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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Hosea 5-6 spricht Christopher Kramp über die tiefe Verzweiflung Gottes angesichts der Untreue seines Volkes. Er beleuchtet, wie äußerliche Rituale und Opfer ohne ein Herz der Umkehr und Erkenntnis nutzlos sind. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, Schuld anzuerkennen, Gott ernstlich zu suchen und die heilende Kraft seiner Gnade zu erfahren, wenn wir uns ihm wirklich zuwenden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 933. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Erkenntnis schenken möchtest, Erkenntnis aus deinem Wort, und dass jeder Einzelne von uns diese Erkenntnis selbst bekommen kann. Wir glauben die Verheißungen aus Psalm 119,99: "Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen." Wir möchten heute über deinen Worten nachdenken und ich bitte, dass die ganze Schönheit, Kraft und die geistliche Tiefe in deinem Wort in unserem Herzen Anklang findet und einen Anker hat, und dass es dort auch wachsen kann und unser Leben verändert. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:25] Wir beginnen heute mit Hosea Kapitel 5 und dort Vers 1: "Hört dies, ihr Priester, und du Haus Israel, achte darauf, und du Königshaus, horche! Denn euch droht das Gericht, weil ihr eine Schlinge geworden seid für Mizpa und ein ausgebreitetes Fangnetz auf dem Tabor."

[1:47] Die Gerichtsandrohung, die Gott hier und nicht nur hier im Buch Hosea immer wieder dem Volk Gottes vor Augen führt. Die Abtrünnigen haben die Verdorbenheit weit getrieben, aber ich habe ihnen allen eine Züchtigung zugedacht.

[2:03] Der Abfall ging schon über lange Zeit und wurde immer intensiver und immer grausamer und abscheulicher. Aber Gott schaut nicht ewig tatenlos zu. Ich kenne Efraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen. Ich weiß, dass du, Efraim, jetzt Hurerei getrieben hast, dass Israel sich verunreinigt hat. Ihre Taten erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren, denn ein Geist der Hurerei ist in ihrem Herzen, und den Herrn erkennen sie nicht.

[2:38] Hier beschreibt Gott ein ganz entscheidendes Problem, das wir in unserem Leben verstehen müssen. Es ist möglich, dass, obwohl Gott uns zurücknehmen möchte und alles dafür bezahlt hat, wir doch nicht umkehren, weil ein Geist in unserem Herzen es uns nicht erlaubt. Gott beschreibt hier, dass Menschen einfach nicht umkehren wollen. Es ist genau derselbe Geist, der auch in Jeremia Kapitel 3, Vers 3 beschrieben wird, wo es von der Stirn steht geschrieben: "Den Menschen, die sich weigern, sich zu schämen für ihre Sünden."

[3:18] Wenn wir uns nicht weigern, wenn wir uns nicht schämen, wenn wir uns nicht schämen für unsere Sünden, wenn wir nicht unsere Sünden bekennen, wenn wir nicht um Vergebung bitten, dann werden wir auch niemals wieder den Weg des Lebens finden können. Obwohl Gott mit beiden ausgestreckten Armen da steht, um uns aufzunehmen, müssen wir bereit sein, umzukehren. Wir können nicht gleichzeitig umkehren und an derselben Zeit an den geistlichen Dingen mehr leben als Gott. Es ist unmöglich.

[3:55] Aber Israel stolz wird sich als Zeuge gegen ihn erheben, und Israel und Efraim werden fallen durch eigene Schuld. Auch Juda wird mit ihnen fallen. Wir sehen, dass Hosea vor allem für das Nordreich gewirkt hat und gewarnt hat, aber immer wieder auch das Südreich Juda im Blickfeld hat oder auch über dieses Südreich spricht.

[4:14] Jetzt kommt eine interessante Passage mit ihren scharfen und mit ihren Rindern werden sie kommen, um den Herrn zu suchen. Mit anderen Worten, sie wollen Opfer bringen, aber sie werden ihn nicht finden. Er hat sich von ihnen entfernt. Sie sind dem Herrn untreu geworden, denn sie haben fremde Kinder gezeugt. Jetzt wird der neue Musik fressen samt ihren Erdteil. Sie haben also rein gelebt, haben eine Hurerei festgehalten und haben gedacht, wenn sie einfach Opfer bringen, wird Gott sie wieder annehmen.

[4:39] Aber wer an der Sünde festhält und dann glaubt, durch eine religiöse Zeremonie, durch ein Gebet, durch das Besuchen eines Gottesdienstes, durch das formale Bekennen eines Glaubensbekenntnisses, durch das Singen geistlicher Lieder, durch ein geistliches Opfer oder vielleicht durch eine gute Tat, durch freundliche Worte hier und dort wieder gnädig gestimmt zu werden, der irrt sich gewaltig. Es hat damals nicht funktioniert, es wird heute nicht funktionieren.

[5:08] Damals haben die Menschen geglaubt, wenn sie einfach die äußeren Formalia, die äußeren Rituale des israelitischen Opferdienstes durchführen, wird Gott sich wieder wie sie erbarmen. Aber er sagt: "Nein, ich habe mich von ihnen entfernt."

[5:20] Stoßt die Posaune in Gibea! Nimm dich in acht, Benjamin! Das ist die Warnung vor dem Gericht. Efraim soll zur Wüste werden am Tag der Züchtigung, was ich den Stämmen Israels angekündigt habe. Gemeint sind die Stämme des Nordens, die zehn Nord.

[5:39] Das kommt gewiss. Gott hat vielleicht mit viel Geduld und mit viel Hoffnung gewartet, dass sie das Evangelium annehmen werden. Aber die Strafe wird kommen, sie wird nicht ausbleiben. Die Fürsten Judas, in denen gleich welche die Grenze verrücken, was ja in den fünf Büchern Mose deutlich verboten ist, über sie will ich meinen Grimm ausschütten wie Wasser.

[6:05] Efraim wird unterdrückt, zerschlagen im Gericht, denn er ist willig, menschlichen Geboten gefolgt. Wie oft passiert es, dass wir menschliche Worte über Gottes Worte stellen, dass wir menschliche Auslegung der Bibel über Gottes eigene Erklärung stellen, dass wir Geboten von Menschen mehr gehorchen als Gottes Geboten? Wie sehr sind wir in unserem Glaubensleben und in unserem Alltag abhängig von der Meinung und der Autorität anderer Menschen, die mit dem, was sie sagen, Gott widersprechen?

[6:37] Ich aber wurde für Efraim wie eine Motte und für das Haus Juda wie ein nagender Wurm. Und als Efraim seine Krankheit sah und Juda seinen Geschwür, da lief Efraim nach Assur und sandte zum König Jareb. Das ist kein tatsächlicher assyrischer Königsname, sondern bedeutet "der Streitsüchtige", eine metaphorische Beschreibung dieser kampfeslustigen, grausamen und konfliktbereiten syrischen Könige, die zu dieser Zeit sich anfingen, wieder stark auszubreiten, seit der Zeit dann von Tiglat-Pileser dem Dritten.

[7:14] Er aber kann euch nicht teilen und das Gefühl nicht von euch nehmen. Sie suchen Hilfe nicht dort, wo Hilfe zu finden ist. Wie oft passiert es, dass wir mit den Problemen, die wir haben, nicht bei Gott Hilfe suchen, sondern irgendwo sonst, wo uns in Wirklichkeit mehr geschadet wird als geholfen wird?

[7:31] Denn ich bin wie ein Löwe gegen Israel und wie ein junger Löwe gegen das Haus Juda. Ich, ja, ich hier, spricht Gott, zerreiße und gehe davon und nehme weg, dass niemand retten kann. Ich werde davon gehen an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angebot suchen werden. In ihrer Drangsal werden sie mich ernstlich suchen.

[7:57] Was jetzt kommt, gehört direkt dazu. Ein Doppelpunkt hier in der Übersetzung ist richtigerweise gemacht. Die Kapiteleinteilung stört ja, denn was jetzt kommt, ist genau dieses ernstliche Suchen. Wir haben vor dem Kapitel gesehen, dass die Israeliten mit Opfern kommen würden, einfach denken würden, dass Gott sie wieder annimmt, und das würde nicht passieren. Aber hier finden wir jetzt das Geheimnis, wie man wirklich von Gott angenommen wird.

[8:20] Die Schuld anzuerkennen. Wie werden sie ihn ernstlich suchen? Die nächsten Worte zeigen, welche Geisteshaltung jemand hat, der wirklich ernstlich Gott sucht. Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn.

[8:33] Lieber Freund, liebe Freundin, ist das nicht dein Wunsch auch? Lass uns wieder umkehren, lass uns zurückkehren zu unserem Herrn. Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen. Er hat uns geschlagen, er wird uns auch verwenden. Manchmal muss Gott in unserem Leben das Auto gegen die Wand fahren lassen, weil wir anders nicht gehört hätten. Muss Gott manchmal Dinge in Scherben zerbrechen lassen, damit wir verstehen, dass die Sünde sein Leben kaputt macht. Aber der Gott, der geschlagen hat, der Gott, der es ans Tageslicht gebracht hat, der Gott, der dafür gesorgt hat, dass unser Leben eine Unterbrechung genommen hat, ist der Gott, der uns heilt, ganz wieder herstellt.

[9:16] Der das nur zugelassen hat, damit wir erkennen, wie sündhaft die Sünde ist und wie groß Gottes Gnade ist und wie sehr wir uns auf ihn verlassen müssen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, und ich weiß, dass was hier steht, die Wahrheit ist.

[9:33] Und auch du, lieber Freund, liebe Freundin, kannst davon und sollst davon profitieren. Von diesen Worten. Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. Lasst uns ihn erkennen, der eifrig trachtet nach der Erkenntnis des Herrn. Nicht einfach nur ein Opfer bringen, um irgendwie ein Ritual abzuhaken. Nein, lass uns Gott erkennen.

[9:57] Lass uns verstehen, wie wirklich es sein hervorgehen ist, so sicher wie das Licht des Morgens. Wer von uns fragt sich am Abend, ob am nächsten Morgen die Sonne aufgehen wird? Nein, wir sind uns sicher, die Sonne wird auf jeden Fall aufgehen. Und genauso sicher ist es, dass wenn wir wirklich unsere Sünden bekennen, nicht nur eine Formalität durchführen, nicht nur irgendein Opfer bringen, sondern bekennen, unser Herz reißen, wenn wir anerkennen, dass unsere Strafe, die wir erlebt haben oder die folgende, so gerecht waren, wenn wir uns an Gott wenden um Hilfe, um Heilung, so sicher wie die Sonne jeden Morgen aufgeht, so sicher wird Gott in unser Leben hineinscheinen.

[10:34] Auch in deines, lieber Freunde. Ich weiß es, ich habe selbst erlebt, und es wird in deinem Leben auch geschehen. Und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt, der wieder Fruchtbarkeit bringt, der wieder die Ernte zum Reifen bringt. Der Spätregen, auf den wir so sehr warten.

[10:56] Auch am Ende dieser Zeit hängt genau damit zusammen, dass wir unsere Sünde bekennen vor Gott. Und wenn wir gegen einen Menschen gesündigt haben, dass wir vor ihm unsere Sünde bekennen, offen bekennen und Gott um Vergebung bitten. Und Menschen, denen wir geschadet haben, um Vergebung bitten. Und Gott wird uns heilen, und er wird wie eine Sonne über uns aufgehen, und das wird Heilung sein.

[11:31] Und das steht: "Regen wird kommen. Was soll ich mit dir tun, Efraim? Was soll ich mit dir tun, Juda?" Man spürt regelrecht die Verzweiflung Gottes. Eure Liebe ist ja so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht.

[11:43] Wie oft ist das in unserem Leben der Fall, dass wir Gott geliebt haben und dann wieder vergessen haben, dass wir begeistert waren nach einer Predigt, nach einem Kongress, nach einem Bibelstudium und uns von ganzem Herzen Gott gewidmet haben, um nur wenige Stunden später vielleicht wieder vergessen zu haben, dass du Gott versprochen hast, unsere Liebe ist so oft wie eine Morgenwolke, die vergeht. Und Gott ist so traurig darüber.

[12:03] Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, dass seine Gerichte sein wie ein Licht, das aufgeht. Wenn Gott Gericht hält, dann nicht, um uns einfach zu vernichten. Nein, Gott hält Gericht, um uns zu behauen, um das wegzuschlagen, was nicht hingehört, unseren Charakter zu formen. Und ja, das kann schmerzhaft sein, aber es ist notwendig, es ist gut und es ist richtig.

[12:25] Und dazu verwendet Gott die Propheten, er verwendet die Prophetie, er verwendet den Geist der Weissagung. Wir sollten die nicht verachten, sondern unser Leben wirken lassen, damit nämlich unsere Liebe in Zukunft nicht mehr so flüchtig ist, wieder Tau, der vergeht. Denn dann, liebe, habe ich wohl gefährlich und nicht an Opfer an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern. Gott möchte nicht einfach nur, dass wir die richtigen Lieder singen und einfach der Form hat die Bibel studieren und einfach uns richtig kleiden zum Gottesdienst gehen. Er möchte, dass wir ihn lieben und dass wir ihn kennen.

[12:58] Das wünscht sich Gott. Dann alles andere folgt daraus. Du warst, Freund, liebe Freundin, kennst du Gott? Kennst du ihn wirklich? Liebst du Gott so, wie er in deinem Leben wirkt? Lern ihn kennen, bekenne deine Sünden, kehre um, und er wird dir diese Liebe zeigen, und sie wird dein Leben verändern.

[13:25] Sie aber haben wie Adam den Bund übertreten. Dort sind sie mir untreu geworden. Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, voller Blutspuren, gleich lauernden Straßenräubern ist die Bande der Priester am Weg nach Sichem. Morden sie, ja, Schandtaten haben sie begangen.

[13:43] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen umkehren zu dir. Wir wollen nicht einfach nur unsere Kleider zerreißen, wir wollen unsere Herzen zerreißen. Wollen wir bekennen, was wir Falsches getan haben, und zur Sünden, die kleinen und die großen, die andere mitbekommen haben, die von denen niemand weiß. Wir wollen ja unsere Sünden bekennen und zu Herzen zerreißen, in dem Bewusstsein, dass du uns heilst.

[14:10] Und das ist keinen Mensch noch diese Erde gibt, der jemals aufrichtig ehrlich seine Sünden bereut, ohne deine Gnade gespürt zu haben. Jeder Mensch, der das getan hat, weiß aus eigener Erfahrung. Ich weiß das auch, und wir leben das jedes Mal aufs Neue, wenn wir es tun, dass, wenn wir dir bekennen, was wir falsch gemacht haben, dass du zu uns sprichst und uns geistlich stärkst, dass wir gewiss der Vergebung haben. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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