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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ tauchen wir tief in das Buch Hesekiel ein, beginnend mit dem faszinierenden ersten Kapitel. Wir erkunden die prophetische Berufung Hesekiels und seine Parallelen zu anderen biblischen Büchern wie der Offenbarung. Die Vision des Throns Gottes, mit ihren komplexen und symbolträchtigen Wesen, wird detailliert beleuchtet und ihre Bedeutung für unser Verständnis von Jesus Christus und dem himmlischen Thron erläutert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir starten heute mit der Seite 851 und beginnen ein ganz neues Bibelbuch. Ein Buch, das sehr lang ist und das uns in den nächsten knapp zwei Monaten begleiten wird: das Buch Hesekiel. Wahrscheinlich habt ihr dieses Buch noch nie so wirklich durchstudiert, vielleicht mal durchgelesen in einem Bibelleseplan, aber das Buch Hesekiel enthält viele interessante Kapitel und wir greifen für unser Bibelstudium immer mal wieder bestimmte Kapitel heraus, die prominent sind, die sich gut für etwas heranziehen lassen. Aber das ganze Buch in Gänze zu lesen und versuchen zu verstehen, ist etwas, was selten gemacht wird. Und das wollen wir in den nächsten zwei Monaten tun.

[1:23] Hesekiel war aus einem Priestergeschlecht, er war ja Priester und ist weggeführt worden bei der Wegführung 597 und ist nach Babylon gekommen. Dort war er mit vielen Weggeführten und wurde von Gott berufen, ein Prophet zu sein. Nicht nur ein Priester, sondern auch ein Prophet. Und hat gleichzeitig mit Daniel geweissagt, aber sie waren an unterschiedlichen Orten. Er hat auch noch gleichzeitig mit Jeremia geweissagt, der ja noch weit, ja, viele Jahre später auch noch Gott gedient hat als Prophet.

[2:07] Und was am Buch Hesekiel so interessant ist, das ist, dass es eigentlich wie so ein Blueprint für die Offenbarung ist. Also, wer Hesekiel gut verstanden hat, der hat auch gute Chancen, die Offenbarung gut zu verstehen. Es gibt sogar zwischen Hesekiel und Johannes so einige Parallelen, denn beide Propheten waren, als sie die Offenbarung gekriegt haben, für das Buch, das sie da niedergeschrieben haben, im Exil, in der Verbannung. Hesekiel im Babylon und Johannes auf der Insel Patmos. Beide bekommen eine Offenbarung über den Thron oder vom Thron Gottes. Ja, wir kennen das Kapitel in Offenbarung 4 und hier in Hesekiel ist ganz prominent Kapitel 1, was wir uns heute schon anfangen werden anzuschauen.

[2:58] Im Zentrum der Offenbarung steht Kapitel 12, der Fall Luzifers. Im Zentrum von Hesekiel steht H 28, der Fall Luzifers. Die letzten Kapitel dieser beiden Bücher sprechen über den Tempel und über den Baum des Lebens und die Neue Erde. Und direkt davor kommt in beiden Büchern die Schlacht von Gog und Magog. Und wir könnten diese Liste noch ein bisschen weiterführen und die Parallelen beider Bücher aufzeichnen und wir würden merken, dass sie ganz viel miteinander zu tun haben. Also, ihr dürft gespannt sein, was uns alles erwartet.

[3:33] Und bevor wir nun anfangen zu lesen, möchte ich mit euch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns durch den Heiligen Geist geführt werden, wenn wir jetzt das Buch Hesekiel beginnen, vor allem dieses erste Kapitel, das so schwer zu verstehen ist und auch für Hesekiel, der den Thron gesehen hat, kaum zu fassen war und kaum zu beschreiben war. Und schenke uns Verständnis für dieses besondere Bibelbuch. Amen.

[4:05] Hier heißt es: "Und es geschah im 30. Jahr, am fünften Tag des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war." Dieser Fluss wird uns noch öfter begegnen. "Da öffnete sich der Himmel und ich sah Gesichte Gottes." Im 30. Jahr, das meint hier höchstwahrscheinlich das 30. Lebensjahr von Hesekiel. Und wichtig zu wissen ist, dass mit 30 Jahren ein Priester werden konnte. Das war so das Alter, wo man in den Dienst getreten ist. Und der vierte Monat, das war im Sommer. Der befand sich, wie gesagt, am Fluss Kebar, am fünften Tag jenes Monats. Es war das fünfte Jahr seit der Wegführung des Königs Jojachin, also 592. Nach der zweiten Wegführung, da ging das Wort des Herrn ausdrücklich an Hesekiel, den Sohn Buseis, den Priester, im Land der Chaldäer, am Fluss Kebar. Und die Hand des Herrn kam dort über ihn.

[5:07] Also, wie seht ihr jetzt hier am Fluss Kebar, und er bekommt eine Vision von Gott. Und nun geht es los: "Und ich schaute, und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und loderndes Feuer, von einem strahlenden Glanz umgeben. Aus seiner Mitte aber glänzt es wie Goldschimmer, mitten aus dem Feuer." Hier haben wir so eine sich heranalende Beschreibung. Er beginnt mit dem Sturmwind, mit der Wolke, mit dem lodernden Feuer, mit dem strahlenden Glanz und dem Goldschimmer. Also, er beschreibt so von außen nach innen, was er sieht.

[5:46] Und mitten aus diesem erschien die Gestalt von vier lebendigen Wesen. Und dies war ihr Aussehen: Sie hatten Menschengestalt. Und jedes von ihnen hatte vier Gesichter und jedes von ihnen hatte vier Flügel. Ihre Füße standen gerade und ihre Fußsohlen gleichen der Fußsohle eines Kalbes und sie funkelten wie der Schimmer von blankem Erz. Also ganz interessant, was Hesekiel hier sieht, diese vier lebendigen Wesen, die wie Menschen aussehen und aber doch ganz vier verschiedene Gesichter haben und die Füße wie Kälber. Jedes hat vier Flügel. Also ganz ein komplexes Gebilde.

[6:30] Unter ihren Flügeln befanden sich Menschenhände an ihren vier Seiten und alle vier Seiten hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. Ihre Flügel waren miteinander verbunden. Wenn sie gingen, wandten sie sich nicht um, jedes ging gerade vor sich hin. Und hier stoßen wir schon ein bisschen an unsere Vorstellungskraft an die Grenze, denn jedes ging in eine Richtung und doch ging alles in eine Richtung. Also, physikalisch übersteigt das, was wir hier in unserer Sphäre kennen.

[7:07] Und ja, können ihre Gesichter aber waren so gestaltet, formt das Gesicht eines Menschen auf der rechten Seite bei allen Vieren, das Gesicht eines Löwen zur linken Seite bei allen Vieren, das Gesicht eines Stieres hinten, aber hatten alle vier das Gesicht eines Adlers. Und es ist ja die Frage, was bedeuten diese vier verschiedenen Gesichter: des Menschen, eines Löwen, eines Stieres und eines Adlers. Und wenn wir uns verdeutlichen, dass die lebendigen Wesen ja am Thron sind und die ganze Zeit auf Jesus schauen, auf Gott schauen, dann können wir ja festhalten, dass sie Gott immer ähnlicher werden in ihrem Aussehen, weil sie ihn betrachten Tag und Nacht.

[8:02] Und diese vier verschiedenen Gesichter spiegeln so ein bisschen die vier verschiedenen Charaktereigenschaften von Jesus wieder. Der Mensch, Jesus wurde Mensch. Der Löwe, Jesus wird der Löwe von Juda genannt. Der Stier, Jesus wurde das Opfer für die Menschen. Und der Adler, weil Jesus uns auf seinen Flügeln trägt, so heißt es jedenfalls in den Psalmen. Also, wir sehen hier in den ersten Versen von Kapitel 1 und zu Beginn vom Buch Hesekiel, dass sie sehen eine unglaublich detaillierte, wunderbare Vision von der Herrlichkeit vom Thron Gottes bekommt, die er selbst kaum fassen kann. Er versucht es irgendwie in Worte zu fassen und zu beschreiben.

[8:51] Und wir werden als Leser ja so ein bisschen mit diesem unglaublich wunderbaren Bild konfrontiert, wo wir selber merken, wir kommen an die Grenzen unserer Vorstellungskraft. Und das ist es, was uns im Himmel erwartet: ein unglaublicher Thron Gottes, der ein komplexes Gebilde darstellt, der sich kaum begreifen lässt. Und so etwas Herrliches hat Hesekiel noch nie gesehen. Und auch Johannes sucht nach Worten, um dieses Bild zu beschreiben. Und auch uns wird es eines Tages so gehen, dass wir diesen herrlichen Thron betrachten werden und ja, kaum Worte dafür finden werden, aber unglaublich anziehend finden werden, was wir dort sehen. Und wir können uns freuen auf diesen Moment, wenn wir den Thron Gottes sehen dürfen.

[9:42] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du hast etwas Wunderbares für uns vorbereitet, was kein Auge je gesehen und kein Ohr je gehört hat, so beschreibt die Bibel die Neue Erde. Aber auch dein Thron ist etwas, was wir uns kaum vorstellen können. Und wir danken dir für diesen wunderbaren Einblick, den du dem Hesekiel gegeben hast, dass er uns einen kleinen Eindruck geben kann von dem, was im Himmel ja gegenwärtig ist und was auf uns wartet. Und wir danken dir für diese wunderbare Aussicht. Amen.


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