In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die prophetischen Worte aus Hosea 11-13 ein. Er beleuchtet Gottes tiefe Enttäuschung über die Untreue seines Volkes, aber auch seine unerschütterliche Liebe und sein Angebot der Erlösung. Die Ausführungen zeigen, wie Gott trotz menschlicher Schwäche und Sünde immer wieder Wege aufzeigt, umkehr zu ermöglichen und eine neue Beziehung zu ihm zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: Hosea 11:10-13:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HoseaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 937. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für deine unfassbare Gnade und danke, dass du alles, wirklich Himmel und Erde in Bewegung setzt, du alles gibst, was du nur hast, um uns zurück auf den Weg des Lebens zu bringen. Ja, das habe ich in meinem Leben erlebt und ich denke, viele von uns können bezeugen, dass du Großes tun kannst, ein großes tun willst. Danke, dass wir sehen dürfen, auch noch kurz vor dem Ende, dass das Ruder rumreißen kann und es doch noch ewiges Leben schenken kann.
[1:25] Hey, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du unsere Herzen bereit machst, dein Wort zu hören und dass wir bereit sind, das Evangelium anzunehmen, so wie du es uns zeigst. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt in diesen kommenden Minuten durch dein Wort zu uns sprichst und dass deine Worte uns zeigen, wie du über uns denkst. Dafür danken wir dir, dass du das tun wirst. Im Namen Jesu. Amen.
[2:02] Wir sind in Hosea Kapitel 11. Gott macht deutlich, was er mit den Israeliten erlebt hat, dass er sie geliebt hat, dass er für sie da gewesen ist, dass er für sie gesorgt hat, sie geheilt hat und sie ihm den Rücken gekehrt haben, dass sie nicht von ihm nichts wissen wollten, dass sie den Götzen nachgelaufen sind und dass es jetzt zum Gericht kommt, zur Zerstörung der Städte, zur Vertreibung des Volkes, zur Deportation in andere Teile des assyrischen Reiches. Dass Gott in seinem tiefsten Inneren das eigentlich ja gar nicht möchte, dass er zu Tode betrübt ist und dass er nicht nach seinem Zorn handeln möchte, sondern als ein heiliger Gott, nicht wie ein Mensch, der einfach nur emotional aufgebracht ist, dann straff, sondern eher ein heiliger Gott, trotz aller Gerechtigkeit, ja geschehen muss, den Weg der Erlösung weiterhin anbietet.
[2:57] Wir wollen lesen ab Hosea 11, Vers 10. "Sie werden dem Herrn nachfolgen. Der brüllen wird wie ein Löwe, wenn er brüllt, so werden die Söhne zittern vom Meer. Herbeieilen wie Vögel werden sie aus Ägypten, zittern dabei allen und wie Tauben aus dem Land, das Syrien. Und ich werde sie in ihren eigenen Häusern wohnen lassen, spricht der Herr." Ja, Gott muss es zulassen, dass Israel zerstört wird. Wenn ja, er muss zulassen, dass der assyrische König alles einen, ja, er muss zulassen, dass sie nach Assur deportiert werden, dass sie sich in Ägypten wiederfinden. Aber das hält ihn nicht davon ab, trotz der Gerechtigkeit, die ihre Sünden letztendlich, ja, die wegen ihrer Sünden notwendig ist, trotzdem das Evangelium weiterhin hochzuhalten und ihnen die Gelegenheit zu geben, selbst noch in Assyrien wieder umzukehren, wieder zurückzukehren. Auch wenn sie alles verloren haben, nicht mehr sein Volk sind, dass sie wieder sein Volk werden können. Er bietet ihnen hier wieder eine neue Verlobung an. Sie werden zurückkehren, wenn er brüllen wird wie ein Löwe.
[4:09] Und wer die Offenbarung kennt, weiß, dass dort Jesus in Offenbarung 10 brüllt wie ein Löwe, als das Buch Daniel entsiegelt wird, als die Adventsbewegung dort entsteht, um Menschen aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen dazu aufzufordern, Gott zu fürchten, ihm die Ehre zu geben und wo immer sie sich gerade befinden, zurückzukehren zu dem wahren Evangelium. Das ist genau das, worum es hier geht. Sie werden zurückkehren. Wir haben gesehen, dass das in Jesaja vorhergesagt wird, dass sie aus Syrien, aus Ägypten, zurückkehren werden mit einer Straße, sein zurück nach Israel, zurück nach Zion. Was im Neuen Testament dann symbolisch bedeutet, dass sie zurückkehren zu der Wahrheit des Evangeliums, zu Gottes Gemeinde, zu seinem Volk und sie wieder in ihren eigenen Häusern wohnen können.
[5:03] Damit wird sich erfüllen, was in 5. Mose 30 steht, dass wenn wir bis ans Ende des Himmels des Stolzes sind, wir und wir dort uns bekehren wie der verlorene Sohn, Gott uns von dort, von dem äußersten Ende, zurückholen kann und uns neu einpflanzen kann in das Land. Sowieso 5. Mose 32, in Jeremia 32, Vers 37 bis 41 steht, dass er von seinem ganzen Herzen, mit seiner ganzen Seelen uns wieder einpflanzen wird und dass er Freude daran haben wird, uns wohl zu tun und uns seine Furcht vor ihm in unser Herz gehen wird, dass wir nicht mehr davon abweichen.
[5:45] "Ephraim hat mich mit Lügen umgeben und das Haus Israel mit Betrug. Auch Juda schweift immer noch umher neben Gott, dem Heiligen, der treu ist. Gottes treu über Gottes Volk ist so oft untreu. Gottes treu, aber so oft sind wir untreu und schweifen umher und wechseln zwischen Loyalität zu Gott und dann doch zu den Attraktionen der Welt."
[6:11] "Ephraim nähert sich vom Wind und läuft den ganzen Tag dem Ostwind nach. Er wird täglich verlogener und gewalttätiger. Ein Bündnis mit Assur wollen sie schließen, mit und Öl wird nach Ägypten gebracht. Es wird mit ihm nicht besser, sondern schlechter. Mit jedem Tag nimmt das Unheil größere Ausmaße an. Ihre Bosheit wird immer heftiger. Sie wollen sich mit denen verbinden, von denen Gott sagt, dass sie ihnen nicht helfen werden, geschweige denn viel mehr werden es ihre Feinde sein, vor allem Syrer. Auch mit Juda hat er her einen Rechtsstreit und er muss Jakob strafen entsprechend seinen Wegen. Er wird ihm vergelten entsprechend seinen Taten."
[6:48] Immer wieder sehen wir, dass es nicht nur das ist, sondern auch, dass sie reich schon im Mutterschutz hielt er die Ferse seines Bruders und in seinem Mannes-Kraft kämpft er mit Gott. Das bezieht sich auf Jakob, der ja der Betrüger genannt wurde, weil er die Ferse des Bruders im Mutterschutz hielt und er dann mit Gott am Jabbok gekämpft hat, dann 1. Mose 32 haben wir das gelesen. Und der immer gedacht hat, dass er durch seine eigene Klugheit und durch seine eigenen Manöver und seine Strategie durch den Segen ganz gaunen kann. Und das hat nie geklappt. Sein Leben war eher ein Fluch als ein Segen, bis er dort von Gottes Hand für immer verletzt, nach Stunden langem Ringen mit Gott, ohne zu wissen, dass Gott es erkennt, dass er gegen Gott gekämpft hat und jetzt seine Füße niederwirft und ihn nicht loslässt und bittet: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich."
[7:42] Gott sieht sich nach solchen Menschen, die nicht loslassen, sondern ihn von Herzen bitten, von ihm gesehen zu werden. Er kämpfte mit dem Engel und siegte. Er weint und flehte zu ihm. In Bethel hatte ihn gefunden und dort hat er mit uns geredet. Jakob hat gegen Gott gesiegt, ging Jesus, indem er auf seine Schwachheit verwiesen hat und mir gesagt: "Ich kann nicht." Man kann niemals von Herzen seine Schwachheit vor Gott bringen und nicht gesegnet werden. Davon ganzem Herzen fühlt, dass er Hilfe braucht und zu Gott kommt, wird niemals unter keinen Umständen und unter gar keiner Bedingung jemals zurückgeschickt werden.
[8:29] Denn glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Nämlich der Herr, der Gott der Herrscher und dessen Gedenkname Herr ist. Dort hat ihm den Namen Israel gegeben. Dort hat Jesus ihm seinen Namen Israel gegeben, weil Jesus ja der wahre Gotteskämpfer ist. Einem gesagt: "Ab jetzt hast du meine Identität, meine Gerechtigkeit steht für dein Leben."
[8:56] So kehre um zu deinem Gott. Halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott. Wenn wir umkehren müssen, wir drei Dinge tun. Wir müssen an der Liebe festhalten, an dem Recht festhalten und stets auf Gott hoffen, nicht auf uns selbst, sondern auf das, was Gott in uns, durch uns tun kann.
[9:14] "Der Kanaaniter hat eine falsche Waage in der Hand, er übervorteilt gern. Auch Ephraim spricht: 'Ich bin doch reich geworden, ich habe mir ein Vermögen erworben. An alle meine Erwerbe wird man mir kein Unrecht nachweisen können, das Sünde wäre.' Das klingt fast wörtlich aus Laodizea herauskopiert. 'Ich bin reich geworden, ich mir geht es gut, alles okay mit mir. Ich arbeite her, bin dein Gott vom Land Ägypten her. Ich werde dich wieder in Zelten wohnen lassen, wie zur Zeit des Glaubensfestes. Ich habe zu den Propheten geredet und viele Offenbarungen gegeben und durch die Propheten in Gleichnissen gelernt. Sind sie in Gilead nichts für dich gewesen? So sollen sie zunichte werden. Haben sie in Gilgal Stiere geopfert? So sollen auch ihre Altäre wie Steinhaufen auf den Furchen des Ackers werden.' Mit anderen Worten, wenn sie trotz der Offenbarung, die Gott gegeben hat, Götzen betrieben haben, dann werden sie die entsprechenden Konsequenzen zu tragen haben."
[10:06] Als Jakob in das Gebiet von Aram floh, damals in 1. Mose 28, da diente Israel um eine Frau und meine Frau hütete er die Herde. So hat der Herr durch einen Propheten Israel aus Ägypten darauf geführt, dass mich Mose oder sich einen Propheten hüten lassen.
[10:23] Ephraim hat ihn bitter gekränkt. Gott hat so viel für uns getan, er hat so viel für das Volk Israel getan und das Volk Israel hat den bitter gekränkt.
[10:39] Lass uns bewusst, dass wir Gott durch unsere Sünde, dadurch, dass wir Dinge mehr leben als Gott, kränken. Er wird seine Blutschuld auf ihn werfen und sein Herr wird ihm seine Beschimpfung vergelten.
[10:56] Wenn Ephraim redete, herrschte Schrecken. Mit anderen Worten, er war sehr mächtig, groß stand er da in Israel, als er sich aber mit dem Baal versündigte, der Star Wars. Und nun fahren sie fort zu sündigen und gießen sich bilden es aus ihrem Silber, Götzenbilder nach ihrer Erfindung, allesamt ein Meisterwerk von Künstlern. Von ihnen sagen sie, die Menschen, die opfern sollen, die Kälber küssen. Sie fahren damit fort, immer weiter, immer weiter. Sie leben in der Sünde und wollen die Sünde nicht lassen. Darum werden sie sein wie eine Morgenwolke und wieder Tau, der früh vergeht.
[11:28] Wir haben dieses Bild schon gesehen, als Gott sich darüber beklagte, dass die Liebe der Israeliten wie eine Morgenwolke ist, die vergeht, weil sie nicht beständig an Gott festhalten. Werden sie sein wie eine Morgenwolke. Sie werden selbst vergehen wie die Freude, die von der Tenne verweht wird. Das Bild kennen wir aus Psalm 1. Sind die Gottlosen, die im Gericht nicht bestehen können. Das sind die, die in Daniel 2 bei der Wiederkunft Jesu verloren sind.
[11:55] Wieder Rauch aus dem Kamin. Ich aber bin der Herr, dein Gott, vom Land Ägypten her. Wir hier klingt 2. Mose 20, das Gesetz Gottes, der Bund, den Gott mit ihnen geschlossen hat. Und außer mir kennst du keinen Gott und es gibt keinen Retter als mich allein. Wir denken noch an die, an die 40er Kapitel in Jesaja, wo Gott immer wieder gesagt hat: "Ich bin der Einzige, ich bin der Retter, ich bin der Schöpfer, ich bin der Erlöser."
[12:17] Und wir müssen zu gehen. Wir kennen keinen anderen Retter als nur Jesus allein.
[12:23] "Ich habe mich deiner angenommen in der Wüste, im dürren Land. Als sie aber beide fanden, wurden sie satt. Und als sie satt wurden, überhoben sie sich überhaupt, vergaßen sie mich." Warum vergessen Gott? Weil wir die Segnung für selbstverständlich achten, weil wir nicht dankbar sind. Deswegen verfinstert sich unser Herz, wie Römer 1 ganz deutlich sagt. Sowie der Luzifer im Himmel die Segnung Gottes für sein eigenes Recht hielt und sich deinem Herzen überhob, so haben sich die Israeliten überhoben. Und so geschieht auch Sünde in unserem Leben, dass wir uns selbst überheben und Gott vergessen.
[12:55] "Da wurde ich gegen sie wie ein Löwe und lauerte wie ein Panther am Weg. Ich überfiel sie wie eine Bärin, der man die junge geraubt hat, und zerriss ihn in den Brustkasten und fraß sie dort wie ein Löwe die wilden Tiere zerrissen sie. Das ist dein Verderben, Israel, dass du gegen mich, deine Hilfe, bist."
[13:13] Lieber Freund, liebe Freunde, lass uns niemals gegen Gott sein, der doch unsere Hilfe ist. Gott will uns helfen. Wenn wir gegen ihn arbeiten und uns gegen ihn stellen, dann stellen wir uns gegen den, der uns helfen kann, und dann sind wir per Definition verloren.
[13:32] "Wo ist denn nun dein König, dass er dir helfen in allen deinen Städten? Und wo sind deine Richter? Denn du hast ja gesagt: Gib mir einen König und Fürsten." Gott wollte von Anfang an eigentlich nicht, dass Israel Könige hat. Wir erinnern uns an die Geschichte in Samuel, wo das Volk unbedingt einen König haben will und dann Saul als erster König gewählt. Und ja, es gab gute Könige wie David, was war sowieso nur Plan B. Und jetzt, als man sich von Gott abgewandt hat, haben diese Könige nur umso mehr Schaden angerichtet. Was hat es genutzt, Könige zu haben? Das Volk geht in den Abgrund. "Ich gab dir einen König in meinem Zorn und nahm ihn wieder weg in meinem Grimm."
[14:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen zu dir umkehren und wir wollen festhalten an der Liebe, an deiner Liebe. Wir wollen festhalten an dem Recht, an deinem Recht. Und wir wollen stets darauf hoffen, dass du das Beste für uns willst, dass du unser Leben führst, dass du heute an diesem Tag uns voran gehst und in jeder schwierigen Situation uns nicht verlässt, weil auf dich vertrauen. Und dafür danken wir dir. Im Namen Jesu. Amen.
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