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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Hesekiel 33 und 34 ein. Sie beleuchtet die Nachricht vom Fall Jerusalems und Gottes Reaktion darauf. Weiterhin wird die Rolle der untreuen Hirten thematisiert, die sich selbst bereichert und die Herde vernachlässigt haben. Die Predigt zieht Parallelen zur heutigen Zeit und betont die Bedeutung des wahren Hirten, Jesus Christus.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel 33, Vers 21 bis Kapitel 34, Vers 9. Heute sehen wir, wie Hesekiel die Nachricht bekommt, dass Jerusalem gefallen ist. Heute ist dieser Tag, wo diese Nachricht im Exil bei den Exilanten ankommt, und das werden wir in Kapitel 33 sehen und auch Kapitel 34 beginnen und sehen, wie Gott auf einmal nach all diesen Kapiteln des Gerichts umschwenkt und sagt: Von ihr, von jetzt an fange ich von vorne mit euch an. Bevor wir das sehen, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du immer wieder mit uns von vorne anfängst, dass du nicht müde wirst, uns zu vergeben und mit uns neu zu beginnen. Amen.

[1:19] Vers 21: Und es geschah im zwölften Jahr, am fünften Tag des zehnten Monats, unserer Gefangenschaft, da kam ein Entflohener von Jerusalem zu mir und sprach: Die Stadt ist geschlagen. Und dass dieser Entflohene erst im Dezember, Januar 585, 584 kam, ist eine ganz interessante Sache, denn diese Nachricht, dass Jerusalem gefallen ist, dauerte über ein Jahr, um bis nach Babylon zu dringen. Also die Zerstörung Jerusalems war schon längst geschehen. Und da hat man so ein Begriff davon, so eine Idee, wie lange solche Dinge in der damaligen Welt gedauert haben, wo es nicht WhatsApp und Telegramm und all diese Dinge gab.

[2:09] Aber die Hand des Herrn war auf mich gekommen an dem Abend, ihr denn Floh einer zu mir kam, und er hatte mir den Mund aufgetan. Als jener am Morgen zu mir kam, da wurde mir der Mund aufgetan, so dass ich nicht mehr stumm war. Wir erinnern uns, in Kapitel 3 wurde hier sehr viel stumm und der durfte immer nur reden, wenn er Botschaften von Gott bekommen hat. Und nun wird seine Sturheit aufgehoben. Da ging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: Menschensohn, die Bewohner dieser Ruinen im Land Israel sagen: Abraham war nur ein einzelner Mann und hat das Land zum Besitz erhalten. Wir aber sind viele und uns ist das Land zum Beginn, Besitz gegeben. Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ihr habt das Fleisch mitsamt dem Blut gegessen, ihr habt eure Augen zu euren Götzen erhoben und habt Blut vergossen, und ihr solltet dennoch das Land besitzen. Ihr verlasst euch ja vorher, schwört ihr Frauen, verübt Groll, und ihr Männer verunreinigt einer die Frau des anderen, und ihr sollt dennoch das Land besitzen.

[3:10] Also diese rhetorischen Fragen machen deutlich, dass dieser Anspruch, den das Volk hatte, impliziert hat, dass sie gar nicht ihre Sünden bewusst waren und dass sie nicht verstanden haben, dass ihre Sünden, ihre fortgesetzten Sünden dem Segen im Weg stehen, dass Gott sie gar nicht segnen kann. So sollst du zu ihnen reden: So spricht Gott, der Herr: So war ich, liebe alle, welche in diesen Ruinen wohnen, sollen durch Schwert fallen. Und wer auf dem freien Feld ist, den will ich den wilden Tieren zum Fraß geben. Die aber in den Festungen und Höhlen sind, sollen an der Pest sterben. Und ich will das Land zu Einöde machen und es verwüsten, und ihre Kraft, auf die sie stolz sind, soll ein Ende haben. Und die Berge Israels sollen so schrecklich wüst daliegen, dass niemand darüber hinwandern wird. Dann werden sie erkennen, dass ich, der Herr, bin, wenn ich das Land zu Einöde mache und es verwüste, wegen all ihrer Gräuel, die sie verübt haben.

[4:09] Und das war Gottes letzte Chance, dass er auch Taten folgen lässt, als Konsequenz für ihre Sünden, Konsequenz für ihre Sünden, um zu zeigen: Bis hierher war die Grenze und hier geht es nicht weiter. Und du, Menschensohn, die Kinder deines Volkes, die reden sich deine wegen an den Mauern und unter den Türen der Häuser zueinander: Komm doch und hört, was für ein Wort vom Herrn ausgeht. Also sie haben ihre Sünden getan und dennoch haben in die Ohren gejuckt, und sie waren einfach neugierig, was Gott durch den Propheten zu sagen hat. Aber und sie werden zu dir kommen, wie das Volk zusammenkommt, und werden als mein Volk vor dir sitzen und deine Worte hören. Und es ist ja alles ganz toll, aber nicht danach handeln. Und das ist der große Punkt.

[4:55] Und da haben wir auch so ein bisschen, ja, so eine Parallele zu heute. Wir hören Gottes Wort, hören, was wir in den Predigten, was der Prediger erzählt, was der Pastor sagt, wir lesen die Bibel, und dennoch setzen wir die Dinge nicht um. Denn wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her. Ja, und so war zum Beispiel auch Herodes, der auch neugierig war, was ja, was Gott zu sagen hat, aber er hat ganz persönlich nicht die Dinge ändern wollen. Und siehe, du bist für sie wie ein liebliches Lied, wie einer, der eine schöne Stimme hat und gut die Seiten spielen kann. Sie werden deine Worte hören, aber sie nicht tun.

[5:41] Und das gibt so ein Bild von einer Gemeinde, die sich berieseln lässt, dieses Wort Gottes konsumiert, die schöne Gemeinschaft hat, aber es gibt in ihrem Leben überhaupt gar keine Veränderung. Jeder geht im Alltag seinen Sünden nach. Wenn es aber kommt, und siehe, es kommt so, werden sie erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte gewesen ist. Und wenn es dann ja eintrifft, was der Prophet gesagt hat, dann werden sie sagen: Oh, er hat Recht gehabt.

[6:12] Kapitel 43. Und hier werden wir ein Kapitel sehen über die untreuen Hirten. Und das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: Menschensohn, weissage gegen die Hirten Israels, also über die Hüter weissage und sprich zu ihnen, den zu den Hirten: So spricht Gott, der Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden sollen. Die Hirten nicht die Herde weiden. Das fette verzehrt ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch, und das gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht.

[6:40] Also die Hirten, die geistlichen Führer, haben sich nur selbst bereichert, sie haben profitiert, sie haben die Herde ausgebeutet, aber sie haben sie überhaupt nicht, sich nicht um sie gekümmert. Das schwache, das kranke heilt ihr nicht, das verwundete verbindet ihr nicht, das verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Gewalt und Härte herrscht ihr über sie. Also es sind richtige Ausbeutungsherrschaft gewesen. Sie kümmern sich nicht und sie scheren sich nicht um diese Herde.

[7:11] Und wer die Bibel gut kennt, der wird hier erinnert seinen Kapitel 23 im Buch Matthäus, wo Jesus die Pharisäer mit den gleichen Dingen anklagt. Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren und sind allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden und haben sich zerstreut auf allen Bergen und hohen Hügeln irren meine Schafe umher und über das ganze Land sind meine Schafe zerstreut und niemand ist da, der nach ihnen fragt und niemand, der sie sucht. Also die ganze Herde ist allein, ist verwahrlost.

[7:44] Und Jesus gebraucht im Neuen Testament dieses gleiche Bild einer verlassenen Herde, der er sich annehmen muss. Darum, hier Hirten, hört das Wort des Herrn: So war ich, lebe, sprich Gott, der Herr, weil meine Schafe zum Raub geworden sind, ja, weil meine Schafe allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden sind, weil sie keinen Hirten haben und meine Hirten nicht nach meinen Schafen fragen und weil die Hirten nur sich selbst weiden und nicht meine Schafe.

[8:12] So hört ihr, Hirten, das Wort des Herrn. Und die Hirten haben natürlich eine besonders schwere Strafe bekommen. Und so handhabt Gottes immer das, die, die in Verantwortung stehen, auch zuerst zur Rechenschaft gezogen werden. Und ja, auch Härte zur Rechenschaft gezogen werden, weil sie es hätten besser wissen können und weil sie die, die ihnen anvertraut waren, nicht beschützt haben.

[8:39] Und der echte, wahre Hirte, von dem werden wir morgen lesen, von Jesus und wie er seine Herde weiden wird. Das werden wir morgen sehen. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du der wahre Hirte bist, der seine verlassene und verwahrloste Herde wieder aufbaut und wiederherstellt. Und das werden wir morgen sehen. Und lass uns heute im Gedanken darüber bleiben, dass wir ja Verantwortung tragen, einer für den nächsten, aber auch manche von uns für eine ganze Gemeinde oder vielleicht noch eine größere Gruppe. Herr, und lass uns diese Bürde auf dem Herzen haben, dass wir sie sicher weiden und dass wir sie zu guten Wasser führen und dein Wort ganz, ja, und dabei begleitet in deinem Namen. Amen.


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