In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Passagen aus Hesekiel 36 und 37. Sie beleuchtet Gottes Plan zur Wiederherstellung seines Volkes und des Landes, der über die bloße Rückkehr aus dem Exil hinausgeht. Die Vision der trockenen Gebeine verdeutlicht Israels geistlichen Zustand und Gottes Macht, Leben auch dort zu schenken, wo alles verloren scheint. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Verheißungen anzunehmen und aktiv am Evangelium mitzuwirken.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 36:32-37:14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 894, werden Kapitel 36 beenden und Kapitel 37 beginnen. Und hier muss ich sagen, beginnt noch mal ein ganz spannender Abschnitt, der uns die nächsten Tage ja in Atem halten wird mit den Beschreibungen und Geschichten und Bildern, die wir hier lesen werden. Und bevor wir das tun, lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, begleitet uns heute durch dein Wort und lass es auch ganz persönlich für uns praktisch werden, zum Anfassen für uns in unserem Leben. Dafür danke ich dir. Amen.
[1:12] Wir waren gestern bei dem Gedanken hängen geblieben, dass wir gesehen haben, dass Gott seinen heiligen Namen wiederherstellen muss und will, damit die Heidenvölker verstehen, dass er der Gott des Himmels ist, der wahre Gott, und dass sie ihn erkennen. Und da geht es heute noch mal weiter. Da knüpfen wir an: "Nicht eure wegen werde ich dies tun", spricht Gott, "daher, das sollt ihr wissen. Schämt euch und errötet über eure Wege, ihr vom Haus Israel." Also Gott wird seinen Namen wiederherstellen, er wird das Land wiederherstellen, er wird sein Volk wiederherstellen. Er macht aber noch mal deutlich, dass sie es wirklich nicht verdient haben, dass er sie nicht wiederherstellt, weil sie sich irgendwie besonders erwiesen haben, sondern einfach nur, weil er sie liebt.
[2:01] So spricht Gott, der Herr: "Zu jener Zeit, wenn ich euch reinigen werde von allen euren Missetaten, da will ich euch wieder in den Städten wohnen lassen und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden. Und das verwüstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es zuvor verwüstet da lag vor den Augen aller, die vorübergingen. Dann wird man sagen: Dieses verwüstete Land ist wieder Garten Eden geworden. Und die Städte, die einst verödet, verwüstet und zerstört waren, sind nun befestigt und befruchtet." Und das ist der Kontrast, den Gott hier malt, dass diese Verwüstung des Landes, so haben wir es gestern gelesen, noch umso schöner wiederhergestellt werden wird. Das ist fast im Garten Eden gleich sein wird. Und die Heidenvölker, die ringsum hier übrig geblieben sind, sollen erkennen, dass ich, der Herr, es bin, der das Abgebrochene aufbaut und das Verwüstete pflanzt. Ich, Herr, habe es gesagt und werde es auch tun.
[3:01] Also auf Gottes Verlass und Gott tut diese Wunder, genauso wie in der Schöpfung gewirkt hat und gesagt hat: "Was ich sage, was er sprach, das stand da." Sagt, so spricht Gott, der Herr. Auch deswegen will ich mich vom Haus Israel noch erbitten lassen, dass ich es für sie tue. Ich will sie an Menschen so zahlreich werden lassen wie eine Schafherde. Ja, das war Gottes ursprünglicher Plan, dass ganz, ganz viele Exilanten möglichst alle wieder zurückkehren in das Land, das ganz zahlreich bevölkert werden wird. Aber wie wir aus dem Buch Esra und Nehemia wissen, ist nur ein kleiner Überrest zurückgekehrt, wie die Schafherden des Heiligtums, wie die Schafherden in Jerusalem und ihren Festen. So soll noch die verödeten Städte voll Menschenherden werden. Und sie werden erkennen, dass ich, der Herr, bin.
[3:56] Kapitel 37. Und hier haben wir dieses sehr bekannte Bild von den toten Gebeinen, was ihr sicherlich kennt. Und das ist sehr bedeutend und sehr tief. "Die Hand des Herrn kam über mich, und der Herr führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten auf der Ebene, und diese war voller toter Gebeine. Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber, und siehe, es waren sehr viele auf der Ebene, und siehe, sie waren sehr dürr." Da sprach zu mir: "Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden?" Ich antwortete: "Oh Herr, du weißt es."
[4:40] Also malen wir uns diese Szene mal vor Augen. Ich segle wird auf eine Ebene niedergelassen, und was er sieht, sind lauter Knochen, tote Gebeine, dünn, sehr, ja, kerkliche Knochen eigentlich. Und Gott, Gott fragt ihn: "Was meinst du, können wir die wieder zum Leben erwecken?" Gesagt: "Sag du es mir." Da sprach er zu mir: "Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort des Herrn!" Also nun predigt Hesekiel bzw. Gott zu diesen Gebeinen.
[5:10] So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: "Seht, ich will Odem in euch kommen lassen, dass ihr lebendig werdet. Ich will euch Sehnen geben und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und Odem euch geben, dass ihr lebendig werdet. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der Herr, bin."
[5:32] Das ist eine ganz, ja, ein bisschen als würden wir ein Hollywood-Film gucken, was hier passiert, so eine Szenerie. Und dieses Kapitel macht deutlich, dass ja Israel durch diese toten Gebeine dargestellt wird. Zeigt eigentlich, wie Gott sie sieht, nämlich als ein Haufen toter, nicht mehr zu Leben, zum Leben zu erwecken, da Knochen. Sie sind geistlich tot, sie sind körperlich tot. Und selbst Hesekiel ist nicht sicher, er, der Prophet, ob diese Gebeine wieder lebendig werden. Und man muss sich mal überlegen, Gott hat die ganze Bibel vorher eigentlich daran gearbeitet, seit Abraham, dass er mit seiner Familie ins gelobte Land kommt, dass er sich dort ansiedelt, dass er sich vermehrt, dass er das Land bevölkert. Und dann gab es Könige, dann ging es bis zu Salomo und große Pracht, und das Volk ist ja berühmt und bedeutend geworden. Und hier an diesem Punkt in Kapitel 37 bricht es eigentlich auf Null zurück. Also alles vorher, was Gott gegeben hat an Wachstum, an Fruchtbarkeit, an Macht, an Herrlichkeit, ist hier eigentlich wieder bei Null angekommen, nach über tausendjähriger Geschichte des Volkes.
[6:57] Und nun bläst Gott ihn wieder oder ein. Und hier heißt es: "Da weissage ich, wie mir befohlen war. Und als ich weissage, entstand ein Geräusch, und siehe, eine Erschütterung, und die Gebeine rückten zusammen, ein Knochen zum anderen." Also man kann richtig dieses hohle Klappern hören dieser Knochen, die sich wieder zusammenfinden und die wieder zusammen, ja, gebaut werden. Und ich schaute, und siehe, sie bekamen Sehnen, und es wuchs Fleisch an ihnen, und es zog sich Haut darüber. Aber es war noch kein Odem in ihnen.
[7:35] Da sprach er zu mir: "Richte eine Weissagung an den Odem, weissage, Menschensohn, und sprich zum Odem: So spricht Gott, der Herr: Odem, von den vier Windrichtungen, und hauche diese Getöteten an, dass sie lebendig werden." Also das soll nun die Silke gegen den oder zum Odem predigen und sagen: "Odem, komm und fülle diese Knochen, diese Wesen, die noch nicht lebendig sind, mit Odem, mit Geist." Und das ist natürlich auch eine Erinnerung hier an die neue Schöpfung, was wir auch gestern und vorgestern gelesen haben, dass Gott sie wieder neu erschafft und schöner erschafft und das Land großartiger schafft, wie den Garten Eden, als wie es vorher war.
[8:24] So weissage ich, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Füße. Ein sehr, sehr großes Heer. Und er sprach zu mir: "Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel." Also dieses, diese ganzen Gebeine, die sollen ein Heer werden, also eine militärische Macht. Und das sind so viele, dass sie ein ganzes Heer stellen könnten. Siehe, sie sprechen: "Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, es ist aus mit uns."
[9:01] Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: "Siehe, ich will eure Gräber öffnen und euch, mein Volk, aus euren Gräbern herausbringen. Und ich will euch wieder in das Land Israel bringen. Und ihr sollt erkennen, dass ich, der Herr, bin, wenn ich eure Gräber öffnen und euch, mein Volk, aus euren Gräbern herausbringen werde." Und das spricht natürlich von dieser geistlichen Wiederbelebung, dass Gott ihnen Odem gibt und wieder Kraft, dass sie auch ja neu belebt werden, geistlich.
[9:32] Und ich werde meinen Geist in euch legen, und ihr sollt leben. Und ich werde euch wieder in euer Land bringen, und ihr werdet erkennen, dass ich, der Herr, bin. Ich habe es gesagt und ich werde es auch tun.
[9:43] Nun, ich habe schon in den letzten Tagen mehrmals erwähnt, dass Gott eigentlich viel größere Dinge verheißen hat, als sie später eingetroffen sind. Es war eine viel größere Erweckung geplant. Es war geplant, dass viel mehr Exilanten wieder zurückkehren ins gelobte Land. Aber es ist nur ein Überrest zurückgekehrt. Und die Schrift beschreibt hier, und das müssen wir uns immer wieder klar machen, beschreibt hier den Plan A nach dem Exil, der aber nie eingetroffen ist. So und so werden wir auch die nächsten Tage lesen, dass wir immer im Hinterkopf behalten müssen, das war eigentlich Gottes ursprünglicher Plan. Gott wollte sein Volk noch viel größer machen, noch viel herrlicher und wollte so viel mit ihnen bewirken und so viel tun. Und allein der Umstand, dass sie nicht wollten, dass viele einfach in Babylon bleiben wollten, und wo sie auch immer zerstreut worden waren, hat dazu geführt, dass nur ein kleiner Überrest ging, dass der Tempel nur so klein wieder aufgebaut wurde, dass der Aufbau überhaupt so lange gedauert hat, wie wir im Buch Nehemia lesen.
[10:53] Und das ist natürlich eine große Lehre für uns heute. Gott hat Großes verheißen und er hat viel vor mit seinem Volk, aber es ist immer noch jeder Mensch selber, der entscheidet, ob er Gottes Ruf hört oder nicht. Und wir könnten auf der Welt so viel bewegen, wenn wir jeder einzelne, der Gott nachfolgt, das Evangelium wirklich seinem Nächsten weitergibt. Das Evangelium lebt. Und weil wir es nicht tun, bleibt die Ernte kleiner, als sie eigentlich hätte ursprünglich sein sollen. Das ist auch ein Gedanke, der uns ja beschämt, er uns vielleicht traurig macht, aber der uns vielleicht auch dazu anspornt, dass wir sagen: Nein, ich möchte den Unterschied machen. Ich möchte das Evangelium weitergeben und ich möchte, dass viele dieser ehemals toten Gebeine im Himmel sein werden, inklusive mir.
[11:45] Lass uns dafür beten. Lieber Vater im Himmel, hat Dank, dass dein Lebens- oder geistliche Erweckung gibt. Herr, hilf uns, dass auch wir geistlich erweckt werden, damit wir echte und authentische und hundertprozentige Nachfolger sind und Jünger und Schafe in deiner Herde. Und dafür danken wir dir. Amen.
[12:07] Amen. [Musik]
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