In dieser Predigt über Hosea 8-10 spricht Christopher Kramp darüber, wie das Volk Israel seine Hoffnung auf falsche Götter und weltliche Mächte setzte, anstatt auf Gott zu vertrauen. Er beleuchtet die Konsequenzen dieses Abfalls, die von Ernte von Sturm bis hin zur Zerstörung reichen. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, Gottes Gesetz nicht als etwas Fremdes zu betrachten und dass ein rein formaler Gottesdienst ohne echte Herzensveränderung Gott nicht gefällt.
Gott auf (m)einer Seite: Hosea 8:11-10:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HoseaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 935. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte Danke sagen für jeden einzelnen Tag, an dem wir die Zeit von dir geschenkt bekommen, über dich nachzudenken. Für jeden Tag, an dem du mit deiner Gnade und Liebe uns umgibst und dass du für uns da bist. Und für jeden Tag, an dem wir die Gelegenheit haben, noch umzukehren, wenn wir etwas in unserem Leben haben, was wir nicht bereut haben und nicht bekannt haben. Hier gibt es auch heute verstehen, dass das, was wir sehen, wir einmal ernten werden. Dass wir nicht mit dir spielen können, sondern dass unser Leben offenbaren wird, ob wir es wirklich ernst meinen, dir zu folgen. Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Dass die Worte, die wir lesen, uns alle tief beeindrucken und dass sichtbar wird, dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu, dem wir so viel zu verdanken haben.
[1:53] Hosea soll das Volk warnen, dass die Hoffnung, die sie auf die heidnischen Völker, insbesondere Assyrer oder auch Ägypten, gesetzt haben, enttäuscht werden. Sie werden Sturm ernten, weil sie auf Wind gesät haben. Sie haben sich auf eigene Könige sich gegeben, sie haben Götzen sich gemacht, und all das wird in Ruinen enden, wenn sie nicht umkehren. Wir lesen weiterhin Hosea 8 und dort Vers 11: "Weil er ihm viele Altäre baute, um zu sündigen, so sind ihm die Altäre auch zur Sünde geworden. Wenn ich ihm mein Gesetz auch noch so oft vorschreiben würde, so halten sie es doch für etwas Fremdes." Gott sagt: "Auch wenn ich immer wieder, immer wieder mein Gesetz geben würde, sie haben keinen echten Bezug zum Gesetz, sie halten es für etwas Fremdes."
[2:49] Gott überlegt ja, welche Optionen er hat und wie er uns erreichen kann. Aber wie furchtbar ist es, wenn Gott sagt: "Egal wie oft ich zu ihnen durch Predigten, durch Vorträge, durch biblische die oft nicht zu ihnen reden würde, sie halten es doch das wahre Evangelium, etwas Fremdes." Möge Gott uns helfen, dass wir niemals die Wahrheit, das Gesetz Gottes für etwas Fremdes halten, das nichts mit uns zu tun hat.
[3:15] "Die Schlachtopfer, die sie mir schenken, bringen sie da wie gewöhnliches Fleisch und essen es. Der Herr hat kein Wohlgefallen an ihnen. Jetzt wird an ihre Schuld gedacht und ihre Sünden strafen sie. Sie sollen nach Ägypten zurückkehren." Diese Israeliten haben ja tatsächlich auch Opfer an Gott gebracht. Sie haben nicht behauptet, Gott nicht zu geben. Sie haben aber den Gottesdienst etwas ganz Gewöhnliches betrachtet, so als ob man einfach nur Fleisch isst. Sie hatten keinen Blick mehr für die Heiligkeit Gottes. Sie haben das Gesetz, das Wort Gottes, das ihnen gezeigt hätte, wie heilig Gott ist und wie sehr sie seine Gnade brauchen, das haben sie von sich gewiesen und haben einfach so nach eigenem Gutdünken ein bisschen Gottesdienst gemacht in der Meinung, das würde schon ausreichen. Gott sagt: "Daran habe ich keinen Gefallen."
[4:00] Kann es sein, dass wir heute auch in derselben, dieselbe Problematik oft haben, dass wir zur einfach so nach eigenem Gutdünken irgendwie Gottesdienst machen, weil wir denken, das wird Gott schon gefallen? Aber das, was Gott in seinem Wort tatsächlich sagt, wo wir uns aufrütteln möchte, dass wir das als nicht in die Zeit passend empfinden, als fremdartig, als irgendwie, das ist nichts mit uns zu tun hat.
[4:28] Ich glaube, Hosea ist enorm aktuell für mich, für dich, für uns alle. Denn Gott sagt: "Sie dann nach Ägypten zurückkehren." Das bedeutet also, der Gedanke ist ja: Ich habe sie aus Ägypten, aus der Sklaverei herausgeführt, aber wenn das so weitergeht, wird das wieder in Ägypten enden. Dann wird all das, was ich für sie getan habe, am Ende ohne Bedeutung für sie sein, weil sie wieder in Ägypten angekommen sind.
[4:50] "Weil Israel seinen Schöpfer vergaß und sich Paläste erbaute, und weil Juda viele Städte befestigte, so will ich Feuer seine Städte senden, dass seine Prachtbauten verzehren." Man hatte geprotzt, man hatte große Paläste gebaut. Man hatte in Ausgrabungen Samaria Teile des Palastes gefunden, den Omri und Ahab gebaut haben, monumentale Architektur. Aber alles zerstört.
[5:21] Was wir tun, um uns selbst zu erhöhen, was wir tun, um Ruhm zu erreichen oder vielleicht unser Leben zu stärken, hat keinen Bestand, wenn es ohne Gott geschieht. "Freue dich nicht, Israel, wie die Völker vorlagen, denn du bist deinem Gott durch Hurerei und Treue geworden."
[5:37] "Hast gerne genommen auf allen Kontinenten und Kälte werden sie nicht nähren, und der Most wird sie im Stich lassen." Mit anderen Worten, die Ernte wird nicht ausreichen, sie soll nicht bleiben im Land des Herrn, also in Palästina, sondern Ephraim muss nach Ägypten zurückkehren und in Assyrien unreine Speisen. Hier wird angedeutet und deutlich vorhergesagt, dass das Land entvölkert werden wird. Dass im Zuge des Gerichts Gottes die Israeliten verschleppt werden in fremde Länder.
[6:08] "Sie sollen dem Herrn keinen Wein zum Trankopfer spenden, und an ihren Schlachtopfern wird er kein Wohlgefallen haben. Wie Trauerbrot sollen sie ihnen sein. Alle, davon essen, verunreinigen sich damit, denn ihr Brot ist nur für ihren Hunger." Es ins Haus des Herrn kommen, Gott hat keinerlei Freude an einem rein formalen Gottesdienst, der das entscheidende, worauf alle Zeremonien hinweisen, nämlich das Evangelium als Rettung von der Sünde, ignoriert.
[6:33] Wenn wir die Errettung von der Sünde nicht wahrhaben wollen, wenn wir nicht uns wirklich Gott zuwenden, wenn wir nicht unserem Herzen mit ihm verbunden sein wollen, dann ist alles, was wir äußerlich tun an Gottesdienst für Gott, völlig irrelevant. Denn jedes Opfer, das gebracht werden sollte, sollte an den Erlöser erinnern, der für ihre Sünden gestorben ist, und sollte ihnen zeigen, wie kostbar das Evangelium ist.
[7:03] Und wie sehr sich Gott wünscht, dass sie sich bekehren, dass sie Buße tun, ihre Sünden bekennen und lassen und durch Gottes Kraft neue Menschen werden.
[7:20] "Was wollt ihr am Feiertag tun, am Tag des Festes des Herrn? Denn siehe, wenn sie wegen der Verwüstung weggezogen sind, so wird Ägypten sie aufnehmen, Memphis wird sie begraben. Diesen werden ihre silbernen Kleinodien überwurfen, Dornen ihre Hütten. Es wird alles verwüstet werden. Sie werden im Ausland sterben." Die Tage der Heimsuchung sind gekommen, die Tage der Vergeltung sind da. Israel soll erfahren, ob der Prophet ein Narr sei.
[7:48] "Der Geist des Menschen wahnsinnig und das und deiner großen Schuld, wenn, weil du so feindselig bist." Warum kommt das Gericht? Weil die Israeliten dem Wort Gottes, dem, was sie Propheten gesagt haben, durch den Geist der Weissagung, weil sie dem feindselig gegenüberstanden und damit große Schuld auf sich häuften und nicht bereit waren, dass ihre Schuld ihnen vergeben wird.
[8:15] "Ich freue mich, schaut nach Gesichtern aus, neben meinem Gott, dem Propheten sind auf allen seinen Wegen Vogelfallen gelegt. Im Haus seines Gottes feindet man ihn an." Man wollte zwar wissen, was die Zukunft bringt, aber man hat sich an andere Götzen, an Götter gewandt, andere sogenannte vermeintliche Götter. Man hat die wahren Propheten Gottes bedrängt, ihnen aufgelauert, sie angefeindet.
[8:39] Auch heute noch das wahre prophetische Wort angefeindet. Ich glaube ja, ich glaube, der Widerstand gegen den Geist der Weissagung, auch am Ende der Zeit, zeigt uns, wie aktuell das Buch Hosea heute ist.
[8:58] "In tiefe Verderbnis sind sie versunken, wie vor Zeiten in Gibeon. Er wird an ihre Missetat gedenken, ihrer Sünden wird er strafen." Gebär, das erinnert an die furchtbare Geschichte in Richter 19 und Richter 20 und 21, als schlimme Gräueltaten damals im Volk Israel passiert sind. "Wie Trauben in der Wüste, so fand ich Israel, wie eine frühreife Frucht am jungen Feigenbaum." Mit Blick durch eure Feder eine Erinnerung an das, was Gott ganz am Anfang mit dem Volk Israel zur Zeit von Mose erlebte.
[9:38] Sie übergingen zum Baal Peor und weiteten sich das Schande und wurden zum Groll, wie der, den sie lieben. Beat ist die Geschichte kurz vor dem Einzug in das gelobte Land, die man in 4. Mose nachlesen kann.
[9:55] Als Israeliten durch Hurerei mit den Moabiteren zum Götzendienst zur geistlichen...
[10:03] Und es zeigt uns, wie wichtig das Thema auch sexueller Reinheit, auch in unserer Zeit ist. Kurz vor der, kurz vor dem Einmarsch in die Hose... in Kanaan. Weil das ein Mittel Satans und Israeliten doch noch davon abzuhalten. Und hier nur sehr wird daran erinnert.
[10:24] "Herrlichkeit fliegt wie ein Vogel davon. Keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis. Ja, wenn sie auch ihre Söhne aufziehen, so mache ich sie doch kinderlos, dass kein Mensch mehr da ist. Denn wer ihnen, wenn ich mich von ihnen abwende?"
[10:41] "Ephraim, wie ich ihn sehe, ist gepflanzt wie Tyros in der Aue. So was Gott sich eigentlich vorstellt für das Volk Israel, das ist etwas ganz Großartiges. Was war in einer berühmten Stadt, in einer wunderbar gelegenen, strategisch enorm gut, konnte dadurch enormen Reichtum entfalten. Das haben wir ja in Hesekiel sehen können. Aber er muss seine Söhne zu dem hinausführen, der sie erwürgen wird."
[11:05] Gott hat einen großen Plan von seinem. Er sieht das Potenzial durch seinen kleinen Kraft und seinen Geist und unserem Leben. Aber es kann sein, dass dieses Potenzial sich nie entfaltet, weil wir die Bedingungen, nämlich Umkehr und Buße, Annahme des Evangeliums, ein Leben mit Gott nicht angenommen haben.
[11:24] "Gib ihnen her, was willst du ihm geben? Gib ihnen einen unfruchtbaren Leib und trockene Brust." Mit anderen Worten, Mangel, keinen Überfluss. "Alle ihre Bosheit stammt von Gilgal her, so dass ich sie dort zu hassen begann wegen ihrer schlimmen Handlung. Will ich sie aus meinem Haus vertreiben, aus dem Heiligtum heraus."
[11:48] "Ich kann sie nicht mehr lieben. Alle ihre Fürsten sind abtrünnige." Das ist eine der dramatischsten Sätze, die Gott in der Liebe gesagt hat, dass ich kann sie nicht mehr lieben.
[12:05] Gottes Liebe ist ohne Ende. Gottes Liebe ist ewig. Mit ewiger Liebe habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte, sagte er ja in Jeremia 31,3. Aber es kommt der Zeitpunkt, wo die Liebe Gottes keinerlei Antwort mehr im Herzen eines verhärteten Menschen findet, wo diese Liebe abprallt und nichts mehr verändern kann, wo sie sozusagen nutzlos wird, unbrauchbar, weil sie das, was sie erreichen will, nicht mehr erreichen kann.
[12:41] "Ist geschlagen, ihre Wurzel ist verdorrt. Sie bringen keine Frucht. Wenn sie auch Kinder gebären, so werde ich doch ihre Lieblinge töten, die aus ihrem Leib hervorkommen. Mein Gott wird sie verwerfen, weil sie ihm nicht gehorcht haben. Darum müssen sie als Flüchtling umherirren unter den Heidenvölkern."
[13:01] "Israel ist ein Rang in der Weinstock, der für sich selbst Frucht bringt. Je mehr Früchte erbrachte, desto mehr als Tiere bauten sie. Je besser ihr Land war, desto schönere Götzenbilder machten sie."
[13:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du unsere Herzen weich machst. Wir möchten unsere Herzen vor dir zerreißen, dass die Liebe, die du zu uns hast, uns auch verändern kann, dass sie unser Herz erneuern kann. Und dass wir uns nicht verhärten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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