In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit Rabea Kramp wird Hesekiel 21:12-34 beleuchtet. Es geht um Gottes Tadel und Gericht über Israel, aber auch um seine unerschütterliche Liebe und Gnade. Die Botschaft zeigt, wie Gott trotz des notwendigen Gerichts einen Weg zur Wiederherstellung und Vergebung ebnet.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 21:12-21:34
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 873 und wir beginnen mitten in Kapitel 21. Wir sind immer noch bei dem Tadel Gottes über die Israeliten. Und bevor wir hineingehen in das Wort Gottes, lass uns beten.
[0:49] Lieber Vater im Himmel, du hast in der Bibel aufschreiben lassen: "Wen ich liebe, den züchtige ich." Und so wollen wir dein Wort heute lesen, dass du nicht dein Gott bist, der zornig ist und straft einfach aus lauter Freude daran, sondern ein Gott, der dabei Tränen vergisst, wenn er Tadel aussprechen muss. Lass uns dein Wort verstehen und zu Herzen gehen.
[1:13] Wir beginnen in Kapitel 20, Vers 35: "Und ich will euch in die Wüste der Völker führen und dort mit euch ins Gericht gehen, von Angesicht zu Angesicht, wie ich in der Wüste des Landes Ägypten mit euren Vätern ins Gericht gegangen bin, so will ich auch mit euch ins Gericht gehen, spricht Gott der Herr. Ich will euch unter dem Stab hindurchgehen lassen und euch in die bundesverpflichtungen einführen."
[1:45] Diese Worte finden wir in ganz ähnlicher Formulierung und ähnlichem Zusammenhang auch in Hosea 2, Vers 16. Gott will sein Volk ins Gericht führen und er geht mit ihnen mit, unter ihrem Stab gehen sie, und er führt sie in die bundesverpflichtungen, in eine ganz interessante Formulierung. Also er führt sie wieder zum Bund und erinnert sie daran, was ihm einst versprochen haben.
[2:11] "Und er ihnen: Und ich will die widerspenstigen und die von mir abgefallenen von euch absondern. Ich will sie aus dem Land ihrer Fremdlingschaft herausführen, aber in das Land Israel soll keine von ihnen kommen. Und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin."
[2:27] Und da haben wir diesen ständigen Refrain, den wir in Hesekiel so oft lesen, dass Gott sich die Erkenntnis wünscht, dass er sein Volk ihn erkennen soll. Und wir haben ja auch in den kleinen Propheten den Satz: "Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis." Und das finden wir hier auch in Hesekiel, einfach nur andersrum formuliert.
[2:48] "So geht nur", spricht Gott der Herr, "ihr vom Haus Israel und dient nur jeder seinen Götzen. Aber danach werdet ihr gewiss auf mich hören und meinen heiligen Namen künftig nicht mehr mit euren Gaben und mit euren Götzen entheiligen."
[3:05] Und dieser Vers gibt uns wieder einen Einblick darin, dass die Israeliten durchaus noch Gott angebetet haben, aber immer vermischt mit der falschen Art der Anbetung. Sie haben Götzen angebetet, sie haben Baal angebetet und sie haben Gott angebetet und haben auch die Bräuche, wie sie das gemacht haben, vermischt. Also die ganze Anbetung war eigentlich entheiligt, verunreinigt und nicht mehr so, wie Gott sie sich vorgestellt hat.
[3:32] "Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem erhabenen Berg Israels, spricht Gott der Herr, dort wird mir das ganze Haus Israel dienen. Sie alle, die im Land sind, dort will ich sie gnädig annehmen. Und dort will ich eure Hebeopfer fordern und eure Erstlingsgaben und alles, was ihr heiligt."
[3:51] Und diese Botschaft gibt wieder einen Ausblick und einen Trost, dass Gott sagt: Eines Tages wird das alles wiederhergestellt werden, diese wahre Anbetung auf dem heiligen Berg. Und ich werde das alles wieder euch zurückgeben und euch dahin zurückführen, als einen lieblichen Geruch will ich euch gnädig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und euch sammle aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, damit ich an euch geheiligt werde vor den Augen der Heidenvölker.
[4:24] Dieses, diese Formulierung, dass Gott eine lieblichen Geruch wieder annehmen möchte, den finden wir an einer anderen, sehr prominenten Stelle in der Bibel, nämlich nach der Sintflut, wo es auch heißt, dass es ein lieblicher Geruch war, dieser erste Opfer, die Noah gebracht hat. Und das ist gleichzeitig auch ein Symbol für das Kreuz. Auch das Kreuz, das Opfer am Kreuz, war ein lieblicher Geruch für Gott, den er angenommen hat.
[4:52] Und was passiert dadurch? Gott zeigt, dass er an seinem Volk geheiligt wird vor den Augen der Heidenvölker, heißt es hier. Und Gott zeigt, dass er gerechtfertigt wird durch die Gerechtigkeit seines Volkes, die er ihm ja verleiht. Wird er aber auch gerechtfertigt und herrlich gemacht vor den Heidenvölkern, die erkennen, dass Gott ein guter Gott ist.
[5:18] "Und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich euch in das Land Israel führe, in das Land, von dem ich geschworen hatte, dass ich es euren Vätern geben werde. Dort werdet ihr an eure Wege gedenken und dann alle eure Taten, mit denen ihr euch verunreinigt habt, und ihr werdet Abscheu über euch selbst empfinden wegen aller eurer bösen Taten, die ihr begangen habt."
[5:41] Ja, Abscheu und über die Sünden und Reue über die Sünden. Das ist etwas, was Gott schenkt. Das ist nicht etwas, was wir Menschen von uns aus selber in unserem Herzen entwickeln können. Das ist etwas, was Gott gibt und Gott uns schenkt die Buße.
[5:55] "Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mit euch handeln werde, und meines Namens willen und nicht nach eurem bösen Wandel und euren hochlosen Taten, Haus Israel, spricht Gott der Herr."
[6:09] Ja, Gott sagt: Ich werde euch besser behandeln, als ihr es verdient habt. Und selbst im Gericht wird es immer noch Gnade geben.
[6:21] Kapitel 21. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Menschensohn, richte dein Angesicht nach Süden und rede gegen Süden und weissage gegen den Wald der Gegend im. Und sage zu dem Wald: Höre das Wort des Herrn! So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will ein Feuer in dir anzünden, das wird alle grünen Bäume und alle dürren Bäume in dir verzehren. Die lohnende Flamme wird nicht erlöschen, sondern alle Gesichter sollen durch sie verbrannt werden, vom Süden bis zum Norden."
[6:54] Und dies ist natürlich ein Bild für die Zerstörung Judas. Das Feuer, das sich dort durchfrisst durchs ganze Land. Und es kommt hier nicht zum ersten Mal vor, dass hier gegen eine Landschaft gepredigt wird. Hier soll er in Richtung predigen, also gen Süden, also Richtung Juda, von seiner Sicht aus gesehen.
[7:24] "Und alles Fleisch wird sehen, dass ich, der Herr, es angezündet habe. Es soll nicht erlöschen." Da sprach ich: "Ach, Herr, Herr! Sie werden von mir sagen: Redet er nicht in Gleichnissen?"
[7:37] Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Jerusalem und rede gegen die Heiligtümer und weissage gegen das Land Israel." Also erst sollte Hesekiel gegen die Neger predigen und gegen den Wald. Und nun soll er sein Angesicht gegen Jerusalem, die Heiligtümer und das Land Israel wenden. Diese drei und soll in ihre Richtung weissagen.
[7:59] "Und sage zu dem Land Israel: So spricht der Herr: Siehe, ich komme über dich. Ich will mein Schwert aus seiner Scheide ziehen und will den Gerechten und den Gottlosen in dir ausrotten." Also es wird jeder sterben, die Guten und die Bösen.
[8:15] "Weil ich nun den Gerechten und den Gottlosen in dir ausrotten will, so soll mein Schwert aus seiner Scheide fahren gegen alles Fleisch vom Süden bis im Norden. Also ganz Juda von oben bis unten. Und alles Fleisch soll erkennen, dass ich, der Herr, mein Schwert auf seine Scheide gezogen habe und es soll nicht mehr eingesteckt werden."
[8:36] "Und du, Menschensohn, stöhne, als hättest du einen Lendenbruch, ja, stöhne bitterlich vor ihren Augen."
[8:46] Also hier seht ihr, sollte diese Botschaft dadurch verdeutlichen, dass er laut aufschreit, dass er stöhnt, dass er zeigt, wie schmerzhaft diese Botschaft ist, nicht nur für das Volk Israel, sondern auch für Gott selber, dem es ja auch ans Herz greift, dass er seinem Volk so etwas antun muss. Ja, Gott hat niemand Freude am Tod des Gottlosen, das haben wir in Hesekiel 18 gelesen. Und trotzdem ist es so schlimm mit seinem Volk gekommen, dass er keine anderen Ausweg sieht, als sie so hart zu richten durch die Babylonier.
[9:23] Und wir wissen, dass es ihnen zum Vorteil gereicht hat, nämlich, dass sie die Götzen dann aufgegeben haben. Ein Überrest ist zurückgekehrt und sie haben wieder aufgebaut, was kaputt gegangen war.
[9:33] Und so geht es manchmal auch uns in unserem Leben, dass wir merken, Gott muss mit uns hart ins Gericht gehen, weil wir an einem Punkt angekommen sind, wo wir eben nicht mehr, ja, kein Vertrauen mehr in ihn haben oder ihn nicht mehr wahrnehmen. Und dann tut uns so ein hartes Gericht manchmal gut, wenn man das überhaupt so sagen kann. Aber es hilft uns wieder umzukehren und zu merken, dass wir in die falsche Richtung gegangen sind.
[10:01] Und dann kann Gott wieder mit uns neu anfangen, denn nichts hat Gott lieber als neu und von vorne anzufangen und uns zu vergeben.
[10:08] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke für deine Liebe, für deine Gnade, die selbst im Gericht wirksam ist. Lass uns das nie vergessen. Amen.
[10:17] Amen.
[Musik]
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