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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt taucht Rabea Kramp tief in die Vision des Propheten Hesekiel ein, wie sie in Hesekiel 1:11-2:3 beschrieben wird. Sie erklärt die faszinierenden und komplexen Bilder des göttlichen Throns, der lebendigen Wesen und der Räder, die Gottes Herrlichkeit und Macht symbolisieren. Die Botschaft betont Gottes Präsenz und Hoffnung, selbst in Zeiten des Exils, und bereitet auf den Auftrag Hesekiels vor, der als „Menschensohn“ zu seinem Volk gesandt wird.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 852 und wir haben gestern ein neues Buch angefangen, das Buch Hesekiel. Und sind immer noch in Kapitel 1, das wir heute zu Ende lesen werden. Und von dieser tollen Vision, die Hesekiel vom Thron Gottes bekommen hat, wollen wir noch mehr lernen und studieren. Und ein bisschen werden wir das Kapitel 2 beginnen. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.

[1:01] Lieber Vater im Himmel, diese unglaublich schöne Vision von deinem Thron her, die lässt uns staunen zurück. Und wenn wir heute diese Verse lesen, dann gib uns dieses Staunen so richtig ins Herz, dass wir uns freuen, ja, dass wir zu diesem Thron beten dürfen und dass du uns von diesem Thron aus erhört. Und ja, wir richtig Kontakt haben dürfen mit dir, weil du ein lebendiger Gott bist und weil unsere Gebete bis dort vordringen in deine Wohnung, in deine heilige Wohnung, in deinen Thron. Dafür danken wir dir. Amen.

[1:38] Wir beginnen mit Vers 11 in Kapitel 1. Und wir sind immer noch bei den vier lebendigen Wesen, ihre Gesichter, aber und ihre Flügel waren nach oben ausgebreitet. Je zwei Flügel waren miteinander verbunden und zwei bedeckten ihre Leiber. Und jedes ging gerade vor sich hin. Wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin. Sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und dies war die Gestalt der lebendigen Wesen. Ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen von Fackeln. Und die Feuerkohle fuhr zwischen den lebendigen Wesen hin und her und das Feuer hatte einen strahlenden Glanz und von dem Feuer gingen Blitze aus.

[2:25] Also hier haben wir so einen richtigen Vers über Feuer. Und Feuer steht in der Bibel laut Hohelied 8, Vers 6, für die Liebe Gottes. Und so ist der Thron natürlich voller Feuer, weil dort die Liebe Gottes auch wohnt. Die lebendigen Wesen aber liefen hin und her, so dass es aussah wie Blitze.

[2:46] Als ich nun die lebendigen Wesen betrachtete, siehe, da war je ein Rad auf der Erde neben jedem der lebendigen Wesen bei ihren vier Gesichtern. Das Aussehen der Räder und ihre Gestaltung war wie der Schimmer eines Chrysolith, also ein Edelstein. Und alle vier hatten die gleiche Gestalt. Sie sahen aber so aus und waren so gemacht, als wäre ein Rad mitten in dem anderen.

[3:11] Also wieder so eine physikalische Unmöglichkeit, dass die Räder miteinander verbunden sind und die vier lebendigen Wesen jeder in seine Richtung läuft und doch ist alles sehr harmonisch. Wenn sie gingen, so liefen sie nach ihren vier Seiten hin. Sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen.

[3:31] Und ihre Felgen waren hoch und furchtgebietend. Und ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier. Und wenn die lebendigen Wesen gingen, so liefen auch die Räder neben ihnen. Und wenn sich die lebendigen Wesen von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die Räder.

[3:49] Also dieser Thron ist mobil und alle Himmelsrichtungen und kann auch schweben. Und es ist in voller Harmonie, ob nun die Räder oder die Felgen, alles greift ineinander besser als ein Schweizer Uhrenwerk. Wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin, wohin der Geist gehen wollte.

[4:08] Und die Räder hoben sich vereint mit ihnen, denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern. Wenn jene gingen, so gingen auch sie. Und wenn jene still standen, standen auch sie still. Und wenn jene sich von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die Räder vereint mit ihnen, denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern.

[4:30] Dieser Geist des lebendigen Wesens begegnet uns hier immer wieder und er wohnt quasi so richtig in diesen lebendigen Wesen und in allen Teilen, die die lebendigen Wesen ausmachen. Und über den Häuptern des lebendigen Wesens befand sich etwas, das eine Himmelsausdehnung liegt, wie der Anblick eines Kristalls, ehrfurchtgebietend ausgebreitet oben über ihren Häuptern.

[5:00] Also die lebendigen Wesen sind nicht eine Sache für sich, sondern sie sind der untere Teil des Thrones. Und über ihnen strahlt diese, diese Himmelsausdehnung, die aussieht wie ein Kristall. Und unter der Himmelsausdehnung waren ihre Flügel ausgestreckt, einer zum anderen hin. Jedes hatte zwei Flügel, womit sie ihre Leiber auf der einen Seite und zwei, womit sie auf der anderen Seite bedeckten.

[5:28] Also sie hatten ja vier Flügel, erinnern wir uns. Und ich hörte das Rauschen ihrer Flügel, wie das Rauschen großer Wasser und wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, so gab es ein Geräusch wie das Getümmel eines Heerlagers. Wie sie aber still standen, ließen sie ihre Flügel sinken.

[5:49] Wir kennen dieses Rauschen vieler Wasser als ein Geräusch, das vom Himmel oder vom Thron kommt. Auch aus der Offenbarung, also es ist so ein Geräusch, das vom Thron kommt. Und dieser Vers sagt auch, dass es die Stimme des Allmächtigen ist.

[6:06] Und es kam eine Stimme von oben, von der Himmelsausdehnung her, die über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. Und oberhalb der Himmelsausdehnung, die über ihren Häuptern war, war das Gebilde eines Thrones anzusehen, wie ein Saphirstein.

[6:22] Also wir haben hier so richtig den Eindruck, dass lauter Edelsteine, kostbare Materialien am Thron Gottes verwendet sind. Wir haben den Chrysolith gehabt, den Kristall und nur den Saphirstein. Oben auf dem Gebilde des Thrones aber saß eine Gestalt, anzusehen wie ein Mensch, und das ist Jesus.

[6:49] Also wir haben die vier lebendigen Wesen, wir haben die Himmelsausdehnung und wir haben den Thron, auf dem Jesus sitzt. Und es sah auch etwas wie Goldschimmer, wie das Aussehen eines Feuers inwendig ringsum von der Erscheinung seiner Lenden nach oben hin und von der Scheidung seiner Lenden nach unten hin sah ich wie das Aussehen eines Feuers.

[7:13] Und ein Glanz war rings um ihn her. Es muss ein unglaublich hellscheinendes Gebilde gewesen sein, was Hesekiel hier gesehen hat. Ein Strahl, ein Licht, was ausgeht und von den Edelsteinen noch mal potenziert in der Reflektion und dem Glanz und dem Schein.

[7:36] Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint, so war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Helligkeit des Herrn. Als ich sie sah, fiel ich auf mein Angesicht und ich hörte die Stimme von einem, der redete.

[7:53] Der Bogen, der am Regentag erscheint, ist der Regenbogen. Und den kennen wir auch aus der Offenbarung Kapitel 4, denn Johannes beschreibt auch diesen Regenbogen am Thron Gottes. Und der ja für den Bund zwischen Gott und Menschen steht.

[8:09] Und hier seht ihr, das überwältigt von diesem Bild, was er dort sieht, dass Herr auf sein Angesicht fällt und eine Stimme hört, die zu ihm redet. Hier seht ihr war ja einer der weggeführten und als Priester, der kein Heiligtum hat im Exil, weil quasi seiner Aufgabe entledigt. Denn die Priester konnten ja Aufgabe ja nur im Heiligtum verrichten, den Heiligtumsdienst tun und ja, für die Sünden der Menschen Vergebung erwirken bei Gott.

[8:44] Und er war quasi ohne Arbeitsinhalt hier im Exil. Und Gott gibt jemals allererstes einen neuen, eine neue Aussicht, ein Hoffnungsschimmer, eine neue Vision über den Thron Gottes. Der Thron Gottes war ja auch im Heiligtum auf der Bundeslade, das Herzstück des Heiligtums sozusagen.

[9:10] Und Gott richtet hier Hesekiel auf, indem er ihm sagt: "Du bist zwar im Exil und das Heiligtum Jerusalem ist fern, aber ich bin trotzdem da und ich bin mit meiner Gegenwart bei dir und bei meinem Volk, egal wo es ist." Und das ist so eine schöne Hoffnungsbotschaft, die hier am Anfang des Buches Hesekiel steht.

[9:33] Kapitel 2 beginnt folgendermaßen: "Und er sprach zu mir: Menschensohn", so wird Hesekiel in diesem Buch immer genannt, "stelle dich auf deine Füße, so will ich mit dir reden." Und als er zu mir redete, kam der Geist in mich und ich stellte mich auf meine Füße und ich hörte dem zu, der mit mir redete. Und er sprach zu mir: "Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Israels, zu den abtrünnigen Heidenstämmen, die sich gegen mich empört haben."

[10:04] Sie und ihre Väter sind von mir abgefallen bis zu diesem heutigen Tag. Und nun bekommt Hesekiel seinen Auftrag. Er soll zum Volk Gottes gehen, die Gott hier als Heidenvölker bezeichnet, weil ja sie so weit von dem abgefallen sind, dass gar nicht mehr erkenntlich ist, dass sie eigentlich das Volk Gottes sein sollen.

[10:25] Und diesen Auftrag und wie hier seht ihr, denn ausführt, den werden wir jetzt im Rest des Buches Hesekiel studieren und betrachten und davon hören und sehen, wie hier seht ihr ja mit diesem Auftrag auch lebt, wir sein Leben damit gestaltet und wie Gott ihn darin führt und ihn auch führen muss, weil dieser Auftrag kein einfacher ist.

[10:52] Lasst uns zu Gott beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte danken, dass du Hesekiel ermutigt hast, aufgebaut hast, dass du ihm am Anfang diese wunderbare Vision gegeben hast, um ihn zu stärken für den Auftrag, den er für sein Leben bekommen hat. Herr, du tust es auch bei uns. Bevor du uns einen Auftrag gibst, stärkst du uns und bist bei uns. Und dafür möchten wir dir danken, dass du ein Gott bist, der ermutigt und der stärkt. Amen.


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