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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Hesekiel 34 spricht Rabea Kramp über Jesus als den wahren Hirten, der sich um seine Herde kümmert. Sie vergleicht die untreuen Hirten der Vergangenheit mit dem liebevollen und fürsorglichen Handeln Jesu. Die Botschaft betont Gottes Versprechen, sein Volk zu retten, zu heilen und ihnen Frieden und Fruchtbarkeit zu schenken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Hesekiel 34, Verse 10 bis 31. Wir beenden damit das Kapitel 34 und werden heute wunderschöne Verse lesen über Jesus als den Hirten. Wir werden uns an viele andere Stellen in der Bibel erinnern, wenn wir diese Abschnitte lesen.

[0:53] Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, dass es trostreich ist und uns stützt und uns trägt, wenn wir es ganz besonders brauchen. Herr, auch du bist ein Hirte, der die Herde trägt und der uns Kraft gibt und der uns zusammenhält. Und wir wollen dich bitten, dass du uns durch dein Wort führst, wie ein Hirte seine Herde, und dass wir es verstehen durch den Heiligen Geist. Amen.

[1:24] Wir beginnen in Kapitel 34, Vers 10. Und gestern, erinnert ihr euch, ging es um die untreuen Hirten. Und da haben wir noch einen Vers übrig: "So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich komme über die Hirten und ich will meine Schafe von ihren Händen fordern und will ihrem Schafe Weinen ein Ende machen. Und die Hirten sollen nicht mehr sich selbst weiden, denn ich will meine Schafe aus ihrem Maul retten, dass sie ihnen künftig nicht mehr zum Fraß dienen sollen."

[1:59] Die Hüter Israels, die Elite, sowohl die geistliche als auch die staatliche Elite, hat die Herde schlecht geführt. Sie haben sich selbst geweidet, sie haben von der Herde profitiert, sie haben nutznießerisch gelebt, aber sie haben nicht die Herde gehütet. Und so muss Gott die Schafe nun von den Hirten retten. Und auch zu Jesu Zeit haben wir dasselbe gesehen, nicht nur in alttestamentlichen Zeiten, wo dann die Babylonier kamen und die Schafherde, um in diesem Bild zu bleiben, ins Exil gebracht wurde, sondern auch zu Jesu Zeiten hat Jesus die Pharisäer, die die falschen oder schlechten Hirten waren, ja von der Herde getrennt, indem er sich die Herde genommen hat, ihm das Evangelium gepredigt hat, wie es wirklich gemeint ist.

[2:53] Und ja, die Hüter wurden damals zu Bedrohung. Und so wurden auch die Pharisäer zu Bedrohung. Und deswegen haben wir nun im Rest des Kapitels Jesus als den großen Hirten. Und hier heißt es: "Denn so spricht Gott, der HERR: Siehe, ich selbst will nach meinen Schafen suchen und mich ihrer annehmen."

[3:16] Also Jesus macht das Schafhüten hier zur Chefsache. Wie ein Hirte seine Herde zusammensucht an dem Tag, da mitten unter seinen zerstreuten Schafen ist, so will ich mich meiner Schafe annehmen und sie aus allen Orten retten, wohin sie zerstreut wurden an dem Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, also des Gerichts. Hier ist das pure Evangelium drin in diesem Vers. Jesus sagt: "Ich werde meine Schafe zusammennehmen, ich werde die zerstreuten wieder sammeln und dann werde ich sie an einen aus allen Orten retten."

[3:53] Und was er tun wird, das liest du jetzt: "Und ich werde sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern zusammenbringen und werde sie in ihr Land führen. Und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und allen bewohnten Gegenden des Landes. Auf einer grünen Weide, guten Weide will ich sie weiden, und ihr Weideplatz soll auf den hohen Bergen Israels sein. Dort sollen sie sich auf einem guten Weideplatz lagern und auf den Bergen Israels fette Weide haben."

[4:22] Das erinnert uns ganz stark an Psalm 23, wo es ja auch heißt, dass der gute Hirte uns zu ja lebendigen Wassern führt und auf eine gute Weide. "Ich selbst werde meine Schafe weiden und sie lagern", spricht Gott, der HERR.

[4:44] "Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden und das Schwache will ich stärken. Das Fette aber und das Starke will ich vertilgen. Ich will die beiden wie es recht ist."

[4:58] Und dieser Vers ist sehr interessant, denn wenn ihr euch an gestern erinnert, hatten wir einen sehr ähnlichen Vers dort in Vers 4. Und ich lese den mal zum Vergleich diesen Vers von gestern. Erinnert euch, hier ging es um das Verlorene, das Verscheuchte, das Verwundete und das Schwache. Und hier heißt es Vers 4: "Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht und das Verscheuchte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Gewalt und Härte herrscht ihr über sie."

[5:29] Also wir haben das hier in Vers 4 genau andersherum und Vers 16 ist zurückwärts beschrieben. Und hier in Vers 16 heißt es, dass Jesus das alles tut, was die Hirten damals, diese schlechten Hirten, vorweggeführt haben und den Wegführung nicht getan hat. Und Jesus sagt: "Ich werde es zur Chefsache machen, das Weiden. Meine Herrlichkeit, werde mich selber meine Herde annehmen und werde euch all das Gute angedeihen lassen, was ich machen möchte."

[6:04] Und zu euch, meinen Schafen, spricht Gott, der HERR: "Siehe, ich will Recht sprechen zwischen den einzelnen Schafen, zwischen den Widdern und den Ziegenböcken." Und da klingt natürlich Matthäus 25 an, wo Jesus die Schafe und die Böcke trennt und Gericht hält. Und das ist die Grundlage hier dafür.

[6:22] "Ist es euch nicht genug, dass ihr eine so gute Weide abweidet? Müsst ihr auch noch das übrige Weideland mit euren Füßen zertreten? Und wenn ihr klares Wasser getrunken habt, müsst ihr dann das übrige mit euren Füßen trüben? Und sollen dann meine Schafe das abweiden, was ihr mit euren Füßen zertreten habt und trinken, was ihr mit euren Füßen trüb gemacht habt?"

[6:43] Also wir bekommen diesen Eindruck, dass diese schlechten Hirten der Herde nicht das Beste gegeben haben, sondern ja nur das, was übrig war, die schon abgeweidete Weide, wo eigentlich nichts mehr zu holen war. Darum, so spricht Gott, der HERR, zu ihnen: "Siehe, ich selbst will Recht sprechen zwischen den fetten und den mageren Schafen, weil ihr alle schwachen Schafe mit Seite und Schulter weggedrängt und mit euren Hörnern gestoßen habt, bis ihr sie hinausgetrieben hattet. So will ich meinen Schafen zur Hilfe kommen, dass sie künftig nicht mehr zur Beute werden sollen. Und ich will Recht sprechen zwischen den einzelnen Schafen."

[7:21] Hier haben wir nochmal diesen Gedanken wiederholt, einfach nur in anderen Worten, dass Jesus sich seine Schafe annimmt und dass er Recht sprechen wird zwischen den Gruppen, also denen, die ausgebeutet haben, und denen, die ausgebeutet wurden. Und hier sieht man diesen Egoismus und ja, dieses nutznießerische, was diese schlechten Hirten hier getrieben haben. Das war das Gegenteil von dem, was Jesus im Neuen Testament auch predigt, nämlich die Nächstenliebe. Sie haben einfach ihre Schafe behandelt wie das Letzte.

[7:56] "Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David, der soll sie weiden und der soll ihr Hirte sein." Nun, wenn wir das Buch gelesen und daran denken, dass oder an David denken, dann ist natürlich David aus Sicht von Hesekiel längst in der Vergangenheit. Also wen könnte Hesekiel oder wen könnte Gott hier meinen? Er meint den Nachkommen Davids, er meint Jesus, der ja noch kommen wird.

[8:24] "Und ich, der HERR, will ihr Gott sein und mein Knecht David soll Fürst sein in ihrer Mitte. Ich, der HERR, habe es gesagt. Ich will einen Friedensbund mit ihnen schließen und alle bösen Tiere im Land ausrotten, dass sie in der Steppe sicher wohnen und in den Wäldern schlafen können."

[8:43] Ja, Gott schafft einen Bund. Gott macht einen Bund mit seinem Volk und er möchte, dass das Volk in Frieden leben kann und nicht mehr Angst haben muss. Und das erinnert uns natürlich auch an die Neue Erde.

[8:54] "Und ich will sie und die Umgebung meines Hügels zum Segen setzen und will ihn in den Regen zu seiner Zeit herabsenden. Das sollen Regengüsse des Segens sein." Wer möchte sie nicht nur sicher weiden, dass es ihnen gut geht? Er möchte ihnen auch einen reichen Ertrag schenken durch den früheren, den Spätregen. Die ganze Umgebung meines Hügels, das ist Jerusalem und das Umland. Also dort soll ja die Fruchtbarkeit richtig stark sein.

[9:22] "Und die Bäume des Feldes sollen ihre Früchte bringen und das Erdreich seinen Ertrag, und sie sollen sicher in ihrem Land wohnen. Und sie sollen erkennen, dass ich, der HERR, bin, wenn ich die Balken ihres Jochs zerbreche und sie aus der Hand derer rette, die sie knechteten."

[9:36] Also Gott möchte seine Schafe befreien und sie sollten ja frei leben ohne diese Unterdrückung. Sie sollen künftig nicht mehr eine Beute der Heiden werden, noch sollen die wilden Tiere des Feldes sie fressen, sondern sie sollen sicher wohnen und niemand wird sie erschrecken.

[9:55] "Ich will ihnen auch eine Pflanzung erwecken zum Ruhen, dass sie nicht mehr durch Hunger im Land weggerafft werden und die Schmähung der Heiden nicht mehr tragen müssen."

[10:06] Also diese neue Pflanzung, die Gott erwecken will, das ist die neue, sind die neuen Generationen, die Gott ja schaffen wird und dir dem Volk schenken wird. Und die werden dann das Land bevölkern, bewirtschaften, und diesen Generationen wird es gut gehen. Nur leider ging es dann doch irgendwann wieder in die falsche Richtung. Und das hat man hat sich zu sehr auf die Gesetzlichkeit konzentriert und hat völlig den eigentlichen Kern der Bibel und des Evangeliums aus den Augen verloren.

[10:41] "So werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass sie das Haus Israel, mein Volk, sind", spricht Gott, der HERR. "Und ihr seid meine Herde, die Schafe meiner Weide. Ihr seid Menschen, und ich bin euer Gott", spricht Gott, der HERR.

[10:55] Es ist fast wie ein Eheversprechen, was Gott hier macht. Gott sagt: "Ich werde mit euch diesen Friedensbund schließen, und ihr werdet mir anvertraut sein, und ich werde euch zugetan sein."

[11:08] Ja, Gott oder Jesus wird ganz, ganz anders sein als diese schlechten Hirten, die über das Volk geherrscht haben, die ja Missbrauch getrieben haben, die versagt haben. Und deswegen kommt Jesus als Mensch, als ein Nachfahre von David, um ein König und ein Hirte gleichzeitig zu sein, so wie David es auch war. Und er möchte zeigen, wie man ein guter Hirte ist. Und er möchte die Herde wieder heilen. Und das möchte auch mit dir und mir heute ganz praktisch werden lassen in unserem Leben.

[11:42] Ich wünsche euch, dass ihr auf die Stimme eures Hirten hört und wenn er zu euch spricht, dass ich sie wahrnehmt. Lass uns beten. Lieber Herr Jesus, hab Dank, dass du so gütig bist, dass du deine Schafe so liebst und dass du ihnen nachgehst, dass du das Verlorene suchst und dass du dich über jedes freust, was zu deiner Herde zurückkehrt oder hinzukommt. Herr, segne unsere Herzen, lass uns dir nachfolgen jeden Tag und dich als unserem großen und gütigen Hirten annehmen. Amen.


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