In dieser Predigt wird der biblische Text aus Offenbarung 2, Vers 20 behandelt, der sich mit der Gemeinde in Thyatira und der dort agierenden Prophetin Isebel befasst. Die Sprecherin beleuchtet die negativen Eigenschaften und Handlungen Isebels, indem sie auf historische Begebenheiten aus dem Alten Testament zurückgreift, insbesondere auf die Geschichte von König Ahab und Nabots Weinberg. Dabei werden Parallelen zu heutigen Glaubensfragen gezogen und die Bedeutung von Reinheit im Glauben und die Gefahr der Verführung durch falsche Lehren hervorgehoben.
Offenbarung 2:20
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[1:50] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarung-Seminar. Schön, dass ihr heute da seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir studieren weiterhin Offenbarung, sind in Kapitel 2, Vers 20 angekommen. Es wird um Isebel gehen. In der Gemeinde sind wir weiterhin und bevor wir heute einiges Spannendes entdecken werden, lade ich euch ein, dass wir gemeinsam zum Gebet niederknien, wo es möglich ist.
[2:28] Unser Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt dieses Offenbarung-Seminar haben können. Vater, es ist jeden Tag ein Wunder, dass wir aufstehen können und das ist auch, ja, es hat einige Wunder gebraucht, dass wir heute hier sein können, aber du hast es möglich gemacht. Und ich danke dir auch für dein Wort, dass wir haben, dass wir in Freiheit studieren dürfen. Danke, Herr, dass du uns auch Verständnis dazu gibst. Wir bitten dich um den Heiligen Geist, denn ohne dich können wir nichts tun, nichts verstehen, nichts anwenden. Und wir brauchen deinen Heiligen, den Einfluss in unserem Leben, dass wir verändert werden. Danke, Vater, dass du das auch möglich machen möchtest. Danke, dass du es möglich machen wirst. Amen.
[3:26] Das letzte Mal haben wir Vers 19 beendet. Da ging es um, ja, die Vorzüge, die die Gemeinde Tyatira hatte, die Gläubigen dort. Was können wir noch kurz ins Gedächtnis rufen? Welche Eigenschaften hatten die Gläubigen in Tyatira? Sie hatten in Offenbarung 2, Vers 19 hatten wir davon gelesen: Sie hatten die Liebe, den Dienst, dann hatten sie auch den Glauben und das standhafte Ausharren. Sehr wichtige Eigenschaften, die am besten jeden Christen auszeichnen sollten.
[4:18] Und jetzt lesen wir weiter in Offenbarung 2, Vers 20. Dort sagt Jesus auch, was ihm nicht so gut passt: „Aber ich habe einiges gegen dich einzuwenden: Du lässt zu, dass diese Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Diener vom richtigen Weg abbringt. Sie verführt sie dazu, Götzen anzubeten, vom Fleisch von Götzenopfern zu essen und Unzucht zu treiben.“
[4:52] Danke schön. Also, hier sagt Jesus: „Aber ich habe ein Weniges gegen dich.“ Haben wir diese Formulierung schon einmal gelesen in den letzten Wochen? Wo? Ja, hast du den Vers? Offenbarung 2, Vers 14. Genau, diesmal: „Aber ich habe ein Weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß zu Sünde, wo die Kinder Israels zu legen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.“ Aha, klingt sehr ähnlich wie der Vers, den wir jetzt haben, oder? Da sagt auch Jesus: „Ich habe ein Weniges gegen dich.“
[5:41] Dass die Lehre Bileams noch bei euch verbreitet ist und dass er verführt. Okay, das merken wir uns schon mal. Hatte Jesus zuvor noch was angeprangert? Gab es noch eine Gemeinde, wo er nicht mit allem ganz einverstanden war? Mit Ephesus, ja. Was war das Problem bei Ephesus? Dass sie die erste Liebe verlassen haben. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Ja, genau. Also Jesus sagt auch, was hier nicht stimmt. Aber wohlgemerkt, dass es so ist, dass er in Offenbarung 2, Vers 20 sagt: „Ich habe ein Weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau Isebel dies und das tut.“
[6:34] Also, wir können schon gleich am Anfang des Verses entnehmen, wir können Gott nicht nur dann traurig machen, indem wir selbst Sünde tun, sondern auch dann, wenn wir Sünde in unserem Leben zulassen, auch dann, wenn wir Sünde in unserer Gemeinde dulden, auch dann, wenn wir Sündiges in unserem Herzen dulden, auch in dem Moment, wo wir sie nicht gerade tun. Versteht ihr ein bisschen den Unterschied? Also, wenn ich gewohnheitsmäßig seine Lieblingssünde habe, angenommen, ich esse jeden Abend um 10 Uhr etwas Süßes, nehme das mal als Beispiel. Selbst dann, wenn es morgens ist um 7 Uhr, aber ich diese Sünde nicht vor Gott gebracht habe, steht sie Gott zwischen Gott und mir. Es muss nicht erst zu dem Zeitpunkt sein. Es muss nicht erst dazu kommen, dass etwas ja, einfach zwischen Gott und uns steht oder etwas Gott traurig macht in unserem Leben.
[7:49] Und deswegen, was, welchen Lösungsvorschlag hättet ihr für so ein Problem?
[8:01] Dazu wird ja dann auch in Offenbarung 2, gerade bei der Gemeinde Ephesus, explizit aufgerufen. Genau. Ich denke, diese Prüfung ist auch wichtig. Das dürfen wir manchmal nicht vergessen. Denn hier redet Gott oder redet Jesus ja zu den Gemeinden und er prüft eigentlich jede Gemeinde schon in seinen Briefen, indem er sagt: Das eine ist gut und das andere ist schlecht. Das ist wie eine Prüfung, oder? Aber bei uns ist es jetzt manchmal so, wir sind schon teilweise so abgestumpft, dass wir nicht mehr diese klare Stimme je zu vernehmen können. Wir bekommen auch keinen direkten Brief von ihm. Und dann liegt es an uns, ins Gebet zu gehen und zu sagen: Herr, prüfe du mich, erforsche mein Herz. Es heißt in den Psalmen: „Erforsche mein Herz und sieh, wie ich es meine.“ Denn dann kann uns Jesus auch klar machen, was da nicht passt.
[9:11] Wie geht man damit um, wenn man merkt, es gibt hier ein Problem? Eines, Sünde, die nicht dahin gehört.
[9:26] Wie gehe ich damit um, wenn ich merke, in meinem Leben ist Sünde oder in meiner Gemeinde ist eine bestimmte Sünde? Was kann ich tun? Vor Jesus bringen. Also, beten, Bekenntnis. Und auch, wenn es in der Gemeinde ist, wenn du etwas weißt, dann denjenigen ansprechen oder denjenigen und ja, aufmerksam machen. Und dann, ja, also es ist anzugehen. Man kann es nicht einfach so stehen lassen.
[9:59] Jetzt wollen wir mal über diese Frau Isebel sprechen. Dort heißt es: „Du lässt es zu, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt und sucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.“ Wer war Isebel?
[10:23] Die Frau vom Ahab, vom König Ahab, ja. König Ahab. Lasst uns mal zu dem Vers gehen, wo sie zuerst vorkommt. Und zwar, einen Moment. Erste Könige, ist das? Erste Könige 16, 31. Genau.
[11:11] Und als genügte es noch nicht, ein Leben wie Jerobeam, der Sohn Nebats, zu führen. Name auch noch Isebel, die Tochter von Et-Baal, den König der Sidonier, zur Frau und begann dem Baal anzubeten.
[11:35] Also, hier kommentiert der Schreiber das, ist so ungefähr. Er sagt: War das nicht schon genug Sünde, die Ahab getan hat? Und jetzt, eins oben drauf, heiratet er auch noch diese Frau. Was war das Problem daran, dass Isebel geheiratet hat?
[11:52] Kann man sich nicht frei aussuchen, wenn man heiratet? Sie hat einen anderen Glauben gehabt, sie kam aus dem anderen Volk. Sie hat was ganz anderes gemacht als jetzt der König von Israel. Ja, ja, genau. Du wolltest auch noch etwas dazu sagen.
[12:17] Die Tochter Et-Baals, das kommt vom Baal. Ja. Und ja, sie war eine Baal-Anbeterin, eine Prophetin von denen. Eine Leiterin, die Prophetin, so wie man sagt, von Baal. Ja, ja. Später in die Geschichte, dann kommt, wenn Elia kommt, vor. Dann, ja, genau. Ja, genau. Das ist damals hatten sie ein großes Problem mit ähm, ja, Anbetung. Das war so, du hast es richtig gesagt, in 1. Könige 18 lesen wir ja davon, wie auf dem Berg Karmel dieses Duell, könnte man fast sagen, ausgeführt wird. Wer ist der wahre Gott? Baal oder Gott, der das Volk Israel?
[13:16] Ich wollte sagen, am Anfang vor der Sintflut sind ja die Götter, sind also die Gläubigen, sage ich mal, zu den Ungläubigen hin. Und es war auch nicht gut. Und hier wiederholt sich das praktisch wieder die Geschichte, ja. Und vor allen Dingen hatten die Israeliten klare Anweisungen bekommen dahingehend. Lesen wir mal 2. Mose 34, und dort die Verse 12 bis 16.
[13:39] Zweite Mose 34, Verse 12 bis 16. „Hüte dich davor, einen Bund zu schließen mit den Einwohnern des Landes, in das du kommst, damit sie dir nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte. Sondern ihr sollt ihre Altäre umstürzen und ihre Götzensteine zerbrechen und die Ascheren-Standbilder ausrotten. Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name der Eifersüchtige ist, ist ein eifersüchtiger Gott. Dass du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachlaufen und ihren Göttern opfern, dich einladen, und du dann von ihnen von ihrem Opfer isst und deinen Söhnen und deine Töchter zu Frauen nimmst, und ihre Töchter dann ihren Göttern nachlaufen und deine Söhne verführen, dass sie auch ihren Göttern nachlaufen.“
[14:39] Weil bis dahin, was wird hier alles angesprochen, was dann später auch in, ja, in Offenbarung 2, Vers 20 angeprangert wird.
[14:52] Also, es geht im Ganzen um diese Götzanbeterei. Das höre ich am meisten raus. Ja.
[15:03] Und die Verführung durch Heirat, dass die Frauen die Männer verführen, also dass sie dann ihren Weg verlassen, also dass sie Götzenanbetung dann machen.
[15:12] Ja, genau. Das sind zwei große, ja, Hindernisse eigentlich, warum Gott hier sagt: Ihr sollt niemanden aus dem Fremden Volk heiraten. Es ging ihm ja jetzt nicht in erster Linie irgendwie Abstammung oder so. Heutzutage haben wir das auch nicht so, aber es geht ihm ganz klar darum: Es soll keiner mein Volk zum Götzendienst verführen. Keiner soll es davon abbringen. Ja.
[15:45] Also, als folglich und auch die Kinder, die Nachkommen sollen es auch nicht machen. Welche Lehre können wir daraus für uns sehen?
[15:59] Dass, wenn wir einen Ehemann jetzt als Frau, Mann finden wollen, dass wir Gott auch zuerst fragen, ob das der Ehemann sein soll. Dass wir Gott integrieren als Hauptteil, als Oberhaupt in allem, was wir tun. Egal, was es ist. Ja.
[16:17] Genau. Man kann es selbst auch auf Freunde anwenden, denn selbst auch Freunde können einen vom Glauben abbringen.
[16:29] Okay, es hat sich erledigt. Gut. Jetzt haben wir eben gesehen, sie hat schon in ihrer Herkunft dieses Baal-Priestertum irgendwo dabei. Als es war, dieser Götzendienst schon ihr in die Wiege gelegt worden, könnte man sagen. Und denn sie war auch eine von den Völkern Kanaans. Aber wir sehen auch in den Geschichten, die uns von Isebel überliefert worden sind, dass sie nicht nur der Herkunft wegen eine äußerst ungeeignete Ehefrau war, sondern auch durch ihren Charakter.
[17:09] Und da sehen wir in 1. Könige 21 zum Beispiel die Geschichte von Nabot. Die Geschichte, in der Ahab den Weinberg von Nabot sieht und er merkt, der ist in der Nähe von meinem Palast. Eignet sich doch super für einen Kräutergarten. Und Ahab möchte einen Kräutergarten dort anlegen. Deswegen fragt er Nabot: Kann ich dein Feld haben, deinen Weinberg haben? Aber was ist Nabots Reaktion darauf?
[17:50] Er will es nicht verkaufen, er will es auch nicht eintauschen. Er sagt, das ist Familienerbe, das gebe ich nicht her. Und wie reagiert dann Ahab?
[18:08] Wir waren ja verbittert und ja, sauer, aber er kam nach Hause. Ja.
[18:18] Hause. Ja. Kam nach Hause, angesehen haben, dass hier Ahab traurig eigentlich wollte, denn er war sehr schlecht gelaunt. Und Isebel fragt ihn dann: Warum bist du so traurig? Was ist mit dir los, dass du nicht mal essen willst? Und Ahab erzählt ihr dann, dass Nabot diesen Weinberg nicht hergeben wollte.
[18:43] Was ist Isebels Vorschlag daraufhin?
[18:52] Du siehst, in die Hand nimmt. Ahab, lass uns mal 1. Könige 21 und dort die Verse 7 bis 10 lesen.
[19:18] Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: „Zeige jetzt, dass du König über Israel bist. Steh auf und iss etwas und sei guten Mutes. Ich will dir den Weinberg Nabots des Jissreeliters verschaffen.“ Und sie schrieb Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sie sandte sie an die Ältesten und die Edlen, die mit Nabot zusammen in seiner Stadt wohnten. Und sie schrieb in den Briefen Folgendes: „Ruft ein Fasten aus und setzt Nabot oben an unter dem Volk und selbst im Gegenüber zwei Männer, Söhne Bileams, die gegen ihn Zeugnis ablegen und sagen sollen: Du hast Gott und dem König geflucht! Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, damit er stirbt.“
[20:04] Danke schön mal bis dahin. Wie geht Isebel vor? Was ihre Taktik? Sehr grausam. Okay, lass uns das mal Schritt für Schritt durchgehen.
[20:14] Du hast schon gesagt, sie nimmt es in die Hand. Sie sagt: „Zeige jetzt, dass du König über Israel bist.“
[20:27] Also, es geht ihr darum, Macht auszuspielen, oder?
[20:30] Du bist der König. Wer hat dir irgendetwas zu sagen?
[20:43] Ja, dahinter ist ja eine ganz interessante Idee, weil der Nabot darf denn gar nicht verkaufen. Das Gesetz Gottes verbietet explizit, dass man sein Erbe dauerhaft verkauft. Das heißt, wenn sie sagt: „Zeige, wer König ist“, impliziert das eigentlich, zeige, dass du als König über dem Gesetz stehst, dass du dich als König in deiner Macht über göttliche Anordnung hinwegsetzen kannst. Und das ist super interessant, weil das natürlich ein Gedanke ist, der dann für die typische Auswirkung von Isebel ganz entscheidend ist. Ja, politische Macht über Gottes Gesetze hinweg haben zu wollen.
[21:22] Ja, das ist, ich denke, die Macht ist schon mal ein wichtiger Hinweis, den wir hier haben. Aber das ist noch so die Note oben drauf. Es geht hier über Gottes Gesetz oder Gottes Anweisungen sich hinwegzusetzen.
[21:46] Okay. Was macht sie noch? Was macht die Isebel noch?
[21:57] Sie schmiedet einen Lügenplan. Okay. Ja.
[22:01] Lass das mal chronologisch vorgehen. Also, was ist ihr Plan? Sagt: „Zeige jetzt, dass du König über Israel bist. Steh auf und iss etwas und sei guten Mutes. Ich will dir den Weinberg Nabots des Jissreeliters verschaffen.“ Das ist das, was du vorhin gesagt hattest, oder? Sie sagt: „Du hast nicht hinbekommen. Jetzt werde ich tätig und ich werde es schaffen.“ Also auch ein gewisses Maß an Egozentrik oder so, auf sich bedacht.
[22:41] Christopher, das ist auch wieder interessant für die Offenbarung, weil wir haben ja einen Mann und eine Frau. Der Mann ist der König, die Frau hat das Steuer in der Hand. Und wenn wir dann Offenbarung 17 denken, da sehen wir auch dann eine Frau, die ein Tier, das Königreich reitet und die Zügel in der Hand hält.
[23:03] Frau Symbol für die Kirche. Also, das ist auch interessant. Ich war das, dass sie im Hintergrund, in seinem Namen dann äh diese ganze Sache denkt.
[23:12] Ja, da kommen wir später auch noch mal drauf. Das ist wirklich ein interessanter, wichtiger Hinweis, denn hier wiederholt sich etwas, was ich schon einmal in der sehr frühen Menschheitsgeschichte wiederholt hat. So viel nur dazu. Okay.
[23:27] Also, sie sagt jetzt: „Ich kann es machen.“ Das ist ja, ich weiß gar nicht, wie es ausdrücken soll, auch sehr viel Selbstbewusstsein, dass ich hier an den Tag lege, oder?
[23:39] Okay. Okay. Wie geht es dann weiter?
[24:13] Was hat das zu bedeuten, wenn sie das macht? Wer schreibt denn eigentlich einen Brief, wo drunter steht? Wer müsste den eigentlich schreiben? Den Brief. Falsch. Dinge. Es war ein Brief unter dem Namen mit seinem Siegel. Ihre Macht basiert auf Fälschungen. Gar nicht die Zeit. Nicht aber.
[24:39] Hätte so dringend Lust, ein bisschen zu sprechen über die Entwicklung des Papstes und wie sehr das auf als buchstäblichen Fälschung basiert. Man kann richtig zeigen, wie im vierten, im fünften, im sechsten Jahrhundert von 600 Fälschungen entstanden sind, die dann eine vermeintliche Macht des Papstes beweisen sollten. Also, wenn man schon mal so eine Parallelen ziehen wollen. Und das geht. Also, das sind ganz interessante, dass das tatsächliche gefälschte Schriftstücke da die Grundlage sind. Ja.
[25:10] Und darüber hinaus bemächtigt sie sich noch eines eines Fremden Namens. Oder sie tut es im Namen ihres Mannes, aber es ist nicht von ihrem Namen, von ihrem Mann initiiert. Das ist ja die Fälschung, die du sagst. Ich denke, das ist auch eine Parallele zu dem, was wir dann später auslegen können. Aber heute wollen wir uns eher noch mal dieses, die historische Isebel anschauen.
[25:39] Okay, dann schickt sie diese Brief auch wirklich weg und sie schreibt was: „Ruft ein Fasten aus und setzt Nabot oben an unter dem Volk.“
[25:54] Und dann: Töten sollen. Also ein Mordauftrag. Ja.
[26:11] Wiederum ist, dass es im Namen Gottes geschieht. Ruft ein Fasten aus, dass eine religiöse Veranstaltung, und dann wird dem Nabot vorgeworfen, gegen Gott Gesundheit. Das heißt, sie oder diese Staatsaktion erweckt den Eindruck, Gottes Ehre wiederherstellen zu wollen.
[26:30] Also, ja, man muss jetzt an der Stelle einfach sagen, das ist wieder ein deutliche Parallele, weil genau das ja dann auch geschieht in im katholischen Kirche, dann, dass man den Eindruck erweckt, für Gott zu sprechen, ja, sogar Gottes einzige Kirche zu sein.
[27:09] Okay, wir haben hier eine Aktion, die religiös ist, dieses Fasten eben. Und es ist auch von, ist es gefallen, eine Lüge. Eine Lüge, die sich hier schmiedet, denn sie bestellt falsche Zeugen. Das ist auch interessant.
[27:40] Also, wir sehen jetzt, Isebel ist eine Frau, die Macht ausspielt, die sehr von sich selbst eingenommen ist, die mit Fälschungen arbeitet, die in Gottes Namen fälschlicherweise arbeitet, die falsche Zeugen einen Beruf. Eine Frau, die Intrigen schmiedet allerhand, wo man nicht mehr sagen kann: Naja, vielleicht hat vielleicht, dass ihr da ein Fehler unterlaufen, oder sie hat Gott halt nicht so gut gekannt. Nein, sie hat das ganz schön auf dem Kerbholz.
[28:14] Jetzt kommen wir noch mal zurück zur Offenbarung, 2, Vers 20, denn da steht ja jetzt noch mehr über.
[28:26] Offenbarung 2, Vers 20 heißt es: „Die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt.“ Von hatten wir das schon mit dem Baal schon ein bisschen anklingen lassen. „Meine Knechte lehrt und verführt und sucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.“ Und jetzt ist die Frage: Sind das Merkmale von dieser Isebel, von der wir gerade gelesen haben, was der Geschichte Nabots?
[29:05] Wir fangen mal ganz vorne an. Ja, sie nennt sich eine Prophetin.
[29:12] Haben wir das irgendwo geliefert, dass sich Isebel eine Prophetin nennt?
[29:21] Ich schaue Gesichter. Ja, der erste Gedanke hier in dem Vers ist: Eine Prophetin und ein Prophet ist jemand, der für Gott spricht, der sagt: „So spricht der Herr.“ Ich würde sogar sagen, dass die dann die Anwendung in der Kirchengeschichte sogar noch deutlicher als im Leben von Isebel dann. Also mir ist nicht bekannt, dass Isebel einmal gesagt hat, also außer jetzt diese Stelle natürlich, wo sie jetzt in diesem gefälschten Brief den Eindruck erweckt. Aber genau das ist ja genau dann das, was wir in der Kirche auch finden, dass man behauptet, dass die Tradition der Kirche tatsächlich so inspiriert ist. Also, das ist auch ein sehr deutlicher Hinweis dann auf das Kommen.
[29:58] So, ja, ja. Weißt du, was sie hier vorsichtig gedrückt hast, ist vollkommen richtig. Wir haben das ansatzweise bei der historischen Isebel, aber das ist jetzt schon ein Hinweis für uns. Es geht hier nicht nur um diese Frau, die jetzt hier so ganz nebenbei hier auch schon lange tot. Trotzdem merken wir, es hat schon etwas mit ihr zu tun. Und scheinbar ist es nicht nur eine Person, die jetzt hier das Problem darstellt, sondern das Ganze hat eine größere, tiefere Bedeutung.
[30:36] Okay, also das mit der Prophetin, das müssen wir uns dann noch im Laufe der Zeit genauer anschauen.
[30:51] In 2. Könige 9, Vers 7 oder 20. Okay, da steht auch, da wird die Isebel, die Mutter Isebel, als Zauberin. Also, Zaubereien und Zauberer, sage ich mal, sind keine Propheten, aber trotzdem können sie was machen und versuchen was zu machen. Da steht also nun Joram, der Jesaja sprach: „Jego bedeutet das Friede?“ Er aber sprach: „Was Friede bei all den Hurereien und Zaubereien deiner Mutter Isebel?“ Ja, okay, genau. Dann nehmen wir das gleich noch dazu.
[31:35] Das war 1. Könige oder die 2. Könige 9. Danke schön. Das sagt uns auch schon noch mal einiges über uns.
[31:51] Jetzt hat mir das eben schon mit der Prophetin. Es heißt ja auch noch: „Sie lehrt Gottes Knechte und verführt sie.“ Können wir das auf die historische Isebel anwenden?
[32:11] Ich glaube am Anfang steht es, dass er für sie Tempel gemacht hat und das Volk verführte.
[32:21] Hast du auch eine Stelle dazu? Okay.
[32:27] Wer ist denn mit Gottes Knechten gemeint?
[32:32] Das kann man sich unter der Bezeichnung vorstellen. Gottes Volk.
[32:43] Hatte aufgefordert da in dem Schreiben aufgerufen, die Ältesten, ne? Ah ja, da können wir noch mal schauen in 1. Könige, in 1. Könige.
[32:59] An wen das Schreiben erging. Das habe...
[32:59] an wen das Schreiben erging, das habe ich jetzt gar nicht so bemerkt.
[33:12] ruft ein Fasten aus unter dem Volk, oder ja, genau, es ist Fantasie an die Ältesten und die Edlen. Ja, das ist, ich denke, das hängt auch wieder mit ihrer Macht zusammen, weil als König sie hat das ja im Namen von Ahab gemacht. Da geht man nicht zuerst an das niedrige Volk, sondern man hat ja auch noch Menschen zwischen sich und dem Volk. Und es läuft vieles über sie ab. Das zeigt uns auch, wir müssen vorsichtig sein, wenn wir etwas von Obrigkeiten einfach so übernehmen, denn auch Satan kennt diese, wie soll ich sagen, diese Reihenfolge. Wenn er einen Anführer hat, einen Leiter, dann ist es leichter, Menschen, die diesen Menschen wieder anhängen, auch mit sich zu ziehen. Ich denke, das ist auch was ich in der Geschichte häufiger ereignet hat. Wenn geistliche Leiter abgefallen waren, dann hatte das verheerende Folgen für das Volk Gottes.
[34:42] Okay, also die Knechte Gottes, gläubige Menschen in der Bibel, ist auch auffällig, dass die Knechte Gottes oft im gleichen Atemzug mit Propheten genannt werden. Also das sind dann Menschen, die Gott ja besonders nah sind. Daniel 9 finden wir das zum Beispiel, oder auch Daniel 3 für 7 ganz bekannt. Aber ihr habt schon recht, es kann auch für normale Freunde Gottes stehen. Also sie verführt sie jetzt und wie versuchte sie von Gott wegzubringen?
[35:22] Durch falsche Lehren. Die falsche Lehren, wie war das bei Bileam? Ähnlich, oder bei Bileam, der hatte auch durch ja, Götzendienst auch versucht, die Menschen von Gott abzubringen.
[35:42] Jetzt möchte ich noch mal einen Punkt aufgreifen, den du vorhin gemacht hattest, und zwar erste Könige 21. Und dort fährst, ja, lass uns mal zusammen lesen, Vers 21 bis 23. Erste Könige 21 bis 23.
[36:11] "Und ich bringe Unglück über dich und lösche dich aus. Keinen deiner männlichen Verwandten in Israel werde ich am Leben lassen, ganz gleich, ob sie als Sklaven dienen oder ihr eigenes Herr sind. Deine Familie rottet ich aus, wie ich es mit der Familie von Jerobeam, dem Sohn Nebats, und dem Bascha, dem Sohn Aris, getan habe. Denn du hast meinen Zorn erregt und Israel zur Sünde verleitet." Und über Israel hat der Herr gesagt: "Die Hunde werden Isabels an der Stadtmauer von Israel fressen."
[36:56] Also hier ist äh Elia, der redet, aber er sagt das Wort Gottes. Er bringt eigentlich das Gericht Gottes über das Haus. Und das ist ganz interessant. Bemerkt, zuerst tadelt Gott den Mann für das, was er getan hat, also Ahab. Und dann sagt er, und auch über diese hat Gott ein Urteil, sozusagen. Wo gab es schon mal? Ich habe vorhin schon Hinweis gegeben. Gab es in der Geschichte der Menschheit schon mal eine ähnliche Situation? Im Paradies, Adam und Eva, der Tadel Gott Adam zuerst und Eva, oder?
[37:40] Ja, die Schlange ist auch geteilt worden. Aber auch im Paradies war es doch schon der Fall, dass Eva den Mann verführt hat, in dem Moment, wo sie das Sagen hatte. So, in dem Moment, wo jetzt hier Isabe als Frau das Ruder ergreift, passiert etwas, was nicht nach Gottes, ja, nach Gottes Wohlgefallen ist.
[38:11] Also auch hier hat sich von seiner Frau aufwickeln lassen. Das hatten wir auch in erste Mose, erste Könige 21 und Vers 25. Da heißt es dann auch am Schluss: "Wozu seine Frau Isabe ihn anstachelte." Auf dieser Ehe lag kein Segen und somit auch nicht auf dem Leben von.
[38:44] Lass uns auch dazu mal noch den Matthäus 18 aufschlagen. Ich denke, das passt in dem Zusammenhang ganz gut. Matthäus 18 und dort die Verse 6 und 7.
[39:01] Denn wir hatten gesehen, Isabe war eine, die andere verführt hat, sowohl in Offenbarung 2 Vers 20 sagt das Jesus, als auch in erste Könige konnten wir lesen, sie hat andere damit reingerissen. Jetzt lesen wir Matthäus 18 Verse 6 und 7.
[39:23] "Wer aber eines dieser Kinder, die mir vertrauen, vom rechten Glauben abbringt, für den wäre es besser, mit einem schweren Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden." Schreckliches erwartet die, die andere zur Sünde verführen. Der Versuchung, Böses zu tun, wird es immer geben, doch dem, der andere in diese Versuchung bringt, wird es schlimm ergehen.
[39:49] Also Versuchungen sind schon etwas Schlimmes, und wenn man selbst da hineinfällt, ist es auch tragisch. Aber hier ist die Rede von Menschen, die andere verführen. Die andere verführen, und für sie wäre es, zu gut Deutsch, wenn sie sterben würden, als dass sie das getan hätten. Wie groß war dann die Schuld, die auf Isabe belastete?
[40:19] Denn wir haben das ja gesehen, Fälschung, diese falschen Zeugen, was hat sie auch andere damit rein gerissen in ihre Intrigen. Und ich denke, auch das können wir dann später im übertragenen Sinne sehen, aber lasst uns das noch ein bisschen aufschieben, dass wir das dann später gemeinsam angehen können.
[40:48] Was können wir daraus für uns praktisch lernen? Wenn wir merken, dass andere Schwächen haben, sei es, dass sie vielleicht im Glauben noch nicht ganz fest gebaut sind, dann liegt große Verantwortung auf uns. Denn wir können sie entweder helfen, auf dem guten Weg zu gehen, oder wir können sie davon abbringen. Und Gott bewahre uns dafür, dass wir irgendwie etwas gemeinsam hätten mit Isabe.
[41:26] Wenn du auch was uns der Matthäus 18 hier auch sagt, ist, wenn du weißt, dass jemand zum Beispiel mit Alkoholsucht zu kämpfen hat, dann lade ihn doch nicht ein auf eine Feier, wo es so etwas in Maßen gibt. Wenn du weißt, jemand wird gleich cholerisch, dann reizt ihn auch nicht zum Zorn. Wir dürfen anderen helfen, nicht Sünde zu tun, statt es wie Isabe zu machen und sie noch dahin zu führen.
[42:00] Dann lass uns jetzt noch zum Schluss. Das war jetzt heute nur die Einführung von Isabe. Es wird wirklich noch einiges kommen. Erste Korinther 8 und dort die Verse 10 bis 12 lesen.
[42:16] Erste Korinther 8, Verse 10 bis 12.
[42:32] "Wenn nämlich jemand dich, der die Erkenntnis besitzt, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, weil er schwach ist, so erbaut werden, dass er das Götzenfleisch genießt? So geht dann der Schwache an deine Erkenntnis zugrunde, der Bruder, um dessen willen Christus gestorben ist."
[43:10] "12. Wenn ihr euch in dieser Weise an den Brüdern versündigt und ihrem schwachen Gewissen einen Schlag versetzt, so frevelt ihr gegen Christus."
[43:24] Danke. Es gab damals diese Diskussion mit dem Götzenopferfleisch, und das ist es für uns gar nicht so wichtig. Aber ich denke, wichtig ist, was am Schluss von Vers 12 steht: Wenn ihr an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.
[43:51] Was die Bibel getan hat, war deswegen gravierend und grausam, weil sie hat das nicht nur gegen Menschen in ihrem Umfeld getan, nicht nur gegen Nabot, der wenig ausrichten konnte und seine Lage, sondern sie hat damit Christus sozusagen einen Schlag versetzt. Und das werden wir auch sehen, bei all dem, was sie Böses getan hat. Dürfen wir dürfen wir darauf achten, was hat das mit Jesus gemacht? Deswegen schreibt auch Jesus dann recht lange und ausführlich über ihre Gräueltaten in Offenbarung 2, denn das berührt ihn, das lässt sie nicht kalt.
[44:45] Und so dürfen wir doch sehen, auch wenn letztes Mal hattest du schon angesprochen, auch wenn das eine lange Zeitperiode war, wo Menschen, gläubige Menschen unter diesem Joch des Papstes waren, dann hat das doch Jesus nicht kalt gelassen. Er hat das gesehen, er musste das ertragen, aber er sagt auch, ihr braucht das nicht so erdulden, ihr könnt anders sein, ihr könnt zu der ersten Gruppe gehören, die die Liebe, den Dienst, den Glauben haben.
[45:26] Und Gott möge uns helfen, dass auch wir standhaft sein können, auch wenn so manche Intrigen geschmiedet werden in dieser Welt. Lasst uns jetzt noch zum Abschluss beten, bevor wir dann ja, in den nächsten Wochen hier weiter einsteigen.
[45:50] Unser Vater im Himmel, danke dir, dass du uns nicht vorenthalten hast, was sich in der Geschichte ereignet hat. Auch wenn vieles nicht schön war, aber doch können wir sehen, wie das Böse manches Mal scheinbar überhand genommen hat und wie du doch dem ein Ende gesetzt hast. Vater, lass uns niemals in diese Schiene geraten, dass wir andere Menschen zur Sünde verführen, sondern hilf uns, dir treu zu sein. Hilf uns, dass wir deinen Willen freudig tun, bei deinem Wort bleiben, auch wenn andere sich vielleicht einen Nutzen davon ziehen, so wie es Isabe bei Nabot getan hat.
[46:45] Vater, wir danken dir auch, dass du uns darauf hinweist, was wir nicht zu ertragen brauchen, wo wir auch selbst sagen können, dass wir es abwenden wollen. Und bitte, entferne du Sünder aus unserem Herzen, aus unseren Gemeinden, aus unseren Familien, aus unserem Umfeld. Darum bitten wir dich im Namen Jesus. Amen.
[47:17] Ihr Lieben, im Livestream nächste Woche wird es kein Offenbarungsseminar geben. Wir machen eine Woche Pause. Wünschen euch dementsprechend dann auch einen guten Rutsch ins neue Jahr, wie man immer so schön sagt. Und wir sehen uns dann wieder am ersten Dienstag im Januar 2023. Bis dahin Gottes reichen Segen euch.
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.