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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Rabea Kramp die prophetischen Worte aus Jeremia 49:34-50:16. Der Fokus liegt auf den Gerichtsworten gegen Elam und insbesondere gegen Babel. Die Ausführungen beleuchten die Bedeutung dieser Prophezeiungen für die damalige Zeit und ihre Relevanz für uns heute, indem sie Gottes Gerechtigkeit und seinen Plan der Wiederherstellung aufzeigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Verse 836, wir beenden Kapitel 49 und beginnen Kapitel 50. Wir werden weitere Gerichtsworte lesen und heute anfangen mit dem Gerichtswort über Babel. Und das wird uns eine Weile beschäftigen, weil das natürlich das größte Gerichtswort ist, was wir hier im Buch Jeremia haben. Denn vorher wurden die ganzen kleinen Völker drumherum gerichtet und nun kommt es an Babylon selber. Und was wir da lesen werden, das wird sehr interessant sein. Und lasst uns am Anfang gemeinsam beten.

[1:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du alles in ein Gericht bringst, dass du ja auch gezeigt hast, dass du die, die auch das Volk Gottes zerstört haben, wiederum richtest. Du bist gerecht und darauf können wir uns verlassen und dafür danke ich dir. Amen.

[1:26] Wir beginnen in Kapitel 49 ab Vers 34. Das Wort des Herrn über Elam, das an den Propheten Jeremia erging im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda, lautet folgendermaßen: Elam wurde auch in 1. Mose 14 genannt als eine der neuen Könige, als es da bei Abraham darum ging. Und es war ein sehr bedeutendes Königreich. Und hier lernen wir, dass Jeremia diese Prophezeiung bekommen hat zur Zeit von Zedekia. Das heißt, diese ganzen Gerichtswörter sind eigentlich Stück für Stück so an Jeremia weitergegeben worden und er hat sie aufgeschrieben und hat sie natürlich auch den Heidenvölkern verkündigt.

[2:10] So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, seine vornehmste Stärke. Wir erinnern uns, das Pfeil und Bogen die Waffen des alten Orients waren. Und ich will über Elam die vier Winde kommen lassen von den vier Himmelsgegenden und sie nach allen diesen Windrichtungen zerstreuen, so dass es kein Volk geben wird, wohin nicht elamitische Flüchtlinge kommen. Und ich will den Elamitern Schrecken einjagen vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und werde Unheil über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der Herr. Und ich werde das Schwert hinter ihnen herschicken, bis ich sie aufgerieben habe. Und ich werde meinen Thron in Elam aufstellen und werde Könige und Fürsten daraus vertilgen, spricht der Herr.

[2:57] Der Thron oder das Aufstellen eines Thrones, dieses Motiv kennen wir auch aus dem Buch Daniel. Da werden in Kapitel 7 Throne aufgestellt und was folgt ist ein Gericht. Und ebenso ist es hier. Gott sagt, ich werde meinen Thron in Elam aufstellen und ich werde es richten. Aber es soll geschehen in den letzten Tagen, da will ich das Geschick Elams wenden, spricht der Herr. Und das ist wiederum interessant. Das ist wieder ein Gerichtswort, wo Gott am Ende sagt, ich werde euch wieder mir, werde mich wieder euch zuwenden. Es ist nicht ganz klar, in welcher Form das passiert ist. Es ist wieder eine Tatsache, die uns so ein bisschen unklar lässt, weil wir einfach keine aus biblischen Berichten so richtig dazu finden können, wie das dann geschehen ist und wie Gott Elam wiederhergestellt hat, ob es tatsächlich geschehen ist oder im geistlichen Sinne oder beides.

[3:53] Kapitel 50. Und nun starten wir mit dem Wort über Babel. Dies ist das Wort, das der Herr über Babel, über das Land der Chaldäer, durch den Propheten Jeremia gesprochen hat. Verkündigt es unter den Heiden und lasst es hören, richtet ein Kriegsbanner auf, lasst es hören und verheimlicht es nicht. Sagt: Babel ist eingenommen, Bel ist zu Schanden geworden, Merodach ist erschrocken. Ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden und ihre Götzen erschrocken.

[4:25] Interessant ist, dass hier Jeremia schreibt: "Verkündigt, dass unter den Heiden", denn diese Gerichtswörter über die Heidenvölker waren nicht einfach nur für Israel zur schönen Lektüre gedacht, sondern tatsächlich als Warnungsbotschaften für die Völker. Und so war Jeremia nicht nur ein Prophet für sein eigenes Volk, sondern vor allem auch für die Völker drumherum. Und diese Botschaft geht an alle Völker, so wie es auch in Offenbarung 14, Vers 8 heißt, dass die Botschaft an alle Völker und Stämme und Sprachen gehen soll. Wir haben hier von Bel gelesen. Bel ist nur ein Wort für Herkommen von dem Wort Baal und meint natürlich ihren Gott. Merodach ist ein anderes Wort für Marduk, und Marduk war so der höchste Gott in Babel. Und sogar der ist erschrocken, dieser Hauptgott, denn von Norden zieht ein Volk, und das waren die Meder und Perser, gegen sie heran, gegen Babylon. Das wird ihr Land zur Wüste machen, dass niemand mehr darin wohnen wird, wie der Menschen noch viel, weil sie sich schnell davon gemacht haben.

[5:32] In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der Herr, wenn die Kinder Israels kommen und die Kinder Judas mit ihnen, sie werden weinend hingehen, um den Herrn ihren Gott zu suchen.

[5:46] Jeremia, bzw. Gott, spricht hier wieder das Nordreich und das Südreich, Israel und Juda, an. Und das zeigt wiederum, dass Gott möchte, dass beides wiederhergestellt wird. Und sie sollen beide zum gleichen Ort kommen, nämlich nach Zion. So heißt es, sie werden den Weg nach Zion erfragen. Dorthin ist die Angesicht gerichtet. Kommt, lasst uns dem Herrn anhängen mit einem ewigen Bund, der nicht vergessen werden soll.

[6:14] Wir erinnern uns, dass ja das Nordreich dann irgendwann nicht mehr nach Jerusalem gepilgert ist zum Anbeten, sondern nach Bethel gegangen. Sie haben sich ihre eigene Anbetungsstätte gemacht, und der Jerobeam, und sie haben dann ja die Anknüpfung an Jerusalem und das Südreich verloren und sind dann immer mehr in den Götzendienst verfallen. Und sie sagen aber jetzt: Wir wollen einen ewigen Bund machen, der nicht vergessen werden soll. Das heißt, sie haben eine jede Bekehrung erlebt, sie haben sich umgewandelt oder wurden umgewandelt von Gott, sind umgekehrt.

[6:50] Und wir können uns das auch zu eigen machen, dass wir sagen, wir binden Gott so nah an unser Herz und machen ihn uns so zu eigen, dass wir ihn nicht mehr vergessen. Dass wir keinen Tag auf dieser Erde mehr leben, an dem wir vergessen zu beten, vergessen die Bibel zu lesen, vergessen an Gott zu denken, sondern dass er uns so nahe ist, dass wir gar nicht anders können, als mit ihm unser Leben zu gestalten.

[7:18] Mein Volk war wie verlorene Schafe. Ihre Hirten haben sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie geführt. Sie gingen von Berg zu Hügel, haben ihren Ruheplatz vergessen. Und das erinnert uns an Psalm 23, wo ja David schrieb, dass Gott sein Volk zu ruhenden Plätzen am Wasser bringt. Und auch Gott sagt hier: Ich möchte euch diesen Ruheplatz wiedergeben, den ihr ja vergessen habt, weil ihr im Götzendienst verhaftet wart.

[7:45] Alle diese fanden fraßen sie auf. Das waren die Assyrer und die Babylonier und ihre Feinde. Sprachen: Wir verschulden uns nicht, sondern sie haben sich an dem Herrn versündigt, an der Wohnung der Gerechtigkeit, an der Hoffnung ihrer Väter am Herrn. Flieht hinaus aus Babels Mitte und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer und seid wie Böcke vor der Herde her.

[8:10] Diesen Vers 8 und ja ähnliche Formulierungen werden wir in den nächsten Tagen noch öfter lesen. Und dieser Aufruf: "Flieht hinaus aus Babel", der bringt uns natürlich zur Offenbarung 14, zur zweiten Engelsbotschaft, wo es auch heißt: "Flieht aus Babylon, Babylon ist gefallen." Und dieser Vers bezieht sich auf die Zeiten nach den 70 Jahren nach dem Exil. Denn da sagt Gott: Ihr sollt fliehen aus Babel. In diesen 70 Jahren habe ich euch da hingestellt, in ihre Mitte, da sollt ihr dort bleiben. Aber wenn Kyros kommt, wenn die Perser kommen, dann sollt ihr fliehen aus Babel.

[8:51] Und dieses Wort: "Seid wie Böcke", da steht eigentlich im ursprünglichen "seid Leitböcke", also führt das Volk an, leitet das Volk zurück. Denn siehe, ich erwecke im Land des Nordens eine Versammlung großer Völker, die Meder und Perser, und lasse sie nach Babel hinaufziehen, um es zu belagern, und von dort aus wird es erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines geschickten Helden, keiner kehrt vergeblich zurück. So soll Chaldäa zur Wüste werden, dass alle dieses plündern, genug bekommen sollen, spricht der Herr.

[9:24] Also Babylon hat eins die ganzen Völker überfallen, und nun wird es selber zur Beute werden. Das ist sein Gericht. Ja, freue dich, ja, frohlocke nur, die ihr mein Erbteil geplündert habt. Damit meint er Babylon. Ja, hüpfe nur wie eine dreschende Kuh und wie eine Hengste. Eure Mutter wird doch ganz zuschanden werden, die euch geboren hat. Wird beschämt dastehen. Siehe, sie ist das Letzte der Völker, eine dürre Wüste, eine öde Steppe. Das einst so prächtige Babylon, die Hochkultur, wird zur Wüste und zur Steppe werden, weil Gott darüber Gericht hält. Wegen des Zorns des Herrn wird sie unbewohnt bleiben und gänzlich verwüstet werden. Wer an Babel vorübergeht, wird sich entsetzen und zischen wegen all ihrer Plagen. Stellt euch ringsum gegen Babel auf, ihre Bogenschützen, alle, schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht, denn es hat gegen den Herrn gesündigt.

[10:23] Babylon wurde nicht auf einen Schlag erobert, eingenommen und zerstört. Sein Kyros kam, hat die Stadt eingenommen, aber Kyros war nicht derjenige, der zerstört hat. Kyros war nicht so ein König, der alles zertrampelt und kaputt gemacht hat. Das waren dann andere nach ihm, ungefähr so zum Beispiel Xerxes. Und so wurde Babylon nach und nach zerstört. Er hebt rings um Kriegsgeschrei gegen es. Es muss sich ergeben. Seine Grundfesten fallen, seine Mauern werden geschleift, denn das ist die Rache des Herrn. Rächt euch an ihm, handelt an ihm, wie es gehandelt hat. Rottet aus Babel den Seemann aus, samt dem, der die Sichel führt zur Zeit der Ernte. Vor dem grausamen Schwert wird sich jedermann seinem Volk zuwenden und jeder in sein Land fliehen. Ja, Babylon bekommt die Strafe dafür, dass es alle Völker ringsum überrannt hat, eingenommen hat, verschleppt hat, und nun ist es selber an der Reihe.

[11:25] Ja, lasst uns Gott bitten, dass wir selber im Gericht bestehen und dass er ja das Gericht gerecht walten lässt über alle seine Kinder und auch über seine Feinde. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass, wenn das Gericht auch über diese Welt hereinbricht, dass du keinen übersiehst, der sich an dich hält, der dir vertraut, der an dich glaubt, sondern dass du jeden rettest, auch wenn sein Glaube auch wie ein Senfkorn sein mag, dass wir sicher sein dürfen, dass wir in deinen Händen geborgen sind, wenn du um uns herum alles zugrunde geht.


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