers?

[25:20] Der Drache. Genau. Das hatten wir ja gerade.

[25:21] Gerade. Offenbarung 12, 17. Genau so.

[25:27] Und jetzt, Vers 7 heißt...

[25:36] Ach so, ich war 7. Genau. Ich höre...

[25:39] ...verrutscht. Vers 7: „Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden. Es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Stamm, jede Sprache und jede Nation.“ Wer ist hier mit ihm gemeint?

[26:15] Genau. Wie hast du es jetzt schon identifiziert? Also es geht erst einmal...

[26:19] ...um auf der bildlichen Ebene zu bleiben, um das Tier aus dem Meer. Okay. Und was sagt uns das?

[26:32] Wenn der Satan gegen Gottes Volk kämpft, dann tut er das nicht als der Satan und sagt: „Hallo, hier bin ich“, sondern er hat seine Agenten auf dieser Erde. In der Kinderspielschule, da gibt es diese Begrüßungs-Festtafel, und da gibt es auch, wenn die Figur das ist Satan, als so ein schwarzer Engel mit schwarzem Gewand. Das benutzen wir oft, wenn wir dann Satan...

[26:58] ...die Versuchung von Jesu in der Wüste illustrieren. Und das mag auch so seinen Sinn haben. Aber ganz oft, ganz oft kommt schon gar nicht als Satan zu den Menschen, sondern durch jemand anderen hindurch.

[27:17] Hindurch. Entweder durch eine Institution oder er wirkt durch Menschen. Das merken wir, wenn wir jetzt Johannes 13, Vers 27 lesen würden. Da heißt es: „Da fährt Satan in ihn hinein.“ Ist das...

[27:37] ...fährt in ihn hinein. Ist das...

[27:41] Da heißt es immer: „Wir können kurz...“

[28:05] „Danke dir. Und während des Mahls, als schon der Teufel dem Simon-Sohn Judas ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten.“

[28:15] Okay, genau. In Johannes 13, 2, unter noch...

[28:30] Genau. Und nach dem Wissen davor, der 66, doch 77. Und nach dem Wissen davor, der...

[28:38] ...Satan bald genau in den Vater, der Satan hinein.

[28:40] ...hinein in den Judas.

[28:47] Ganz genau. Ist es das? Macht ihr nicht einfach X-beliebigen. Er kann nicht jeden Menschen so für sich benutzen, aber das hat es immer mehr zugelassen, so dass wir sogar in der Bibel explizit lesen: „Der Satan fuhr in den Judas hinein.“ Also Satan kann auch durch Menschen wirken. Offenbarung 2 hatten wir eine Organisation.

[29:13] Hier sind Menschen. Ja, da kann aber auch durch Lehren, also durch falsche Lehren, die dann ins Herz bringen. Ganz genau. Er benutzt seine subtilen Wege. Falsche Lehren hatten wir zum Beispiel im Paradies.

[29:33] Sein kann auch über Musik zum Beispiel. Das ist sehr subtil. Menschen wirken. Es gibt noch viele unterschiedliche Wege, die er benutzt.

[29:46] Aber woher wissen wir denn, dass der Teufel hinter etwas steckt? Also woher wissen wir, dass hat dafür ist Satan verantwortlich, wenn er etwas macht?

[30:00] Ich weiß nicht, wo er steht, aber in der Bibel steht: „Von Gott kommt nichts Böses.“ Also Gott kann nicht versucht werden.

[30:10] Wie wir Jesus an oder an Charakter haben, sie erkannten, dass er Gottes Sohn ist. Genau so erkennt man den anderen. Wissen so nah ist, sagt auch Jesus bei den Menschen, bei den Pharisäern. Ja.

[30:26] Also im Jakobus 1 haben wir das z.B., dass Gott nicht mit dem Bösen versucht werden kann. Und hier so sagt auch Johannes 7, 17: „Wenn auch jemand Gottes Willen tun will, dann wird er auch erkennen, ob das wirklich von Gott ist.“

[30:44] Genau. Wir können meistens so, es gibt sicherlich da viele, viele verschiedene Merkmale, woran man festmachen kann, dass etwas von Satan bewegt worden ist. Aber wir können mal festhalten, wenn es dann etwas tut, das haben wir in Offenbarung 13 gesehen, dann arbeitet er gegen Jesus.

[31:08] Ist es wird einmal beschuldigt in Lukas F, dass er etwas in der Kraft des Satans machen sollte. Und Jesus sagt: „Nein, geht nicht.“ Satan wirkt immer in eine Richtung. Er wirkt gegen Jesus, weil wenn er gegen sich selber wirken würde, dann wäre das ja selbstzerstörerisch und das überlebt dann auch keinen Satan 6000 Jahre Weltgeschichte lang, wenn er immer gegen sich selbst wirken würde.

[31:37] Und das haben wir auch in Offenbarung 13 gesehen.

[31:44] Da es macht im Spiel, wenn Satan persönlich etwas bezweckt, dann gibt er eine überaus große Macht, die übermenschlich ist oder übernatürlich ist. Dann haben, dann können wir wirklich auf die Ebene, dass wir es mit Dämonen zu tun haben und Erscheinungen und sonstigen, wenn Satan so direkt dahinter steht.

[32:18] Okay, aber zurück...

[32:20] ...zurück...

[32:27] Genau. Ich denke, das überspringe ich. Zurück zur Offenbarung 2.

[32:33] Denn da geht es nicht nur darum, dass Satan hier die Menschen ins Gefängnis werfen wird, sondern es geht nach dem Gefängnis noch weiter. Und das wird hier eine Zeit gegeben.

[32:51] Genau. Sie werden Gefängnis, äh, wollten erdulden müssen und sie werden Drangsal erleiden, zehn Tage lang. Ist das schon mal untergekommen, was es mit diesen zehn Tagen auf sich hat?

[33:12] Was ist denn euer Tipp? Wir sind ja hier in der Offenbarung, in einem prophetischen Buch. Was könnte man sich das so vorstellen, was diese zehn...

[33:19] ...Tage...

[33:19] sich das so vorstellen, was diese zehn Tage bedeuten.

[33:21] Ich will mich da nicht zu lange aufhalten dabei. Für den ein oder anderen ist es sicherlich interessant.

[33:38] Wir haben ja das Prinzip bei der Prophetie: "Ein Tag ist ein Jahr". Dieses Prinzip kann man so interpretieren, dass es auch hier zutrifft. Denn es gab eine Zeit unter dem Kaiser Diokletian – ein bisschen geschichtliches Wissen müssen wir doch mit reinpacken – eine Zeit, wann tatsächlich zehn Jahre lang extreme Christenverfolgung war.

[34:11] Und das war für jeden, der sich merken möchte: 303 bis 300 nach Christus.

[34:40] Damals ging es auch darum, dass sie eben nicht anerkannt haben, dass Christen gesagt haben: "Wir ordnen uns Gott unter." Sie wollten, dass man sich dem Kaiser unterordnet und den Kaiser anhimmelt. Es gab da diesen Kaiserkult.

[34:57] Und da habe ich in einer historischen Quelle gefunden, dass am 23. Februar 303 vier Herrscher ein Edikt gegen die Christen verabschiedeten, das die letzte und brutalste Christenverfolgung des römischen Reiches einleitete.

[35:18] Sie war die Vernichtung der Christen, wie sie ähnlich bereits bei den Männchen durch ein Edikt von 296 erreicht worden war. Denn nach der politischen Theologie der Tetrarchie waren Staat und Religion nicht zu trennen. Und der Anspruch des Christentums – Christus ist der Herr – war mit dem Kaiserkult unvereinbar, was ich eben gesagt habe.

[35:40] Das Edikt verbot die christlichen Gottesdienste und ordnete die Zerstörung von Kirchen sowie die Verbrennung christlicher Schriften an. Staatsbeamte, die sich zum Christentum bekannten, sollten inhaftiert werden.

[35:55] Da haben wir: "Der Satan wird viele von euch ins Gefängnis werfen." Und Christen durften keine Ämter bekleiden. Alle Bischöfe, Priester und Gemeindevorsteher sollten eingekerkert und gefoltert werden, bis sie ihren Glauben abschwörten.

[36:11] Für alle, die das Kaiseropfer dennoch verweigerten, wurde die Todesstrafe angeordnet. Das war jetzt eine westliche Quelle.

[36:24] Sie schreibt: "Ich wurde in die Zeit versetzt, als die heidnischen Götzendiener die Christen grausam, grausam verfolgten und töteten. Blut floss in Strömen." Aber sie schreibt auch etwas Erfreuliches.

[36:38] Trotz der Verfolgung und der Leiden, die diese Christen erduldeten, wollten sie den Standard nicht senken. Sie hielten ihre Religion frei.

[36:49] "Ich sah, dass Satan frohlockte und über die Leiden des Volkes triumphierte. Aber Gott schaute mit großer Anerkennung auf seine treuen Märtyrer." Und die Christen, die in jener furchtbaren Zeit lebten, wurden von ihm sehr geliebt, denn sie waren bereit, um seinetwillen zu leiden.

[37:20] Ja, vielleicht auch noch ein kleiner Schwenk zum Alten Testament. Gibt es auch jemanden, der zehn Tage lang geprüft worden ist, zu buchstäblich Tagen lang?

[37:37] Ja, ja doch, Daniel und seine drei Freunde. Das sagt auch: "Gib mir zehn Tage, und dann kannst du schauen, wie wir geworden sind." Und danach sind sie sehr viel besser aus. Es war vielleicht eine Zeit, wo man auch ein bisschen innerlich gezittert hat, ich weiß es nicht. Aber sie haben sich da bewährt gemacht.

[38:02] Und das ist wieder dieses: Gott prüft anders als Satan.

[38:09] Ich finde, es ist von Gott eigentlich auch ganz entgegenkommend, dass er sagt: "Ich sage euch im Voraus, es werden zehn Tage sein."

[38:19] Zehn Jahre dann umgerechnet. Weil, wie tröstlich muss es doch für die Christen damals gewesen sein, wenn sie das verstanden hätten:

[38:30] Diese Christenverfolgung, die dauert nicht länger als zehn Jahre. Sie werden furchtbar sein, aber Gott macht dem ein Ende.

[38:45] Und jetzt kommen wir eben zu dem Aufruf.

[38:48] Offenbarung 2, Vers 10, wo es heißt: "Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben."

[39:04] Es gibt noch eine Stelle in der Bibel, die sehr stark auch so etwas Ähnliches sagt: "Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben."

[39:27] Wenn ihr's nicht wisst, dann kommen wir gleich noch dazu.

[39:31] Den Offenbarung 12, Vers 11 haben wir das zum Beispiel. Da wird das rückblickend von den Erlösten gesagt: "Und sie haben ihn überwunden um des Blutes Langes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen." Und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.

[39:51] Das sind Menschen, die waren treu bis zum Tod.

[40:00] Jesus sagt einmal an einer bekannten Stelle: "Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren. Es ist sein Leben, aufgibt um meinetwillen, der wird das bekam."

[40:12] Das sehen wir. Es gibt das Leben hier auf der Erde und es gibt das Leben danach.

[40:19] Und die Menschen, die damals gesagt haben: "Ich häng mich an dem irdischen Leben, sondern ich schaue auf die Ewigkeit", die werden auch dann das ewige Leben, diese Krone des Lebens, erhalten bekommen.

[40:36] Und wenn Jesus hier sagt, wir sollen unser Leben nicht für die Treue zu ihm aufs Spiel setzen, dann heißt es so viel wie: Gib deine Treue zu Gott für nichts in der Welt auf.

[40:52] Für nichts. Und manche Menschen meinen: "Ach, ich würde für Jesus den Märtyrertod sterben." Aber sie sind doch nicht bereit, ihr Berufsleben anzuvertrauen, Jesus über sich, von Jesus etwas über Gesundheit sagen zu lassen. Müssen wir uns ständig hinterfragen.

[41:26] Gehen wir noch zum Schluss, dass wir den CS-Halter durchbekommen.

[41:28] Jakobus 1, Verse 12 bis 14. Da geht es auch um die Krone des Lebens. Und die Frage ist: Wer bekommt diese Krone?

[41:55] "Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet. Der, nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welcher der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben."

[42:05] Dankeschön. Wem wird hier die Krone des Lebens gegeben?

[42:26] Anfechtung zu dulden und die ihn lieben. Es sind tatsächlich diese zwei Gruppen, die die ihn lieben. Die können auch die Anfechtungen erdulden. Die die die Anfechtung erdulden, nur deswegen, weil sie in Leben, ja, die Krone des Lebens, also das Leben selber, das ewige Leben, wartet auf diese Menschen.

[42:54] Und ich glaube, wenn wir uns manchmal Gedanken machen, wie wir die Zukunft, kann ich das alles einmal aushalten, was noch so bevorsteht?

[43:11] Wenn man mich fragen würde: "Bist du bereit, nur Märtyrertod, fläche ist es zu sterben?" Wenn ich mich fragen muss, wer fertig das, fühlt sich das wirklich machen, dann ist es eigentlich eine Frage des Wiegens, dessen, wie sehr liebe ich Gott.

[43:31] Bin ich ihm treu bis zum Tod? Liebe ich ihn mehr als mein eigenes Leben oder nicht?

[43:40] Wollen wir gemeinsam zu Jesus beten, dass wir unsere Liebe zu ihm vermehrt, dass auch wir alles geben können aus Liebe zu ihm?

[43:53] Lasst uns jetzt gemeinsam niederknien zum Gebet.

[44:07] Unser Heiland, wir haben heute einen Vers betrachtet, in dem sehr viel steckt. Du sagst nicht nur der Gemeinde, es mir noch, sondern auch uns, dass wir uns nichts zu fürchten brauchen. Im Gegenteil, wir dürfen ruhig bleiben, wir dürfen sogar glücklich sein, weil wir dich haben.

[44:27] Und ich bitte dich, dass unser Leben ein Zeugnis für andere ist, oder wie viel das Leben von Daniel und seinen Freunden ein Zeugnis war.

[44:39] Hilf uns, dich so sehr zu lieben, dass unser eigenes Leben und nicht zu viel ist, als dass wir es geben könnten für dich.

[44:52] Ja, wir sehen auch im Leben von Paulus, dass er gesagt hat: "Er achtet sein Leben für nicht viel, denn ihm war das Evangelium und die Verbreitung des Evangeliums so wichtig."

[45:04] Ich bitte dich, dass das auch oberste Priorität hat in dem, was wir tun. Ja, lasst uns dich hier jetzt schon lieben lernen, dass wir auch einmal in der Ewigkeit für immer tun können. Im Namen Jesus bitten wir darum.


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