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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf die Gerichtsworte Gottes über Edom, Aram, Kedar und Hasor aus Jeremia 49 ein. Sie erklärt, wie diese Völker für ihren Götzendienst und ihre Verfehlungen bestraft werden, und zieht Parallelen zu biblischen Ereignissen und Symbolen wie dem Adler und dem Löwen. Die Botschaft betont Gottes Gerechtigkeit, aber auch seine unerschütterliche Liebe und die Hoffnung auf Erlösung durch Jesus Christus.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Jeremia 49, Seite 835. Wir sind immer noch im Gerichtswort über Edom und werden auch lesen, was Gott über Aram, über Kedar und Hasor zu sagen hat. Gerichtsbotschaften. Bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du hast es zugelassen, dass die Babylonier damals die ganzen Völker in Israels Nachbarschaft und Israel selber eingenommen hat, überrannt hat. Aber du hast auch wiederhergestellt, nicht nur Israel, auch andere Völker hast du wieder Erbarmen geschenkt. Und das macht uns Hoffnung, dass du auch, wenn du Gericht hältst mit der Erde, dass du danach auch wieder alles herstellen wirst. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:20] Wir lesen ab Vers 14 in Kapitel 49. Ich habe eine Kunde gehört von dem Herrn, es ist ein Bote zu den Heidenvölkern gesandt worden. Versammelt euch und zieht gegen sie und steht auf zum Krieg, denn siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Heidenvölkern, verachtet unter den Menschen. Dass man dich fürchte, hatte ich geführt. Und der Übermut deines Herzens, du, der du in Felsenschluchten wohnst und dich auf Bergeshöhen aufhältst. Wenn du aber auch dein Nest zu hoch baust wie ein Adler, so werde ich dich dennoch von dort hinunterstürzen, spricht der Herr. Edom war ein sehr gebirgiges Land und deswegen haben wir hier immer wieder die Anspielung, das sagt er, seid in euren Schlupfwinkeln, ihr seid in den Bergeshöhen versteckt. Und ich werde euch dennoch finden, denn die Bibel sagt, dass nichts vor Gott verborgen bleiben kann. Selbst wenn wir uns verstecken, wird Gott uns finden. Und Gott sieht uns. Und dieser Bote, der natürlich ja durch die Lande zieht und sagt, Gericht und Krieg, das sind natürlich ja die Angst vor dem Babylonien, die dann tatsächlich dort überall eingefallen sind. Und Edom soll zum Entsetzen werden. Wer daran vorübergeht, wird sich entsetzen und zischen wegen all seiner Plagen. Wieso der Mond Gomorra samt ihren Nachbarstädten umgekehrt worden sind, spricht der Herr, so wird auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind soll sich dort aufhalten. Und das ist ja ganz ähnlich auch, wie es mit Sodom und Gomorra passiert ist, denn dort gab es Gericht und es ist mit Feuer und Schwefel verbrannt worden und danach konnte dort erstmal keiner mehr wohnen.

[3:08] Siehe, ein Löwe vom Dickicht des Jordan heraufkommt zu der fruchtbaren Ebene. Weide, so will ich sie plötzlich von dort wegtreiben und denen, der dafür auserwählt ist, über sie setzen. Denn wer ist mir gleich und wer will mich zur Rechenschaft ziehen? Oder welcher Hirte kann vor mir bestehen? Der Löwe, das ist Babylon, der aus dem Dickicht kommt. Und Gott sagt, ich werde das Gericht über euch bringen durch die Babylonier und keiner kann von mir bestehen. Und Gott macht den Völkern durch das Gericht, dass sie ja erdulden, weil sie Götzendienst gemacht haben, weil sie den Gott des Himmels nicht anerkannt haben. Durch das Gericht macht er deutlich, dass alle ihre Götzen nichts taugen, denn sie können sie nicht bewahren vor diesem Gericht und vor diesem Krieg und dieser Vernichtung. Warum hört den Ratschluss des Herrn, den er über Edom gefasst hat und seine Absichten über die Einwohner von Teman? Wählen uns, das waren die ganz weisen. Man wird sie gewisslich wegschleppen, auch die Kleinsten der Herde. Wahrlich, ihre Weide wird sich über sie entsetzen. Und hier haben wir den Hinweis, dass die Edomiter auch verschleppt wurden von dem Babylonien. Vom Getöse ihres Falls erbt die Erde. Man hört am Schilfmeer den Widerhall von ihrem Geschrei. Also man hat es noch weit hingehört, dieses Schreien, diese Angst.

[4:34] Siehe, wie ein Adler steigt der empor. Und damit ist wieder Babylon gemeint. Also wir haben erst den Löwen in Vers 19 gehabt und dann Vers 22 haben wir den Adler. Und das bringt uns natürlich zu dem Buch Daniel, wo der Adler, wo der Löwe mit Adlerflügeln dargestellt wird in Form von Babylon. Und er steigt empor und fliegt und breitet seine Flügel über Bosra. An jenem Tag wird das Herz der Helden Edoms werden wie das Herz einer Frau im Kindesnöten. Und wieder vergleicht hier Gott bzw. Jeremia die Angst im Gericht mit den Geburtswehen.

[5:12] Wir kommen zum Wort des Herrn über Damaskus. Und Damaskus ist in Aram. Über Damaskus, Hamat und Tyrus sind zuschanden geworden, denn sie haben eine böse Nachricht vernommen. Sie sind fassungslos, sie sind in ängstlicher Erregung, wie das Meer, das nicht zur Ruhe kommen kann. Damaskus ist mutlos geworden, es hat sich zur Flucht gewandt. Zittern hat es befallen, Angst und Wehen haben es ergriffen, wie eine, die gebären soll. Und wieder dieses Motiv von der Geburt. Aram war zur Zeit von Jeremia eigentlich kein eigenständiges Land, sondern es war eigentlich eine assyrische Provinz, denn die Assyrer hatten auch schon Aram eingenommen, was hier nördlich von Israel lag. Und auf dem Weg nach Israel hatten sie dort natürlich das Land belagert und eingenommen.

[6:03] Wie ist es nicht verlassen, die gepriesene Stadt, die Burg meiner Wonne? Darum wird ihre junge Mannschaft in ihren Straßen fallen und alle Kriegsleute sollen an jenem Tag umkommen, spricht der Herr der Herrscharen. Und ich will ein Feuer anzünden in den Mauern von Damaskus, das soll die Paläste Ben-Hadads verzehren. Ja, Ben-Hadad ist ein Königsname. Es gab mehrere Ben-Hadads, wahrscheinlich oder es ist mehr so wie ein Titel gemeint, denn es gab ja schon zu Zeiten von den Königen damals auch Ben-Hadad, Zeiten von Elisa. Aber diese dieses Gericht über Damaskus, über Aram, ja, klingt ganz ähnlich wie die Gerichte auch drumherum, denn auch Aram wird wegen des Götzendienstes gestraft und nicht davonkommen.

[7:02] Und genauso geht es Kedar und Hasor ab Vers 28. Über Kedar, Kedar und die Königreiche von Hasor, das ist Arabien. Nebukadnezar, der König von Babel, schlug. So spricht der Herr: Kommt, zieht herauf gegen Kedar und vertilgt die Sünde des Ostens. Man wird ihre Zelte und Schafherden rauben, ihre Teppiche und alle ihre Geräte, auch ihre Kamele wird man ihnen nehmen. Man wird über sie rufen: Schrecken ringsum! Diesen Ausruf "Schrecken ringsum" haben wir schon öfters im Buch Jeremia gelesen. Es war auch ein Schimpfwort, dass das Volk für Jeremia benutzt hat, weil sie gesagt haben, er erschreckt und nicht die Botschaft, sondern er selber. Aber wir haben tatsächlich diese Verse, die hier davon sprechen, dass nach Nebukadnezar Arabien und die Nomaden, die natürlich Kamele gehabt haben und Teppiche, so wie es hier heißt, überfallen hat. Diesen Bericht haben wir ihn aus der biblischen Quellen, nämlich in den babylonischen Chroniken, genauer gesagt in der Chronik Nummer 5. Und dort steht, dass Nebukadnezar im Winter 599, 598 die Nomaden in Arabien überfallen hat. Und das war keine einfache Sache, denn diese Nomaden wussten viel besser, sich in der Wüste zurechtzufinden, als alle anderen Völker und schon überhaupt sogar als die Babylonier, die dort ja ganz fremd waren. Aber sie haben es geschafft, die sehr hinterlistigen, sehr gewitzten Nomadenstämme Arabiens gefangen zu nehmen.

[8:50] Flieht, flüchtet schnell, ihr euch Schlupflöcher gemacht habt, ihr Bewohner von Hasor. Spricht der Herr: Nebukadnezar, der König von Babel, hat einen Ratschluss gegen euch beschlossen und einen Plan gegen euch ausgeheckt. Macht euch auf, zieht ins Feld gegen das sorglose Volk, so dass das so sicher wohnt, spricht der Herr. Sie haben weder Tore noch Riegel und wohnen für sich allein. Und das weist uns natürlich auf den Fakt hin, dass dieses Volk keine Häuser hat. Es hat kein Schloss, kein Riegel, sondern sie ziehen als Karawanen umher. Sie wissen genau, wo die Oasen sind, sie haben ihre Höhlen in der Wüste und wissen genau, wo die sind. Und sie kennen sich einfach sehr, sehr gut aus und sie sind nicht sesshaft, sondern sie ziehen die ganze Zeit umher. Ihre Kamele soll zum Raub werden und ihre vielen Herden zur Beute. Und ich will sie, die sich den Bart stutzen, nach allen Winden zerstreuen und ihr Verderben von allen Seiten hereinbrechen lassen, spricht der Herr. So soll Hasor zu Wohnung der Schakale werden und zu einer ewigen Wüste, so dass niemand dort wohnen und kein Menschenkind sich dort aufhalten wird. Also auch die Nomaden im Land Arabien werden von dem Babylonien überrannt werden. Und es wird deutlich, dass im Gericht keiner entkommt, selbst die, die sich vielleicht ja davon stehlen können. Gott wird das Gericht gänzlich vollziehen und er wird nichts übersehen und niemanden.

[10:19] Lasst uns ja Gott danken, dass er einerseits gerecht ist, aber auch, dass im Gericht jeder Fall besprochen werden wird und dass Gott nichts entgeht, im Guten wie im Schlechten.

[10:34] Lieber Vater im Himmel, wenn wir das Wort Gericht hören, dann wird es uns vielleicht ein bisschen mulmig und dann sind wir ja besorgt, ob wir denn im Gericht bestehen können. Ob unser Leben so ist, dass du sagst: Ja, ich kann den oder die erlösen und in den Himmel nehmen. Herr, aber du hast auch gesagt, dass du uns die Kraft gibst, jeden Tag an dir festzuhalten, wenn wir mit dir leben wollen und uns ein gerechtes Leben zu schenken durch den Tod von Jesus. Und dafür danken wir dir, dass wir keine Angst haben brauchen vor dem Gericht, weil du alles tun wirst, damit wir ja durch das Gericht hindurchkommen und bestehen. Und dafür danke ich dir. Amen.


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