In dieser Predigt werden die Kapitel 39 und 40 des Buches Hesekiel behandelt. Hesekiel 39 schließt mit der Verheißung der Wiederherstellung Israels und der Wiederherstellung von Gottes Namen. Kapitel 40 beginnt mit einer detaillierten Vision eines neuen Tempels, der nie gebaut wurde, aber tiefe theologische Bedeutung birgt. Die Beschreibung des Tempels und seiner Maße lädt dazu ein, die göttliche Ordnung und Herrlichkeit zu erkennen.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 39:25-40:10
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute die Seite 898 und ich habe euch schon vor einigen Tagen gesagt, dass das Ende vom Buch Hesekiel ein sehr persönliches Ende ist und das ist so ein guter Ausblick gibt für die Zukunft. Und damit werden wir uns heute beschäftigen, über das mit dem Erbarmen, dass Gott über sein Volk hat. Aber wir werden auch Kapitel 40 anfangen zu studieren, die große Vision über den Tempel, den das Volk Israel hätte bauen sollen, der nie entstanden ist. Und bevor wir hineingehen in das Wort Gottes, lass uns beten.
[1:05] Lieber Vater im Himmel, danke für diese Kapitel, die wir jetzt lesen dürfen, die uns einen Einblick darin geben, wie du dir den Tempel vorgestellt hast, wie du ihn hättest haben wollen. Weil das gibt uns Einblick auch ein bisschen in den Himmel, wie vielleicht auch deine Gemälde am Himmel jetzt beschaffen sind. Und wir dürfen diese Kapitel noch viel tiefer studieren, als wir es in der Vergangenheit getan haben, um noch mehr zu verstehen und zu erfahren, wie du denkst. Und darum bitte ich dich heute, dass wir ein bisschen da an der Oberfläche kratzen und ein bisschen mehr verstehen dürfen. Amen.
[1:44] Wir beginnen in Kapitel 39, Vers 25. Darum, so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich das Geschick Jakobs wenden und mich über das ganze Haus Israel der Barmen und für meinen heiligen Namen eifern. Und hier schließt sich so ein großer Bogen von Kapitel 36 bis hier am Ende von 39, wo wir diese großen Gerichtsvisionen hatten über Gott und Magog und anderen und Gott seinen heiligen Namen wiederherstellen will, die in diesen Kapiteln von 36 bis 39 ist dies so Gottes Hauptpunkt, dass er seinen heiligen Namen wiederherstellen will. Und sie werden die Verantwortung für ihre Sprache und ihre Treue Löslichkeit, womit sie sich gegen mich vergangen haben, auf sich nehmen, wenn sie sich an ihrem Land wohnen und niemand sie aufschreckt. Und das ist natürlich die Folge echter Reue, ja, echte Verantwortung übernehmen und die Fehler auch eingestehen und dann aber auch sicher wohnen können, mit Gott wieder eins werden, wenn ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Völkern ihrer Feinde gesammelt und mich an ihnen heilig erwiesen habe vor den Augen der vielen Heidenvölker. Daran sollen sie erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, weil ich sie oder die Heidenvölker in die Gefangenschaft führen ließ und sie nun wieder ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort zurücklassen. Also Gott wollte eine vollständige Rückkehr, so wie Gott auch will, dass keiner verloren geht und alle eigentlich den Himmel erreichen. So wollte Gott auch, dass alle zurückkommen.
[3:11] Und ich will künftig mein Angesicht nicht mehr von ihnen verbergen, weil ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe, spricht Gott, der Herr. Sein ganz interessanter Vers hier, der letzte Vers im Kapitel 39. Das Angesicht zu verbergen bedeutet demnach, den Heiligen Geist abzuziehen. Und das Angesicht zuzuwenden heißt, dass der Heilige Geist ausgegossen wird. Und wir haben ja dieses diese Phrase des Angesicht zu verbergen oder das Angesicht zuzuwenden mehrmals in vielen Bibelbüchern.
[3:44] So, nun beginnen wir Kapitel 40 und wir beginnen hier diese große Tempelvision. Und wir werden uns viel mit Maßen beschäftigen, die die ganzen einzelnen Gebäude und Gebäudeabschnitte gehabt haben. Und ich möchte euch ermutigen, dass wir nicht abschalten und denken, ach ja, das sind ja nur Maßangaben, sondern dass ihr diese Verse, die vielleicht dazwischen stehen, wo mal eine Tatsache geschildert ist oder wo sich etwas versteckt, was tiefere Bedeutung hat, dass ihr darauf achtet. Und wir werden versuchen, euch einen Link unter das Video zu tun, wo ihr mal auf YouTube so eine 3D-Animation sehen könnt von dem Tempel, der im Buch geschrieben wird, er nie gebaut worden ist, weil das Volk Israel ja ein viel kleineren Tempel gebaut hat, der nicht nur kleine weiße Tempel hier in die Silke, sondern auch kleiner, zusammen salomonische Tempel. Aber es ist interessant, sich mal anzuschauen, was für ein Tempel hier hätte eigentlich gebaut werden sollen. Und es gibt so eine tolle Animation im Internet und die wollen wir euch nicht vorenthalten. Uns hilft einfach hier die Kapitel ein bisschen besser zu verstehen.
[4:56] Im 25. Jahr unserer Wegführung, am Anfang des Jahres, am 10. Tag des Monats, im 14. Jahr, nachdem die Stadt geschlagen worden war, also Jerusalem, an eben dem Tag haben die Hand des Herrn über mich und brachte mich dorthin. Wir haben hier eine sehr späte Vision. Es ist nur Kapitel 29 noch so eine späte Vision und wir sind hier im Jahre 572, also Hesekiel ist schon sehr alt und es ist 25 Jahre nach seiner Wegführung in göttlichen Gesichtern, also es sind mehrere gewesen.
[5:29] Er brachte mich in das Land Israel und er ließ mich nieder auf einem sehr hohen Berg. Auf diesem war etwas wie der Bau einer Stadt nach Süden hin. Und wenn wir diesen Vers lesen und ihr seid bestimmt aufmerksame Leser der Offenbarung, dann werdet ihr merken, dass auch in Offenbarung 21, Vers 9 und 10, Johannes auf einen sehr hohen Berg gebracht wurde, um Jerusalem zu sehen. Und genauso geht es hier Hesekiel.
[5:54] Und er brachte mich, nämlich ein Engel, dorthin. Und siehe, da war ein Mann, der sah aus, als wäre er aus Erz, und er hatte eine Schnur aus Leinen in der Hand und eine Messrute. Und er stand im Tor. Also wir haben ja schon öfter mal den Umstand gehabt, dass ein Engel Hesekiel begleitet hat und hier ist es wieder so ein Engel, der hier aus wie er zu sein scheint, der eine Messschnur in der Hand hat und eine Messrute. Und der Mann sprach zu mir: "Menschen, so schaue mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren und achte aufmerksam auf alles, was ich dir zeigen werde, denn du bist hierher gebracht worden, damit dir dies gezeigt werde. Alles, was du sehen willst, sollst du dem Haus Israel verkünden."
[6:40] Und Hesekiel hat so einiges gleich zu verkünden und wir haben hier eine ganz ähnliche Situation wie auch in Offenbarung 11, Vers 1, wo auch ein Engel steht, der mit einer Messrute die Stadt, den Tempel, nicht die Stadt, den Tempel ausmessen soll. Und Hesekiel soll dies dann in eine Predigtbotschaft ans Volk richten, was er jetzt alles sieht. Und wir starten am Osttor zum Vorhof des Tempels.
[7:05] Und siehe, es war eine Mauer außen um das Haus des Tempels herum und die Messrute, die der Mann in der Hand hatte, war sechs Ellen lang und jede von ihnen war es eine kleine Elle und eine Handbreite. Damit maß er die Breite der Mauer des Mauerbaus, eine Rute, und die Höhe auch eine Rute. Nun, dass die Bezeichnung "Haus" war in mesopotamischen Zeichen, in allen Religionen die Bezeichnung für Tempel, der Tempel wurde immer das Haus genannt, nicht die Wohnhäuser oder andere Häuser, sondern nur der Tempel wurde das Haus genannt. Und so verwundert es nicht, dass auch hier Gott sich dieser Sprache bedient. Und wir haben hier die Angabe der Ellen, das ist natürlich eine ein Maß, was uns vertraut ist in der Bibel. Aber wir haben auch die längere Gabe einer Rute und die Rute ist 3,15 Meter lang. Und wenn nun gesagt wird, dass die Mauer so hoch und so dick ist, dann könnt ihr euch vorstellen, eine Mauer, die 3,15 Meter lang und hoch ist, das ist natürlich eine massive Mauer.
[8:17] Und er ging zu dem nach Osten gerichteten Tor und stieg dessen Stufen heraus. Also es gibt so eine Treppe und er maß die Schwelle des Tores, die eine Rute tiefer und zwar die erste Schwelle, eine Rute tief war sie. Und jede Nische für die Wächter war eine Rute lang und eine Rute breit und zwischen den Nischen waren 5 Ellen Abstand. Und die Schwelle des Tores zur Torhalle auf der Innenseite war eine Rute tief. Also wir stellen uns das vor, da war so ein Tor und innen drin waren so Nischen für Wachen und diese Nischen waren auch sehr breit, waren wieder eine Rute.
[8:54] Er maß auch die Halle des Tores zum Haus hin eine Rute. Danach macht er die Halle des Tores acht Ellen tief und ihre Türme zwei Ellen Mauerdicke und die Halle des Tors lag nach innen zu. Und bei dem Tor gegen Osten gab es auf beiden Seiten je drei Nischen für die Wächter. Alle drei hatten dasselbe Maß und die Türme hatten, dass auf diese Seite und auf jener Seite. Also wir haben schon so einen Eindruck von diesem ersten Osttor, das ein massives, richtig großes Tor gewesen sein muss. Und das gibt uns eine Idee davon, welches Ausmaß der Tempel dann hatte.
[9:31] Ihr habt vielleicht hinten in eurer Bibel, wenn ihr mal blättert, den Tempel Hesekiels abgebildet. In meiner Schlachter-Bibel habe ich das, aber ich sag euch gleich, ihr habt da den Tempelbezirk abgebildet, ihr habt den Tempel, dann habt ihr eine äußere Mauer. Aber was wahrscheinlich fehlt, jedenfalls fehlt es bei mir, ist noch die äußere Mauer, die einen wahnsinnigen Umfang hat. Wir werden morgen in der Nacht dazu kommen und es war eine riesengroßer Tempelbezirk, der sozusagen drei Mauern hatte, drei innere Bereiche. Und das führt uns einfach zu der Idee, dass Gott einen riesengroßen Tempel sich hat bauen lassen wollen. Und es ist leider nie dazu gekommen, weil die Männer und Frauen nicht in Scharen aus dem Exil zurückgekehrt sind, sondern sich es in Babylon gemütlich gemacht haben. Und ist natürlich schade, aber dieser Tempel mit seiner Größe hat ist voller theologischer Bedeutung, die wir noch gar nicht in Gänze erfasst haben.
[10:39] Und ich möchte euch ermutigen, dass ihr diese Kapitel auch nach den Andachten, die ihr vielleicht hier hört, noch euch tiefer zu Gemüte führt und versucht, die tieferen Ebenen herauszuheben und ich schätze zu heben, die darin verborgen sind. Lasst uns beten.
[10:58] Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort, das so tiefgreifend ist, dass wir noch so viel Gelegenheit haben zum Studieren. Herr, schenke uns auch die Zeit dazu und auch, dass wir Lust haben, dein Wort zu lesen, so wie es der Psalm ist, sagt.
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.