In dieser Predigt wird der biblische Text aus Daniel 7:9-28 ausgelegt. Rabea Kramp erklärt die Vision Daniels vom Thronsaal Gottes und die Bedeutung der vier Tiere, die verschiedene Königreiche repräsentieren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem vierten Tier und dem kleinen Horn, die als Symbole für das Papsttum und seine historische Machtausübung interpretiert werden. Die Predigt beleuchtet die prophetische Zeitangabe von dreieinhalb Zeiten und deren historische Erfüllung, bevor sie auf das ewige Reich Gottes und die Hoffnung für die Heiligen eingeht.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 7:9-7:28
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 922 und wir werden Kapitel 7 weiter studieren und sogar beenden. Und wir haben viele interessante Fakten und Prophezeiungen vor uns. Und bevor wir hineingehen in das Wort Gottes und es verstehen, lasst uns beten. Lieber Gott, ich möchte dich bitten, dass du uns heute in alle Wahrheit führst durch den Heiligen Geist, den wir ganz besonders brauchen, um diese nicht so leicht zu verstehenden Verse zu verstehen. Und dafür danke ich dir. Amen.
[1:01] Wir beginnen in Vers 9 und das ist ein kleiner Bruch zum vorherigen, wo wir ja über die vier Tiere gelesen hatten. Und nun haben wir einen kleinen Perspektivwechsel. Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes war reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Daniel schaut hier in den Thronsaal Gottes. Er sieht den Vater, der Hochbetagte, der hier beschrieben wird als jemand, der schneeweiß ist, der aber auch in Feuer gehüllt ist. Und das zeigt, dass er so die Reinheit darstellt, dass er aber auch voller Liebe ist, die das Feuer steht für die Liebe in der Bibel.
[1:51] Und die Throne werden aufgestellt. Sie werden sozusagen verrückt werden, umgestellt, weil ein neuer Abschnitt beginnt. Sie werden ins Allerheiligste gebracht. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von dem aus. Tausend Mal Tausende dienten ihm und 10.000 Mal 10.000 standen vor ihm. Das sind die ganzen Engel. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte. Ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde. Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.
[2:31] Ich sah in den Nachtgesichten und es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zum Hochbetagten und wurde vor ihm gebracht. Der Sohn des Menschen ist Jesus und Jesus kommt hier zu dieser Szene hinzu, im Allerheiligsten, wo er die Throne aufgestellt wurden. Er kommt, er ist der Messias und er empfängt in diesem Gericht das Königtum. Und das ist wichtig, denn Jesus, wissen wir, wenn er wiederkommt auf diese Welt, kommt er als König. Das heißt, er muss vorher seine Krone bekommen haben und Königswürde erlangt haben. Und das passiert hier in diesem Gericht.
[3:19] Denn es setzen sich alle und Bücher werden geöffnet. Das heißt, es wird Gericht gehalten und Jesus wird hier zum König gekrönt. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum wird nie zugrunde gehen. Und das unterscheidet ihn von allen vorherigen Reichen, die wir in Kapitel 7 schon gelesen haben. Das sein Reich nicht vergeht.
[3:57] Ich, Daniel, wurde deshalb in meinem Geist tief beunruhigt und die Gesichter meines Hauptes ängstigten mich. Und da geht es ihm genauso, wie es einem mit seinen Träumen, der auch Angst hatte. Ich näherte mich einem der Umstehenden und er Bart von ihm sichere Auskunft über das alles. Also Daniel will wirklich wissen, was das heißt. Er redete mit mir und verkündete mir die Bedeutung der Dinge. Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden. Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen und sie werden die Königsherrschaft bis in alle Ewigkeit behalten. Ja, bis in alle Ewigkeit.
[4:41] Diese zwei Verse, Vers 17 und 18, sind eigentlich die perfekte Zusammenfassung vom ganzen Kapitel 7. Die vier Tiere werden sind wir Königreiche, aber am Ende wird Gott und seine Heiligen herrschen und das für immer. Und die Heiligen sind natürlich die Erlösten. So wie wir auch in der Offenbarung 12 lesen, dass die Heiligen, die sind, die die Gebote Gottes halten und das Zeugnis. Hier so haben.
[5:11] Hierauf wünschte ich sichere Auskunft über das vierte Tier, das ich von allen anderen unterschied, das so furchtbar und all seine Zähne und eher Klauen hatte, das fraß und zermalmt und uns Übrige mit seinen Füßen zertrat. Und wie ich gestern schon erwähnt hatte, spricht ja Daniel 7 von dem Papsttum hier als die politische Macht, nicht so sehr als eine religiöse Macht, die hier ausgeübt wird. Auch über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das emporstieg, stieg und vor dem drei aus vielen das waren, Vandalen und Ostgoten, nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das so große Dinge redete und das so viel größer außer als seine Gefährten.
[5:54] Also dieses Horn ist für blasphemische Reden gegen Gott erhebt sich zu Gott, sagt, das ist Sünden vergeben kann und es erschien so viel größer. Also es macht sich größer. Ist plus tatsächlich sozusagen auf. Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und über und sie überwand. Und das hat es Papsttum mir tatsächlich getan. Es hat die Nachfolger Gottes verfolgt. Es hat ihnen ja arg zugesetzt, wenn wir zum Beispiel an die Waldenser denken. Bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.
[6:36] Und da sind wir jetzt wieder am Ende von dieser schrecklichen Epoche und es bricht eine Zeit an, in der das Gericht gehalten wird. Er sprach, das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird. Das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen. Also nochmal sagte hier, wie schrecklich das vierte Tier, das römische Reich sein wird.
[7:05] Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden. Und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen. Also aus diesen zehn germanischen Stämmen werden drei ausgerissen durch das eine, was dann noch empor steigt, dieses kleine Horn. Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern.
[7:33] Und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Hier haben wir eine Zeitangabe, eine Prophezeiung. Und wenn wir in die Offenbarung schauen, dann haben wir dort auch diese Zeitangabe. Wir müssen sie additiv verwenden. Eine Zeit plus zwei Zeiten plus eine halbe Zeit ergibt 3,5 Seiten. Und in der Offenbarung werden die dreieinhalb Seiten gleichgesetzt mit den 1.260 Tagen bzw. Jahren. Denn laut Siegel-Feld 6 können wir das ja Tag-Prinzip anwenden, wonach Tage für Jahre stehen.
[8:15] Und diese Zeit hat das vierte Tier bzw. das kleine Horn geherrscht und sein Unwesen getrieben und Zeiten und Gesetz geändert. Wir wissen, dass das Papsttum hat den Sabbat in den Sonntag verändert. Das haben wir auch in vielen außerbiblischen Quellen zu Hauff bezeugt, auch in katholischen Quellen.
[8:35] Und jetzt ist natürlich die spannende Frage, in welchem Zeitraum fanden diese dreieinhalb Zeiten statt? Es heißt hier, dass alles in seine Gewalt gegeben wurde für diese Zeit. Nun, wann hat das Papsttum die Gewaltherrschaft erlangt? Dazu müssen wir ein bisschen in die Geschichte gehen. Und ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich euch ein bisschen mitnehme ins Mittelalter. Denn es war im Jahr 533, als der oströmische Kaiser Justinian per Gesetz den Papst zum Oberhaupt über die Kirche gemacht hat. Im Jahre 536 hat dann der Papst, ja, erstmalig realpolitisch umgesetzt hat. Also wirklich auch gezeigt, dass er diese Macht, die Justinian ihm verliehen hat, auch ausübt.
[9:32] Und wie hat er das getan? Er hat den Patriarchen von Konstantinopel abgesetzt. Damals gab es mehrere, fünf gleichberechtigte Bischöfe und in den verschiedenen Reichen. Und einer davon saß in Konstantinopel. Und Agapetus ist einfach nach Konstantinopel und hat dort den herrschenden Patriarchen abgesetzt. Und nach Agapetus' Tod, der dann tatsächlich in Konstantinopel kurzzeitig später schon starb, wird Vigilius sein Nachfolger und geht nach Rom und nimmt dort die Machtfülle in Anspruch, die Agapetus ja erreicht hat, dadurch, dass er den Konkurrenten abgesetzt hat.
[10:17] Was wirklich ein Unding war und womit er sich die Macht einfach auch genommen hat, die ihm Justinian auch zugesichert hat. Und der Vigilius geht hier zurück nach Rom und nachdem dann 538 die Belagerung durch die Ostgoten in Rom beendet war und man wieder atmen konnte und aufatmen konnte, hat dann Vigilius wirklich 538 dann auch die Macht vollständig erlangt. Und das ist der Zeitpunkt, von dem Vers 25. Hier spricht, dass die Gewalt in seine Hand gegeben wird für dreieinhalb Seiten.
[11:00] Und diese 500, diese 300 Seiten beginnen 535. Und wenn wir gut rechnen können, dann kommen wir im Jahr 1798 heraus. Und das war natürlich ein wichtiges Datum, denn dort wurde der Papst gefangen genommen durch General Berthier.
[11:26] Ja, Tier, das kleine Horn hat seine tödliche Wunde erlangt, wie wir später noch lesen werden. Und es heißt weiter: Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.
[11:54] Also wir haben dieses Happy End in Aussicht, dass Gott alle diese weltlichen Königreiche, die nicht nach seinem, nach seinen Vorstellungen herrschen, vernichten wird. Und am Ende wird er regieren mit seinen Heiligen. Dass dies ist der Schluss der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr und mein Gesicht verfärbte sich. Aber die Sache behielt ich in meinem Herzen. Und damit handelt er anders als bei Sata, der sich die Schrift in Kapitel 5 nicht zu Herzen genommen hat.
[12:24] Aber Daniel nimmt sich diese Worte Gottes sehr, sehr zu Herzen und versucht sie weiter zu verstehen. Und wie es weitergeht in Kapitel 8, wo er zwei Jahre später die nächste große Vision mit prophetischen Dingen bekam. Das werden wir morgen sehen. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, habt Dank für deine Bibel, die uns so sehr mitnimmt in die Prophetie, die nun in der Vergangenheit liegt, aber auch noch zum Teil in der Zukunft. Und wir können sehen, wie wir ja, wie die Prophetie sich eins zu eins erfüllt hat in der Vergangenheit und auch zuversichtlich sein, dass sie sich auch eins zu eins in der Zukunft erfüllen wird. Und dafür danken wir dir. Amen.
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