Veröffentlicht am
188 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Jeremia 50:17-39 spricht Rabea Kramp über das Gericht Gottes über Babylon und die Wiederherstellung Israels. Sie beleuchtet die Gerechtigkeit Gottes, die Vergebung für die Übriggebliebenen und die endgültige Zerstörung des gottlosen Systems. Die Botschaft betont Gottes Treue zu seinem Volk und die Hoffnung auf zukünftige Ruhe und Erlösung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Jeremia Kapitel 50. Das ist ein sehr langes Kapitel über das Gericht über Babylon. Und bevor wir daran einsteigen, lasst uns beten.

[0:45] Lieber Jesus, wir danken dir, dass wir in der Bibel so viele, ja, sehr wertvolle Kapitel haben, wo wir verstehen können, wie gerecht du mit den Menschen und der Erde umgehst. Auch wenn uns Dinge erschüttern und wenn sie uns bekümmern, dann können wir doch sehen, dass du ganz gerecht bist und dass du alles wieder in dein Gleichgewicht bringst und dass du auch alle bestrafst nach dem Maß, wie ihre Sünden waren. Und das lässt uns darauf vertrauen und darauf hoffen, dass du auch mit uns so umgehen wirst. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:26] Wir beginnen in Kapitel 50, Vers 17. Israel ist ein versprengtes Schaf, Löwen haben es verscheucht. Zuerst hat es der König von Assyrien gefressen und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babel, seine Knochen zermalmt. Wir erinnern uns, dass die Assyrer vor allem das Nordreich weggeführt und eingenommen haben und Nebukadnezar und Babylon dann Juda und hier sind in einem Herz um ungefähr 150 Jahre judäische und israelitische Geschichte zusammengefasst.

[2:02] Darum so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich suche den König von Babel und sein Land heim, wie ich den König von Assyrien heimgesucht habe. Und ich will Israel zu seiner Weide zurückführen, damit es auf dem Karmel und den Weiden und auf dem Bergland Ephraim und in Gilead seinen Hunger stillt. Alle diese vier Orte sind im Nordreich, sind in Israel und Gott, wie sollen wieder besiedelt werden. Und Gott sagt nicht, ich stelle nur das Südreich wieder her, nein, er will auch, dass das Nordreich wieder zu alter Größe kommt.

[2:38] In jenen Tagen und zu jener Zeit wird man die Schuld Israels suchen, spricht der HERR, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein. Und die Sünden Judas, aber man wird sie nicht finden, denn ich werde denen vergeben, die ich übrig lasse. Dieser Vers ist wunderschön, denn Gott spricht hier von den Übrigen und er sagt: Ich habe ihnen alles vergeben. Ich finde ihre Schuld nicht mehr, ihre Sünde ist nicht mehr vorhanden. Wenn Gott uns vergibt, dann kann er sich nicht mehr an die Sünden erinnern. Sie sind weg, sie sind ausgelöscht.

[3:09] Und wir als Menschen, wir kennen das manchmal, dass wir sehr nachtragend sein können, dass wir uns noch lange an etwas erinnern, was uns jemand Böses angetan hat. Aber Gott ist nicht so. Gott vergisst das, was er vergeben hat.

[3:23] Ziehe hinauf gegen das Land des zweifachen Trotzes oder des doppelten Trotzes und gegen die Bewohner der Heimsuchung. Mache sie nieder und vollstrecke den Bann hinter ihnen her, spricht der HERR, und mache es mit ihnen genauso, wie ich es dir befohlen habe.

[3:41] Kriegslärm ist im Land und ein gewaltiger Zusammenbruch. Wie ist doch der Hammer der ganzen Erde zertrümmert und zerbrochen worden! Wie ist doch Babel und in den Völkern zu Entsetzen geworden! Und durch diesen Parallelismus in diesem Vers können wir sehen, dass der Hammer Babylon ist, der die Erde zertrümmert hat, der wirklich alle Völker drumherum platt gemacht hat.

[4:01] Ich habe dir eine Falle gestellt, Babel, und du bist auch gefangen geworden, ohne dass du es merktest. Du bist getappt und ergriffen worden, denn du hast dich gegen den HERRN aufgelehnt. Und dieser Vers erfüllt sich unter anderem in Daniel Kapitel 5, in dem Festmahl von Belsazar, der ja ein Festgelage, ein Trinkgelage gemacht hat, die Gefäße aus dem Tempel Gottes genommen hat, um daraus Alkohol zu trinken.

[4:32] Und die dann unbemerkt eingenommen wurden von den Persern und am nächsten Morgen war niemand mehr von ihnen lebendig. Der HERR hat seine Waffenkammer geöffnet und die Waffen seines Zornes hervorgeholt. Denn im Land der Chaldäer hatte der HERR der Heerscharen ein Werk zu vollbringen. Kommt von allen Enden über das Land, öffnet seine Kornhäuser, schüttet alles auf die Gaben und vollstreckt den Bann. Ihm soll kein Überrest verbleiben.

[5:01] Und das ist ein Kontrast zu Gottes Volk, wo es Übrige geben wird. Hier bei den Babyloniern wird es niemanden geben, der übrig bleibt.

[5:11] Stecht alle seine Stiere nieder zur Schlachtbank, sollen sie hinab. Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. Und Heimsuchung, merkt ihr, schon ist auf dieser Seite ein sehr häufiges Wort. Gott sucht die Babylonier heim. Man hört ein Geschrei von denen, die aus dem Land Babel entkommen und geflohen sind, um in Zion die Rache des HERRN, unseres Gottes, zu können. Die Rache für seinen Tempel.

[5:39] Gott rächt sozusagen, dass die Babylonier den Tempel in Jerusalem zerstört haben, dass sie die Geräte entführt haben und alles weggeführt haben. Wir werden am Ende vom Buch Jeremia noch lesen, im letzten Kapitel, was die Babylonier alles weggebracht haben, nicht nur Gegenstände, auch ganze Säulen und unglaublich viel Metall. Und in Daniel 8, Vers 14 wissen wir ja auch, dass der Tempel im geistlichen Sinne, der himmlische Tempel, wiederhergestellt wird, wieder geweiht, nachdem das kleine Horn den Tempel quasi geistlich niedergetrampelt hat, indem es sich ja groß getan hat und den Tempeldienst quasi auf der Erde verfälscht hat.

[6:24] Und so haben auch die Babylonier den Tempel entweiht, kaputt gemacht und ja, alles zunichte gemacht, was damit zu tun hatte.

[6:36] Und Gott bestraft dieses, diese Tat ruft Beschützer herbei gegen Babel. Alle, die den Bogen spannen, lagert durch rings um es her, dass niemand entkommt. Vergeltet ihm nach seinem Werk, handelt an ihm gerade so, wie es gehandelt hat, denn es hat sich vermessen gezeigt gegen den HERRN, den Heiligen Israels.

[6:52] Also die Babylonier waren vermessen. Und hier haben wir noch mal diese Parallele zum kleinen Horn, das auch sehr hochfahrende Reden tut, das vermessen redet. Darum sollen seine jungen Männer auf seinen Straßen fallen und alle seine Kriegsleute umkommen an jenem Tag.

[7:08] Spricht der HERR: Siehe, ich komme über dich, du Frechheit, spricht der HERR der Heerscharen. Ja, dein Tag ist gekommen, die Zeit deiner Heimsuchung.

[7:19] Und dieses, diese Frechheit ist wieder so eine Reminiszenz an das kleine Horn, denn die dann wird die Frechheit straucheln und fallen und niemand wird sie aufrichten. Und ich will in ihren Städten ein Feuer anzünden, dass ihre ganze Umgebung verzehren soll, so spricht der HERR der Heerscharen.

[7:35] An die Kinder Israels und die Kinder Judas leiden miteinander Gewalt und alle diese Gefangenen weggeführt, weggeführt, halten sie fest, weigern sich, sie loszulassen. Aber ihr Erlöser ist stark, HERR der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Rechtssache gewisslich führen, damit er dem Land Ruhe verschaffe.

[7:56] Den Bewohnern von Babel aber Unruhe. Ja, Jesus ist der Erlöser vom Volk Gottes, vom Volk Israel, Juda, und der ist ihr Anwalt, und ihnen will er Ruhe verschaffen, so wie wir gestern auch schon gelesen haben. Aber den Babyloniern will er Unruhe verschaffen. Und so heißt es ja auch in der Offenbarung, dass sie keine Ruhe haben Tag und Nacht.

[8:21] Das Schwert über Dekalden und über die Bewohner von Babel, spricht der HERR, über die ihre Fürsten und über ihre Weisen. Das Schwert über die Schwätzer, das sind wahrscheinlich die Wahrsager, dass sie zu Narren werden. Das Schwert über ihre Helden, die Soldaten, dass sie verzagen. Das Schwert über seine Rosse und über seine Wagen, über das ganze Mischvolk in ihrer Mitte, dass sie zu Weibern werden. Das Schwert über ihre Schätze, dass sie geplündert werden.

[8:47] Also eigentlich über die ganze Gesellschaft. Dürre über ihre Gewässer. Gewässer sind die Lebensader Babylons, sonst wäre es pure Wüste, dass sie vertrocknen, denn es ist ein Land der Götzenbilder. Und durch ihre Schreckensgestalten haben sie den Verstand verloren. Deswegen sollen Wildkatzen mit Schakalen darin wohnen und Strauße dort hausen. Aber es soll niemals mehr besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht.

[9:17] Und diese letzten Verse, die haben ganz viel Ähnlichkeit zu einem anderen Kapitel im Buch Jesaja, nämlich Kapitel 13, wo Jesaja auch vorausgesagt hat, dass Babylon zerstört und brach liegen bleiben wird, unbewohnt, nur noch Schakale und Eulen darin hausen werden.

[9:36] Und so ein bisschen erinnert uns dieses Kapitel 50 nicht nur an das, was tatsächlich mit Babylon passiert ist, sondern auch am Ende, was mit dem geistlichen Babylon geschehen wird. Und ja, Gott hat diese Kapitel ja nicht umsonst und nur für die damalige Zeit in die Bibel schreiben lassen, sondern auch für uns heute, damit wir verstehen und lesen, wie es mit dem geistlichen Babylon zu Ende gehen wird und dass Gottes Volk am Ende bestehen bleibt.

[10:05] Lasst uns ihm dafür danken, lieber Vater. Danke, dass du immer wieder uns in deinem Wort daran erinnerst, dass dein Volk wiederhergestellt wird, gesammelt wird, dass die Übrigen zu Ruheplätzen geleitet werden. Und dieser Ruheplatz ist im Himmel auf der neuen Erde. Und dafür danken wir dir, dass du das eines Tages wahr machen wirst.

[10:24] [Musik]


Lizenz

Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.