Veröffentlicht am
229 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beginnt Christopher Kramp die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit dem Propheten Amos. Er beleuchtet Amos‘ ungewöhnliche Herkunft als Hirte und seine Rolle als Gottes Sprachrohr. Die Botschaft konzentriert sich auf Gottes Gericht über verschiedene Völker wie Aram, Philister, Tyrus, Edom und Ammoniter, die Israel Unrecht getan haben. Dabei wird die wiederkehrende Formel „wegen drei und wegen vier Übertretungen“ erklärt, die auf das volle Maß der Sünde hinweist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 943. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du Großes in unserem Leben tust und dass du uns von all dem reinigen möchtest, von dem du bisher nicht gereinigt worden sind. Die wir im Buch Joel am Ende gelesen haben, dass du uns großen und reichen Segen versprochen hast und dass du eingreifst in unser Leben, dass du uns rettest und für uns eintrittst. Herr, wir danken dir, dass wenn wir uns an dich wenden und dich um Hilfe bitten, dass du uns hilfst. Ich danke dir ganz persönlich, dass du das in meinem Leben immer und immer wieder tust und danke dir, dass das für jeden von uns tust. Herr, sprich du jetzt durch dein Wort zu uns und lass uns erkennen, was du uns sagen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:35] Wir beginnen heute mit dem Propheten Amos. Ein interessantes Buch von einem Propheten, der eigentlich von seinem Berufsbild her gar kein Prophet gewesen ist, wie wir noch sehen werden. Der aber einige sehr interessante und auch sehr für uns herausfordernde Dinge sagt und uns dadurch ja zeigt, was Gottes Botschaft auch für uns heute in dieser Zeit ist. Wie wir in den kommenden Tagen sehen werden, wir beginnen in Amos Kapitel 1 und dort Vers 1.

[2:15] Dies sind die Worte, welche Amos, der unter den Hirten von Tekoa war, über Israel geschaut hat, in den Tagen von Usija, dem König von Juda, und in den Tagen von Jerobeam, dem Sohn des Joasch, dem König von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben. Wir wüssten natürlich gerne, wann dieses Erdbeben gewesen ist, dann könnten wir auch den Amos exakt datieren. So haben wir nur diese wichtigen Könige, die wir aus den Büchern Königen und auch zum Teil Chroniken kennen.

[2:51] Amos war ein Hirte. Immer wieder hat Gott Hirten berufen für besondere Aufgaben in seinem Werk. Wir denken ganz besonders an Mose oder an David, auch an Jakob. Hirten haben eine Verantwortung für Schafe. Diese Schafe sind nicht besonders intelligent, sie können sich nicht besonders gut sehen, sie brauchen Hilfe. Und ein Hirte lernt unter schwierigen Bedingungen fürsorglich zu sein und Geduld zu haben und Wesen, die Hilfe brauchen, in die richtige Richtung zu führen und zu beschützen. Und das ist eine sehr wichtige Eigenschaft für Menschen, die im Werk Gottes eine wichtige Rolle übernehmen sollen, die wie Amos Gottes Wort weitergeben sollen und auch herausfordernde und Herzens erforschende Wahrheiten weitergeben müssen.

[3:44] Er sprach: Der Herr wird brüllen aus Zion und seine Stimme erscheinen lassen von Jerusalem her. Da werden die Auen der Hirten trauern und der Gipfel des Karmel wird verdorren. Amos verhirte und diese Sprache, dass die Auen der Hirten verdorren, die spricht aus seiner Lebenswelt, aus seiner Erfahrung. Der Karmel war berühmt für seine Fruchtbarkeit, für die vielen Bäume, die es dort gab. Wenn der Karmel verdorrt, dann war es eine wirkliche Katastrophe.

[4:17] Interessant ist, dass dieser Vers sehr, sehr ähnlich ist zu dem Schluss, zu dem letzten Kapitel in Joel 4. Auch dort haben wir ganz ähnliche Dinge gelesen. Wir können nicht genau sagen, wer sich auf wen bezieht, also ob Joel sich auf Amos bezieht oder Amos auf Joel. Das hängt vor allem an der Frage, wann Joel gelebt hat, was ich nicht so genau festlegen lässt. Aber hier sehen wir auch, dass diese Bücher ähm wohl nicht ohne Grund auch nebeneinander stehen und dass diese kleinen Propheten, wie sie oft genannt werden, auch untereinander ganz interessante Bezüge haben.

[4:55] Wir hatten bei Joel gesehen, dass dieses Brüllen aus Zion eine Rettung für die Gläubigen ist, aber auch ein Gericht an denen, die Gott nicht gehorchen, die in dieser in diesem Tal der Entscheidung sich gegen Gott versammelt haben. Und wenn der Tag des Gerichtes, an dem Gott aus Zion brüllt, deine Rettung für die Gläubigen ist, aber eine Katastrophe für viele hier in Israel, dann ist damit deutlich ausgesagt, dass viele in Israel zur Zeit, als damals diese Botschaften gepredigt, die zwar nominell dem Volk Gottes zugehörten, aber am Tag des Gerichtes auf der falschen Seite stehen würden, wenn sie sich nicht bekehren.

[5:34] So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen. Eine Formulierung, die immer wieder jetzt im Buch Amos vorkommt und die deutlich macht, dass hier ein ein Vollmaß ist, ein über, also das Maß ist voll, das ist der, dass das fast zum Überlaufen gebracht worden, sozusagen. Wegen drei und wegen vier Übertretung von Damaskus, die Hauptstadt von Aram. Damaskus, einem der wichtigsten aramäischen Königreich der damaligen Zeit, werde ich es nicht abwenden, nämlich, weil sie Gilead mit eisernen haben.

[6:07] Wir haben in den Büchern Königen gesehen, wie z.B. der König Hasaël als König von Aram-Damaskus diesen Ostteil des Nordreichs Israel hatte, auf dem auf der westlichen Seite des Jordans schlimm verwüstet hat durch Krieg und Zerstörung. Und darum will ich ein Feuer in das Haus Hasaëls senden und es wird die Paläste Ben-Hadads verzehren, beides wichtige Könige des Königreichs Aram-Damaskus und ihr Königtum und ihre Dynastie soll durch Gottes Gericht vernichtet werden.

[6:44] Und ich will den Riegel von Damaskus zerbrechen und den, der auf dem Thron sitzt, aus dem Tal Aben ausrotten, samt dem, der das Zepter in Beth-Eden hält. Hier handelt es sich höchstwahrscheinlich um das aramäische Königreich Biktini. Hat also nicht direkt etwas mit dem Eden aus 1. Mose 1, 2 und 28 zu tun, sondern ist eine hebräische Schreibweise für ein anderes aramäisches Königreich, das etwas nördlich in der Nähe des Euphrat gelegen hat.

[7:19] Und das Volk von Aram soll nach Kir in die Verbannung wandern, spricht der Herr. Dieser Stelle wird gesagt, dass das werden wir auch in Amos noch sehen, dass Gott die Aramäer aus Kir ein aus dem Land Kir gebracht hatte, genauso wie auch die Söhne aus Ägypten gebracht hat. Wir wissen nicht genau, wo Kir liegt. Allgemein wird vermutet, dass die Aramäer aus dem Bereich dessen, was wir heute so die arabische Steppe und als ich den Steppen gehört um die arabische Wüste bezeichnet, dass sie von dort her gekommen sind. Das wäre ein Hinweis darauf, dass dort irgendwo gelegen haben könnte, aber das können wir nicht genau sagen.

[7:54] Also ein Gericht hier diesen ersten Versen an den Aramäern. So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretung von Gaza. Jetzt sind wir ähm bei den Philistern. Ich werde es nicht abwenden, weil sie eine ganze Bevölkerung in die Gefangenschaft abgeführt und an Edom ausgeliefert haben. Es sieht so aus, als ob es hier um Verbrechen geht, der Philister an Israeliten, wo man israelitische Gefangene nach Edom, an den Süden ausgeliefert hat.

[8:23] Darum will ich Feuer in die Mauern von Gaza senden, dass es ihre Paläste verzehren soll. Und ich will den, der auf dem Thron sitzt, aus Aschdod ausrotten und den, deren Aschkelon das Zepter. Wir wissen, dass die Philister verschiedene Stadtkönige hatten, das waren vor allem fünf große Städte, Königstädte, die alle ihren eigenen König hatten, ähnlich wie man das auch in der Frühzeit bei den Griechen und anderen Völkern gehabt hat.

[8:52] Oder das dann dort vermuten kann. Und wir wissen von den Philistern, dass sie ja aus dem aus dem Mittelmeerraum gekommen sind, wahrscheinlich von der Insel Kreta, so sagt es ja die Bibel, wenn die Identifikation zwischen Kaftor und Kreta korrekt ist. Und diese diese Stadtkönigtümer, die bilden zusammen dieses dieses Gebiet der Philister. Und eine dieser Könige, reiche oder Königstädte werden hier erwähnt: Aschdod, Aschkelon.

[9:21] Und dann heißt es: Und ich will meine Hand gegen Ekron wenden und der Überrest der Philister soll zugrunde gehen, spricht Gott, der Herr. Also ein Gericht an den Aramäern, jetzt ein Gericht an den Philistern. Es geht weiter.

[9:32] So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretung von Tyrus werde ich es nicht abwenden. Tyrus, weiter im Norden, die wichtigste Handelsstadt und Königsstadt, auch dort einzelne Stadtkönigreiche, wie bei den Philistern, weil sie eine ganze Bevölkerung an Edom ausgeliefert und an den Bruderbund nicht gedacht haben. Auch hier wird es darum gehen, dass die phönizischen Israeliten an die Edomiter ausgeliefert haben.

[10:03] Dieser Bruderbund dürfte sich höchstwahrscheinlich auf die Bündnisbeziehung beziehen, die klassischen König David bzw. König Salomo und den Phöniziern bestanden haben. Darum will ich ein Feuer in die Mauern von Tyrus senden, dass ihre Paläste verzehren soll. Ein Gericht an den Aramäern, ein Gericht an den Philistern, jetzt ein Gericht an den Phöniziern.

[10:28] So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretung Edoms werde ich es nicht abwenden. Jetzt sind wir bei den Edomitern im Südosten, südöstlich von Israel, von Juda, weil er seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt und sein Erbarmen abgetötet hat und weil sein Zorn stets zerfleischt und er seinen Grimm allezeit behalten hat.

[10:53] Und darum will ich ein Feuer nach Teman senden, dass die Paläste von Bosra verzehren sollen, wichtige Städte der Edomiter, die hier offensichtlich auch Krieg geführt haben gegen die Israeliten. Wir sehen ja auch in den Königen und Chroniken, dass immer wieder zwischen den Königreichen und den Edomitern, die von Verwandtschaftsgrad den Israeliten am aller nächsten standen, sie waren ja die Nachkommen von Esau, dem Zwillingsbruder von Jakob, dass es immer wieder Krieg zwischen diesen Nationen gegeben hat.

[11:25] So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen der Ammoniter werde ich es nicht abwenden. Die Ammoniter, östlich von Israel, im Gebiet des heutigen Jordanien, im Gebiet der heutigen Hauptstadt Amman.

[11:47] Weil sie die Schwangeren in Gilead aufgeschlitzt haben, um ihr eigenes Gebiet zu erweitern. Gilead ist, wie gesagt, ein im Ostjordanland Gebiet, ein Teil des Ostjordanlandes, das zum Nordreich Israel gehörte, das durch die Ammoniter hier auch schwer verwüstet worden ist.

[12:05] Wir sehen, dass verschiedene heidnische Königreiche oder Gebiete mit dem Gericht Gottes bedroht werden. Wir werden sehen, dass es bei Amos nicht nur um die heidnischen Völker geht, sondern auch um das Volk Gottes selbst.

[12:19] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du Gerechtigkeit sprichst, dass du auch es siehst und hörst, wenn dein Volk von außen bedroht wird, wenn es von außen angegriffen wird, wenn ihm von außen übel mitgespielt wird. Danke, dass du eingreifst und dass du dein Volk auch beschützt und dass, wenn das Maß der Sünden voll ist, dass du gerechtes Gericht hältst.

[12:43] Wir möchten dich bitten, dass wir verstehen, dass wenn du aus Zion brüllst und Tag des Gerichtes, wie es Joel und Amos beschreiben, dass wir auf der richtigen Seite stehen müssen, nämlich in Zion, das heißt bei dir, mit unserem Glauben, der das himmlische Allerheiligste geht. Und darum bitten wir dich für den heutigen Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.