In diesem Video wird die Geschichte von Jona aus dem Alten Testament beleuchtet, insbesondere seine Reaktion auf die Bekehrung der Niniviten. Christopher Kramp thematisiert, wie Jona Gottes Gnade und Barmherzigkeit missversteht und sich über die Rettung der Assyrer ärgert. Das Video ermutigt dazu, Gottes Charakter der Liebe und des Mitleids widerzuspiegeln, auch gegenüber Feinden, und die Botschaft des Evangeliums mit dem richtigen Geist zu verkünden.
Gott auf (m)einer Seite: Jona 4:2-4:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JonaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 954. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen dürfen, das Gebet wirkt. Wir sehen es in der Bibel, wir haben es in der letzten Nacht ganz deutlich sehen können, und wir sehen es in unserem eigenen Leben. Deswegen kommen wir zu dir, nicht weil es einfach nur eine Routine sein soll, sondern weil wir wissen, egal wo wir uns befinden, egal was wir getan haben, egal wie viel wir von dir wissen, dass wenn wir ehrlich und aufrichtig von ganzem Herzen zu dir beten, weil wir es, weil wir wirklich deine Hilfe suchen, dann hilfst du uns. Es ist noch nie anders gewesen. Und dafür möchte ich dir persönlich danken. Und ich bin, dass wir jeden Tag dieser Erfahrung machen, Gebetserfahrung, die zeigen, dass du unser Leben einen Geist, weil du uns so lieb hast. Sprichst du auch heute durch dein Wort. Wir bitten dich, dass du unser Lehrer bist und dass wir sehen, wie es in unser Leben hineinspricht. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[1:44] Wir sind in Jona Kapitel 4. Jona ist über Bord gegangen. Jona ist von Gott gerettet worden, als er gebetet hat. Er hat erneut den Auftrag bekommen, er ist erneut berufen worden, diese so gefährliche, aber auch spannende Aufgabe, Assyrer zu bekehren, umzusetzen. Und er ist gegangen mit einem großen Eifer für die Wahrheit und wenig Liebe. Denn als sie die Gerichtsbotschaft predigt, geschieht das, was wahrscheinlich niemand gedacht hätte und am allerwenigsten der Jona. Das war Gott schon gewusst hat, denn Gott kennt die Zukunft, dass die Assyrer anfangen, sich zu bekehren. Die Niniviten fangen an, in Sacktuch Buße zu tun und ihre Taten zu ändern und von Gott Gnade zu erlangen. Und Gott schenkt ihnen Gnade. Und Jona ist darüber sehr zornig. Es heißt in Vers 2 von Kapitel 4: "Und Jona betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, ist nicht das, was ich mir sagte, als ich noch in meinem Land war, dem ich auch durch die Flucht nach Tarsis zuvorkommen wollte? Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam und von großer Gnade und das Unheil reuig."
[3:11] Was für ein Gebet! Wir haben gerade auf der Seite zuvor drei mächtige Gebete gesehen: das Gebet der Pharisäer, das Gebet Jonas im Wal und das Gebet der Syrer. Hier betet jetzt der Prophet, nachdem er den größten Erfolg hat, den jemals ein Prophet in der Bibel gab, da nämlich zumindest was die Auslandsmission betraf, der habe ich der einzige, der zu, also ziemlich der einzige, der hat einen Heiden gesandt worden ist. Und er hat einen viel größeren Erfolg als alle Propheten in Israel und Julia jemals gewirkt haben. Allesamt dem König haben sich bekehrt. Und jetzt betet er und sagt: "Habe ich es nicht vorher gewusst? Genau das wollte ich ja verhindern, deswegen bin ich ja vor dir." Rechtfertigt seine Rebellion, sagt: "Deswegen habe ich ja die Flucht ergriffen, deswegen habe ich dir nicht gehorcht, weil ich genau gewusst habe, dass das hier passiert ist." Nicht erstaunlich, da ist jemand, ein Prophet Gottes und rechtfertigt seine Rebellion damit, dass Gott gnädig ist. Zitiert sogar aus dem Buch 2. Mose: "Du bist ja langsam und barmherzig und gnädig von großer Gnade."
[4:21] Liebe Freunde, die Gnade Gottes darf uns niemals, niemals ärgern. Wenn wir sie gerne für uns in Anspruch nehmen, müssen wir sie auch gerne anderen weitergeben oder andere daran führen. Wollen, besser gesagt, wenn wir die Gerichtsbotschaft, wenn wir die Botschaft des Evangeliums predigen in der Hoffnung, dass jemand anderes gerichtet wird, in dem Wunsch, dass jemand seine gerechte Strafe bekommt und nicht wünschen, dass jemand eigentlich umkehrt, dann erfüllen wir den Auftrag nicht so, wie Gott es sich gedacht hat. Lasst uns die dreifache Engelsbotschaft ohne Abstriche, ohne Verwässerung, ohne Wegnahme unangenehmer Teile, mit Klarheit predigen, aber mit dem tiefen, aufrichtigen und spürbaren Wunsch, dass sie jeder, der sie hört, am Ende auf der neuen Erde sein möchte. Wir wissen, dass es nicht alle sein werden. Wir wissen, dass sich viele gegen Gott entscheiden werden, aber es ist unser Wunsch, unser aufrichtiger Wunsch, sie gerettet werden. Oder benutzen wir manchmal die Gerichtsbotschaft nur als Vorwand, um unseren eigenen ungeheilten Gefühlen Raum geben zu können?
[5:41] Und nun, Herr, nimm doch meine Seele von mir, denn es ist besser, ich sterbe, als dass ich lebe. Als er kurz davor war zu sterben, im Wal hat er gebetet: "Herr, rette meine Seele." Jetzt ist er lebendig, jetzt geht es ihm gut, jetzt ist er der erfolgreichste Prophet des dann gesehen, hatte zumindest was den evangelistischen Erfolg betrifft, und er möchte sterben. Sein eigener Ruf, um den er sich offensichtlich Gedanken gemacht hat, war wichtiger als das Evangelium. "Das sprach der Herr: 'Ist es recht, dass du so zornig bist?'" Hierauf ging Jona zur Stadt hinaus und ließ sich östlich von der Stadt nieder und machte sich dort eine Hütte und saß unter ihrem Schatten, bis er sehe, wie es der Stadt ergehen würde. Ich habe den Eindruck, dass diese ersten Verse von Kapitel 4 noch in Ninive selbst spielen, es eher noch in der Stadt selbst. Zornig, ist das nicht umgebracht?
[6:34] Da sandte Gott, der Herr, eine Rizinusstaude, die wuchs über Jona empor, um seinem Haupt Schatten zu spenden und ihn von seiner üblen Laune zu befreien. Und Jona freute sich sehr über den Rizinus. Hast du auch mal damit zu kämpfen, schlecht gelaunt zu sein, dich aufzuregen über die Umstände, sie nicht so sind, wie du gedacht hast? Das passiert mir manchmal, und vielleicht auch. Und interessant, wie Gott hier reagiert. Gott lässt etwas wachsen, damit der Schatten bekommt. Gott wirkt etwas, was nicht zwingend notwendig gewesen wäre, einfach mit dem Ziel, Jona von seiner üblen Laune zu befreien. Wusstest du, dass Gott sich anstrengt, damit wir gut gelaunt sind? Wenn wir nur sehen könnten, wie viele im Alltag wirkt, damit wir keine schlechte Laune haben.
[7:35] Und Jona freute sich sehr über den Rizinus. Da sandte Gott einen Wurm, als die Morgenröte am anderen Morgen aufstieg, der stach den Rizinus, so dass er verdorrte. Und es geschah, als die Sonne aufging, da entsandte Gott einen heißen Ostwind, und die Sonne stach Jonas Haupt, so dass er ganz matt wurde. Und er wünschte sich den Tod und sprach: "Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich am Leben bleibe." Jona hatte ein Problem, er war aber zu schnell fertig mit dem Leben. "Das sprach Gott zu Jona: 'Ist es recht, dass du so zornig bist wegen des Rizinus?'" "Das schwache: 'Ja, ich bin mit Recht zornig bis zum Tod!'" Was für ein Starrsinn, dass er selbst als Gott ihn zur Rede stellt, immer noch darauf pocht, dass er zurecht zornig ist.
[8:26] "Das sprach der Herr: 'Du hast Mitleid mit dem Rizinus, um den du dich doch nicht bemüht und den du nicht großgezogen hast, denn einer Nacht entstanden und in einer Nacht zugrunde gegangen ist. Und ich sollte keinen Mitleid haben mit der großen Stadt Ninive, wo mir als 120.000 Menschen sind, die ihre rechte Hand nicht von ihrer Linken unterscheiden können?'" Dazu so viel wie das Buch Jona endet mit einer herzergreifenden Botschaft. Gott hat Mitleid. Er hat sogar Mitleid mit Assyrern. Und wenn du weißt, was die Assyrer selbst über ihre Taten geschrieben haben, wie sie sie nicht nur getan haben, sondern sich dessen sogar gerühmt haben, wie sie Freude daran hatten, das Leid ihrer Gegner, bis alle Details zu beschreiben, grafisch darzustellen. Manche der syrischen Könige waren regelrecht Sadisten. Gott hat Mitleid mit jedem Menschen, sogar mit den Tieren.
[9:33] Wenn wir Gottes Charakter widerspiegeln wollen, wenn wir echte Missionare und echte Verkündiger seiner Botschaft sein wollen, müssen wir lernen, Mitleid zu haben, auch mit denen, die vielleicht unsere Feinde sind. Die Assyrer waren die Feinde Israels. Und Jona hatte jetzt gelernt, Gehorsam zu seiner werde, noch nicht gelernt, seine Feinde zu lieben. Ist das nicht die große Lehre, die wir, die uns Jesus in der Bergpredigt zeigt, die wir lernen müssen? Das Buch Jona zeigt in wenigen Kapiteln die Geschichte des Volkes Israel. Erst erfüllten sie nicht Gottes Auftrag und haben sich mit den Heiden verbunden und waren Gott untreu. Und dann, als er sie aus dem babylonischen Exil herausholte, das quasi wie so ein Anti-Typus in gewisser Weise zu dem zu dem wahren Erlebnis gewesen ist, als Gott sie rettete, da waren sie dann treu zu ihm, sie folgten seinen Geboten, sie folgten seinen Gesetzen, aber hatten keinen Mitleid mit den Menschen, die sie erreichen sollten. Möge Gott uns vor Beinen bewahren. Würde Gott uns davor bewahren, seinen Auftrag zu ignorieren, in die Welt wegzulaufen und von Gott abzuwenden, aber möge uns Gott auch davon bewahren, was genauso schlimm wäre, einfach ohne Liebe eine Botschaft weiterzugeben, nur noch Hoffnung, dass wir selbst gerühmt werden.
[10:55] Lasst uns sicher auf unseren eigenen Ruf achten, sondern darauf, dass Menschen die Liebe Gottes kennenlernen. Denn dazu ist auch die dreifache Engelsbotschaft gegeben. Wir dürfen sie nicht vermindern, aber müssen sie im richtigen Geist predigen. Möge Gott dir und mir schenken, diesen Geist zu haben. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du Mitleid mit uns hast, egal was wir getan haben. Du hast Mitleid mit uns, und du wünschst dir so sehr, dass jeder von uns umkehrt und doch das ewige Leben hat. Du hast keinen Gefallen am Tod des Gottlosen. Danke, dass wir das wissen dürfen. Und gibt, dass wir das nicht nur auf uns beziehen, sondern auch auf jeden anderen Menschen, den wir zu tun haben, ja, auf alle unsere Feinde. Lehre uns diese Gesinnung zu haben, die du hast, dass du deine, der du deine Sonne aufgehen lässt über die Guten und die Bösen, das ist regnen lässt über Menschen, die richtiges tun und Menschen, die Böses tun, weil du jeden Menschen zur Buße führen möchtest, weil du möchtest, dass niemand verloren geht. Gibt, dass wir solche Missionare werden, solche Boden, die diesen Geist verstanden haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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