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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Hesekiel 9-10 beleuchtet Rabea Kramp die dunklen Kapitel der biblischen Geschichte. Sie erklärt die göttliche Anweisung zur Bestrafung Jerusalems, die Versiegelung der Gläubigen und die sich bewegende Herrlichkeit Gottes. Die Predigt zieht Parallelen zur Offenbarung und betont die Bedeutung von Reue und Umkehr.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen Hesekiel 9 bis 10. Wir haben ein sehr dunkles Kapitel vor uns mit Kapitel 9 und wir werden Kapitel 10 beginnen.

[0:43] Wir haben gestern schon gesehen, wie der Groll und Götzendienst sich im Heiligtum Gottes einen Weg gebahnt hat und wie weit es damit gekommen ist. Heute werden wir davon noch mehr lesen und die Konsequenzen, die es nun für das Volk Gottes hat und auch für Gott.

[1:02] Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir diese wirklich traurigen Kapitel lesen, gib, dass wir ja mit dem Heiligen Geist zusammen dieses Wort verstehen, dass wir auch verstehen, warum bestimmte Dinge passiert sind und warum du wie gehandelt hast. Herr, lass uns einen tiefen Einblick in dein Handeln und Denken bekommen. Amen.

[1:31] Wir beginnen in Kapitel 9 ab Vers 1. "Und er rief mir mit lauter Stimme in die Ohren und sprach: Kommt herbei, ihr Aufseher über die Stadt, jeder nehme seine Zerstörungswaffe in die Hand!"

[1:45] Und siehe, da kamen sechs Männer auf dem Weg vom oberen Tor her, das nach Norden schaut, und jeder hatte seine Waffe zum Zerschlagen in der Hand. In ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinenes Gewand und hatte ein Schreibzeug an seiner Hüfte.

[2:05] Diese gingen hinein und stellten sich neben den ehernen Altar, das ist der Brandopferaltar, also im Vorhof. Nun, diese sechs Männer sind ja nicht tatsächlich im Menschen, sondern es sind ja vielleicht Engel, Männer, die Gott geschickt und beauftragt hat.

[2:25] Und ihrer in ihrer Mitte steht ein Engel mit Schreibzeug und einem leinenen Gewand, der alles ja aufschreibt. Der hob sich die Herrlichkeit des Gottes Israels von dem Cherub über dem sie gewesen war, hin zur Schwelle des Hauses. Also wir haben noch immer das Bild vor Augen, dass dort dieser Thron Gottes gab, darunter die Cherubim.

[2:51] Und dann haben nun hebt sich diese Herrlichkeit Gottes über die Schwelle des Hauses und er rief dem Mann zu, also Gott oder Jesus ruft nun diesem Engel zu, der das leinene Gewand trug und Schreibzeug an der Hüfte hatte.

[3:07] Und der Herr sprach zu ihm: "Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden."

[3:24] Nun, was hat das zu bedeuten? Dieser schreibende Engel soll ein Zeichen machen an alle, die traurig sind über die Gräuel und den Götzendienst. Also alle, die damit eigentlich nichts zu tun haben sollen, die soll er versiegeln an ihren Stirnen.

[3:42] Und das ist natürlich ein Bild, das wir kennen aus der Offenbarung, die Versiegelung an den Stirnen und das Merkmal dieser Menschen, die gläubig sind, die auf Gottes Seite sind, ist, dass sie traurig sind über die Sünde der anderen.

[4:01] Und das ist ein wichtiges Merkmal auch der 144.000, auch ja, aller Gläubigen, dass sie sich nicht, keine Schadenfreude haben über die Toten, über die Gottlosen, die die sterben, sondern dass sie wirklich voller Trauer sind.

[4:16] Aber sprach er: "Von meinen Ohren geht hinter ihm her durch die Stadt und er wirkt euer Auge soll nicht verschonen und ihr dürft euch nicht erbarmen. Tötet, vernichtet, Greise, junge Männer und Jungfrauen, Kinder und Frauen."

[4:35] "Von denen aber ein Zeichen tragen, rührt niemand an! Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen." Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Tempel waren. Also das Gericht Gottes, die Versiegelung fängt bei den beim Heiligtum an, bei den geistlichen Verantwortungsträgern.

[4:55] Denn sie haben die größte, den größten Einblick gehabt in Gottes Tun und Wirken und deswegen werden sie auch zuerst zur Rechenschaft gezogen werden. Dass es wehe, Hesekiel, so ist das auch in der Offenbarung so, am Ende der Zeit.

[5:07] Und er sprach zu ihnen: "Verunreinigt das Haus und füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen! Geht hinaus!" Da gingen sie hinaus und er wirkte in der Stadt.

[5:18] Und es geschah, als sie so wirkten und nur ich noch übrig war, da fiel ich auf mein Angesicht, schrie und sprach: "Ach, Herr, Herr, willst du denn in deinem Zorn, den du über Jerusalem ausgießt, den ganzen Überrest von Israel vernichten?"

[5:37] Wir sehen also, Hesekiel war tatsächlich der Einzige, der an der Stirn versiegelt worden war. Kein anderer war traurig über die Sünden, über die Gräuel. Alle haben daran Anteil gehabt.

[5:52] "Der antwortete er mir: Die Sünde des Hauses Israel und Juda ist überaus groß. Das Land ist voll Blut und die Stadt voll Unrecht, denn sie sagen: Der Herr hat das Land verlassen und der Herr sieht es nicht."

[6:06] Nicht. Das ist nun tatsächlich ganz interessant, dass sie das sagen, denn in Kapitel 8 haben wir das auch schon gelesen. Sie leugnen oder verneinen quasi die Gegenwart Gottes, obwohl Gott noch da ist. Und sie sagen ja, er sieht es nicht.

[6:21] Sind wir Menschen, wir tun Sünde und blenden Gott aus und tun, als wenn er es nicht sieht und nicht da wäre. Und so waren die Menschen damals auch in Jerusalem und sie haben Gott für ja, vergessen erklärt, obwohl er noch da war.

[6:36] So auch mein Auge sie nicht verschonen und ich will mich nicht erbarmen, sondern ihren Wandel will ich auf ihren Kopf bringen.

[6:43] Und siehe, der Mann, der das leinene Gewand trug und das Schreibzeug an seine Hüfte hatte, brachte eine Meldung und sprach: "Ich habe getan, wie du mir befohlen hast." Also er hat sein Werk vollendet.

[6:56] Und nur Hesekiel wurde versiegelt. Was für ein trauriges Kapitel, das ja uns ganz sehr, sehr an die Vernichtung von Sodom und Gomorra erinnert, wo Abraham auch gehandelt hat mit Gott. Wenn doch so viele Gläubige dort sind oder so viel und es immer weiter runter gegangen und am Ende musste Gott die Stadt zerstören, weil sich kaum jemand gefunden hat.

[7:21] Und genauso verhält es sich hier mit Jerusalem. Und es geht weiter in Kapitel 10. Nun geht es um die Herrlichkeit Gottes und den Tempel.

[7:27] Und ich schaute und siehe, auf der Himmelsausdehnung, die über dem Haupt der Cherubim war, befand sich etwas wie ein Saphirstein. Das haben wir schon mal gelesen, also vier Steine, etwas Blaues, also so ein blauer Himmel und blaue Baldachine, etwas, das wir das Gebilde eines Thrones.

[7:47] Außer erschien über ihnen. Und er redete mit dem Mann, der das leinene Gewand trug und sagte: "Geh hinein zwischen das Räderwerk unter den Cherubim und fülle deine Hände mit glühenden Kohlen, die zwischen den Cherubim sind und streue sie über die Stadt."

[8:03] Da ging er von meinen Augen hinein. Also wir haben dieses Gebilde mit den vier lebendigen Wesen, den Rädern darüber, der Saphirstein und dann die Herrlichkeit Gottes. Und dieser schreibende Engel mit dem Schreibzeug und dem leinenen Gewand soll unten reingehen durch die Räder, zwischen die vier lebendigen Wesen, zwischen die Cherubim und soll dort glühende Kohlen rausholen.

[8:30] Und die Kerubim standen auf der rechten Seite des Hauses, als der Mann hineinging. Die Wolke aber erfüllte den inneren Vorhof. Also die Herrlichkeit Gottes ist immer noch im Vorhof.

[8:45] Und der erhob sich die Herrlichkeit des Herrn von dem Cherub zur Schwelle des Hauses hin und der Tempel wurde von der Wolke erfüllt und der Vorhof war voll vom Glanz der Herrlichkeit des Herrn. Also ist genau das Gegenteil von dem, was wir am Ende von Kapitel 9 gelesen haben, dass Gott sie verlassen hätte.

[9:02] Nein, Gott ist mitten im Heiligtum, erst im Vorhof und dann hebt sich die Herrlichkeit zum Haus, zum Tempel. Und man hörte das Rauschen der Flügel der Cherubim bis in den äußeren Vorhof, gleich der Stimme Gottes des Allmächtigen.

[9:16] Und das ist hier ein ganz ähnliches Bild, wie wir es auch in Offenbarung 15 lesen. Der Tempel ist erfüllt mit der Wolke und Jesus verlässt das Heiligtum, bevor er wiederkommt, vor der Wiederkunft.

[9:35] Und es heißt weiter: "Und es geschah, als der Mann, als er dem Mann, der das leinene Gewand trug, gebot und sprach: Hole Feuer aus dem Raum zwischen dem Räderwerk, zwischen den Kerubim."

[9:44] Da ging dieser hinein und trat neben das Rad. Da streckte ein Cherub seine Hand zwischen die Cherubim nach dem Feuer, das zwischen den Cherubim war und nahm davon und gab es dem, der das leinene Gewand trug, in die Hände.

[10:00] Der nahm es und ging hinaus. Also diese Engel mit dem leinenen Gewand ist hineingegangen unter diesen, also in dieses Räderwerk zwischen den lebendigen Wesen. Und einer dieser lebendigen Wesen, ein Cherub, gibt ihm diese brennenden Kohlen, dieses Feuer in die Hand.

[10:17] Und es wurde an den Cherubim etwas wie eine Menschenhand unter den Flügeln sichtbar. Nun, diese glühenden Kohlen, die dann auf die Stadt geworfen werden, das ist natürlich ein Sinnbild für die Zerstörung Jerusalems.

[10:28] Und dieses Kapitel ist voller Anspielungen, voller Symbolik und ganz interessante Bilder, die wir dann auch zum großen Teil in der Offenbarung wiederfinden. Und wir haben ja schon am Anfang vom Buch Hesekiel gesagt, dass das Buch sehr eng mit der Offenbarung verknüpft ist.

[10:47] Viele Bilder finden sich dort wieder, viele Zusammenhänge, Zeichen, die dann in der Offenbarung wieder aufgegriffen werden. Und die Zerstörung Jerusalems ist sozusagen kurz bevor die Herrlichkeit Gottes sich bewegt sich gerade.

[11:05] Und wir werden morgen sehen, wo sie hingeht. Und die Zerstörung Jerusalems steht bevor. Und wir werden morgen noch mehr sehen, wie es mit diesem Unterfangen weitergeht.

[11:19] Und hier seht ihr, hat hier unglaublich tiefen Einblick bekommen, dass in die Geschehnisse in Gottes Handlungen. Und er, wir müssen uns immer wieder gewahr werden. Er sagt es den Exilanten, die ja schon in Babylon sind und berichtet ihnen, was bald in Jerusalem geschehen wird.

[11:40] Und die Exilanten können nichts tun, sind fernab von zu Hause und müssen diese sehr beängstigenden Botschaften hören und auch die Folge ihrer Sünde wird ihnen vor Augen geführt, was sehr traurig ist.

[11:56] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, unsere Sünde hat immer Folgen, auch wenn wir sie bereut haben, bleiben die Folgen nicht aus. Und wir sind dankbar, dass du uns vergibst, dass du uns reinwäschst von unserer Sünde und dass du uns hilfst, ein neues Leben zu beginnen.

[12:19] Du hast es so sehr gewollt mit deinem Volk Israel, aber sie haben sich nicht sammeln wollen, nicht sind wollten nicht unter deine Flügel kommen. Herr, gib, dass wir in unserem Leben uns zu dir nahen, gerade dann, wenn wir von ihr abgefallen sind, wenn wir untreu geworden sind, dass wir uns so zu dir zurückkehren.

[12:38] Herr, hab Dank dafür. Amen.


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