In dieser Predigt, dem ersten Teil der Serie „Gottes Haushalter“, spricht Mirjam Giebfried über die Bedeutung, Kinder Gottes zu sein. Sie beleuchtet, wie wir durch Glauben und Annahme Jesu Teil der Familie Gottes werden und welche Verantwortung damit einhergeht. Des Weiteren wird thematisiert, dass Gott der Eigentümer von allem ist und wir ihm alles verdanken, was wir haben und sind. Die Predigt ermutigt dazu, Gott dankbar zu ehren und seine Führung anzunehmen.
CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter: 1. Teil der Familie Gottes
Mirjam Giebfried · CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter ·Themen: 1. Chronik, 1. Johannes, Bibel, Bibelstudium, Christlicher Lebensstil, Galater, Matthäus, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter
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Transkript
[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserer Kreis Study Hour. Ein neues Jahr beginnt und auch ein neues Quartal. Wir dürfen uns dieses Quartal mit dem Thema "Haushalter Gottes" beschäftigen. Und für wen dieser Begriff vielleicht etwas seltsam und altertümlich klingt, wir können uns darunter auch Verwalter vorstellen. Das sind Menschen, die von Gott eingesetzt worden sind, sein Gut zu verwalten und denen auch etwas anvertraut worden ist, von niemand geringeren als Gott persönlich. Und es zeigt uns schon, wir stehen in einer wichtigen Beziehung zu Gott. Gott vertraut uns und dementsprechend dürfen wir auch ihm vertrauen. Wir dürfen uns nach dem richten, was er uns gegeben hat.
[1:20] Doch bevor wir heute uns das erste Thema "Teil der Familie Gottes" anschauen, lade ich euch ein, dass wir erst um den Heiligen Geist beten.
[1:35] Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns deine Diener und Haushalter nennst. Vater, das zeigt uns schon, dass wir eine hohe Aufgabe von dir anvertraut bekommen haben. Und ich bitte dich, dass du uns gerade in diesem Quartal dafür befähigst, diese Aufgaben und Verantwortung auch zu tragen. Vater, wir bitten dich jetzt um den Heiligen Geist. Bewege unsere Herzen, führe meine Worte, meine Gedanken und lass uns von dir ergriffen sein, wenn wir heute dieses Thema studieren. Denn wir dürfen uns als nichts Geringeres nennen als deine Kinder, und dafür danken wir dir.
[2:29] Lass uns gleich mit dem ersten Text am Sonntag einsteigen. Dort lesen wir Epheser 3 und dort wiederum die Verse 14 und 15.
[2:51] "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält." Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Hier sagt Paulus erst einmal, dass es der Vater von Jesus ist. Und Jesus sagt es auch, insbesondere im Johannesevangelium immer wieder, dass Gott sein Vater ist. Aber später werden wir sehen, dass auch wir Kinder Gottes sein dürfen. Und das zeigt uns gleich, dass Jesus auch wie unser Bruder an unserer Seite ist, einer, der uns versteht, einer, der mit uns gerne zu Gott kommt.
[3:39] Jetzt beginnt es, der Vers. Ich weiß nicht, wie es in eurer Übersetzung ist, mit dem Wörtchen "deshalb" oder "darum" oder "deswegen". Und die Frage stellt sich, worauf bezieht sich Paulus da mit? Ich meine, die Antwort steht in den Versen danach. In Vers 16 bis 19 lesen wir, dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihe durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid. Dazu fähig mit aller Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.
[4:40] Also Paulus hat hier einen Wunsch für die Epheser, und er wünscht sich, dass sie Glauben haben. Er wünscht sich, dass Jesus in ihren Herzen wohnt, so wie es in Vers 17 heißt. Dass sie auch die Liebe Gottes besser begreifen können und dass sie Kraft durch den Heiligen Geist empfangen.
[5:07] Das führt uns zu dem Gedanken: Mitglieder der gleichen Familie, die teilen nicht nur den gleichen Namen, die teilen nicht nur gleiche Gewohnheiten, sondern oft auch ähnliche Einstellungen oder auch gleiche Erfahrungen. Und so darf es uns mit Gott ergehen. Er verändert uns merklich. Und wenn Gott in unserem Leben wirkt, dann macht es etwas in uns. Nicht nur unbedingt, dass die Umstände sich verändern, das kann auch sein, aber es ist die Liebe, der Glaube, der Heilige Geist in unserem Herzen, die den Unterschied machen, ob wir wirklich Kinder Gottes sind.
[5:53] In Vers 21 heißt es dann: "Ihm, als du Gott, sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten. Amen." Und auch hier finden wir dieses Bild von einer Familie wieder. Denn eine Familie besteht über mehrere Generationen hinweg, und hier soll etwas weitergetragen werden. Es geht um die Ehre Gottes. Und Gott kann ja von Menschen geehrt werden, aber wenn sie sterben, das haben wir im letzten Quartal ausführlich behandelt, dann wissen diese Menschen nichts mehr. Sie können Gott dann auch nicht ehren. Aber andere können es nach ihnen tun. Und deswegen ist es umso wichtiger, dass wir das, was wir wissen, was wir mit Gott erlebt haben, auch an andere weitergeben und ihnen somit eine Chance geben, selbst diese Persönlichkeit kennenzulernen und ihn durch ihr Leben zu ehren.
[6:58] Wir sehen da auch diese, ja, diese Beziehung wie in einer Familie. Selbst wenn sie nicht jetzt rein genetisch abgestimmt haben, hatte ihnen doch etwas weitergegeben, und das ist der Glaube, das Evangelium.
[7:34] In 1. Johannes 2 Vers 1 spricht auch Johannes von seinen Kindern und meint damit die Gemeinde. Also wir dürfen, was wir von Gott erfahren haben, und gerade, wenn wir Gott als Vater erfahren haben, dürfen wir das an andere weitergeben.
[7:58] Dann wollen wir uns noch Galater 3 anschauen und die Verse 26 bis 29. Denn Galater 3 schlüsselt uns einerseits etwas auf. Andererseits stellt sich hier die Frage: Wie kann ich ein Kind Gottes werden?
[8:25] "Denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr in Christus hineingetauft seid, ihr habt Christus angezogen. Das weder Jude noch Grieche, das weder Knecht noch Freier, der ist, weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach seiner Verheißung Erben."
[8:57] Sagt dieser Text, dass jeder, der getauft ist, automatisch ein Kind Gottes ist? Oder was steht hier? Es ist nicht so. Es heißt hier: "Ja, ihr seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus."
[9:12] Durch den Glauben werden wir Gottes Kinder. Und dazu passt auch Johannes 1 Vers 12.
[9:27] Johannes 1 Vers 12 heißt: "Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben." Da haben wir wieder den Glauben. Aber in Johannes 1 geht es viel mehr um Jesus. Jesus ist es, der hier anderen das Anrecht gibt, Gottes Kinder zu heißen. Und das ist sehr schön, denn irgendwie muss man ja in Gottes Familie aufgenommen werden, und das macht Jesus für uns.
[10:04] Die Bedingung dafür ist, dass man auch Jesus annehmen muss. Also, wenn jetzt jemand kommt und meint: "Ich bin ein Kind Gottes und ich glaube nur an Allah zum Beispiel", dann ist es nicht richtig. Denn durch Jesus werden wir Kinder von Gott dem Vater, im geistlichen Sinne gemeint.
[10:29] In Vers 14 lesen wir dann auch noch davon. In Vers 13 da heißt es: "die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind."
[10:52] Also, da geht es eben auch um diese um die Gläubigen. Und da heißt es, dass wir Gottes Willen wegen nicht aus uns selbst oder weil jemand anderes dazu beschlossen hat, sondern weil Gott es sich wünscht, es seine, dass wir seine Kinder werden können. So können wir es durch Jesus auch wirklich sein.
[11:19] Wie genau sieht das dann aus? Geht es hier jetzt nur um meine Bezeichnung? Weil die wäre doch vernachlässigbar. Schaut mal mit mir in Jakobus 1 Vers 18.
[11:32] Jakobus 1 Vers 18. Da steht nicht genau dieser Term "Kinder Gottes", aber es geht doch um so eine Verwandtschaft. Denn da lesen wir: "Nach seinem Willen hat er uns gezeigt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien."
[11:55] Hier geht es auch wieder um Gott, der den Willen hat, dass wir seine Kinder sind. Und es passiert. Wir haben schon gesehen, zum einen durch Jesus, zum anderen aber durch das Wort der Wahrheit. Es gibt es gerade heutzutage wirklich viele Menschen, die sich als Kind Gottes, als Gläubige bezeichnen. Aber wenn sie nicht die Wahrheit haben, nicht auf die Bibel hören, dann nützt ihre eigene Bezeichnung auch nichts.
[12:30] Es gibt noch einen Hinweis, was wir noch brauchen, um Kinder Gottes zu sein. Und das finden wir in Römer 8.
[12:37] Römer 8 Vers 14 sollte auch bekannt sein. Da steht: "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
[12:50] Gottes. Wer durch den Geist Gottes geleitet wird, die Wahrheit hat, wer Jesus hat, der darf auch sich getrost ein Kind Gottes nennen.
[13:08] In 1. Johannes 3 und dort den Versen 1 und 2 merken wir, was für ein Vorrecht es ist, Kind Gottes zu heißen. Da ist auch der Merksatz mit einbezogen. Das heißt: "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater wissen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen."
[13:30] Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
[13:39] Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes. Und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir ihm gleich gestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird. Denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
[13:57] Das ist hier mit einem Ausrufezeichen bei mir in der Bibel versehen, so wie so einem ja, Exklamation. Macht euch mal Gedanken darüber, was für eine Liebe bedeutet das, dass wir Kinder Gottes sein dürfen.
[14:15] Es wird heutzutage oft so leichtfertig gesagt, aber diese Bezeichnung ist besonders. Und wir dürfen auch nicht so denken: "Ach, Bezeichnung hin oder her", sondern dieser Name weist darauf hin, laut 1. Johannes 3 Vers 1 und 2, dass wir Gott ähnlich sein werden.
[14:36] Ja, das haben wir ja auch so im Alltag, dass wir sagen: "Ach, der Junge, der kommt ganz nach dem Papa." Oder: "Das hat die Tochter von der Oma, von der Mutter, von dem Vater." Hier ist eine enge Beziehung und Verwandtschaft da. Und Johannes sagt, das weist darauf hin, gerade wenn Jesus wiederkommt, dann werden wir ihm noch ähnlicher sein.
[15:08] Lasst uns zum Montag gehen. Am Montag ging es darum, dass Gott alles gehört. Und wir haben dort unter anderem Psalm 24 Vers 1 gelesen.
[15:20] Dort heißt es ganz klar: "Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner." Und dann wird eine Begründung gegeben, warum gehört Gott alles? Denn er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen.
[15:43] Sind wir uns bewusst, dass wir Gott gehören? Sind wir uns dessen wirklich bewusst? Einmal saß ich in einem Gesprächskreis, da kam die Frage auf: "Ja, wenn jetzt Gott von uns Besitz nehmen will, ist es dann Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung?" Und ich muss sagen, ich finde diese Frage ein bisschen anmaßend, denn Gott hat uns ja geschaffen, und wir können gar nicht leben ohne ihn. Gott weiß auch, was am besten für uns ist. Und Gott möchte uns einsetzen. Gott gibt unserem Leben einen Sinn. Und wenn wir dann sagen: "Ich finde es nicht gerechtfertigt, Gott zu gehören", dann ist es, finde ich, zumindest in meinen Augen, ziemlich anmaßend. Denn wir sollten lieber dankbar und geehrt davon sein, dass Gott ja über uns herrschen möchte und dass wir Gott gehören dürfen.
[16:49] Vor kurzem habe ich auch eine Erfahrung gemacht. Da habe ich, ich habe ein Auto, und mit dem kann ich, ja, bin ich recht flexibel auf der Straße unterwegs. Und es gibt ein Mädchen, das ich betreue, mit Behinderung. Der habe ich zum Geburtstag einen Ausflug geschenkt. Und als ich ihr die Karte vorgelesen habe und ihr erzählt habe: "Weißt du, was wir dann da machen?" Dann habe ich gesagt: "Du kennst doch mein Auto, da fahren wir dann damit dort an den Ort und dann machen wir uns einen schönen Tag dort." Und ich habe, ich habe ihr das so erzählt. Dann unterbricht sie mich und schaut mich an und sagt: "Das ist nicht dein Auto, das gehört deinen Eltern." Nicht so. Ja, in dem Punkt hast du Recht. Nur ich kann es benutzen. Und das war nicht mein Schwerpunkt, aber für sie war das ganz wichtig, das klarzustellen, was gehört wem.
[17:59] Und ich glaube, für uns ist es auch wichtig, dass wir uns immer wieder vor Augen halten, was gehört uns eigentlich, was haben wir? Wir haben doch nichts in diese Welt mit hineingebracht. Gott ist es, der alles geschaffen hat. Wenn wir heute nach draußen die Natur gehen, das Stück Land, das wir vielleicht als unseren Garten beanspruchen, das haben wir nicht dorthin gebracht. Auch das gehört Gott. Und wir dürfen ihn fragen als den Eigentümer: "Was möchtest du, dass ich dort pflanze?" Auch die Familie, die wir geschenkt bekommen haben, die Freunde, die Gemeinde, all das gehört Gott. Und weil es uns anvertraut hat, ist es doch am besten, ihn zu fragen nach seinem Willen.
[18:54] In der Sabbathschule hat auch vor kurzem einer gesagt: "Selbst das Leben, oder dem ist ein Geschenk von Gott, Lebenskraft." Und wenn Gott sie uns entzieht, dann haben wir kein Leben. Also auch unser Leben gehört Gott. Und das fällt alles unter dieses: "Die Erde und alles, was sie erfüllt, gehört dem Herrn."
[19:21] Lasst uns noch Psalm 50 anschauen. Das ist auch ein sehr interessanter Psalm, wie ich finde. Psalm 50 und dort Verse 10 bis 12.
[19:33] "Denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und was sich auf dem Feld regt, ist mir bekannt. Wenn ich hungrig wäre, so würde ich es dir nicht sagen, denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt." Das ist ein Abschnitt aus diesem Psalm, der in der Lektion zitiert worden ist. Und in den Versen davor macht Gott klar, dass er nicht von den Opfern beeindruckt ist, die Israeliten bringen, und eigentlich die Opfer gar nicht wirklich braucht.
[20:09] Das zeigt uns auch, dass wenn Gott etwas von uns fordert, wenn Gott zum Beispiel sagt: "Gib mir deinen Zehnten", dann tut er das nicht aus Habsucht. Wenn Gott sagt: "Gib mir den Zehnten von dem, was du verdient hast", dann nicht, weil es ihm an Geld mangelt. Wenn Gott sagt: "Gib mir einen Tag der Woche, an dem ich besonders Zeit mit dir verbringen kann, an dem du mal nicht über dein eigenes Leben nachdenkst, sondern Zeit mit mir verbringst", dann ist es nicht, weil Gott einsam ist oder weil Gott Langeweile hat.
[20:56] Wenn Gott zum Beispiel auch sagt: "Kümmere dich um deinen Nächsten", dann ist das nicht, weil Gott sich nicht selbst um ihn sorgen würde.
[21:06] Was ist denn Gottes Intention dahinter, wenn er etwas von uns fordert, so wie es damals bei den Israeliten gemacht hat, dass er auch diesen Heiligtumsdienst festgelegt hat? Was ist Gottes Intention hinter seinen Anweisungen?
[21:21] Dazu können wir die Verse 14 und 15 lesen: "Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren."
[21:46] Was wünscht sich Gott hier eigentlich? Gott wünscht sich Dank, ein dankbares Herz für das, was er ohnehin schon gegeben hat. Das erinnert uns auch an die Aussätzigen, die Jesus halt. Und es kommt nur einer zurück und dankt ihm.
[22:04] Und in Vers 15, das ist ganz interessant, da sagt Gott sozusagen: "Ich habe dir schon etwas gegeben, mir gehört ja alles, und ich habe dir schon etwas gegeben, und ich möchte dir noch mehr geben. Denn wenn du Not hast, dann werde ich für dich da sein." Gott ist als einer, der eigentlich schenkt und schenkt und gerne gibt.
[22:30] In Vers 23 lesen wir: "Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer seinen Weg recht ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes." Und das ist, was Gott möchte. Gott möchte sein Heil, seine Erlösung zeigen.
[22:45] Aber es muss auch ein dankbares Herz dieses Opfer bringen. Und dazu ist es notwendig, dass wir verstehen, Gott fordert nicht, wie ich schon gesagt habe, aus Eigensucht, aus Habsucht, nicht, weil er mächtig ist und das einfordern kann, sondern Gott möchte, dass wir das, was wir für ihn tun, was dankbarem Herzen machen. Nur dann ist es auch ein wohlgefälliges Opfer vor Gott.
[23:20] Lasst uns noch zu 5. Mose gehen. Dort handelt es auch wieder von den Gesetzen. Denn wir hatten es auch ja, Gesetz und Liebe, das ist doch immer dieses ständige Frage, wie passt das zusammen, wie soll man das einordnen? Und in 5. Mose 6 gibt es auch hier wieder einen Hinweis, warum Gott Gebote gegeben hat.
[23:45] Lesen wir ab Vers 1: "Und dies ist das Gebot, die Satzungen und die Rechtsbestimmungen, die der Herr, euer Gott, euch zu lehren geboten hat, dass ihr sie tun sollt in dem Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder alle Tage deines Lebens."
[24:19] Hier heißt es, Gott gibt uns seine Gebote, dass wir ihn fürchten und falls sie ihn, weil sie uns zum Leben dienen. Das heißt da noch, dass deine Tage auch noch verlängert werden. Also Gott weiß, was für uns gut ist.
[24:37] Interessant ist auch, es heißt ja, Gott gibt die Gebote, die Satzungen, die Rechtsbestimmungen, dass ihr sie tun sollt in dem Land. Und das beinhaltet schon, was weit dann später noch deutlicher ausdrückt, wenn Gott ein Gebot gibt, dann befähigt er auch gleichzeitig dazu. Diese Gebote sind wie Verheißungen. Es er sagt: "Ihr werdet wissen, was zu tun ist, und ihr könnt es dann auch tun, wenn ihr euch selbst dafür entscheidet."
[25:13] Sehr schön fand ich auch noch die den Vers, der in 1. Chronik angegeben ist, oder aus 1. Chronik angegeben war. In 1. Chronik 29 und dort die Verse 13 und 14.
[25:29] Hier ist es David, der spricht. Und da heißt es: "Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen." Hier haben wir ein Vorbild dessen, was ich vorhin gesagt habe. Wir sollen Gott aus dankbarem Herzen wieder etwas geben oder uns ihm zur Verfügung stellen.
[25:55] David sagt weiter: "Denn was ich bin und was ist denn, was bin ich natürlich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben."
[26:15] Das ist hier vor der Tempel-Einweihung. Und wie wir wissen, hat David schon die Pläne gemacht, David hat schon Material beschafft, und es war so viel für den salomonischen Tempel, der dann so prächtig geworden war, nachdem er gebaut worden ist. Aber David sagt: "Was, wer bin ich, was ist mein Volk, dass wir das für dich, Gott, tun könnten?" Nein, nein, wir haben es nicht aus eigener Kraft getan, sondern wir haben selbst das, was wir dir jetzt wieder bringen, von dir geschenkt bekommen.
[26:57] Das heißt, der Segen und die Güter, die gehen von Gott aus und werden auch Gott wieder gegeben. Und so sollte auch unsere Denkweise sein.
[27:12] Unsere Denkweise sollte auch sein, dass das, was wir haben, und auch das, was wir sind, das, was wir können – da spielen ja viele andere Gaben noch mit hinein – auch unsere Zeit, damit dürfen wir nicht geizig sein. Denn eigentlich gehören sie uns gar nicht und eigentlich...
[27:31] Ja, ist es ein Geschenk Gottes, was wir hier in Händen halten. Dementsprechend dürfte es uns auch nicht schwer fallen, es Gott wieder zu geben.
[27:47] In den Versen, die darauf folgen, Verse 15 und 16, sagt David noch weiterhin: "Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter." Das erinnert sehr an Hebräer 11 und auch eine Geschichte von Abraham, Isaak und Jakob, die auch Fremdlinge waren, weil sie geglaubt haben, unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
[28:16] "Herr, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir."
[28:34] Das anzuerkennen ist so essentiell wichtig. Das mit der Fremdlingschaft ist, finde ich...
[28:39] Das mit der Fremdlingschaft ist finde ich auch interessant. Vor kurzem habe ich ein Predigttitel gelesen, der hieß so ähnlich wie: "Lebst du als Fremdling denn?" Wenn man sich das bewusst ist, als wäre man hier auf dieser Erde nur ein Durchreisender, dann lebt man anders. Das verändert das eigene Verhalten.
[29:00] In der Geschichte sehen wir, dass Abraham, Isaak und Jakob dem Gebot Gottes hier gefolgt sind und wirklich sie haben ihn selten gelebt. Sie haben sich nicht lange irgendwo aufgehalten. Aber es gab auch einen, der zur gleichen Zeit gelebt hat und es anders gemacht hat, und das war Lot. Von Lot erfahren wir, dass er sich ein Haus gebaut hat in Sodom, und das hat ihn dann ins Verderben geführt.
[29:30] Wir wollen nicht so sein. Wir wollen gerne Gottes Anweisungen vertrauen und gehorchen, auch – und das muss ich dazu sagen – auch wenn wir manchmal nicht gleich den Sinn dahinter verstehen. Gott erklärt uns gerne vieles, aber es kann auch sein, dass wir manches noch nicht begreifen würden, oder dass Gott einfach möchte, dass wir ihm im Vertrauen folgen.
[29:59] Lass uns zum Dienstag kommen und dort zu Psalm 23, Vers 1, der sehr bekannt ist. Psalm 23, Vers 1 fängt an mit: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Und das zeigt uns, da wird weiß, wer Gott ist und dementsprechend weiß er auch, wie seine Zukunft aussehen wird oder wie er sich verhalten darf. Wenn Gott sein Hirte ist, naja, dann braucht er sich keine Sorgen zu machen, wie der morgige Tag aussehen wird, ob er genug zu essen, zu trinken haben wird. Nein, weil der gute Hirte kümmert sich.
[30:46] Und ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich glaube, wir Menschen sind leicht versucht, uns Sorgen zu machen, denn wir wollen alles unter Kontrolle haben und in der Hand. Aber wir brauchen uns diese Sorgen nicht machen. Denn wenn wir auf Gott hören, wenn wir ihn fragen und ihm alles in seine Hand legen – unsere Herausforderungen, die auf uns kommen, die Ängste vielleicht, die wir haben, die Schwächen und Fehler, die wir haben – das alles können wir zu Gott bringen, und er ist derjenige, der mehr Macht hat als wir, mehr Weitblick hat als wir, der mehr Weisheit hat als wir. Da werden wir jetzt auch noch gleich drauf kommen. Und bei ihm sind alle diese Dinge gut aufgehoben.
[31:44] In Psalm 37, auch das war angegeben, da ist hier ein Psalmist, David, älter geworden und es sagt trotzdem in den Versen 25 und 26: "Ich bin jung gewesen und jetzt alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen oder sein Samen um Brot betteln." Er und damit meint David jetzt, Gott ist allezeit barmherzig und leidgeprüft und sein Samen wird zum Segen.
[32:19] Also Gott ist derjenige, der barmherzig ist, und das darf sich auch übertragen auf den Gerechten. Denn wenn wir genug haben, dann dürfen wir auch von anderen weitergeben, auch an andere, die bedürftig sind, dürfen wir gerne großzügig etwas leihen. Warum hat er den Gerechten die Not gesehen? Weil Gott für ihn sorgt. Weil Gott unseren Mangel kennt und ihn ausfüllt.
[32:58] Wir Menschen sind da oft anders. Es gab mal eine Frau, die meinte: "Also meinen Kindern, den schenke ich kein Haustier mehr. Entweder das Tier stirbt, weil es verhungert, oder das Tier ist völlig übersättigt und stirbt genauso." Damit hat sie gemeint, entweder die Kinder haben sich gar nicht um das Tier gekümmert, oder aber sie hatten gerade so viel Freude daran, dass sie nicht mehr aufhören konnten, es zu füttern, zu streicheln, zu liebkosen, und auch das war dem Tier zu viel.
[33:38] Aber bei Gott ist es anders. Gott weiß immer genau, was wir brauchen, und dementsprechend wird er auch auf unsere Bedürfnisse eingehen. Das finden wir noch einmal ausgedrückt auch in Philipper 4 und dort Vers 19: "Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus." Also, was wir auch an Mangel haben, es gibt nichts, wo Gott die Mittel ausgegangen wären oder wo er nicht bereit wäre, sich um uns zu kümmern.
[34:23] Im Garten Eden und das erfahren wir durch Patriarchen und Propheten. Da gab es einen Menschen, der nicht dachte, dass wenn er jetzt Mangel erleiden wird, Gott ihn ausfüllen kann. Und das war Adam. Adam hat von der Frucht des Baumes gegessen, nachdem er dachte, ja, nachdem er dachte, wenn jetzt Eva stirbt, ich will nicht ohne sie bleiben. Gott, er dachte nicht so.
[34:56] Beschreibt, dass er weit, dass Gott diese Stelle, diese Lücke, die jetzt für Eva kommen würde, ausfüllen könnte. Und das hat verheerende Folgen mit sich gezogen.
[35:11] Manchmal sieht es so aus, als ob Gott uns etwas wegnehmen möchte. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Ihr kennt sicherlich das Bild mit dem Teddybären und Jesus, wo ein Mädchen einen kleinen Teddybären in der Hand hält und sagt: "Ich kann nicht ohne meinen Teddy." Und das fällt dir so schwer, ihr den ihren Teddy Jesus zu geben, der sagt: "Gib mir dein Teddy." Dabei hält er hier einen viel größeren hinter sich, hinter seinem Rücken, und er möchte ja eigentlich wie ein viel größeres Geschenk machen, das sie so noch nicht entgegennehmen kann, wenn sie einen kleinen Teddy festhält.
[35:53] Frage ist doch immer: Vertrauen wir Gott?
[36:03] Lass uns dazu auch Matthäus 6 lesen. Matthäus 6, Verse 8 und 32. Also nicht bis, sondern beide Verse. "Darum solltet ihr nicht gleichen, denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet." Und Vers 32 lautet: "Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt." Sind auch zwei bekannte Verse, die uns zeigen, dass Gott noch besser als wir weiß, was wir brauchen.
[36:47] Und dementsprechend ist er derjenige, der am besten unsere Mangel stillen kann. Erstens, weil er die Mittel hat. Zweitens, weil er auch weiß, was wir brauchen.
[37:03] Am Mittwoch ging es auch noch einmal um 5. Mose 6. Und wenn wir dahin zurückkommen, können wir uns die Frage stellen: Wie sollen wir und wie sollen wir Gottes Gebote halten? Das wird dann auch in 5. Mose 10, Verse 12 bis 13, zwar auch angegeben in der Lektion, noch einmal sehr schön ausgeführt. Aber die sind fertig, überlasse ich euch selbst.
[37:33] 5. Mose 6 und dort Vers 5. Da heißt es: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft." Also nicht einfach nur ein Stückchen.
[37:49] Wir hatten auch gesehen, als Kinder Gottes dürfen wir eine Beziehung zu ihm haben, wir dürfen von ihm lernen. Und Gott liebt uns ja auch nicht nur ein bisschen, sondern er hat alles gegeben, was er wie er seine Liebe ausdrücken konnte, durch Jesus. Und so dürfen auch wir wirklich mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all unserer Kraft, all unseren Gedanken Gott lieben, beziehungsweise ihn bitten, dass er uns diese Liebe schenkt, denn wir können sie auch selbst nicht hervorbringen.
[38:31] In Matthäus 22, auch dieser Vers war angegeben aus dem Neuen Testament. Da geht es ja darum, dass wir auch wieder Gott lieben sollen und unseren Nächsten. Und das bezeichnet Jesus sogar als Gebot. So wichtig ist ihm das.
[38:49] Dann gibt es Menschen, die machen sich sehr viel Gedanken darüber, was bedeutet es, wie kann ich meinen Nächsten lieben? Ich muss erstmal mich selbst lieben, und dann kann ich den Nächsten lieben. So sind dann oft Überlegungen. Aber wer macht sich Gedanken darüber, was es bedeutet, Gott zu lieben?
[39:10] Wir reden gerne darüber und wir sagen: "Ah, ja, ich habe dich lieb" oder singen das auch. Aber zeigt sich das wirklich in unserem Leben? Denn wenn wir Gott wirklich lieben, dann können wir auch unsere Nächsten lieben. Wenn wir unseren Nächsten wirklich lieben, dann werden wir auch – dann es wird hier ist eine Abhängigkeit voneinander. Das wird dementsprechend, dass wir auch Gott wirklich lieb haben.
[39:40] Und hier ist nicht das Gebot genannt, das heißt, sich selbst lieben, sondern es geht um die Liebe zu Gott, die muss nach außen getragen werden.
[39:49] Ich fand auch vielleicht noch kurz zu dem 5. Mose 10. Hier ist diese Bemerkung da: "Was fordert Gott sonst von dir, als ihn zu lieben?" Und das zeigt uns auch schon, dass die Gebote nicht als etwas Schweres, Herzdrückendes gemeint sind, sondern es ist doch, es ist doch leicht, dass das steckt in dieser Frage drin: "Was sind, was sonst?" Es ist doch nur dieses eine, dass du wirklich Gott lieb hast.
[40:20] Und wie gesagt, darum können wir ihn bitten.
[40:26] Jetzt lass uns noch für den Donnerstag das Thema anschauen: "Schätze im Himmel" zusammen. Und dafür war Matthäus 6 angegeben. Matthäus 6, Verse 19 bis 21, wo es heißt: "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch viel mehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen."
[41:04] Denn hier gibt es sogar eine Begründung: "Denn wo euer Schatz ist, da wird euer Herz sein."
[41:14] Es geht also nicht im Leben eines Gläubigen darum, Reichtum zu erwerben. Zumindest – okay, da müssen wir differenzieren – zumindest geht es nicht darum, irdischen Reichtum zu erwerben, sondern er sagt: "Ihr sollt euch viel mehr Schätze im Himmel sammeln."
[41:35] Warum? Weil dieser Reichtum wirklich von Wert und haltbar ist, der vergeht nicht.
[41:44] Dazu passt Sprüche 23 und dort die Verse 4 und 5: "Bemühe dich nicht, Reichtum zu erwerben aus eigener Einsicht. Kaum hast du dein Auge darauf geworfen, so ist er nicht mehr da, denn sicherlich schaffte er sich Flügel wie ein Adler, der zum Himmel fliegt." Ein sehr poetisches Bild für Reichtum, der wir können sagen, der Sand oder wie wie warme Butter in den Händen zerrinnt. Das ist nichts haltbares. Das ist man meint zwar, man hat es, aber in Wirklichkeit ist es doch nicht da. Das ist hier in Sprüchen der Ratschlag.
[42:36] Aber worauf sollen wir dann unsere Kraft und unser Denkvermögen ausrichten?
[42:50] In Sprüche 23 und dort der Vers 23 heißt es: "Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung und Einsicht." Kaufe es. Erinnert uns an das Gleichnis von der Perle im Acker, nicht wahr? Dieses Kaufen bedeutet, man hat es noch nicht und man braucht es von außen. Diese Weisheit, die Wahrheit und Einsicht, wie es hier heißt.
[43:23] Und dann kann man auch reich werden. Interessant ist auch, dass sind hier nicht irgendwie materielle Dinge. Es geht hier nicht darum, dass man sich ein Haus kauft und einen Acker und ich weiß nicht was sie damals noch so hatten, sondern es geht hier eigentlich um Tugenden, die wir erwerben sollten und worauf wir uns ja unsere Energie ansetzen sollten.
[43:53] Das heißt hier auch eben, das will gesucht werden oder gekauft werden, erworben werden.
[44:02] Und wenn wir uns fragen: Wo bekomme ich das? Dann ist sicherlich Gott derjenige, wer – erfinden das auch in Jakobus 1, Vers 15. Jakobus 1, Vers 5 ist es, wo Gott sagt: "Wenn es jemanden an Weisheit mangelt, das soll er es von ihm erbitten."
[44:24] Und genau ist es mit wahrem Reichtum und wahrer Ehre. Was nützt es, wenn wir das von Menschen bekommen?
[44:33] Lass uns wahre Ehre und wahren Reichtum bei Gott suchen.
[44:39] Zu Matthäus 6 hatten wir auch noch die Parallelstelle in Lukas 12. Also die war nicht angegeben, aber es ist hier scheinbar der gleiche Text und doch hilft er uns noch etwas. Lukas 12 und dort Vers 21. Da wird vorher das Gleichnis vom reichen Kornbauern erzählt und dann sagt Jesus: "So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott."
[45:12] Es ist wichtig, bei Gott reich zu sein und für Gott reich zu sein und nicht so sehr auf sich selbst zu schauen.
[45:23] Wenn wir jetzt noch Vers 29 und 30 dazu nehmen, dann heißt es dort auch wieder vom Wortlaut ganz ähnlich wie vorhin: "Und ihr seid auch nicht danach trachten, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und beunruhigt euch nicht, denn nach all diesen trachten die Heidenvölker der Welt." Der Vater aber weiß, dass ihr diese Dinge benötigt.
[45:48] Da haben wir wieder diesen wissenden, sorgenden Vater.
[45:56] Der uns gerne gibt. Aber es gibt hier auch den Aufruf in Vers 31: "Trachtet viel mehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden." Als unsere Gedanken sollten sich nicht so sehr um das Drehen, was werde ich morgen essen. Ihr wisst, bei Menschen ist es so, dass der Tagesablauf nur nach dem Essen ausgerichtet wird oder nach den Freizeitaktivitäten. "Ich muss jetzt noch gleich los, ich habe noch hier Musikunterricht und zum Sport." Und ja, das ist alles, es gehört auch alles irgendwo zum Leben dazu, aber da soll ich – unser Trachten sein, das ist nicht das, was uns grundlegend bewegt.
[46:42] Sondern wir sollten nach dem Reich Gottes, also dann zum einen nach dem Himmel trachten, aber auch nachdem, wie kann ich Gott im Alltag begegnen.
[46:59] Und die Sache ist auch die, was aus Lukas 12 sehr gut herausklingt: Es gibt einen Teil unseres Lebens, um den wir uns kümmern, seitdem es gibt einen Teil, um den sich Gott kümmert.
[47:16] Das ist manchmal nicht ganz einfach, das muss ich ehrlich sagen. Wisst ihr, bei mir war persönlich so, dass ich damals, als ich ein Studienort wählen musste, erst einmal gedacht habe: Naja, ich gehe da und dorthin, da wird es gut für mich sein. Und manchmal kam ein leiser Gedanke auf: Naja, ähm, meine Aufgaben in der Gemeinde, werde ich dann abgeben und dann wird sich Gott schon irgendwie selbst kümmern.
[47:47] Aber damals musste mir Gott beibringen: Nein, ich möchte dich weiter hier haben.
[47:55] Nein, ich möchte dich weiter hier haben. Du sollst viel mehr an die Gemeinde denken. Und es heißt, dein Studienplatz so wählen, dass auch die Gemeinde, dass du weiterhin in der Gemeinde etwas tun kannst.
[48:13] Und ich habe es damals erfahren, dass es für mich zum sehr großen Segen geworden ist. Denn das Beste, was Gott für seine Gemeinde ausgewählt hatte, wurde auch zum besten für mich.
[48:23] Die Zeit verging und ich musste eine neue Lektion lernen. Denn damals hatte ich mich so in die Gemeindearbeit gestürzt, dass ich nicht mehr gesehen habe, wie sehr es Gottes Sache ist.
[48:39] Wisst ihr, wenn man getauft wird, dann bekommt man ja so eine weiße Mappe, da steht drauf: "Meine Gemeinde". Und ich finde, das sollte nicht da stehen. Sollte lieber Gottes Gemeinde dort stehen, denn das ist, was wir nie vergessen dürfen. Ähnlich wie mit dem Auto und dem Mädchen. Es war...
[49:02] Und dann musste Gott mir wieder beibringen: Nein, ich brauche dich nicht unbedingt, um mein Werk in der Gemeinde vorzuführen. Und auch das war für mich eine schmerzliche Lektion.
[49:15] Aber was möchte ich mit diesen Erfahrungen sagen? Gott weiß, was wir brauchen, was andere brauchen, was sein Werk braucht. Und es ist immer wichtig, danach zu fragen, was Gott vorhat und welche Pläne Gott hat.
[49:38] Es gibt auch ein Zitat, wo es woellen beiträgt: "Es gibt keine Sicherheit wieder für Jung noch alt, es sei denn, sie suchen Gott und fragen nach seinem Rat auf jedem Schritt."
[49:51] Und das ist auch eine Eigenschaft eines guten Verwalters. Damit möchte ich auch schließen, dass wir danach fragen, was möchte der Eigentümer? Ich bin vielleicht Besitzer, ich habe das gerade in meiner Hand vor mir und kann damit verfügen, wie ich möchte. Aber ich möchte es nicht nach meinem Willen tun, sondern nach Gottes Wille und in seinem Sinne.
[50:20] Und dann kann es auch kommen, dass wir vielleicht unangenehme Wege gehen müssen. Aber da gibt es ein Bild von einem Mädchen, dass ihrem Vater durch den Garten gefolgt ist. Und der Garten war erst frisch gesät, noch da waren viele matschige Stellen dort. Und das Mädchen, das kleine Mädchen hat genau geschaut, wo ist der Vater hingetreten, dann werde ich auch meinen Fuß da reinsetzen. Sie hat gesagt: "Papa, wenn du keinen Matsch an deinen Füßen hast, dann werde ich auch ganz sauber bleiben."
[50:58] Und so ist es wichtig, dass wir den Weg gehen, dass wir so, was wir bekommen haben, verwalten, wie Gott es möchte. Denn er als unser Vater weiß, was am besten für uns ist. Lass uns gemeinsam ihm danken und beten.
[51:18] Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir dich Vater nennen dürfen, dass wir Teil deiner Familie sein können. Ja, du hast uns vieles anvertraut und dennoch gehört die ganze Erde dir, und du hast es nicht nötig, von uns ja abhängig zu sein, auf unsere Dienste oder unsere Güter angewiesen zu sein. Vater, bitte lass uns uns dessen bewusst sein, dass wir nicht uns gehören, sondern dir. Lass uns freudig deinen Willen tun. Ich bitte dich auch, dass wenn wir in den nächsten Wochen weiterhin dieses Thema der Haushalter-schaft studieren werden, dass du uns mehr und mehr zu Verwaltern nach deinem Herzen machst. Im Namen Jesus. Amen.
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