In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Hesekiel Kapitel 44 ein und beleuchtet die neuen Ordnungen im wiederhergestellten Heiligtum. Es wird erklärt, warum das Osttor verschlossen bleibt, welche Rolle die Leviten und Priester spielen und welche Bedeutung die Kleidung des Priesterdienstes hat. Die Botschaft betont die Wichtigkeit von Reinheit und Gottes Wunsch, sein Heiligtum frei von Unreinheit zu halten.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 44:1-44:18
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 904 und werden Kapitel 44 beginnen. Und wir werden sehen, welche alten Ordnungen im neuen Heiligtum herrschen sollten und was das für die Priester bedeutet hat. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass deine Ordnungen ewige Gültigkeit haben. Du bist derselbe, gestern, heute und morgen. Dass wir uns darauf verlassen können. Amen.
[1:02] Wir beginnen in Kapitel 44 ab Vers 1. Und der führte mich wieder zurück auf den Weg zum äußeren Tor des Heiligtums, das nach Osten sieht, und es war verschlossen. Da sprach der Herr zu mir: Dieses Tor soll verschlossen bleiben und nicht geöffnet werden, und niemand soll durch es hineingehen, weil der Herr, der Gott Israels, durch es hineingegangen ist. Darum soll es verschlossen bleiben. Wenn ihr euch erinnert, wir haben vorgestern davon gelesen, dass die Herrlichkeit Gottes in das Heiligtum einzieht und zwar durch das Osttor. Gott geht selber mit seiner Herrlichkeit durch das Osttor. Und die Konsequenz dessen ist, dass Gott sagt, dieses Tor soll für alle Zeiten verschlossen bleiben für die Menschen. Dieses Tor wird geschlossen als Zeichen dafür, dass ich dorthin durch ihn durchgegangen bin. Und das natürlich wirklich eine ganz interessante Sache, dass Gott hier durch dieses Tor eingeht und dass das dann verschließen lässt und es eigentlich dann auch immer so eine Erinnerungsdenkmal dafür ist, so ein geschlossenes Tor zu haben. Es wurde nur für diesen einen Zweck gebaut, nämlich, dass Gott hindurchgeht. Was den Fürsten betrifft, so soll er, der Fürst, darin sitzen, um ein Mal zu halten vor dem Herrn. Er soll durch die Vorhalle des Tores eintreten und ist demselben Weg wieder verlassen.
[2:18] Danach führt er mich durch das nördliche Tor vor das Haus des Tempels. Da schaute ich und siehe, die Herrlichkeit des Herrn füllte das Haus des Herrn. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht. Also hier sieht jetzt die Reaktion auf die Herrlichkeit des Herrn ist, dass er so auf die Knie geht. Und der Herr sprach zu mir: Menschensohn, achte genau darauf und schaue mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren alles, was ich mit dir reden will in Bezug auf alle Satzungen des Hauses des Herrn und alle seine Gesetze. Und achte genau auf den Eingang des Hauses und auf alle Ausgänge des Heiligtums. Also, Hesekiel kriegt hier noch mal zum wiederholten Male den Auftrag, ganz genau zu verfahren, die Sachen ganz genau aufzuschreiben und dann die Anweisungen zu geben, dass es genauso geschehen soll.
[3:04] Und sage zu dem widerspenstigen Haus Israel: So sprich Gott, der HERR: Ihr sollt nun genug haben von all euren Gräueln. Ihr vom Haus Israel. Also der Zeitpunkt, zu dem die Vision dem Hesekiel gegeben wird, ist ja noch ein Zeitpunkt des Exils, wo das Volk noch nicht vollständig gereinigt ist. Also sind noch im Herzen widerspenstig. Ihr habt Fremdlinge mit unbeschnittenem Herzen und mit unbeschnittenem Fleisch hereingeführt, so dass sie in meinem Heiligtum waren und mein Haus entweiht haben, wenn ihr meine Opfer, Speisefett und Blut geopfert habt. Und sie haben meinen Bund gebrochen zu all euren Keulen hinzu. Also es folgt Israel hat nicht nur schlimme Dinge getrieben im Heiligtum, sie haben auch Ungläubige, Heiden, unreine angebracht und es dadurch entweiht. Und ihr habt den Dienst in meinen Heiligtümern nicht besorgt, sondern sie zu Besorgung meines Dienstes in meinem heiligen Heiligtum bestimmt. So spricht Gott, der HERR: Es soll kein Fremder mit unbeschnittenem Herzen, mit unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum kommen, keiner von allen Fremdlingen, die unter den Kindern Israels wohnen. Gott möchte sein Heiligtum nicht verunreinigt wissen durch Menschen, die damit gar nichts anfangen können, die Gott gar nicht nachfolgen, die Gott nicht glauben. Und das war natürlich der Zustand hier vor den Wegführungen, dass das Heiligtum ein Ort war, wo alle möglichen Leute ein- und ausgegangen sind, aber wo nicht mehr diese heilige Atmosphäre herrschte. Ja, Gott möchte dieses Unreine für immer aus diesem Heiligtum verbannt wissen.
[4:42] Und nun kommen wir zu den Leviten. Wahrlich, die Leviten, die sich von mir entfernt haben, als Israel ging und von mir weg ihren Götzen nachgelaufen sind, sie sollen ihre Missetat tragen. Also wir lernen, die Leviten waren auch daran beteiligt am Abfall des Volkes, aber sie sollen in meinem Heiligtum Dienst tun als Wachen bei den Toren des Hauses und als Diener des Hauses. Sie sollen für das Volk Brandopfer und Schlachtopfer schlachten und vor ihnen stehen, um ihnen zu dienen. Also sie sind zwar Teil des Abfalls gewesen und auch leitend im Abfall, aber Gott sagt, ich möchte sie wieder einsetzen im Heiligtumsdienst. Ich möchte sie wiederherstellen, denn weil sie ihnen von ihren Götzen gedient und dem Haus Israel in Anstoß zur Verschuldung geworden sind, darum habe ich meine Hand gegen sie zum Schwur erhoben. Sprich Gott, der HERR: Dass ihre Missetat tragen sollen und sie sollen mich nicht mehr um mir als Priester zu dienen und zu all meinen heiligen Dingen und zum Allerheiligsten zutreten, sondern sie sollen ihre Schande und ihre Gräuel tragen, die sie begangen haben.
[5:49] Sie dürfen nicht weiter als bis in diesen inneren Vorhof, aber sie dürfen zumindest den Heiligtumsdienst soweit ausführen. Doch ich will sie zu Hütern des Dienstes für das Haus setzen und sie für all seinen Dienst gebrauchen und zu allem, was es daran zu tun gibt. Ja, er stellt sie wieder her und das natürlich auch ein Bild dafür, dass Gott auch uns, wenn wir gefallen sind, wenn wir Fehler gemacht haben, Gott uns wiederherstellt. Gott uns auch wieder in den Dienst zurücksetzt. So hat es auch bei Petrus getan. Als Petrus Jesus verleugnet hat, hat er ihm danach um seine größere Verantwortung gegeben, weil er ins Herz geblickt hat und gewusst hat, dass Petrus bereut hat.
[6:28] Aber den levitischen Priestern, die Söhne Zadoks, die den Dienst, meine ich, meine Heiligtümer bewahrt haben, als die Kinder Israels von mir abgegangen sind, die sollen zu mir nahen, um mir zu dienen. Und sie sollen vor mir stehen, um mir Fett und Blut zu opfern, spricht Gott, der HERR. Und sie sollen in mein Heiligtum hineingehen und zu meinem Tisch nahen, um mir zu dienen und meine Dienste zu besorgen.
[6:53] Es soll aber geschehen, wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs hineingehen wollen, sollen sie alleine eine Kleider anziehen und sie sollen keine Wolle auf sich haben, während sie Inhalte Tore des inneren Vorhofs und dem Tempelhaus dienen. Also die Priester hier, das sind noch ist noch eine hervorgehobene Gruppe unter den Leviten, die nämlich den Priesterdienst ausführen, das Opfer und das Blut ins Heilige bringen und immer Allerheiligsten auch sein dürfen. Sie dürfen sich zum Tisch nahen, zum Allerheiligsten. Und sie sollen interessanterweise keine Wolle tragen. Sie sollen nur Leinenkleider tragen. Und warum das, werden wir gleich sehen.
[7:38] Alleine eine Kopfbinde sollen sie auf ihrem Haupt tragen und Leinenkleider in ihren Lenden. Sie sollen sich nicht in Kleidung gürten, die Schweiß fördert. Also sie sollen nicht schwitzen im Heiligtum. Soll kein Schweißgeruch verbreitet werden. Es soll ein Wohlgeruch herrschen. Deswegen sollen sie leichte Leinenkleider tragen, die auch die Reinheit darstellen. Und ja, wir wissen ja auch, dass Jesus ein besonderes Gewand getragen hat, das in einem Stück gewebt worden war aus Leinen. Und das ist natürlich so ein Sinnbild darauf. Und der Himmel legt sehr großen Wert auf Reinheit, auf Schönheit. Und das soll natürlich auch diese priesterlichen Leinenkleider ausdrücken. Und es hat natürlich auch einen Eindruck gemacht im Heiligtum, wenn dann die Priester in solchen Kleidern gedient haben, war ein besonderer Ausdruck der Reinheit.
[8:32] Das war ja eine große Symbolik, die da mit geschwungen ist. Und auch wir sollen uns reinhalten, denn die Bibel sagt auch, wir sind Könige und Priester, berufen Könige und Priester zu sein. Und unsere Herzen sollen rein sein. Wir werden im Himmel ein Kleid kriegen, das unbefleckt ist, ein weißes Kleid. Und um uns darauf vorzubereiten, sollen wir uns in die Theologie des Heiligtums vertiefen, damit wir verstehen, was diese reinen Kleider zu bedeuten haben.
[9:06] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, du möchtest uns dieses weiße, reine Kleid geben, eines Tages als Zeichen dafür, dass wir Sieger sind, dass wir die Sünde durch deine Kraft, durch deine Hilfe überwunden haben. Herr, wir danken dir dafür, dass du jeden Tag uns hilft, daran zu arbeiten, dir treu zu sein, deine Gebote zu halten und mit dir zu leben in deinem Namen.
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