In dieser Predigt über Offenbarung 2, Vers 19, taucht Mirjam Giebfried tief in die Eigenschaften der Gemeinde Tiatira ein: Werke, Liebe, Dienst, Glaube und standhaftes Ausharren. Sie beleuchtet die biblische Bedeutung von „Dienst“ (Diakonie) und erklärt, wie Glaube wächst und wie wichtig standhaftes Ausharren für Christen ist. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Kraft auch in schwierigen Zeiten zu erfahren und die eigenen Werke auf Gott auszurichten.
Offenbarung 2:19b
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:48] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt oder euch das Video später anschaut. Wir hatten das letzte Mal Offenbarung 2, Vers 19, nicht abgeschlossen, waren sondern waren so mittendrin stecken geblieben.
[1:06] Und heute wollen wir das alte wieder aufnehmen und auch weiter studieren. Es geht weiterhin um die Gemeinde Tiatira. Und bevor wir uns gemeinsam Offenbarung 2, Vers 19 anschauen, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam niederzuknien.
[1:31] Unser Vater im Himmel, ich danke dir für die Wunder, die du täglich tust. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute hier sein können. Danke, Herr, dass wir die Möglichkeit haben, dein Wort zu studieren, dass wir die Möglichkeit haben, es zu verstehen, uns darüber auszutauschen, es tiefer zu begreifen und für die Ewigkeit zu lernen. Vater, das ist ein Geschenk von dir und ich danke dir sehr dafür.
[2:05] Lass uns heute in dem, was wir studieren, besser sehen, wie Jesus ist. Und lass uns auch besser erkennen, wie wir es sind und wie sehr wir dich brauchen. Vater, ich bitte dich um den Heiligen Geist und dass du uns durch deine Gegenwart veränderst. Im Namen Jesus, Amen.
[2:33] Öffnet eure Bibel mit mir. Wir gehen gemeinsam zu Offenbarung 2, Vers 19 und wollen noch einmal den ganzen Vers lesen.
[2:47] "Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten."
[3:00] Das letzte Mal haben wir uns eigentlich nur darüber ausgetauscht, was es bedeutet, dass Jesus hier wieder sagt: "Ich kenne deine Werke." Die Werke sind deswegen bedeutsam, weil sie aus dem Glauben entspringen. Weil Werke dann später auch im Gericht eine große Rolle spielen werden und wer kennt, nicht aus uns selbst erbracht werden sollten.
[3:25] Und wir haben uns auch mit der Liebe der Gemeinde in Tiatira befasst. Da hatten wir gesagt, Werke sind schön und gut, aber die Liebe braucht es, dass auch unser Plan aufgeht, sozusagen, den wir von Gott natürlich bekommen haben.
[3:45] Und jetzt geht es hier weiter, und das heißt: "Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst."
[3:55] Kennt ihr vielleicht schon das griechische Wörtchen für Dienst hier? Oder habt ihr eine Idee?
[4:19] Dienst. Ja, genau, genau. Es geht hier um Diakonie. Da kommt welches Wort her, dass wir kennen im Deutschen? Diakonie. Ja, Diakonie ist auch Dienst am Nächsten.
[4:31] Oder haben wir auch in der Gemeinde schauen wir mal in Lukas 10, Vers 40. Da finden wir Martha, und auch hier kommt dieser Begriff Diakonie auf.
[4:56] "Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung, und sie trat dazu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sag ihr doch, dass sie mir hilft."
[5:09] Hier geht es um den Dienst oder das Dienen, und wir finden dieses Wort Diakonie wieder. Dann wird zum Beispiel auch der Dienst von Paulus mit den Aposteln in Apostelgeschichte 14, wer es nachlesen möchte, auch als Diakoniearbeit. Und das können wir noch zusammen aufschlagen, Apostelgeschichte 12, Vers 25.
[5:39] Da finden wir den Paulus, Apostelgeschichte 12, Vers 25.
[5:54] "Barnabas und Saulus kehrten von Jerusalem zurück, nachdem sie die Hilfeleistung ausgerichtet hatten, und nahmen auf Johannes mit dem Beinamen Markus mit sich."
[6:05] Welches Wörtchen wird hier wohl ursprünglich Diakonie sein?
[6:13] Hilfeleistung. Ja, also da merken wir doch ganz klar, es geht nicht einfach darum, dass ich vielleicht meinen die Kehrwoche ausgeführt habe und mein Dienst zu Hause, sondern es geht um etwas zwischenmenschliches. Hilfeleistung passt in dem Fall ganz gut.
[6:32] Dann schauen wir uns noch im gleichen Buch, Apostelgeschichte 20, Vers 24 an.
[6:44] Der uns zeigt, okay, Dienst zum einen, etwas am Menschen, aber auch nicht einfach irgendein Dienst, sondern er sollte besonders sein.
[6:55] Apostelgeschichte 20, Vers 24.
[7:17] "Aber auf alles, auf das ich keine Rücksicht nehme, mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, und es gilt meinen Lauf mit Freuden zu beenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich Zeugnis abzulegen von der Gnade Gottes zu bezeugen."
[7:38] Genau, das Evangelium zu bezeugen. Genau, seine missionarische Tätigkeit ist der Dienst. Und wie beschreibt er ihn? Er sagt:
[7:44] "Er sagt es etwas genauer, es ist der Dienst, den..."
[8:03] Also Paulus sagt hier, ich habe mich zwar aufgemacht, um andere Menschen das Evangelium zu bringen, aber ich habe das nicht aus eigenen Stücken getan. Ich habe mich nicht selbst dazu befähigt, sondern ich habe diesen Dienst von Gott oder von Jesus bekommen.
[8:22] Und das ist auch was bei alledem, was wir tun, eine sehr wichtige Frage: Tue ich das, weil es in meinen eigenen Augen gut erscheint, weil ich mir selbst diesen Stempel aufgedrückt habe, dass ich vielleicht so sein möchte? Oder habe ich klare Anweisungen von Gott bekommen?
[8:39] Das wird auch dann später noch wichtig, wenn wir die anderen Eigenschaften von der Gemeinde Tiatira angucken, dann passt das ganz gut zusammen, denn sie, so viel kann ich schon sagen, sie hatten auch dies Ausharren, von dem wir jetzt noch gelesen hatten.
[8:58] Und bekanntlich ist es so, wenn ich eigenmächtig mir eine Aufgabe aufdrücke, die gar nicht zu mir passt, dann kann es auch schnell sein, dass ich entweder aufgebe, dass ich merke, ist doch nicht zu schaffen und dann höre ich auch wieder auf.
[9:21] Das war jetzt Apostelgeschichte 20. Genau.
[9:25] In Apostelgeschichte 21, Vers 19 können wir auch noch lesen.
[9:37] "Und nachdem er sie begrüßt hatte, erzählt er alles bis ins Einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte."
[9:47] Da kommt auch wieder dieses Wörtchen Diakonie, und das ist wieder interessant, wie Lukas es hier aufschreibt. Wessen Dienst ist das?
[9:57] Man kann rein grammatikalisch ja Gottesdienst, Gottesdienst. Ja, es ist zwar was der Mensch gemacht hat, aber er sagt, Gott hat es getan.
[10:16] Wenn wir Erfahrungen erzählen in der Gemeinde, im Freundeskreis, wenn wir von unserem heutigen Tagewerk erzählen würden, dann werden wir leicht versucht, behaupte ich jetzt mal, aufzuzählen: Ich habe gemacht, ich habe gemacht, ich habe das dann das gemacht, ich habe so reagiert.
[10:38] Aber hier heißt es: "Er erzählte alles bis ins Einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte."
[10:55] Und auch jetzt, ja, Jesus, wo hatten wir das? Apostelgeschichte 21.
[11:06] Jesus sagt zwar, ihr redet zwar von euren Dienst von der Gemeinde Tiatira, aber letztendlich geht es darum, was hat Gott heute für mich bewirken können.
[11:17] Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wenn man versucht, selbst voranzukommen, selbst Aufgaben zu meistern, es ist zum Scheitern verurteilt, wenn Gott nicht seinen Segen dazu gibt.
[11:34] Jetzt lasst uns mal weitergehen in Offenbarung 2 und dort Vers 19.
[11:41] Da hebt Jesus nicht nur die Liebe, nicht nur den Dienst hervor, sondern auch den Glauben.
[11:49] Er sagt: "Ich kenne deinen Dienst und deinen Glauben."
[11:57] Wo haben wir in der Offenbarung schon mal von Glauben gehört?
[12:05] Dürft euch jetzt immer darauf gefasst machen, dass ich abfrage, was ihr in der letzten Zeit immer so durchgemacht habt, weil es einfach aufeinander aufbaut.
[12:17] Pergamon sind die Gläubigen gelobt worden, dass sie den Glauben an Jesus nicht verleugnet haben. Genau das hatten wir in... lass mich kurz gucken, Offenbarung 2, Vers 13. Auch gar nicht allzu lange her. Die hatten am Glauben festgehalten.
[12:43] Genau. Jetzt lesen wir mal in 2. Thessalonicher 1, Vers 3 von wahrem Glauben. Was wahren Glauben auszeichnet.
[12:52] Ihr kennt sicherlich die Stelle, wo Jesus sagt, ja, die Dämonen glauben auch, aber es ist nicht dieser heilsame, gute Glaube.
[13:01] Also 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 3.
[13:09] "Wir sind es schuldig, Gott allzeit für euch zu danken, Brüder, wie es sich auch geziemt, euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe Jesu von euch zunimmt allen gegenüber."
[13:25] Was sagt hier Paulus über den Glauben von den Thessalonichern aus?
[13:31] Ja, Glaube über Maßen wächst. Der Glaube wächst.
[13:37] Das ist eine Eigenschaft, die Glaube, obwohl es nichts Materielles ist, nicht wie eine Blume, aber trotzdem kann der Glaube wachsen und er sollte wachsen.
[13:53] Du willst was dazu sagen? Interessantes, dass der Glaube wächst und auch die Liebe zunimmt. Und das ja, nicht uns vielleicht auch an Paulus, was sagt, dass der Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.
[14:04] In Galater, also wo der Glaube wächst, wächst auch die Liebe und umgekehrt. Ja, und hier in der Gemeinde, also bei den Gläubigen der Gemeinde, finden wir beides. Es nimmt zu, es ist ein Wachstum.
[14:19] Das ist auch eine Ermutigung für diejenigen, die meinen, ihr Glaube wäre klein.
[14:31] Es fühlt sich manchmal sehr, soll ich sagen, zum Verzweifeln an, wenn man merkt, ich habe, ich kann nicht den Glauben aufbringen, den ich eigentlich jetzt bräuchte. Und man hat dann so das Gefühl, man kämpft jetzt alleine irgendwie diesen Glauben aufzubringen.
[14:56] Letztendlich ist der Glaube trotzdem auch wieder ein Geschenk von Gott, dass wir auch erbitten dürfen. Und der Glaube muss wachsen, wie alles andere auch. Er wird immer wieder geprüft.
[15:08] Und daraus können wir dann stärker hervorgehen, wenn wir auch Schwierigkeiten durchgemacht haben.
[15:19] Ich habe hier ein Zitat von Ellen White, wo sie sagt, wo sie auch praktische Ratschläge gibt, wie der Glaube wachsen kann.
[15:26] "Ihr müsst über den Glauben reden, ihr müsst den Glauben leben, ihr müsst im Glauben handeln, damit ihr immer mehr Glauben habt." Also über den Glauben reden, den Glauben ausleben und im Glauben handeln.
[15:45] Und dann wird der Glaube zunehmen. Wenn ihr diesen lebendigen Glauben ausübt, werdet ihr zu starken Männern und Frauen in Christus Jesus heranwachsen.
[15:58] Das hat sie wohl bei einem bestimmten Kongress oder so geschrieben.
[16:02] Jetzt sagt sie: "Gott gebe, dass dieses Treffen, das wir abhalten, ein Treffen sein möge, bei dem die Sonne der Gerechtigkeit über euch aufgeht und in euren Herzen mit ihren klarsten Strahlen leuchtet und euch zu Lichtern in der Welt macht." Das habe ich noch dazu genommen und finde es so schön, denn auch die Gemeinde hat ihren goldenen Leuchter.
[16:30] Gut, jetzt gehen wir noch weiter zu dem standhaften Ausharren, dass wir alles zumindest einmal angesprochen haben.
[16:41] Jesus sagt: "Ihr habt die Liebe, ihr habt Glauben, ihr habt aber auch standhaftes Ausharren."
[16:48] Und wo haben wir schon einmal von standhaftem Ausharren gelesen?
[17:03] Da sagt Jesus, dass er, ich kenne deine Werke und deine Bemühungen und deinen standhaftes Ausharren. Und wir lesen später auch, oder vielleicht kommst du noch drauf.
[17:15] Offenbarung 14, Vers 12: "Sind die, die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus festhalten." Sie haben auch standhaftes Ausharren.
[17:21] Oh ja, ja, magst du vielleicht auch noch den Vers 3 lesen in Offenbarung 2?
[17:26] Offenbarung 2, Vers 3. Ja, genau. "Und du hast Schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren und du meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden."
[17:40] Also, wobei haben die Gläubigen in Ephesus standhaftes Ausharren gebraucht?
[17:51] Warum brauchen sie das? Das erste Mal und das Böse...
[18:02] Um das zu prüfen, wo sie geprüft hat, das Böse, dass es nicht annehmen. Es gibt geprüft haben, die standhafte Aushang und dann halt in allem, was ertragen hatten.
[18:16] Ja, ja. Sag ruhig, der Paulus sagt an einer anderen Stelle in der 10, warum das standhafte Ausharren so notwendig ist und zwar für alle Christen aller Zeiten. Er sagt dann fast 35: "So werft denn eure Zuversicht nicht weg, die eine so große Belohnung hat, denn standhaftes Ausharren tut euch Not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt."
[18:40] Der noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird er kommen, der kommen soll und nicht auf sich warten lassen. Das heißt, es gibt Menschen, die haben den Willen Gottes getan und dann doch dann den Glauben wieder abgeworfen. Und das standhafte Ausharren ist das, was uns befähigt, nicht nur zu Gott zu kommen, sondern dann bei ihm zu bleiben.
[18:58] Die Bibel sagt in Matthäus 24, Vers 13: "Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden."
[19:07] Und wir denken manchmal, wir sagen sozusagen eine Hoffnung auf den Himmel, einfach weil wir eine Erfahrung mit Gott gemacht haben. Aber das, da ist ja was dran, sozusagen, wenn Gott erlebt. Aber Paulus sagt, wir brauchen das standhafte Ausharren, weil wir ansonsten wieder zur Erfahrung wieder wegschmeißen.
[19:24] Im Grunde genommen kann man eigentlich, zumindest von einer Seite aus betrachtet, Heiligung so definieren: Durch die Rechtfertigung kommen wir zu Jesus, und die Heiligung, bleibe ich bei Jesus, egal in welchen Umständen ich bin. Ja, also nicht so, dass ich jetzt noch weitere Stufen erklimmen musste, das Bild gibt natürlich auch, aber dass ich dabei bleibe.
[19:42] Und das ist das, was dann in den Anfechtungen kein Einsatz zu sein, weil in Jakobus kommt, dass da nämlich auch, das ist nicht so wichtig auch für unsere Generation, ja, vor der Wiederkunft. Da sagt er ja, da, ihr wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
[19:57] Sieht man auch, was dazu führt, wenn man so Offenbarung 14, Vers 12 einem Gläubigen dazu wird, dass standhafte Ausharren, aber soll ein vollkommenes Werk haben. Das heißt, wir brauchen also vollkommene Ausdauer, damit ihr vollkommen und vollständig seid und solche nichts mangelt.
[20:12] Also das große Thema von der christlichen Vollkommenheit, vom vollkommenen Charakter hängt damit zusammen, dass man bei Gott bleibt.
[20:17] Auch dann, wenn es sozusagen rau und schwierig wird. Das ist das, was den Charakter am Ende formt, ja, nicht nur die Erfahrung, die ich einmal gemacht habe, sondern das bei ihm bleiben. Und das ist das, was er hier lobt, dass sie, dass sie bei Gott geblieben sind.
[20:33] Und das ist auch ja, ein Scheidepunkt, denn wie viele Menschen gibt es, die erstmal so Feuer und Flammen im Glauben sind? Wir haben auch von der Gemeinde Ephesus gelesen und gelernt, und da hieß es ja, kommen wir jetzt gleich noch drauf. Sie haben die erste Liebe verlassen.
[20:58] Sie waren auch so Feuer und Flamme und haben viel für Jesus getan. Und dann aber ist es langsam so abgeklungen. Und hier heißt es jetzt: "Ihr habt das standhafte Ausharren."
[21:13] Es muss nicht immer so sein, dass wir voller Begeisterung oder in diesen beschwinglichen Gefühlen immer bleiben, aber wichtig ist, dass wir Jesus nicht loslassen, komme was da wolle. Auch in Verzweiflung, auch wenn wir merken, ich fühle nicht, dass Gott bei mir ist.
[21:38] Dann darf ich doch glauben und wirklich auch mich zu Gott halten.
[21:53] Können wir noch kurz schauen in Offenbarung 2, Vers 2. War hier von den falschen Aposteln die Rede hier. Hatten sie so zum einen längere Zeit eben diese große Herausforderung mit diesen falschen Aposteln.
[22:17] Und zum einen ist da wichtig, dass man standhaft bleibt.
[22:26] Was machst du? Und die erst bei der Liebe, bei der ersten Liebe bleibt, weil die haben sie verloren. Ja.
[22:34] Was wir auch jetzt in allen Gemeinden sehen, zum Beispiel bei Pergamon hatten wir auch die ihren, die sich da herumgetrieben haben. Da ist es wichtig, dass man standhaft bleibt gegen die falsche Lehre, das zum einen.
[22:50] Und in Offenbarung 2, Vers 3 heißt es auch: "Du hast Schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren und um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden."
[23:01] Das ist das eine. Standhaft sein, darin sich von manchen loszusagen oder sich dagegen zu wehren. Und aber auch standhaft sein, anderes wirklich zu tun.
[23:16] Denn es sich zu Hause zu verschanzen ist die eine Sache, aber ich muss auch was tun. Und gerade dann merke ich, dass Kämpfe aufkommen, wenn ich etwas für Gott mache und mich trotzdem ja auf seiner Seite rein halten möchte.
[23:39] Habt ihr vielleicht schon eine Idee, wofür Tiatira standhaftes oder wobei Tiatira standhaftes Ausharren brauchen könnte?
[24:05] Kleines Horn. Also die haben wirklich Geduld gebraucht. Also, wenn man sich das überlegt, wir leben in einer Zeit, wo wir sagen, die Zeichen der Zeit erfüllen sich, die Prophezeiungen sind alle erfüllt, Jesus kommt bald. Stell dir vor, du lebst in der Zeit, in der du weißt, wenn du die Prophetie studierst, es wird noch etliche Jahrhunderte dauern. Ja, und dann fest zu bleiben.
[24:28] Eben nicht nur, weil die Zeit knapp ist, sondern einfach, weil es sich lohnt, am Glauben festzuhalten, egal ob es noch lange dauert oder kurz. Das zeigt sich hier, glaube ich, sehr deutlich.
[24:42] Danke schön. Werden wir auch die nächsten Male noch tiefer hineingehen. So, jetzt heißt es auch noch in Offenbarung 2, Vers 19, und damit haben wir dann den ganzen Vers. Werden kurz auch da noch Rückschau halten.
[24:54] Da heißt es auch: "Und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten."
[25:04] "Ich weiß", sagt Jesus, "dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten, als die am Anfang." Das heißt, hier ist tendenziell eine Zunahme da. Oder das ist genau die Gegenrichtung, wer gut aufgepasst hat, weiß es.
[25:34] Zur Gemeinde wurde kritisiert, bei ihnen hat die Liebe abgenommen. Und dann heißt es auch: "Tue Busse und tue die ersten Werke."
[25:43] Und hier heißt es jetzt: "Deine ersten Werke waren vielleicht nicht so viel, aber sie sind mehr geworden."
[25:53] Und da können wir mal hier ab 17 aufschlagen.
[26:07] Ich denke nicht, dass es hier darum geht, dass man immer mehr Arbeit sich aufhalsen sollte. Es geht hier wieder nicht um eine...
[26:18] Ja, dass man einfach immer so arbeitsam ist und zu tun hat, sondern es geht hier um etwas anderes. Weil, wie wir gesehen haben, Werke sind nichts, was wir aus uns selbst als Gutes hervorbringen können, sondern das muss Gott machen. Und erst dann ist es etwas lobenswertes, etwas erfolgreiches. Hier 17 und dort wollen wir mal Vers 9 lesen.
[26:56] "Aber der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu."
[27:05] Aha, was hat das mit unserem Werken zu tun?
[27:17] Was hat das mit den Werken zu tun? Ja, also die Werke sind genauso wie die reinen Hände. Das ist beides was mit tun zu tun.
[27:27] Interessant, die Verknüpfung habe ich gar nicht so gesehen.
[27:35] Da wird an seinem Weg festhalten, als standhaftes Ausharren wieder so festhalten. Genau, da kommt beides zusammen, und die Kraft nimmt dann zu, und das steigt. Also es nimmt alles nicht ab, sondern die Werke und alles, was damit zu tun hat, steigt.
[27:49] Das ist doch, bleiben wir mal bei diesem Bild, das hier zeichnet. Er redet von einem Weg. Ja, wenn ich jetzt laufe und ich fange an, einen langen Weg zu gehen und ich laufe und ich laufe und ich laufe, nimmt meine Kraft zu, da ab.
[28:11] Normalerweise ab, oder ich werde irgendwann müde, früher oder später, fertig, durstig, müde, erschöpft. Aber Hiob sagt hier: Nein, beim Gerechten ist es anders. Das ist hier nicht wie mit den Naturgesetzen, sondern er läuft und läuft und läuft.
[28:28] Also, der zeigt diesen Weg hier auf, und er nimmt an Kraft zu.
[28:35] Selbst wenn ich diesen Weg jetzt nicht als diesen bildlichen Weg nehme, sondern zum Beispiel Zeit auf Zeit gesehen, ein Mensch, wenn er älter wird, ja, erstmal bitte schon erwachsen und stärker, aber tendenziell nimmt doch auch die Kraft eigentlich ab. Hier ist es anders.
[28:54] Dazu passt ganz gut Jesaja 40 und 31: "Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln. Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, sie wandeln und nicht müde werden."
[29:07] Der Punkt ist hier sogar, ein junger Mann wird irgendwann müde, und das geht ja zum übernatürliche Kraft. Ja, einfach nur eine Stärke begründet ist, sondern in der Beziehung zu Gott.
[29:15] Genau. Wir hatten gesagt, die Werke, die werden erst dann richtig erfolgreich, wenn Gott sein Segen dazu gibt. Aber Gott gibt auch die Kraft, um überhaupt, dass der Mensch, der seinen Anteil an dem Werk hat, überhaupt auch seinen Anteil tun kann.
[29:34] Also es ist ein Wunder außerhalb von einem Menschen und ein Wunder innerhalb von diesen Menschen.
[29:39] Und da merkt man doch, ja, wenn man gleich, wenn man mit Gott zusammenarbeitet, wird man selbst auch verändert.
[29:57] Das ist nicht automatisch so, aber wenn der Mensch bereit ist, sich Gott ganz hinzugeben, dann kann Gottes Kraft in den schwächsten wirken. Und oft hat Gott die schwächsten benutzt. Und David war der jüngste, er hat Goliath umgebracht.
[30:19] Es gab so viele Menschen, wo man gedacht hat, naja, wer ist der schon, aber Gott hat sich genau diese Menschen ausgesucht, weil sie offen waren für ihn. Ja, ich habe da jetzt so ein Bild: Wenn du ein volles Glas hast, kannst du nichts dazu schütten. Wenn es aber leer ist, dann kann Gott immer, kannst immer mehr schütten.
[30:39] Das heißt, wenn wir offen sind, wenn wir sagen, wir...
[30:40] Wenn wir offen sind, wenn wir sagen, wir sind nichts, unser Ich ist tot und wir begeben uns Gott, und Gott füllt uns mit Kraft, mit allem, was wir brauchen, dann ist es ja ein Segen. Und dann kriegen wir auch die Kraft.
[30:58] Der Knackpunkt in all diesen Dingen ist: Bin ich mir bewusst, wie sehr ich gerade brauche? Und da kann ich auch schon an sich ein starker Mensch sein, wenn ich in dem Moment, wo ich mir nicht bewusst bin, dass ich Gott brauche. Da, das ist wie, ihr kennt die Geschichte sicherlich, wie Petrus, der übers Wasser läuft. Und sobald er seinen Blick von Jesus wendet, ist er nicht plötzlich nicht mehr der starke, wunderbare Petrus, ja, weil einfach ich gehe es Jesus, das ausgemacht hat. Jesus hat den Unterschied gemacht. Und das ist sehr trostreich für uns, weil das zeigt uns, selbst wenn ich gestern meinen Weg alleine gegangen bin, heute kann ich sagen: "Hier, führe du mich." Und dann kann Jesus für mich machen, was ich die ganze Zeit nicht geschafft habe.
[31:55] Andererseits ist es auch so, ich darf niemals denken, ich kann irgendetwas ohne Jesus. Denn in dem Moment bin ich genauso schwach wie einer, der vielleicht noch überhaupt nichts studiert hat, der noch wie ein kleines Kind, das die Hilfe von seinen Eltern braucht. Dann fehlt etwas.
[32:20] Du hattest jetzt schon Jesaja gebracht. Lasst uns auch noch Johannes 15 Vers 2 anschauen. Im Weinstock, in diesem Kontext, sagt Jesus etwas, was die Frucht betrifft. Johannes 15,2: "Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jeder aber, die Frucht bringt, weil ich ja damit sie mehr Frucht bringt."
[33:00] Was ist also das Bestreben des Weingärtners? Dass jede Rebe Frucht bringt, dass sie viel Frucht bringt, ja, dass sie mehr Frucht bringt. Das ist ein feiner Unterschied, aber es macht viel aus. Denn er gibt sich nicht einfach nur damit zufrieden, wenn was da ist.
[33:27] Wir brauchen uns auch nicht zufrieden zu geben, bzw. Gott möchte immer, dass wir dieses Wachstum haben, so wie es mit dem Glauben ist, er, so wie es mit der Liebe ist, die zunimmt.
[33:41] Und so können wir auch jetzt abschließend noch einmal zusammenfassen: Worauf hat Jesus besonders geachtet bei der Gemeinde Thiatira? Er hat ja nicht gesagt: "Ich kenne deine Werke und ich weiß, dass bei euch viele Kinder in der Gemeinde sind, super." Hätte er auch sagen können. Das ist etwas, was wir jetzt sehr positiv aufnehmen. Aber worauf hat Jesus geachtet? Auf besondere Eigenschaften, ja, die letzten Werke mehr sind als die ersten. Genau. Ja.
[34:27] Auf, hier steht sie eigentlich, ihr könnt abschauen. Auf die Werke hat er geachtet. Das hatten wir schon letztes Mal am Anfang, warum die Werke auch so wichtig sind und Jesus dementsprechend auch wichtig sind.
[34:41] Worauf achtet Jesus noch? Wenn er das, auf die Liebe, ja. Da wirklich Liebe in der Gemeinde ist.
[34:54] Jetzt achtet auch auf den Dienst. Zum Beispiel, wird etwas getan? Was wird getan? In wessen Kraft wird etwas getan? Ist die Gemeinde aktiv, aber warum?
[35:10] Hier ist es, achtet auf den Glauben, ob der Glaube echt ist. Das ist noch mal ein ganz großes Thema für sich, aber es, der Glaube und die Werke, die hängen zusammen. Auch in welchem, was soll ich sagen, ist kitzelt mich nur gerade so, in welchem Zeitabschnitt der Weltgeschichte spielen Glaube und Werke auch noch eine große Rolle.
[35:44] Oder Glaubensbekenntnis und dann das Glaube auch geprüft wird. Das halt, mein Lieblingsthema, ja. Wenn der Glaube wächst, dann wird auch mit unserem Glaube auch immer mehr geprüft werden.
[36:00] Ja, ja, genau. Gott oder Jesus ist beständig dabei, auf uns abzugeben, wie es um unseren Glauben steht, ja, in der Endzeit, also jetzt in der Gnadenzeit, sage ich mal, jetzt in dieser Zeit, wo unser Glaube geprüft wird.
[36:19] Glaubt er an mich? So haltet meine Gebote, liebte mich. Halt, also in dem ganzen, in dem, was Jesus gesagt hat, glauben wir an sein Wort, glauben wir an das, was er gesagt hat, oder lassen wir uns verführen und glauben an welches andere?
[36:38] Epochen sprechen, ist es ja interessant, was möglicherweise dieser Vers auch über die Kirchengeschichte über Thiatira sagt. Und da ist möglicherweise der letzte Vers, die ist, dass seine letzten Werke mehr sind als die ersten. Ganz interessant. Das hängt ein bisschen davon ab, wie man jetzt für Thiatira dann von der Zeit einteilt. Aber wenn man, wie ich jetzt davon ausgeht, dass es bis 1798 geht, dann dürfte das eine der interessantesten Hinweise auf die Reformation sein, nämlich auf die Tatsache, dass unter den wahren Gläubigen, die zwar immer Glauben gehabt haben und immer Dienst, aber ihre Werke mehr wurden. Ja, weil dann dann der, der Wyclif und der Hus und und Luther, und dann wird das immer mehr und und größer und stärker. Und das finde ich ganz interessant, weil so ein bisschen fragt, wo ist die Reformation in der Bibel, ja? Aber hier hat man möglicherweise sehr interessanten Hinweis darauf, die generelle Charakteristik, aber auch, wie Gott für mich war das der Weg des Gerechten heller bis zum vollen Tages. Genau. Das Prinzip in der Reformation, wie man sehen kann. Und da sieht man, und wenn man dann die Reformation dann erkennt, sieht man auch, wie Gott in unserem Leben, was in der Kirchengeschichte tut, tut auch unsere persönlichen Leben. Er führt uns Schritt für Schritt zu meiner neuen Erkenntnis und auch zu einem größeren Einflusskreis, sozusagen. Ja, genau.
[37:56] Also, was wirklich zurzeit so mein mein Thema ist, gerne einfach anschaue, ist, was du angesprochen hast, dieses Gericht an der Gemeinde Gottes, wo Menschen, die zwar sagen, sie glauben an ihren Werken, dann geprüft werden. Und wahrer Glaube hat auch sehr gute Werke zur Folge, einfach. Und da muss man dann wieder, wie Paulus war es, glaube ich, sagen: "Das ist der Dienst Gottes, der den er durch uns gemacht hat."
[38:33] Okay, wir haben gesehen, wer kennt Liebe, Dienst, Glaube und Ausharren sind Jesus wichtig, einfach, weil sie unsere Beziehung zu ihm auch deutlich machen.
[38:49] Und diese Bausteine des Glaubenslebens, die sollten auch bei uns stimmen. Da dürfen wir jetzt heute nach Hause gehen und uns fragen: "Wie steht's um meine Liebe? Wie steht es in meinem Dienst? Was tue ich für Jesus? Wie steht es in meinem Ausharren? Gibt es vielleicht manche Bereiche im Glauben, wo ich müde geworden bin? Ich vernachlässige Furcht nicht so, dabei bin ich wie am Anfang. Und gibt es das Wachstum, dass die letzten Werke zum Beispiel mehr sind? Gibt es dieses Wachstum auch in meinem Leben?"
[39:32] Das will geprüft werden und darf geprüft werden. Und wenn es eine Reparatur vorzunehmen gibt, dann gehen wir zu Jesus, der mit. Lasst uns jetzt noch gemeinsam niederknien zum Gebet.
[39:59] Unser Heiland, wir danken dir, dass du uns aufmerksam machst, wie es um unseren Glauben steht, wie es um unsere Liebe, unsere Werke steht. Und darauf, dass wir dich brauchen, denn nichts Gutes können wir aus uns selbst hervorbringen.
[40:18] Vater, ich danke dir, dass du jeden von uns schon verändert hast, dass du unseren Glauben schon gemerkt hast, uns hast wachsen lassen und uns auch bei dir bleiben lassen.
[40:34] Vater, wir wollen aber nicht in dieser Entwicklung stehen bleiben. Wir wollen die Entwicklung annehmen, die du für uns vorgesehen hast. Und so bitte ich dich für jeden einzelnen, dass du, ja, uns durch noch mehr Gemeinschaft mit dir, noch mehr Treue zu dir, genau zu den Menschen machst, die du geplant hast. Und ich danke dir jetzt schon dafür. Amen.
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