In dieser Predigt über Amos 4:13-5:24 spricht Christopher Kramp über die dringende Notwendigkeit der Umkehr und der Suche nach Gott. Er beleuchtet die Konsequenzen von Sünde und Ungerechtigkeit, betont aber auch Gottes Wunsch nach einer echten Beziehung zu den Menschen. Die Botschaft ermutigt dazu, das Gute zu suchen, das Böse zu hassen und sich auf Gott zu verlassen, um wahres Leben zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: Amos 4:13-5:24
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: AmosPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 946. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns warnst, dass du uns eindringlich warnst, wenn wir auf dem falschen Weg sind. Nicht, weil du Freude am Warnen hast, sondern weil du Freude an uns hast und an dem Gedanken, dass wir umkehren können, weil du uns lieb hast und weil du das Beste von uns möchtest.
[1:04] Hey, wir geben zu, dass wir oft das nicht richtig verstehen, weil wir nicht verstehen, was das Beste für uns ist. Aber du hast uns auch nicht aufgefordert, alles zu verstehen, sondern dir zu vertrauen. So möchten wir dir vertrauen und dich bitten, dass du uns echte Buße und Reue schenkst, die nur du schenken kannst, weil sie vom Himmel kommt. Und dass wir in unserem Leben echte Umkehr erleben, die nicht nur ein kurzes emotionales Aufflackern ist, sondern eine echte Lebensveränderung, eine lebenslange Buße, Umkehr und ein Bleiben auf dem richtigen Weg. Herr, sprich du heute durch den Propheten Amos und seine Botschaft, die damals aufgeschrieben worden ist, zu uns und erfüll uns mit deinem Heiligen Geist, um zu verstehen, was du uns sagen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:01] Wir sind in Amos Kapitel 4. Gott zählt auf, was er alles schon getan hat, welche Gerichte das Volk Israel schon heimgesucht haben. Und trotzdem sind sie nicht umgekehrt. Egal, was Gott getan hatte, die Israeliten wollten nicht umkehren. Und so sollen sie sich jetzt als diejenigen, die sich weigern, Gott zuzuwenden und sich bereit machen, Gott zu begegnen, denn Gott wird Gericht halten. Das ist eine wichtige Botschaft für uns. Es wird in jedem Fall, unter allen Umständen, egal was kommen wird, ein Gericht geben. Eine Botschaft, die wir schon auch bei Salomo im Buch Prediger gefunden haben. Dieses Gericht wird sehr genau und sehr gerecht sein. Und wir müssen vorher umkehren, wenn wir in diesem Gericht auf der richtigen Seite stehen wollen.
[2:57] Lasst uns in Amos 4, Vers 13 lesen: „Siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und den Menschen wissen lässt, was seine Gedanken sind, der das Morgenrot und das Dunkel macht und der Herr schreitet über die Höhen der Erde her. Gott, der Herr, ist sein Name.“ Manchmal wissen wir selbst nicht genau, was wir denken. Wir können manchmal nicht genau und selbst erforschen. Aber Gott lässt uns wissen, was unsere Gedanken sind. Hast du Gott schon einmal darum gebeten, dass er dir offenbart, wie du bist und was du denkst und was eigentlich deine Prioritäten und Motive sind? Manchmal belügen wir uns selbst. Ich möchte mir vornehmen, Gott zu erlauben, mir zu zeigen, wie ich denke und wie es meine...
[3:47] ...hört dieses Wort, dieses Klagelied, das ich über euch anstimme, hier vom Haus Israel. Das ist nicht traurig zu sehen, dass viele Botschaften in der Bibel traurige Botschaften gewesen sind, obwohl Gott ein Gott der Liebe ist und so viel Gutes für uns im Sinn hat. „Sie ist gefallen und kann nicht wieder aufstehen, die Jungfrau Israel. Hingerstreckt liegt sie auf ihrem eigenen Land, niemand richtet sie auf.“
[4:14] Denn so spricht Gott, der Herr: „Die Stadt, die tausend Mann stellt, wird nur hundert übrig behalten, und die, welche hundert stellte, nur zehn übrig bleiben für das Haus Israel.“ Eine dramatische Reduzierung. „Denn so spricht der Herr zum Haus Israels: Sucht mich, so werdet ihr leben.“
[4:34] Wir haben diesen Gedanken schon immer wieder in der Bibel gesehen. Gott sagt auch später dann durch Jeremia, durch diesen Brief, der an die Gefangenen nach Babylon gebracht wird: „Wenn ihr mich sucht von ganzem Herzen, werdet ihr mich finden.“ Wer Gott sucht, wird leben. Wir wissen aus der Geschichte von der bronzenen Schlange, 4. Mose 21, dass jeder, der dorthin schaut, wo Gott Erlösung versprochen hat, wird Leben finden, wird Erlösung finden. Wenn wir auf Jesus schauen, wenn wir ihn wirklich suchen, wenn wir bei Jesus sein wollen, wird er uns nicht im Stich lassen. Es gibt niemanden auf dieser Welt, der jemals von ganzem Herzen ehrlich Jesus als Hilfe haben wollte und nicht gefunden hat. Das gibt's gar nicht. Suche Jesus ehrlich, und du wirst ihn finden, und du wirst Leben finden, nämlich ewiges Leben, Leben schon hier in Fülle, das bis ins ewige Leben quillt.
[5:37] Und sucht nicht, betet auf und geht nicht nach Gilgal und zieht nicht hinüber nach Beerscheba. Denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern und Bethel zum Unheilshaus werden. Das ist ein Wortspiel, denn Bethel heißt ja „Haus Gottes“, weil ja an der Stelle damals Jakob, vor vielen Jahrhunderten, als er auf dem Weg nach Aram war, dort die Himmelsleiter, diese Stufen, gesehen hat und gesagt hat: „Dies ist der Ort, wo Gott sich offenbart.“ Bethel. Aber in diesem Ort war mittlerweile Götzendienst eingerichtet worden durch dieses Kalb, das Jerobeam der Erste aufgestellt hatte.
[6:20] Die Gläubigen sollen Gott suchen und nicht ihre Tradition, nicht ihre falschen Lehren, nicht ihren Götzendienst. Sie sollen das suchen, was wirklich hilft, nämlich eine Beziehung zu Gott. Lasst uns nicht dort Hilfe suchen, wo sie nicht zu finden ist, sondern allein bei dem, der das Leben ist und deswegen uns das Leben geben kann und uns ewiges Leben versprochen hat, sich dafür verbürgt hat, dass uns ewiges Leben geben möchte, weil Gott uns so sehr liebt. Es ist Jesus von uns gestorben, damit wir ewiges Leben haben können, weil Gott uns so sehr liebt. Deine Bibel sagt: „So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.“
[7:00] Und Jesus sagt an dieser Stelle in Johannes 3, ja, dass wir auf ihn schauen sollen, so wie Mose die Schlange in der Wüste erhöhte. „Sucht den Herrn, so werdet ihr leben.“ Noch einmal betont Gott das hier, weil es ihm so wichtig ist. Sonst wird er das Haus Josef wie ein Feuer überfallen und es verzehren, und niemand wird Bethel löschen. Wir haben in Amos 2 gesehen, dass Gott so ein Feuergericht angekündigt hat. Aber hier sehen wir, dass er das ankündigt in der Hoffnung, dass die Gläubigen noch umkehren werden. Denn Gott möchte nicht, dass wir zerstört werden. Er möchte kein Gericht über sie bringen, möchte, dass sie leben. Denn wenn sie umkehren, dann wird dieses angedrohte Unheil sie nicht erreichen.
[7:43] „Ihr verwandelt das Recht in Wermut und stoßt die Gerechtigkeit zu Boden.“ Er aber, Gott, ist es, der das Siebengestirn und den Orion geschaffen hat, der den Todesschatten in den Morgen verwandelt, den Tag aber in Finsternacht. Er ruft den Meereswassern und gießt sie auf den Erdboden. Herr, sein Name. Gott ist der Herr über alle Schöpfung, ist der Herr des Universums. Alle Sternbilder, die wir sehen, die hat er gemacht. Gott hat die Sterne, die das ganze Universum geschaffen.
[8:14] Er lässt blitzschnell Zerstörung über den Starken kommen. Ja, Zerstörung bricht über die Festung. An die Festung, die steht ja für Kraft und für Schutz. Aber wenn Gott Gericht bringt, dann ist alles zunichte. Die stärksten Mauern und der stärkste Held können vor Gottes Gericht nicht bestehen. Das ist eine Botschaft, die wir im Buch Amos immer und immer wieder sehen. Wir können durch eigene Kraft vor Gott nicht bestehen. Das Einzige, wie vor Gott bestehen können, ist, dass wir Gottes Kraft uns zu eigen machen.
[8:42] „Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und verabscheuen den, der aufrichtig redet.“ So weit warst du gekommen, dem Volk Israel, dass derjenige, der Wahrheit sagte, nicht mehr gut angesehen war, ja, verabschiedet worden ist. Und das zeigt genau wie bei Abel und Kain, dass wenn Menschen der Sünde folgen und die Sünde in ihrem Herzen hegen und pflegen, dass sie die Wahrheit nicht ertragen können und Gerechtigkeit gar nicht mehr in ihrem Leben dulden und deswegen auch nie in den Himmel aufgenommen werden können.
[9:16] Darum, weil er den Armen niedertritt und Getreideabgaben von ihm erhebt, sollt ihr die Häuser, die ihr aus Quadersteinen gebaut habt, nicht bewohnen und den Wein der lieblichen Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht trinken. Denn ich weiß, dass eure Übertretungen zahlreich sind und dass eure Sünden mächtig sind. Dass ihr den Gerechten bedrängt, Bestechung annehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Amos zeigt ganz deutlich, es geht insbesondere um die Reichen, die ihr Leben, die das niedere Volk unterdrücken für den eigenen Gewinn. Darum muss der Kluge zu dieser Zeit schweigen, denn es ist eine böse Zeit.
[9:51] Interessant, ja, Gott sendet Propheten und die Botschaft muss klar und deutlich verkündigt werden. Amos predigt ja. Und doch sagt Gott hier auch: „Seine Zeit, in der der Kluge oft schweigen muss, weil die Ungerechtigkeit so überhand nimmt.“ Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt. Dann wird der Herr, der Gott der Herrscher, so mit euch sein, wie er es immer sagt.
[10:19] Israeliten waren der Meinung, das haben wir jetzt von Anfang eines Buches gesehen, dass sie das besondere Volk Gottes sind. Und es stimmt auch, Gott hat ihn verheißen. Aber Gott hat die Frage ihm gestellt: „Können wir Gott zusammen gehen, wenn wir nicht in meine Richtung gehen wollt?“ Deswegen hatte er ihnen gezeigt, am Anfang von Amos 2, dass er ihre Sünden in der gleichen Kategorie sieht wie die Sünden der Heiden.
[10:46] Gott wünscht sich die Beziehung, die das Volk Gottes immer nur behauptet. Lieber Freund, liebe Freundin, kann es sein, dass wir oft von einer Beziehung mit Jesus reden und Jesus sich sehnlichst wünscht, dass wir diese Beziehung auch endlich haben? Dass er es nicht mehr hören kann, dass jemand von einer Beziehung zu Gott redet und dann doch das tut, was wir wollen. Dass wir immer davon reden, dass Gott uns führt, und er eigentlich sich danach sehnt, uns endlich führen zu dürfen. Dass aus der Theorie einer Beziehung zu Gott eine Realität wird.
[11:23] Er hat zweimal gesagt: „Sucht den Herrn, so werdet ihr leben.“ Und jetzt zeigt sich konkret, was das bedeutet: „Sucht das Gute und nicht das Böse.“ Man kann nicht gleichzeitig Gott suchen und das Böse tun und das Böse denken. Man kann nicht gleichzeitig mit Gott leben und über andere Menschen böse denken. Dann kann ich gleichzeitig mit Gott leben und andere Menschen übervorteilen. Man kann nicht mit Gott leben und seinen eigenen Vorteil suchen.
[11:49] Was die Zeit es ist an der Zeit, dass wir alle, ich und du, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir das alle lernen und diese Botschaft ernst nehmen und auf mich persönlich, auf dich persönlich anwenden.
[12:03] „Hasst das Böse und liebt das Gute und gebt dem Recht seinen Platz im Tor.“ Vielleicht wird der Herr, der Gott der Herrscher, dem Überrest Josef gnädig sein. Dieses „vielleicht“ kennen wir aus Joel 2, wenn die Israeliten zusammenkommen, wenn sie fasten und ihre Herzen reißen, nicht ihre Kleider. Vielleicht wird Gott das Unheil bereuen, und er wird sich über sie erbarmen. Gesehen dann in Joel, dass er das ganz garantiert tun wird.
[12:29] Wir sollen das Gute leben und das Böse hassen. Das bedeutet, Gott zu fürchten. Das Böse zu hassen, das sagt Sprüche 8, Vers 13. Und ist nicht die allererste Forderung in der Engelsbotschaft: „Fürchtet Gott.“ Gott sucht Menschen, die das Böse hassen. Und er weiß ja, er weiß ja, dass weder du noch ich das aus eigener Kraft überhaupt können. Es ist ja genau diese Einladung, dass wir zu ihm kommen, dass wir von ihm diesen Hass auf das Böse eingepflanzt bekommen, in der versprochen hat, als er in 1. Mose 3 eine Feindschaft versprochen hat zwischen dem Satan und den Menschen, die einen glauben. Gott schenkt uns einen Hass auf das Böse und eine Liebe für das Gute, eine Liebe für ihn. Lasst uns zu ihm kommen, diese Liebe suchen, lasst uns ihn suchen.
[13:21] „So spricht der Herr, der Gott, der Herrscher, auf allen Plätzen, Weglage und auf allen Straßen wird man Wehe, Wehe rufen.“ Dann wird den Bauern zur Trauer rufen und die, welche klagen, wieder singen zur Weglage. Das ist passiert. Es ist passiert, als Samaria zerstört worden ist, dann später Jerusalem zerstört worden ist. Auch passiert, als viele Juden später, Jerusalem noch einmal zerstört worden ist, 70 nach Christus, als ein Mann sieben Jahre lang durch die Straßen ging und „Wehe, Wehe“ rief.
[13:50] Und in allen Weinbergen und Wehklagen erscheinen. Denn ich will mitten durch euch dahin schreiben, spricht der Herr. Wenn Gott in unsere Nähe kommt und wir nicht Buße getan haben und wenn wir uns nicht an ihn gewandt haben und an unseren Sünden festhalten, dann ist Gottes Gegenwart die Ursache für viel Wehklage. Aber Gott möchte, dass das nicht so ist. Er möchte, dass seine Gegenwart uns Freude vermittelt.
[14:25] Wir haben gesehen im Buch Joel, wie das angedrohte Gericht zu einer Befreiungsbotschaft wird, als Israeliten sich zu Gott wenden, als ihre Herzen zerreißen, als sie zu Gott beten. Plötzlich wendet sich das gesamte Blatt. Es gibt immer noch ein Gericht, aber es wendet sich eben an die Heiden, zu denen die Gläubigen, das Volk Gottes, nicht mehr zählt, weil sie umgekehrt sind. Und das wollen wir in unserem Leben.
[14:47] Wir denen, die den Tag des Herrn dabei wünschen. Was soll ich, der Tag des Herrn? Er wird Finsternis sein und nicht Licht. Wir uns, wenn wir uns wünschen, dass Jesus wiederkommt, aber wir gar nicht vorbereitet sind, wenn wir gar nicht bereit sind, im Himmel zu leben mit sündlosen Wesen. Wenn wir in unserem Verhalten, unseren Taten, unseren Worten zeigen, dass wir den Himmel in Gefahr bringen würden. Wir uns, wenn wir die Wiederkunft erwarten und uns wünschen und gar nicht verstehen, dass wir gar nicht mit Gott gehen, sondern unseren eigenen Weg gehen.
[15:21] Wie wenn jemand vor dem Löwen flieht und ihm ein Bär begegnet. Und wenn er heimkommt und sich mit der Hand an die Wand lehnt, so beißt ihn eine Schlange. Mit anderen Worten: Gottes Gericht wird jeden finden. Und wenn man denkt, dass man entflohen ist, wird es dann trotzdem finden. Wenn man denkt, dass man ganz klug ist und zweifach entflohen ist, wird dann trotzdem finden. Wird nicht der Tag des Herrn Finsternis sein und nicht Licht, Dunkelheit und nicht ganz.
[15:44] Hier wird der Tag des Herrn so beschrieben, wie im Buch Joel, bevor das Volk Gottes zusammengekommen ist und gefastet und gebetet hat.
[15:57] „Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlung nicht riechen.“ Wir kennen das aus Jesaja 1 und haben es auch gesehen, dass Gott die neun Monate all die Festversammlungen gar nicht ertragen konnte, all die Opfer, denn die Menschen haben einfach weiter gesündigt. Sie sind in den Gottesdienst gegangen, haben davon gesprochen, dass Gott sie liebt und dass er sie liebt, und haben immer weiter gesündigt. Oh Gott kann das nicht ertragen. Gott kann nicht ertragen, wenn die Sünde weiter getan wird und wir dann so tun, als ob Gott einfach die Augen zumacht. Das ist nicht das biblische Evangelium.
[16:29] „Wenn ihr mir auch eure Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran. Und das Dankopfer von euren Masttieren schaue ich gar nicht an. Tue nur weg von mir den Lärm deiner Lieder, und deine Harfenspiele mag ich nicht hören.“ Gott hat keine Freude an Liedern, die ihn preisen, wenn gleichzeitig unser Leben ihn verleugnet. Gott hat keine Freude daran, wenn wir Opfer bringen und schöne Gottesdienste feiern, wenn aber unser Leben zeigt, dass wir nur selbst denken und gar nicht mit ihm gehen wollen.
[17:00] „Es soll aber das Recht einherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom.“ Was Gott sehen möchte in seinem Leben ist Gerechtigkeit und Recht. Und das kann nur dann unserem Leben sein, wenn wir mit ihm gehen, wenn wir ihn in unserem Herzen haben, wenn sein Gesetz unser Herz geschrieben wird. Weil dann wird automatisch unser Denken, unser Tun, unser Reden vom Gesetz Gottes bestimmt sein. Und dann werden Gott die Lieder wohlgefällig, dann werden die Opfer ihm wohlgefällig sein.
[17:28] Deswegen hat David ja gebetet im Psalm 51, dass er ein neues Herz braucht, dass Gott ihm vergeben soll und dass er die Mauern wieder aufbauen soll. Weil dann wird er auch Opfer bringen können, dann werden diese Opfer wohlgefällig sein, wenn ein zerbrochenes Herz bei Gott Gnade gefunden hat. Weil das findet es immer, weil das zerbrochen ist.
[17:50] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib uns, dass wir oft sagen, dass wir eine Beziehung mit dir haben und dann doch in unserem Leben einfach unsere eigenen Wege gehen und gegen andere Menschen sündigen und gegen andere Menschen falsche Dinge denken und Dinge tun, die dir nicht wohlgefallen. Und dann vielleicht sogar in den Gottesdienst gehen und über dich reden und vielleicht sogar noch über das Evangelium diskutieren und unserem Leben gar nicht zeigen, was das Evangelium eigentlich bewirken soll.
[18:26] Ja, wir möchten Vergebung bitten und ich bitten, dass du uns hilfst zu erkennen, wie dringend wir dich brauchen, jeder einzelne von uns. Das wollen wir suchen und danken dir, dass du dich finden lässt und dass du uns Leben schenken möchtest. Und dass, wenn wir dich suchen, deine Gerechtigkeit unser Leben so erfüllt, nicht nur als kleine Wassertropfen, sondern dass sie einherflutet wie ein Meer und alles bedeckt in unserem Leben. Dafür danken wir dir im Namen Jesu.
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