In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird Hesekiel 32 behandelt, der sich mit dem Gericht Gottes über Ägypten und andere Nationen befasst. Rabea Kramp erklärt, wie Gott durch Gericht die Gleichheit aller Menschen vor ihm verdeutlicht und dass auch mächtige Nationen wie Ägypten dem Gericht Gottes nicht entkommen. Die Predigt beleuchtet die Bedeutung der Grube als Symbol für das Ende und die Konsequenzen von Schreckensherrschaft.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 32:16-32:32
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel 32. Wir denken noch mal über Ägypten, aber auch über die Länder drumherum nach und wie Gott durch Gericht bewirken wollte, dass sie verstehen, dass vor Gott alle gleich sind und dass er aber auch den großen Wunsch hat, dass sie erkennen, dass er der Herr ist. Und bevor wir beginnen, lass uns beten.
[1:00] Lieber Vater im Himmel, Herr, jeder Mensch ist steht vor dir und das Gleiche. Es gibt keine Unterschiede, es gibt keine großen, keine kleinen, es gibt keine reichen, keine armen. So wie wir gekommen sind, so gehen wir auch wieder aus dieser Welt. Herr, lass uns das ganz bewusst werden heute, wenn wir dann Wort lesen in deinem Namen.
[1:23] Wir sind in Kapitel 32 und wir haben noch den letzten Vers, den Vers 16 vom gestrigen Abschnitt. Und ab Vers 17 beginnt dann eine neue Vision. Und gestern haben wir ja von dem Klagelied gelesen. Und so heißt es in Vers 16: „Das ist ein Klagelied und man wird es klagen singen. Die Töchter der Heiden werden es klagen singen, sie werden es klagen singen über Ägypten und über seine ganze Menge, spricht Gott, der Herr.“ Ja, so bekommen wir richtig den Eindruck und den Einblick, wie ein Klagelied auch ja die ganze Bevölkerung erfasst hat und dass die Völker drumherum wirklich auch traurig waren über den Fall Ägyptens. Keine Schadenfreude, sondern sie haben dadurch auch natürlich viel Wohlstand, viel Vorteile auch eingebüßt.
[2:11] Und nun beginnt eine Vision, die zwei Wochen später gegeben wurde als die über das Klagelied. Und es geschah im 12. Jahr, am 15. Tag des Monats, da ging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: „Menschensohn, erhebe eine Wehklage über die Menge in Ägypten und lass sie mit den Töchtern mächtiger Völker hinabfahren in die untersten Orte der Erde, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind.“
[2:41] „Wen übertriffst du an Lieblichkeit? Fahre hinab, lege dich zu den Unbeschnittenen.“ Diese Frage, „Wen übertriffst du an Lieblichkeit?“, die verweist uns ein bisschen zurück in Kapitel 28, wo es über den König von Tyros ganz ähnlich hieß. Und auch fällt uns auf, dass wir das dritte Mal in diesen letzten Kapiteln diese Frage an Ägypten haben: Wer ihm, wer Ägypten eigentlich gleich ist und wer eigentlich Ägypten überhaupt übertreffen könnte. Und die Antwort lautet: Das Ägypten genauso gefallen ist wie alle anderen Heidenvölker drumherum. Nur die Fallhöhe ist etwas größer, aber Ägypten soll verstehen, dass es genauso enden wird wie alle anderen. Es gibt kein Ansehen der Person, kein Ansehen der Herrschaft und der Herrlichkeit.
[3:43] Und was hier transportiert ist durch die Grube, durch dieses Bild, das die Bibel benutzt, dass die Menschen, Menschen und das Land Ägypten, die Herrschaft Ägypten in die Grube fährt, wo ja dann Ende ist und wo niemand mehr von zurückkommt. Da ist natürlich der Jenseitsglaube der Ägypter ganz stark angegriffen. Und Gott macht ihn hier deutlich: Euer Jenseitsglaube, dass ihr mit Körper und Seele und Geist und allem im Jenseits weiterlebt, der ist ja einfach nicht zutreffend. Und das ist nicht das, was euch nach dem Tod erwartet, sondern die ewige Grube.
[4:27] „Bitten unter dem vom Schwert erschlagenen sollen sie fallen. Das Schwert ist übergeben, zieht sie hinab samt all ihrer Menge. Die Vornehmen unter den Helden aus der Mitte des Totenreichs werden von ihm und seinen Helfern sagen: Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert durchbohrt sind.“
[4:51] Da ist Assyrien. Und nun werden wir ein paar andere Länder, Heidenvölker genannt bekommen. Da ist zum einen Assyrien mit seinem ganzen Haufen rings um seine Gräber. Sie alle sind erschlagen durch das Schwert, gefallen. Ihre Gräber sind in die tiefste Grube gelegt und rings um sein Grab ist seine Schärfe. Sie alle sind erschlagen durch Schwert gefallen, die zuvor Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen. Also nicht nur Ägypten, da fahren hinab in die Grube auch die Erzähler.
[5:24] Da ist auch Elam und alle seine Menge rings um sein Grab. Sie alle sind erschlagen durch Schwert gefallen, unbeschnitten in die untersten Orte der Erde hinabgefahren. Sie, die einst Schrecken verbreiteten im Land der Lebendigen und nun ihre Schande tragen, samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Man hat ihn mit all seiner Menge unter den Erschlagenen ein Lager gegeben. Ihre Gräber sind ringsum. Alle sind unbeschnitten vom Schwert erschlagen, weil sie Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen. Müssen sie ihre Schande samt tragen, samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Man hat ihn mitten unter die Erschlagenen gelegt.
[6:05] Also die Message ist jedes Mal, selbst wie bedeutend dieses Land gewesen sein mag, im Tod sind sie alle gleich. Und das soll der Pharao verstehen. Das sind auch Mesek und Tubal und ihre ganze Menge und ihre Gräber ringsum. Diese alle sind unbeschnitten vom Schwert erschlagen worden, weil sie Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen. Also immer wieder die gleichen Gründe: Sie haben eine Schreckensherrschaft praktiziert. Sie waren unbeschnitten, das heißt, sie waren unglaublich wie ein Heide. Und sie liegen nicht bei den Helden, die unter den Unbeschnittenen gefallen sind, die mit ihren Kriegswaffen ins Totenreich hinabfuhren, denen man ihre Schwerter unter betäubter legte. Sondern ihre Missetat ist auf ihren Gebeinen, weil sie ein Schrecken der Helden waren im Land der Lebendigen.
[7:00] So sollst auch du unter den Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei denen liegen, die durch das Schwert umgekommen sind. Und nun gehen wir nach Ägypten, Assyrien, Elam, Mesek, Tubal, zu Edom. Da ist auch Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die mit ihrer Macht zu denen gelegt wurden, die durch das Schwert erschlagen wurden. Sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
[7:29] Und nun gehen wir zur letzten Station. Da sind auch alle Fürsten des Nordens und alle Sidonia, also die, die nördlich von Israel an der Küste waren, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind. Sie sind mit ihrer furchterregenden Stärke zu Schanden geworden und liegen unbeschnitten unter denen, die vom Schwert erschlagen wurden und tragen ihre Schande samt denen, die in die Grube gefahren sind.
[7:55] Also auch immer wieder diese Idee, dass ihre Schuld auf ihnen selber liegt, weil sie ja keine Vergebung von Gott erfahren haben, sondern Gott lässt alles das auf sie zurückfallen, was sie auch Böses getan haben.
[8:11] Der Pharao wird sehen und er wird getröstet werden über alle seine Menge vom Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Herz. Spricht Gott, der Herr: „Denn ich habe ihn Schrecken verbreiten lassen im Land der Lebendigen. Darum soll der Pharao und seine ganze Menge unter Unbeschnittenen hingestreckt werden, bei denen, die vom Schwert erschlagen worden sind“, spricht Gott, der Herr.
[8:36] Und das ist hier nun die Conclusio, also die Zusammenfassung. So wie alle deine Nachbarn, die alle mächtigen Länder in diesem Mittelmeerraum und darüber hinaus, so wird auch der Pharao samt Ägypten untergehen. Und das hat natürlich Eindruck hinterlassen bei den Ägyptern und es wurde ja auch zur Wahrheit. Ägypten wurde von den Babyloniern besiegt.
[9:01] Und so können wir wieder einmal feststellen, dass die Prophetie recht behält und dass wir uns auf die biblische Prophetie verlassen können, weil sie ihren Anker in turbulenten Zeiten ist. Und wir, wie die Nadel zum Kompass, ja, darauf schauen können, dass Gott alles zum Ende bringt, was er gesagt hat. Lass uns beten.
[9:22] Vater im Himmel, habt Dank für deine Zuverlässigkeit und dass dein Wort immer worthält. Danke, dass wir uns darauf stützen und verlassen können und nicht verlassen sind. In deinem Namen. Amen. [Musik]
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