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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ wird der Vers Offenbarung 2:18 beleuchtet. Mirjam Giebfried erklärt die Bedeutung der Stadt Thyatira und die Identität Jesu als „Sohn Gottes“. Sie analysiert die bildhafte Beschreibung Jesu mit Augen wie Feuerflammen und Füßen wie glühendes Erz und verbindet diese mit biblischen Texten aus Offenbarung 1 und Daniel 7. Die Ausführungen betonen die Göttlichkeit und Menschlichkeit Jesu sowie die Bedeutung seiner Werke als Beweis seiner göttlichen Natur.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid. Danke auch für eure Geduld. Wir wollen weiter studieren in Offenbarung 2. Es geht weiterhin um die Gemeinden. Jetzt beginnen wir aber mit der Gemeinde, die wir letztes Mal angeschaut haben: Pergamon.

[1:09] Eine Gemeinde, die sehr durch Kompromisse gekennzeichnet war. Es gab verschiedene Irrlehren, die sich herumgetrieben hatten und mit denen sie zu kämpfen hatten. Aber es gab sehr wohl standhafte Menschen, die am Glauben festgehalten haben und am Namen Christi, wie wir gelesen hatten. Und jetzt geht es weiter mit Thyatira.

[1:38] Bereits gesagt, lasst uns aber, bevor wir unser Studium beginnen, niederknien zum Gebet.

[1:50] Unser Vater im Himmel, wir kommen zu dir als zu unserem Vater und wir danken dir, dass du uns aufnimmst, dass du uns segnest, auch wenn wir es nicht verdient haben. Vater, danke für dein Wort, danke, dass du für uns da bist, auch wenn wir zu oft nicht für dich da sind. Hier, ich danke dir auch für den Heiligen Geist, der uns eröffnet, was dort steht, der uns zeigt, was in unserem eigenen Leben getan werden muss. Danke hier für Jesus als unseren Bruder und Herrn, dass er selbst zwischen dir und uns noch weiterhin vermittelt. Danke, Herr. Wir bitten dich, dass du jetzt mit uns bist, wenn wir dein Wort aufschlagen. Amen.

[2:52] Lasst uns den Vers lesen in Offenbarung 2, Vers 18, der heute Mittelpunkt stehen soll. Offenbarung 2, Vers 18. Wer es hat, darf gerne lesen.

[3:12] Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und seine Füße sind wie glühendes Erz. Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe:

[3:27] Klingt ganz ähnlich wie bisher, oder? Das ist schon allein vom Satzbau her uns sehr vertraut. Ich habe vor kurzem, was ich eine Hausarbeit schreiben, und da hieß es in der Fachliteratur: Satzbau und Wortwahl sind für eine Person markant. Also, es ist der gleiche, der die ganze Zeit gesprochen hat.

[3:56] Und wer spricht hier? Weil wir den Kontext haben, ist es wieder Jesus, der sagt dem Engel der Gemeinde in Thyatira: Schreibe.

[4:14] Es ist ja auch ganz interessant, dass dieser Teil der Bibel scheinbar nach ein bisschen eine andere Note hat als viele oder als der Großteil der restlichen Bibel. Denn ich weiß nicht, ob ihr das Szenario kennt. Bei uns zu Hause ist es so, mein Papa ist kein deutscher Muttersprachler und deswegen kommt es manchmal vor, dass ich E-Mails für ihn verfasse und dann gibt es da einen Unterschied, ob er sagt: "Schreib mal eine E-Mail an so und so" und ich setze mich hin und schreibe einfach seinen Namen runter. Oder ob er sagt: "Schreib und zwar" und dann setze ich mich daneben und diktiere. Und das ist noch ein bisschen originaler als wenn er einfach nur sagt: "Okay, du kennst den Sinn und ich weiß, du schreibst nichts anderes als auch in meinem Sinne." Aber hier sind es wirklich die Worte Jesu.

[5:20] Jetzt wisst ihr etwas über Thyatira. Vielleicht habt ihr schon eine Vorstellung von der Stadt, vielleicht auch nicht. Kommt sie noch einmal in der Bibel vor, abseits von der Offenbarung? Nicht, dass man wüsste. Oder also der Name Thyatira kann auch sehr unterschiedliche Bedeutungen haben. Ja, es gibt eine kleine Stelle, die ich gerade gefunden habe, Apostelgeschichte 16, Vers 14. Ja, da haben wir nämlich die Lydia, die gottesfürchtige Frau, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira. Aber das spielt in Philippi, aber die Frau kommt, die Lydia kommt aus Thyatira. Also die Stadt, aber zumindestens okay.

[6:18] Sie kommt noch vor. Was ist historisch gegeben? Mehr wissen wir jetzt aus dem Text dann auch nicht. Also der Name kann wirklich unterschiedliches bedeuten. Ich habe gefunden: Reue, Opfer Satans, Lehre oder ein süßlicher Duft.

[6:48] Ja, ich kann noch mal nachschauen. Ja, aber ja, das werde ich noch mal nachgucken. Es soll dort Textilherstellung gegeben haben, aber es war jetzt nicht so eine Stadt wie zum Beispiel Ephesos oder bei Pergamon hatten wir auch gesagt, das war ja diese Anhöhe, diese Erhebung, das sind bedeutsame Städte waren. Das war wohl bei Thyatira jetzt nicht der Fall.

[7:19] Wisst ihr vielleicht auch schon aus Bibelstunden, welche Zeitepoche ungefähr dieses Sendschreiben darstellt?

[7:36] Welchen Zeitabschnitt können wir uns da vorstellen? Wir hatten nochmals als Erinnerung angefangen, hatten wir ja mit Ephesos. Es war ganz am Anfang. Dann kam Smyrna. Und bei Pergamon könnten wir das am besten geschichtlich eingrenzen vom Datum her, weil wir gesagt hatten, und das betone ich jetzt oft genug, es Männer geht bis 313. Das war diese Christenverfolgung, die da aufgehört hat. Also da kann man wirklich dieses Jahr genau setzen.

[8:26] Das heißt, Pergamon bis 313. Und danach bis... direkt hervor. Aber Thyatira, da gibt es ein paar Hinweise. Also ich meine, es ist offensichtlich, dass es die Zeit, wo das Papsttum so richtig... in den nächsten Wochen schauen wir uns das so richtig an. Seine Macht entfaltet. Das heißt, man würde natürlich in Analogie zu Daniel 7 und Offenbarung 13, Vers 38 annehmen.

[8:56] Spannend, dass die Fragen, wie weit es geht. Und dann ging es oft auch keinen direkten Konsens, weil in Vers 21 steht: "Ich gab ihr Zeit." Also dieser Frau Isabell, der ein ganzes Bild für diesen Babylon. Ich gab ihr Zeit, wo sie zu tun hat. Wenn man dieses Wort Zeit auch in einem prophetischen Sinne versteht, das ist sozusagen eine bestimmte Zeit ist, dann würde man an die 1260 Jahre denken. Und dann, also so denke ich, das dann bis 1798 geht. Es gibt aber andere Leute, die sagen: "Oh nee, die Reformation ist so wichtig, wir müssen schon dann in der fünften Gemeinde in der Reformation und da schon anfangen." Das werden wir sicherlich dann noch ausführlicher diskutieren.

[9:30] Okay, wir können jetzt schon mal so sagen, Pergamon bis 538 und ja, genau. Und dann kommt nach Pergamon auf jeden Fall Thyatira.

[9:48] Genau. Pergamon bis 538 und danach bis... also sagen wir 538 und dann kommt die Gemeinde, um die wir uns jetzt kümmern.

[10:12] Genau. Jedenfalls, egal welche Zeitsetzung man dann nimmt, ist schon mal vielleicht für uns interessant, weil uns das auch so allgemein etwas sagt. In diesem Zeitabschnitt von Thyatira befindet sich die Zeit der Reformation. Das ist schon mal was, was man sich doch ganz gut merken kann.

[10:32] Okay, jetzt heißt es hier noch: Dem Engel der Gemeinde. Das sagt der Sohn Gottes. Und diese Benennung "der Sohn Gottes" bezeichnet natürlich Jesus. Aber die ist ganz interessant, denn hier ist es hat ja auch noch andere Namen in der Bibel. Da könnte ja stehen: "Das sagt Jesus" oder "Wenn Jesus selbst spricht: Das sage ich" oder welche anderen Namen kennt ihr noch? Das Lamm zum Beispiel. Aber warum der Sohn Gottes?

[11:11] Nun ja, gibt es wohl eine höhere Autorität als der Sohn Gottes persönlich? Aber was soll dieses "Sohn Gottes" ausdrücken?

[11:39] Vielleicht kennt ihr das in der Bibel. Ist es so, wenn da steht: "Ein Sohn des Menschen", dann bedeutet das auch, dass es ein Mensch ist. Wenn hier jetzt steht: "Ein Sohn Gottes", dann weist das wohl auf Jesu Göttlichkeit hin.

[11:57] Wir hatten auch gesagt, das letzte Mal war das, glaube ich, genau, wo wir es auch von der Namensänderung hatten. Ein Name bezeichnet entweder eine Eigenschaft oder auch eine Beziehung oder aber auch ja, eine Stellung, hatten wir jetzt schon, ein Status. Beziehen wir es mal auf die Eigenschaft, das ist sicherlich auf Jesu Göttlichkeit hin.

[12:43] Das weist auch auf seine Beziehung zu Gott hin, oder? Ist Sohn und der Vater ist... eines der eng familiäre Beziehung.

[12:55] Ich schreibe dazu jetzt einfach mal so ein Schaft.

[13:02] Jetzt ist interessant, kennt ihr andere Stellen in der Bibel, die auch Jesus als Sohn Gottes, wo Jesus als Sohn Gottes bezeichnet wird?

[13:20] Nach dem Fleisch ein Sohn Davids, aber durch die Auferstehung von den Toten mit Kraft als der Sohn Gottes bewiesen worden ist. Also auch mit anderen Worten, die Auferstehung von den Toten beweisen mächtig ist ein mächtiger Beweis dafür, dass der Sohn Gottes, also göttlich ist.

[13:38] Weißt du genau, wo es in Römer steht? Okay.

[13:44] Das nehmen wir mit auf Römer 1, 3 und 4. 3 und 4. Lass uns den mal lesen. Wir fangen wir jetzt ein bisschen von hinten an, sozusagen im Leben von Jesu auf Erden, bei der Auferstehung scheint.

[14:02] Gleich, aber das macht ja nichts. Römer 1, Vers 3 und 4.

[14:11] Seine Menschheit und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft, nach dem Geist der Heiligkeit, durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unserem Herrn. Da macht er deutlich, also es geht um die Menschen und Gott ist der, der Sohn Davids, aber auch der Sohn Gottes. Ja, das hängt dann auch noch mit dem einen Text in der Apostelgeschichte zusammen.

[14:36] Ich muss schauen, wo ich den aufgeschrieben habe, aber in Apostelgeschichte 16 war es, glaube ich, wird das auch noch mal deutlich.

[14:45] Aber jetzt, ja, hast du ihn gefunden, oder? Sag ruhig. Ich wollte nur sagen, nicht direkt so zum Gottes, aber bei Jesu Taufe, da hat Gott selber gesagt: "Dieses mein geliebtes Sohn." Ja, das ist auch noch ein wichtiger Schritt.

[15:01] Ich stell's mal kurz zurück, dass wir jetzt waren wir ganz am Ende sozusagen von Jesus Leben. Und jetzt stellen wir uns mal an den Anfang, um chronologisch vorzugehen.

[15:14] Und zwar zuerst wird Jesus im Neuen Testament, zumindest der Sohn Gottes genannt.

[15:26] Gut, jetzt, wenn ich jetzt mit Matthäus anfangen muss, dann könnte ich den euch den Matthäus-Text sagen, aber sogar noch vor seiner Geburt. Das können wir in Lukas 3, glaube ich, ja, Lukas 1, Vers 35 lesen.

[15:48] Da kommt der Engel zu Maria und er sagt: "Den, den du für Welt bringen wirst, das wird der Sohn Gottes sein." Lukas 1, Vers 35.

[16:10] Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: "Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden."

[16:22] Werden. Genau. Das Heilige, das geboren wird. Das ist auch interessant. Also, wenn Jesus der Sohn Gottes ist, dann ist der heilig.

[16:36] Gut, aber jetzt gehen wir zu Matthäus und Matthäus hat das, finde ich, ganz interessant gemacht. Er hat nämlich wichtige Ereignisse in Jesu Leben oder in Jesu Dienst herausgegriffen und gerade zu diesen Ereignissen wird Jesus der Sohn Gottes genannt.

[16:58] Wir finden das in Matthäus 3, Vers 17. Matthäus 3, Vers 17. Ist welche Begebenheit oder Matthäus 3, um wen geht es da? Johannes, oder Johannes, der am Ufer steht und tauft. Und jetzt lesen wir in Matthäus 3, Vers 17.

[17:26] Und sie, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: "Dieses ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe."

[17:34] Okay. Wir hatten das also quasi eigentlich die Ankündigung von der Geburt. Das ist hier welche Begebenheit? Taufe.

[17:51] Jetzt gehen wir mal weiter in Matthäus und zwar zu Matthäus 4, die Versuchung. Da wird Jesus nicht direkt der Sohn Gottes genannt, sondern da kommt jetzt gleich jemand. Gerade eben ist es noch bekräftigt worden von Gott selbst bei der Taufe, und jetzt kommt jemand, der stellt das in Frage, und das ist niemand geringerer als Satan höchstpersönlich.

[18:18] Der sagt das in Matthäus 4, Vers 4 und Vers 6.

[18:33] Und sprach zu ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab, denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehle geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einem Stein stößt."

[18:51] Genau. Ja, das lesen wir in Matthäus 4, Vers 6. Also, wenn du das Sohn Gottes bist, und da geht es auch wieder um Jesu Söhnschaft Gott gegenüber.

[19:08] Jetzt wird aber das gleiche noch einmal bekräftigt, wieder von Gott höchstpersönlich und zwar in Matthäus 17.

[19:16] Matthäus 17. Matthäus 17 ist welche Geschichte? Ein ganz wichtiges Ereignis auch, wo Jesus allein war mit drei anderen Jüngern auf und Erklärungswerk. Ja, genau.

[19:34] Matthäus 17 und dort Vers 5. Also noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichtvolle Wolke, und sie eine Stimme aus der Wolke sprach: "Dieses ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Auf ihn solltet ihr hören."

[19:56] Klingt ganz ähnlich wie bei der Taufe, oder? Oder seine eigenes, wo wirklich jeder, der dabei gewesen war, erkennen musste: Jesus ist kein gewöhnlicher Mensch, er ist der Sohn Gottes.

[20:11] Gottes. Und auch da war ja auf dem Verklärungsberg war Jesus ja verwandelt. Er war auch noch dann nächste anderen Gestalt.

[20:42] Ja, und zwar Vers 16, wo Jesus, Vers 15, 16. Da spricht er zu ihnen: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Da antwortete Simon Petrus und sprach: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

[20:51] Das finden wir auch immer wieder, dass Menschen diese, dieses Erlebnis hatten, diese Erkenntnis. Jetzt ist der Sohn Gottes bei Nikodemus zum Beispiel, bei Nathanael finden wir das auch, dass sie sagen, dass sie Jesus erlebt haben, wenn dann sagen: "Ach, das ist der Sohn Gottes." Und so ähnlich ist es auch jetzt bei einem Mann, der Jesus gar nicht so gut kannte, aber auch Jesus in seinen letzten Stunden hier erlebt und danach sagt: "Wahrlich, das war der Sohn Gottes."

[21:33] Matthäus 27, Vers 54.

[21:55] Matthäus 27, Vers 54. Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: "Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn."

[22:16] Dieser war Gottes Sohn. Bei all dem, was passiert ist. Das war jetzt quasi der Tod Jesu.

[22:33] Also, wir finden diese wichtigen Ereignisse: die Taufe, die Versuchung, die Verklärung, der Tod, wo immer wieder gesagt worden ist: Jesus ist der Sohn Gottes.

[22:41] Gottes. Und ich glaube, das ist auch insofern wichtig, eben, weil das angezweifelt worden ist, damals in der Wüste, aber auch über all die Jahrhunderte hindurch bis heute gibt es Menschen, die meinen, Jesus ist nicht der Sohn Gottes, oder Jesus hat eine sehr geringe Stellung. Aber die Bibel nutzt diese Ereignisse, um zu zeigen, was da passiert ist und dass das, was passiert ist, ein Beweis dessen ist: Jesus ist der Sohn Gottes.

[23:19] Und niemand anderes. Wenn wir die Bibel lesen, wenn wir es sehen, wie Jesus in seinem Leben gehandelt hat, und da kommen wir jetzt auch gleich zu Johannes 10, Vers 36.

[23:41] Ja, lass uns mal Johannes 10, Vers 30 bis 38 lesen. Da haben wir den Vers 36 dabei.

[23:52] Der weist Jesus eben auf genau das hin, was passiert ist und sagt: "Schaut doch, was ich tue. Es ist nicht ein Zeugnis dessen, dass ich Gott selbst bin."

[24:06] Den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit die erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.

[24:17] Johannes 10, 30: "Ich und der Vater sind eins." Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: "Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater, und welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?" Die Juden antworten ihm, sprachen: "Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst." Jesus antwortete ihnen: "Seht nicht in euren Gesetz steht nicht in euren Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter. Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden. Wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, du lässt das, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. Tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm."

[25:38] Danke schön. Also, da ist Jesu Aufruf, wie es hier heißt: "Glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm. Schaut doch, was ich tue. Ich kann es nicht aus mir allein tun." Der Mensch Jesus wäre nicht zu dem fähig gewesen, was er wirklich getan hat, wenn nicht Gott durch ihn. Und er, also er sagt es ja in Vers 30: "Der Vater und ich sind eins." Eins hier, was untrennbar.

[26:13] Aber das zeigt uns auch, wenn Gott durch uns wirkt, dann können auch wir Dinge tun, die wirklich Gottes Werk sind, wo Gottes Fingerabdruck darauf ist und nicht unser eigener.

[26:43] Ja, lasst uns mal weitergehen, noch mal in Offenbarung. Soweit jetzt erstmal zu Jesus als dem Sohn Gottes. Aber hier steht ja noch mehr in Offenbarung 2, Vers 18.

[26:55] Denn da wird noch einmal auf die Beschreibung von dem Sohn Gottes eingegangen. Und das heißt: "Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmern wie glühendes Erz." Woher kommt diese Beschreibung?

[27:24] Na, wir haben oft genug und lange darüber gesprochen, wo Jesus schon einmal beschrieben wird und zwar nicht nur einmal, sondern auch noch mal an anderer Stelle.

[27:39] Wo heißt es schon einmal, dass Jesus Augen wie eine Feuerflamme hat und Füße wie schimmerndes Erz?

[27:52] Okay, vielleicht hat mir eine Seite zurück. Und zwar in Offenbarung 1. Offenbarung 1, Vers 14.

[28:01] Vers 14. Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, und seine Füße wie glühendes Erz, als ob sie im Ofen glühten, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser.

[28:24] Hier kommt in Vers 15 noch eine Komponente dazu, die wir in Offenbarung 2, Vers 18 nicht hatten, und zwar ja.

[28:37] Ja, genau. Das bezieht sich auf die Stimme. Das ist ja genau. Aber wenn wir jetzt mal bei den Augen und bei den Füßen bleiben, dann heißt es in Vers 15: "Die Füße schimmern wie Erz, so als ob sie in einem Ofen glühten." Ja, das ist so die Beschreibung. Das heißt, es ist hier ein Bild, das noch genau beschrieben werden kann, mit wie als ob sie im Ofen sein würden. Also auch wieder etwas mit Feuer.

[29:17] Wir müssen damals schon ein bisschen angeschaut, dass hier ein quasi gegen oder kein Gegensatz, aber diese Punkte mit der weißen Wolle und mit dem Feuer, weiß und das Feuer. Wenn wir uns mal daran erinnern, er wird ja dort dargestellt als ein Menschensohn. Und beim Wort Menschensohn kriegt es bei jedem Juden sofort, bei jedem Hebräer, Daniel 7. Das ist der Mensch, der zum Vater gebracht wird, zum Alten an Tagen, der Mensch, der die Königskrone für alle Zeiten bekommt. Und in dieser Szene, Daniel 7, gibt es auch jemanden, der weiße Haare hat und der von Feuer umgeben ist. Aber das ist nicht der Menschensohn, und das ist der Vater. Ist das der Vater?

[30:01] Und das ist jetzt quasi das Geniale. Diese Beschreibung, in dem Jesus beschrieben wird als der Menschensohn, der gleichzeitig auch die Attribute hat, die sonst aus Daniel 7 von Gott, dem Vater gesagt werden. Macht hier sozusagen der Johannes. Johannes, das macht aber er beschreibt Jesus gleichzeitig als Mensch und Gott. Und das sind diese Elemente von der Feuerflamme, die sozusagen ein Indiz für seine Göttlichkeit sind, weil das aus der Verbindung ganz deutlich wird. Ja, er hat das gleiche Wesen, den gleichen Charakter, die gleiche Macht wie der Vater. Das glaube ich, hier mit Sohn Gottes ist halt sehr interessant.

[30:39] Sehr interessant. Ja, ja, vielen Dank. Das ist wirklich gut, dass wir hier noch mal die Verbindung haben. Die Beschreibung und die Bezeichnung von Jesu sind nicht ganz unabhängig voneinander. Im Gegenteil, das eine schließt sich mit dem anderen zusammen. Also wir hatten jetzt hier sowohl Offenbarung 1 als auch Daniel.

[31:07] Ich bin mir jetzt gerade nicht mehr ganz sicher. Es gibt mehrere Komponenten, die auch in Daniel 7 zu finden sind, aber nicht alle.

[31:18] Genau, genau. Beziehungsweise Daniel 10. Daniel 10, 10. Genau. In Daniel 10 finden wir auch die Beschreibung. Das hatten wir uns schon ausführlich angeschaut.

[31:37] Ich finde, es ist vielleicht noch zu bemerken. Hier heißt ja: "Es sind Augen wie Feuerflammen." Ich bin ein bisschen gegen diese Science-Fiction-Vorstellung, dass dein Jesus steht, der so stechende Augen hat, dass man gar nicht hinschauen kann.

[32:00] Es ist ja, es ist hier ein Bild, das deswegen hatten wir das auch damals, als es vorkam, schon studiert, das auch ausgelegt werden will. Aber trotzdem ist Jesus auch in seiner verwandelten Erscheinung nicht irgendwie furchteinflößend oder Angst einflößend. Im Gegenteil, ich stelle mir diese Augen trotzdem sehr liebevoll vor.

[32:28] Vielleicht noch ganz kurz auch zur Wiederholung. Feuer, wofür ist Feuer in der Bibel ein Bild?

[32:40] Für die Liebe. Oder Gottes Liebe ist wie ein verzehrendes Feuer. Also es hat auch etwas Warmes, etwas Beständiges auch an sich.

[32:52] Ja, ganz interessant war bei meiner Vorbereitung habe ich ungewollt hat eine neue Nios oder ja, von dieser Beschreibung auch gefunden. Und zwar habe ich ein Video angeschaut, wo es um Rentiere ging. Rentiere sind echt interessante Tiere. Ich dachte, es nicht mit auch außergewöhnlichen Fähigkeiten und neben dem, dass sie sich so gut ans Wetter angepasst haben und wirklich in ihrer Region gut leben können, haben sie auch besondere Augen.

[33:36] Wusstet ihr, dass sich die Augenfarbe von Rentieren ändert?

[33:45] als es heißt im Winter haben sie so dunkle dunkelblaue Augen und im Sommer eher grünlich gelbe Augen. Und woran liegt das? Das liegt daran, dass sich die Lichtverhältnisse ändern. Wenn sie haben so scharfe Augen, dass sie im Dunkeln auch wirklich super sehen können, aber dann im Sommer trotzdem wieder sehen können, auch wenn sich das Licht ändert. Weil ihr wisst ja, dort, wo sie leben, in den Polarregionen, dass es also auch stockdunkle Nacht und lange Nacht zu gewissen Jahreszeiten gibt.

[34:22] Und dieser Gedanke hat mich irgendwie fasziniert, weil ich gerade so in der Vorbereitung waren, mit den Augen über die Augen nachgedacht habe. Und ich habe mir so gedacht, kann das auch eine Bedeutung für Jesus haben? Dann kam mir so, na klar, auch für Jesus. Haben sie die Lichtverhältnisse geändert? Oder es ist ja, Johannes hat Jesus gekannt, so in menschlicher Gestalt, nicht besonders auffällig. Aber jetzt sieht er hier Jesus, wie er ja verklärt ist, verwandelt ist. Und das zeigt uns auch, nicht nur Jesu Eigenschaften sollen durch sein Äußeres jetzt hier dargestellt werden, sondern das ist auch einfach ein Beweis dessen, Jesus ist beim Vater. Hier ist es jetzt in einer anderen Herrlichkeit oder das ist eine andere Dimension. Und auch seine Augen müssen sich gewissermaßen an die Lichtverhältnisse dort anpassen.

[35:33] Es zeigt uns aber auch Jesus, der die Offenbarung Johannes gibt, hat sie aus erster Hand. Und das finde ich immer noch so schön. Das ist wie, ihr müsst mich da jetzt nicht buchstäblich beim Wort nehmen, aber wie als ob er einen Brief aus dem Himmel uns geschickt hätte. Die Offenbarung trägt so viel von dieser Herrlichkeit, von dieser himmlischen, dass wir es fast nicht ertragen können. Das ist fast nicht ja, verstehen können.

[36:15] Mit Gott so innige Gemeinschaft oder gehabt hat, da war doch auch sein Gesicht total, also leuchtend, so dass sie das gar nicht anschauen konnten. Also er hat sich dann zum Schluss verhüllt, aber da ist er auch, sag ich mal, Gottes Gegenwart. Deswegen ja, schöner Gedanke.

[36:35] Sein, das muss echt diese Welt hier ist wahrscheinlich so etwas von düster und dunkel im Vergleich zu der himmlischen Herrlichkeit. Aber zu den Augen, diese Beschreibung ist interessant. Gibt es ja, ich denke, der Gedanke ist, dass Werte zu teilen. Gibt es irgendwo in der Bibel noch eine andere bildhafte Beschreibung für Augen?

[37:12] Da kennt sich jemand aus. Weißt du auch, welches Bild für Augen dort verwendet wird? Die Taubenaugen. Aha, ihr kennt das mal. Aufschlagen in Hohelied 1 Vers 15 zum Beispiel. Das Interessante ist, das Bild kommt nicht nur einmal vor und auch nicht nur für eine Person, sondern das wird ja so wechselseitig von Salomo und auch von Sulamith verwendet.

[37:43] Hohelied 1 Vers 15. Und wer es hat, darf dann auch Hohelied 4 Vers 1 lesen. Sieh, du bist schön, meine Freundin, sieh, du bist schön. Deine Augen sind wie Tauben hinter deinem Schleier, deine Haare gleich der Ziegenherde, die vom Bergland gelehrt abgewallt.

[38:49] Und in Kapitel 5 Vers 12 heißt es dann: Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbächen gebadet in Milch, sie sitzen wie Edelsteine in ihrer Fassung. Ich möchte mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es einfach mal so mitgeben als Gedanken. Es Hohelied ist ja nicht nur eine Beschreibung zwischen oder behandelt nicht nur die Beziehung von Mann und Frau, sondern auch im übertragenen Sinn die Beziehung zwischen Jesus und seiner Gemeinde.

[39:23] Und ja, genau, Braut und Bräutigam. Genau. Und wenn jetzt hier das Bild der Taube für Augen verwendet wird, ich kann mir das irgendwie schlecht vorstellen, muss ich sagen. Aber an anderer Stelle Augen wie Feuerflammen.

[39:51] Tauben und Feuer. Taube und Feuerflamme ist ein Bild wofür? Der Heilige Geist kam mir einen Traum, ja. Oder und schuldig und satt. Ja, aber ja, ich wollte auch, ich habe wollte auch gerade sagen, mir kam der Gedanke, sei schlau wie die Schlange, ohne falsch wie die Taube. Also auch dieses Unschuld ist es rein. Aber auch der Heilige Geist. Also das ist etwas, was ich sofort mit diesen beiden Bildern verbinden würde. Und ich denke, das ist auch nicht so weit hergeholt.

[40:43] Wenn man daran, also es gibt ja auch diesen bisschen Vers, ich hatte mir auch aufgeschrieben, wo Jesus sagt, Matthäus 6 Vers 22. Genau, wenn das Auge Licht ist, dann ist auch der ganze Leib Licht. Also das Auge, die Augen sind sehr wichtig. Wenn man, man sagt ja auch, wenn man an den Augen erkennt man auch, ob jemand zum Beispiel die Wahrheit sagt oder so, oder wie jemand ist. Aber wenn man in Jesu Augen schaut, was man dann sieht, erinnert an den Heiligen Geist.

[41:29] Hier ist das, das zeigt uns auch, Jesus ist so vom Heiligen Geist durchdrungen, dass man in seinen Augen diesen Geist sieht. Hier wollte noch jemand was sagen, glaube ich. Okay.

[41:47] Das ist das eine. Das andere ist auch, wir haben das Feuer in den Augen und wir haben auch diese schimmernde Haut. Eigentlich, also ja, es sind die Füße, aber letztendlich das sein Gewand geht ja auch bis zu den Füßen. Das heißt, seine Haut ist wie dieses schimmernde Herz, wie diese Bronze, wie beim Ofen. Und gerade eben, als als ich jetzt zuletzt gebetet habe vor dem Seminar, kam mir der Gedanke, wo haben wir schon einmal Feuer am Anfang laufen?

[42:26] Was hat mit Feuer zu tun? Wo gibt es so ein Licht, irgendetwas, was scheint, was Feuer hat? Bei den goldenen oder es ist dieses Licht, das Jesus hat und das auch die Gemeinde haben soll. Wieso, als ob die Gemeinde Jesus widerspiegelt.

[42:52] Ja.

[42:58] Der Feuer hat, muss man ja auch wissen, dass da erstmal das Öl. Und Öl ist wiederum ein Symbol vom Heiligen Geist. Also ohne Heiligen Geist ein Feuer. Ja, und das sehen wir. Wir hatten es eben vom Heiligen Geist, wir haben es wieder vom Heiligen Geist und vom Feuer, was Jesus durch, was hier so prägt, der was der Heilige Geist ist. Und dieses Feuer der Liebe Gottes, letztendlich, das soll auch die Gemeinde prägen.

[43:29] So wie Jesus ist, diese Eigenschaften darf auch die Gemeinde haben. Wollen wir Gott dafür danke sagen? Dann lasst uns jetzt noch gemeinsam niederknien und beten.

[43:52] Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass du nicht aufgehört hast zu sprechen, sondern du hast durch die ja hunderte und Jahrtausende hindurch immer wieder zu Menschen geredet. Und du hattest auch eine Botschaft für die Gemeinde Tiatira. Bitte hilf uns, dass wir auch daraus etwas für uns mitnehmen. Danke, Herr, für den Heiligen Geist. Danke, Herr, für das Feuer deiner Liebe. Danke, Herr, auch, dass Jesus als der Sohn Gottes uns hier gezeigt hat, wie du wirklich bist.

[44:35] Vater, bitte lass auch all das, was Jesus an göttlichen Charaktereigenschaften hat, auf uns abfärben. Dadurch, dass wir mit ihm Zeit verbringen, wollen wir auch ihm ähnlicher werden. Und Herr, ich danke dir, dass du uns genau das verheißen hast, dass wir durch Anschauen verwandelt werden und dadurch, dass wir mit dir Zeit verbringen, wie auch von dir lernen können. Sei du mit uns und setze du in unserem Leben um, was wir selbst nicht tun können. Herr, wir danken dir jetzt schon dafür. Amen.


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