In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Hesekiel 14, Verse 1-21 ein. Sie beleuchtet die ernsten Worte Gottes bezüglich Götzendienst und die Konsequenzen für das Volk Israel. Dabei wird betont, dass persönliche Gerechtigkeit nicht für andere rettet und jeder Einzelne eine direkte Beziehung zu Gott aufbauen muss. Die Predigt ermutigt zur Umkehr und zur Abwendung von falschen Göttern, um Gottes Vergebung und Rettung zu erfahren.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 14:1-14:21
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 864 und werden beinahe das Kapitel 14 zu Ende kriegen. Heute haben wir ein paar interessante Dinge vor uns. Wir werden noch mal ein bisschen in diese falsche Prophetie hineinschauen, aber auch viele interessante andere Dinge über Gerechtigkeit und so anschauen. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.
[1:04] Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken, dass deine Bibel ein Wegweiser ist, wie eine Kompassnadel, die uns auf dem richtigen Weg hält. Und so möchte ich dich auch bitten, dass das Wort, was wir heute lesen, uns eine Kompassnadel in unserem Leben ist. Dafür danke ich dir. Amen.
[1:21] Wir beginnen in Kapitel 14, ab Vers 1. Und es kamen etliche Männer von den ältesten Israels zu mir und setzten sich vor mich hin. Diesen Umstand haben wir schon mal gelesen in Kapitel 8, wo auch eine Vision über mehrere Kapitel geht. Damit beginnt, dass die ältesten Israels, die im Exil sind in Babylon, sich vor Hesekiel hinsetzen und hören: „Der ging das Wort an mich folgendermaßen.“ Also, ihr seht, hier halt wieder eine Vision vor den ältesten.
[1:50] „Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt. Sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen?“ Das ist eine sehr interessante Frage. Hesekiel hat diese ältesten Israels vor sich. Weiß ganz genau, dass sie in ihrem Herzen immer noch den Götzendienst haben, dass sie den noch nicht aufgegeben haben. Und nun kommen aber genau diese Männer vor ihn und möchten wissen, was Gott über die Zukunft sagt. Also, es ist ja irgendwie widersprüchlich. Und Hesekiel empfindet diesen Widerspruch und er fragt sich, ob Gott ihn überhaupt antworten wird durch ihn.
[2:34] „Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: Daher jeder Mann vom Haus Israel, der seine Götzen in sein Herz schließt und den Anstoß zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt und zu dem Propheten kommt, demjenigen, der kommt, will ich, der HERR, selbst nach der Menge seiner Götzen antworten, um dem Haus Israel ans Herz zu greifen, weil sie sich von mir entfremdet haben, um all ihrer Götzen willen.“ Und hier haben wir die Antwort. Gott sagt: „Nein, Hesekiel, durch dich werde ich nicht antworten, sondern ich werde jedem selbst antworten nach dem Maß, wie tiefer im Götzendienst verstrickt ist.“
[3:12] Und Gott weiß ja ganz genau, was in jedem einzelnen Herzen vorgeht und wie sehr jeder älteste noch am Götzendienst hängt und darin verhaftet ist. Darum spricht zu dem Haus Israel: „So spricht Gott, der HERR: Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen und wendet euer Angesicht davon, allen euren Gräueln ab.“ Und hier ist quasi der Aufruf Gottes, der sagt: Lasst diese Götzen fahren, schickt sie weg aus eurem Leben, aus euren Häusern. Habt nichts mehr mit ihnen zu tun.
[3:40] Und ich fand diesen Ausdruck in Vers 5 so schön, dass hier steht: Gott will ihnen ans Herz greifen. Das erinnert uns ganz stark an die Texte in Hesekiel 36, wo Gott das steinerne Herz austauscht und ein fleischernes hineintut. Und dieses, das löst so ein Bild aus im Kopf, wenn Gott an ein Herz greift und er möchte jedes einzelne Herz erreichen.
[4:05] „Denn jedermann vom Haus Israel, ob nun ob oder von den Fremdlingen, die unter Israel wohnen, von mir abkehrt und seine Götzen in sein Herz schließt und den Anstoß zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt und dennoch zu dem Propheten kommt, um mich durch ihn zu befragen, dem will ich, der HERR, selbst antworten.“ Die haben noch mal den gleichen Zusammenhang erklärt. Gott sagt, der Götzendienst ist in eurem Leben noch so präsent, dass ich den Propheten nicht zu euch sprechen lasse, denn die wahre Prophetie verträgt sich nicht mit eurem Leben. Deswegen werde ich euch selbst antworten. Er sagt, ihr habt quasi ein geteiltes Herz und so könnt ihr die Prophetie sowieso nicht verstehen.
[4:45] „Und ich will mein Angesicht gegen diesen Mann richten und ihn zum Zeichen und Sprichwort machen und ich will ihn ausrotten aus der Mitte meines Volkes. Und so sollt ihr erkennen, dass ich der HERR bin.“ Und wenn der Prophet sich dazu verleiten ließe, ein Wort zu reden, so habe ich, der HERR, diesen Propheten verleitet und ich strecke meine Hand gegen ihn aus und rottet ihn mitten aus meinem Volk Israel aus. Sie sollen ihre Schuld tragen, wie die Schuld des Fragenden, so soll auch die Schuld des Propheten sein, damit das Haus Israel künftig nicht mehr von mir abirrt und sie sich nicht mehr durch alle ihre Entweichungen beflecken. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein, spricht Gott, der HERR.“
[5:26] Also, wir bekommen immer wieder den Eindruck, dass Gott es noch nicht aufgegeben hat. Wir sind hier noch zwischen der zweiten und dritten Wegführung zeitlich und Gott wirkt immer noch an seinem Volk und macht Aufrufe und Warnungsbotschaften und sagt das Gericht voraus. Und diese Kapitel, die mögen manchmal so ein bisschen hart klingen oder düster, aber das ist genau deswegen so, weil Gott immer noch eine Chance zur Bekehrung sieht. Deswegen spricht er so scharfe Worte.
[5:58] „Und das Wort des HERRN ging an mich folgendermaßen: Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt und einen Treuebruch begeht und ich meine Hand gegen es ausstrecke und ihm den Stab des Brotes zerbreche und eine Hungersnot hineinsende und Menschen und viel daraus tilge, und es wären die drei Männer nur Daniel und Hiob darin, so würden diese durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten, spricht Gott, der HERR.“
[6:25] Das ist ein sehr interessanter Vers, denn Hesekiel bzw. Gott führt hier drei Männer an, die bekannt sind für ihre Treue zu Gott, nur der entgegen alle Widerstände die Arche baute, Gott gehorchte und gerettet wurde. Hiob, der entgegen aller Widerstände Gott gehorchte, sich auf ihn verließ und ihm vertraute und geheilt wurde. Und Daniel, der zu diesem Zeitpunkt ja auch in Babylon lebt, nicht dort, wo Hesekiel ist. Daniel ist bei Nebukadnezar am Hof. Aber es ist interessant, dass Daniel hier genannt wird, denn historisch-kritische Bibelausleger verorten Daniel viel, viel später. Und dieser Vers beweist, dass Daniel dann Zeitgenosse Hesekiels und somit Zeitzeuge der Wegführungen gewesen ist.
[7:21] Beweist also die Historizität von Daniel. „Wenn ich wilde Tiere das Land durchstreifen ließe und es würde so entvölkert und verwüstet, dass aus Furcht vor den wilden Tieren niemand mehr hindurchzöge und diese drei Männer wären auch darin, so weich, Liebe spricht Gott, der HERR. Sie würden weder Söhne noch Töchter retten. Sie allein würden gerettet. Das Land aber würde zur Wüste werden.“ Also, wenn nur Hiob und Daniel in dem Land Israel wären zur gleichen Zeit und die Israeliten vielleicht hoffen würden, ihre Gerechtigkeit würde auf sie sich auswirken oder runtertropfen oder wie auch immer sie sich das vorstellen, sagt Gott: Nein, ihre Gerechtigkeit reicht für sie selber, für niemanden anderen.
[8:05] Das erinnert uns an Matthäus 25, das Gleichnis mit den zehn Jungfrauen, wo auch die fünf klugen Jungfrauen ihr Öl nicht weitergeben konnten an die, die nicht mehr genug davon hatten. Denn Gerechtigkeit lässt sich nicht übertragen. Sie reicht gerade mal für einen selber.
[8:24] „Oder wenn ich ein Schwert über dieses Land brächte und spräche: Das Schwert soll durchs Land fahren, und wenn ich Menschen und viel daraus tilgen würde, und diese drei Männer wären darin, so weich, Liebe spricht Gott, der HERR. Sie könnten weder Söhne noch Töchter retten, sondern sie allein würden gerettet werden.“
[8:40] „Oder wenn ich die Pest in dieses Land senden und meinen grimmigen Zorn mit Blut darüber ausgießen würde, dass ich Menschen und viel daraus tilgte, und Noah, Daniel und Hiob wären darin, so war ich, Liebe spricht Gott, der HERR. Sie könnten weder Sohn noch Tochter retten, sondern sie würden durch ihre ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten. Denn so spricht Gott, der HERR: Wie viel mehr, wenn ich meine vier schlimmen Gerichte, das Schwert, den Hunger, wilde Tiere und die Pest über Jerusalem senden werde, um Menschen und viel daraus zu tilgen.“
[9:14] Also Gott macht deutlich, jeder muss sich selbst zu Gott kehren. Jedes Herz muss sich selber an Gott hängen, muss die Götzen verlassen. Nur so kann Rettung für jede einzelne Seele erwirkt werden. Und so ist es auch mit uns. Wir können uns nicht auf jemand anderen verlassen und uns in seiner Gerechtigkeit, sondern nein, wir selber brauchen eine lebendige und aufrichtige Beziehung zu Gott. Und dein Herz, das an Gott hängt, dann werden wir errettet.
[9:45] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, du möchtest an jedem einzelnen Herzen wirken, weil jeder einzelne Mensch wichtig ist. Jeder Mensch für jeden Menschen bist du gestorben und jeden möchtest du im Himmel haben. Und dafür danken wir dir. Amen.
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