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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die prophetischen Kapitel 11 und 12 des Buches Daniel ausgelegt. Es wird auf die Zeit des Endes, die Verfolgung der Gläubigen und die Bedeutung von Symbolen wie Ägypten und dem Meer eingegangen. Ein besonderer Fokus liegt auf der speziellen Auferstehung der Gläubigen, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind, und der Verheißung ewigen Lebens. Die Predigt ermutigt dazu, in der Bibel zu forschen und Gottes Wort zu erfragen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:36] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute den letzten Teil von Kapitel 11 und werden Kapitel 12 studieren. Dort beschäftigen wir uns sehr viel mit der Zeit des Endes. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, ich möchte dir danken, dass du uns Verständnis gibst für schwierige Bibeltexte, dass wir wissen dürfen, dass dein Heiliger Geist uns in alle Wahrheit führen möchte, wenn wir bereit sind, ein offenes Herz, einen offenen Geist zu haben. Schenke uns das jetzt, genau wenn wir heute dein Wort hören oder lesen und auch darüber nachdenken. Amen.

[1:22] Wir beginnen ab Vers 41. "Er wird auch in das herrliche Land kommen und viele werden unterliegen. Diese aber werden seine Hand entfliehen: Edom, Moab und die vornehmsten der Ammoniter." Diese drei Völker sind Nachbarvölker von Israel gewesen. Edom, Moab und Ammon, und sie waren dem Glauben auch nahe. Sie waren ja auch teilweise blutsverwandt mit dem Volk Israel. Und so können wir sagen, dass die, die quasi auch mit entkommen werden, neben dem Volk Gottes, das auch sie ja eine gewisse Nähe zum Glauben haben. Und die Bibel sagt ja auch, dass Gott viele Schafe in anderen Ställen hat. Und so kann es natürlich sein, dass hier diese Gläubigen gemeint sind, die ja aus anderen Kirchen kommen.

[2:18] "Er wird auch seine Hand nach den Ländern ausstrecken, und das Land Ägypten wird nicht entfliehen." Also Ägypten hier im übertragenen Sinne steht für die Sünde. "Sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze und aller Kostbarkeiten Ägyptens bemächtigen. Auch werden Libyer und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören." Also der Nordkönig gelangt hier nicht nur nach Ägypten – also wir sind immer noch beim Geist, bei der geistlichen Deutung Ägyptens, der ja für den Südkönig steht –, sondern sogar bis nach Kusch und bis nach Libyen. Das ist interessant, denn Kusch ist ja Äthiopien und liegt ganz weit im Süden, abseits von Ägypten. Und Libyen liegt weit im Westen von Ägypten. Das heißt, der Nordkönig wird über ein Maßen Territorium gewinnen und wird viel weiter vorstoßen, als sie sich der Südkönig je hätte träumen lassen. Merkt euch diese beiden Himmelsrichtungen: Süd und West.

[3:26] "Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken. Daher wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen." Also aus den beiden anderen Himmelsrichtungen, in die er nicht vorgestoßen ist, werden Gerüchte aufkommen. Und in diesem Vers haben wir natürlich solche Umstände beschrieben, wie den Todesbefehl, der kurz vor der Wiederkunft erlassen werden wird gegen die Gläubigen. Und ich setze hier mal voraus, dass ihr die Kapitel der Offenbarung schon mal gelesen und versucht habt, gelesen und verstanden zu haben, wo es auch um die Plagen geht und um die letzten Wochen vor der Wiederkunft. Also es geht hier um die Verfolgung der Gläubigen.

[4:10] "Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums aufschlagen." Der herrliche Berg steht hier für das Volk Gottes, ja, für die Gläubigen. Das Meer für die Massen, für die Völkermassen, die dem entgegenstehen. Und da wird er sein Ende finden, und niemand wird ihm helfen. Und wenn wir diesen letzten Vers lesen, dann müssen wir Kapitel 17 in der Offenbarung im Hinterkopf haben: das Tier, auf dem die Hure sitzt. Und wir werden wir da können wir sehen, dass auch Tier und Hure am Ende nicht mehr einig sein werden, sondern in der Schlacht von Harmagedon werden dann alle gegeneinander kämpfen, weil die Menschen gemerkt haben, dass sie getäuscht wurden vom Papst, um das ja ihm ein falsches Gottesbild gegeben hat, dass sie verführt hat, seinen falschen Glauben. Und dann wird es in der sechsten Plage zur Schlacht von Harmagedon kommen und zum großen, ja, niedermetzeln, anders kann man es nicht sagen. Und so wird das Tier sein Ende finden.

[5:19] Und wenn wir jetzt Kapitel 12 weiterlesen, dann ist das eigentlich ein Umbruch, der hier nicht hergehört, sondern eigentlich geht es weiter: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben." Zu jener Zeit meint zum Ende der Gnadenzeit, denn wir wissen ja, mit dem Eintritt der Plagen endet auch die Gnadenzeit für die Menschen. Also Fürst Michael steht für Jesus, der wird sich erheben, der wird aufstehen im Himmel von seinem Thron, wo er ja als König schon gekrönt wurde, wird nun als König wiederkommen auf die Erde, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein. Das ist die Zeit der Trübsal, die Plagenzeit, die große Trübsal, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit.

[6:08] "Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet." Also im Buch des Lebens. Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen. Die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande. Und dieser Vers ist unglaublich spannend, denn hier ist von einer speziellen Auferstehung die Rede, nämlich von zwei verschiedenen Gruppen. Die einen werden aufstehen zum ewigen Leben. Das sind die, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind. Das heißt, alle Gläubigen, die seit 1844 gestorben sind, Adventisten, die gewusst haben, was Offenbarung 14 bedeutet, und Menschen, die das verstanden haben. Gläubige seit dem Mitte des 19. Jahrhunderts, die in dem Glauben an die Verkündigung der dritten Engelsbotschaft die Augen zugemacht haben. Die werden alle auferstehen vor der Wiederkunft und als Belohnung werden sie Jesus mit ihren eigenen Augen sehen können, wie er wiederkommt in den Wolken des Himmels.

[7:17] Aber die spezielle Auferstehung gilt auch für diejenigen, die Jesus getötet haben. Denn es heißt in der Bibel auch, dass sie Jesus mit ihren eigenen Augen wiederkommen sehen werden. "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich." Und hier endet Daniel 11, eigentlich erst wirklich hier endet diese Prophezeiung seit Kapitel 11, Vers 2. Und die ganzen Prophezeiungen über die Könige Nord und Südkönige und die Verständigen, die sind hier so prominent hervorgehoben, denn sie leuchten wie Sterne bis in alle Ewigkeit. Und das sind natürlich die Erlösten, die hier ja ewig leben dürfen.

[8:12] Und nun wird wieder Daniel angesprochen: "Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegele das Buch bis zur Zeit des Endes." Wir wissen, dass das Buch Daniel, diese bestimmten Kapitel der Prophetie, versiegelt waren und dass sie lange nicht verstanden werden konnten, weil Gott es nicht so vorgesehen hat. Und erst zur Zeit des Endes, seit 1798, konnten diese Kapitel verstanden werden. Und begonnen hat das natürlich mit so Männern wie William Miller und den Adventisten, die angefangen haben, die Kapitel Daniels prophetisch auszulegen.

[8:54] "Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen." Also es ist nicht an einem Tag alles erkannt worden, sondern es ist nur immer mehr. Und ihr seht, auch heute noch versuchen wir, bestimmte Verse zu verstehen. Und ich... Daniel schaut: "Und siehe da, standen zwei andere da, der eine an diesem Ufer, an diesem Ufer des Flusses." Wir erinnern uns, ist immer noch der Hiddekel, der Tigris. "Der andere am jenseitigen Ufer des Flusses." Und eine sprach zu dem Leinen gekleideten Mann, der oberhalb des Wassers des Flusses stand: "Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?" Ja, gemeint sind diese Zustände, die seit Kapitel 11, Vers 31 bis 35 von der Unterdrückung des Volkes Gottes sprechen.

[9:42] "Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte..." Und hier ist Jesus gemeint. "...und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem schwor, der ewig lebt: Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen." Also Jesus streckte die Hände zum Himmel und sagt: Die dreieinhalb Zeiten, nämlich die 1260 Jahre, wird es dauern, bis das ja zu Ende ist und bis die Kraft des heiligen Volkes zu Ende geht.

[10:19] "Das hörte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das Ende von diesen Dingen sein?" Also Daniel hatte eine Erklärung bekommen und wie so ein Schüler in der Schule sagte: "Ich habe das trotzdem noch nicht verstanden. Kannst du es mir noch mal erklären?" Und ein guter Lehrer erklärt die Sache noch mal in anderen Worten. Und genau das ist das, was jetzt kommt.

[10:43] "Er sprach: Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes." Also genau noch mal, was wir gelesen haben: Der Auftrag ist zu versiegeln. "Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden." Das ist ein Vers, den wir schon mal in Kapitel 11 bis 35 gelesen haben, wo es vom Volk Gottes spricht, dass hier ja auch während dem Mittelalter und der Reformationszeit geläutert, gereinigt und gesichtet werden muss. "Und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen. Aber die Verständigen werden es verstehen."

[11:20] "Und von der Zeit an, da das Beständige beseitigt und der Groll der Verwüstung aufgestellt wird, sind es 1290." Frage. Also er gibt hier noch mal diese Zeitprophezeiung, aber ein bisschen länger. Er sagt nicht hier sind die dreieinhalb Zeiten, also die 1260 Jahre, sondern er sagt: Das sind die 1290 Jahre. Und die beginnen nun 508. Und die 508 Prophezeiung, die hat Daniel schon mal bekommen und die kennt er schon.

[11:53] "Und 1335 Tage erreicht." Diese Zahl kommt tatsächlich nur an dieser Stelle vor. Und die beginnt wiederum 508. Und wenn wir da 1335 Tage bzw. Jahre addieren, dann kommen wir ins Jahr 1843. Nun, was hat uns dieses Jahr zu sagen? Das war ein Jahr, in dem die Milleriten oder die Adventgemeinde gewartet hat, dass Jesus wiederkommt. Sie hatten gehofft, dass Jesus 1843 und später 1844 wiederkommt. Sie haben die erste Engelsbotschaft verkündet und die zweite und sie haben die dritte erhofft.

[12:42] "Und die Bibel sagt: Wohl dem, der ausharrt bis zu dieser Zeit." Und da sind wir wieder bei unserem Vers 2 in Kapitel 12. Das ist die spezielle Auferstehung für die, die ja ausgeharrt haben, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind. Denn die werden Jesus wiederkommen sehen.

[13:07] "Du aber geh hin bis das Ende kommt. Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage." Also Gott sagt Daniel: Du hast alles jetzt aufgeschrieben, ich habe dir ganz viel mitgeteilt, ich habe dir so viel mitgeteilt, wie kaum einem anderen Propheten vor dir. Und dein Werk ist hier an dieser Stelle beendet, und du darfst ruhen. Und du darfst gewiss sein, dass du auferstehen wirst, dass du mit mir im Himmel eines Tages regieren wirst. Was für eine schöne Verheißung am Ende dieses sehr bewegten und auch sehr Gott geweihten Lebens.

[13:44] Lasst uns Daniel nacheifern und lasst uns wie Daniel Gott immer wieder nachfragen: Wie ist das zu verstehen? Das wird am Ende kommen, denn wir sollen nicht aufhören zu forschen in der Bibel und immer wieder Gott zu erfragen, was er uns durch bestimmte Verse und Kapitel sagen möchte.

[14:06] Ich wünsche euch alles Gute für das Bibelstudium in der nächsten Zeit. Und ihr dürft euch freuen, wenn morgen das Buch "Hosea" beginnt und der Christoph an dieser Stelle wieder übernehmen wird. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, das so tief ist, das so reich ist. Und es ist so leicht, dass Kinder es verstehen können, aber es ist auch so komplex, dass die gelehrtesten Doktoren und Professoren es nicht in voller Gänze durchdringen können und erklären können. Und du hast es so wunderbar gemacht, und wir danken dir dafür. Amen.


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