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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Texte aus Micha 6 und Micha 7. Er erklärt, wie Gott einen „Rechtstreit“ mit seinem Volk führt und erinnert an seine treuen Taten der Erlösung. Die Predigt betont, dass menschliche Opfer Gott nicht besänftigen können, sondern nur das Opfer Jesu am Kreuz zählt. Es wird dazu aufgerufen, demütig mit Gott zu wandeln, Liebe zu üben und Gerechtigkeit zu tun, um Gottes Wunsch zu entsprechen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 959. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Jesus offenbart hast. Danke, dass du uns Jesus offenbart hast, wie du bist. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, wenn wir jetzt dein Wort lesen, dass wir Jesus sehen, dass wir Jesus hören und dass wir wie Jesus werden. In seinem Namen beten wir. Amen.

[1:14] Wir sind in Micha 6. Micha sagt, dass Gott einen – oder Gott spricht durch Micha, besser gesagt – und sagt, dass er einen Rechtstreit mit seinem Volk Israel hat. Wir lesen in Vers 3: "Mein Volk, was habe ich dir angetan und womit habe ich dich beleidigt? Lege Zeugnis ab gegen mich. Habe ich dich doch aus dem Land Ägypten heraufgeführt und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst und Mose, Aaron und Mirjam vor dir hergesandt? Mein Volk, bedenke doch, was Balak, der König von Moab, vorhatte und was Bileam, der Sohn Beors, ihm antwortete und das geschah von Sitte bis Gilgal, damit du die gerechten Taten des Herrn erkennst."

[2:14] Über Freund, liebe Freundin, Gott spricht persönlich zu dir und zu mir und fragt uns auch: "Womit habe ich dich beleidigt? Warum siehst du nicht, dass ich nur das Beste für dich will?" Gott erinnert die Israeliten an das, was sie in der Vergangenheit mit ihm erlebt haben. Und Gott erinnert dich und mich an die Dinge, die wir mit Gott erlebt haben, an die Erlösung, die uns geschenkt hat. So die Israeliten durch Gott erlöst worden sind, die Gott Menschen gesandt hat, die den Weg der Erlösung gezeigt haben – Mose, Aaron und Mirjam. So hat Gott uns auch erlöst. Er hat uns auch Menschen gezeigt, die uns den Weg der Erlösung gezeigt haben.

[3:05] Und so, wie Gott Israeliten bewahrt hatte, als Bileam versuchte, sie von außen zu verfluchen und sie aber segnen musste, so hat Gott schon so oft Satans Angriffe abgewehrt. Und dort, wo Satan Fluch in unser Leben bringen wollte und Segen geschenkt ist. Ist uns das bewusst? Gott sagt: "Wenn du in die Vergangenheit zurückschaust und siehst, wie Gott dich geführt hat, dann wirst du die gerechten Taten Gottes erkennen. Du wirst sehen, dass Gott gerecht ist." Und dass das Gefühl, das wir manchmal vielleicht haben, weil da ist uns einredet, dass Gott uns ungerecht ist, dass Gott ungerecht mit uns umgeht – das ist eine Lüge Satans.

[3:53] Gott stellt die Frage in einem Gerichtsfall. Er führt uns vor Gericht, nicht um uns klein zu machen, sondern zu sagen: "Was habe ich getan? Habe ich nicht das Beste für dich im Sinn?"

[4:09] "Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem erhabenen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihm treten? Hat der Herr Wohlgefallen an Tausenden von Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?" Was kann ich geben als Opfer, um Gott zu besänftigen?

[4:39] Nichts. Denn die Bibel sagt, dass Gott seinen Sohn gegeben hat, dass Jesus sich selbst hingegeben hat. Jedes Opfer, das in der Bibel angeordnet ist, ist nicht dazu da, dass wir durch unser Opfer die Sünde bereinigen könnten, sondern dass wir uns daran erinnern, dass Jesus für uns gestorben ist. Oder in dem Fall für die Israeliten dann sterben würde. Jedes Opfer ist ein Gedenken an das Evangelium.

[5:08] Alles, was wir tun können, ist nur dankbar sein und das Evangelium, das Gott uns schenkt, in Anspruch nehmen und unserem Leben zeigen, dass wir mit Jesus gehen.

[5:24] "Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist, was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht zu tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?"

[5:38] Hier noch: "Wandelte mit Gott". Nur wandelte mit Gott. Zu Abraham hat Gott gesagt: "Wandel vor mir." Das ist Gottes Wunsch. Gott wünscht sich, dass wir mit ihm gehen. Er wünscht sich, dass ich jeden Tag mit ihm zusammengehe, sind ich alleine einfach durch den Alltag gehe und dann werden Probleme geraten, schnell Gott anrufen. Er wünscht sich, dass wir mit ihm zusammen gehen. Ich glaube, ich habe das noch nicht bis ins Letzte verstanden. Ich wünsche mir so sehr, mehr mit Gott zu gehen. Du dir auch?

[6:12] Und dann wünscht sich Gott, dass wir Liebe üben. Zu dir Liebe, die wir gesehen haben, wenn wir mit Gott gehen, dass sie weitergeben, den anderen zeigen, wie sehr Gott uns liebt. Nehmen wir anderen auch Liebe zeigen, dass wir dann das tun, was recht ist, was gerecht ist, weil wir die gerechten Taten Gottes gesehen haben. Wollen wir mit ihm gehen? Gehen wir dann gerecht handeln? Und weil wir gerecht sind, sondern weil die Gerechtigkeit Gottes uns bekleidet und Gott uns gerecht gemacht hat und uns gerechte Taten schenkt, die wir, weil wir mit ihm gehen, jetzt mit ihm zusammen ausführen. Aus Liebe. Ein Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.

[6:58] Das ist Evangelium, das Gott sich wünscht und was für jeden einzelnen Menschen gilt. Ich möchte das in meinem Leben haben. Du auch?

[7:12] "Die Stimme des Herrn ruft der Stadt zu: Und Weisheit ist es, auf deinen Namen zu achten. Hört auf die Zuchtrute und auf den, der sie bestellt hat! Ist immer noch Unrechtes gut im Haus des Gottlosen und das verfluchte, schwindsüchtige Eva mit anderen Worten ein Maß, das nicht gerecht angewendet worden ist, sondern das verkleinert worden ist. Kann ich rein sein bei unrechter Waage und wenn falsche Gewichtsteine im Beutel sind? Weil denn ihre Reichen so gewalttätig sind und ihre Einwohner Lügen reden und falsche Zungen in ihrem Mund haben. So will auch ich dich krank schlagen, dich verwüsten um deiner Sünden willen." Es ist die Ungerechtigkeit, die Unehrlichkeit im Alltag, die Gott nicht tolerieren kann.

[7:56] "Du isst und wirst auch nicht satt werden, sondern dein Hunger bleibt in deinem Inneren. Schaffst du etwas beiseite, so kannst du es doch nicht retten. Und was du rettest, will ich dem Schwert preisgeben. Du wirst sehen, aber nicht ernten. Du wirst Oliven pressen, aber dich nicht mit Öl salben. Most keltern, aber keinen Wein trinken." Das ist genau das, was in 5. Mose 28 steht, dass immer wieder als Fluch, als Folge von Ungehorsam beschrieben wird.

[8:23] "Dann befolgt eifrig die Satzungen Omris und handelt genauso wie das Haus und wandelt nach ihrem Rat." Hier wird also deutlich geschrieben, dass das Reich im Süden, das Südreich, oder genauso die Probleme hat wie auch das Nordreich, weil sie den gleichen Prinzipien folgen. Sie haben sich – und das haben wir in der Geschichte Israels immer wieder gesehen – dann an das Nordreich immer wieder gehangen und haben sich ein Beispiel genommen an denen, die bereits abgefallen waren.

[8:47] Lasst uns kein Beispiel an den nehmen, die von Gott abfallen, sondern lass uns ein Beispiel an Jesus nehmen. Gott hat uns nicht aufgefordert, uns an andere, die vorgeben, Gottes Volk zu sein, vielleicht aber es gar nicht sind, zu orientieren, sondern an Jesus zu orientieren.

[9:12] "Deshalb werde ich dich zum Entsetzen machen und deine Bewohner zum Gespött. Und ihr sollt die Schmach meines Volkes tragen. Wehe mir, denn es geht mir wie denen, die Obst einsammeln, die bei der Weinernte Nachlese halten. Keine Traube mehr gibt es zu essen, keine Frühreife, nach der doch meine Seele verlangt. Der Getreue ist aus dem Land verschwunden und es ist kein Redlicher mehr unter den Menschen. Sie lauern alle auf Blut, jeder jagt seinen Bruder."

[9:37] Hier wird jetzt beschrieben, was Ungehorsam Gott gegenüber mit einer Gesellschaft macht. "Zum Bösen brauchen sie beide Hände." Mit anderen Worten, sie machen es nicht einfach nur zufällig oder aus Versehen, sondern sie machen es mit voller Intention, mit voller Absicht, mit Hingabe. Sie nehmen beide Hände dazu, um es ja recht gut zu machen. Also das Böse. Der Fürst fordert um den Richter, es um den Lohn zu tun.

[10:03] Möge Gott, dass wir – möge Gott uns helfen, dass wir niemals uns kaufen lassen und niemals käuflich sind und käufliche Dinge unterstützen. Das Beste von ihnen ist wie ein Dornstrauch, der redlichste schlimmer als eine Dornhecke.

[10:20] "Doch der Tag, den deine Wächter schauten, seine Heimsuchung ist gekommen. Da werden sie nicht aus noch an, nicht ein noch auszuwissen. Verlasst euch nicht auf den Nächsten, vertraut dem Verwandten nicht. Bewahre die Pforte des Mundes von der, die in deinen Arm liegt. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter lehnt sich auf gegen die Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Die Feinde des Menschen sind seine eigenen Hausgenossen."

[10:44] Eine Gesellschaft, in der Gottes Wort nicht gilt, ist keine sichere Gesellschaft. Das Vertrauen nicht nur in Gott geht verloren, sondern auch das Vertrauen untereinander. Das zeigt uns echt das Vertrauen zueinander in der Familie, in der Ehe, in der Gesellschaft basiert darauf, dass Gottes Wort im Zentrum ist.

[11:11] "Ich aber will nach dem Herrn Ausschau halten, will harren auf dem Gott meines Heils. Mein Gott wird mich erhören. Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Denn wenn ich auch gefallen bin, so stehe ich doch wieder auf. Wenn ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der Herr mein Licht."

[11:36] Diese beiden Verse sind ein Anker in meinem Leben gewesen. Ich werde nie vergessen, was Gott – diese beiden Verse für mich persönlich getan hat. Und ich wünsche dir, lieber Freund, liebe Freundinnen, dass wenn du einmal fällst, wenn du dich einmal in der Finsternis wiederfindest, wenn es so aussieht, als ob der Feind über dich triumphiert, dass du dich an diese beiden Verse erinnern kannst, dass du in der Finsternis auf Gottes Licht schaust. Ist, wenn du gefallen bist, der vornimmst durch Gottes Kraft wieder aufzustehen. Dass du dann, wenn du dir selbst nicht helfen kannst, weil du in Sünde gefallen bist, dass du auf Gott wartest, der versprochen hat, dich zu retten. Er hat mich gerettet, er wird dich retten.

[12:29] Lasst uns ihm danken. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass auch wenn wir gefallen sind und dass der Satan nicht triumphieren braucht, auch wenn wir vom Weg abgekommen sind, und dass aus einer Niederlage noch ein Sieg werden kann, wenn wir uns an dich klammern und festhalten. Es sind nicht die vielen Opfer, die wir bringen, nicht die vielen guten Taten, die dich besänftigen. Nein, nein. Es ist, wenn wir uns daran erinnern, was du für uns getan hast. Es ist, wenn wir uns daran erinnern, wie du uns schon geführt hast. Wenn wir uns an deinen Charakter erinnern und daran, dass Jesus am Kreuz von Golgatha bereits das gesamte Opfer gebracht hat.

[13:20] Und wir jetzt frei sein dürfen. Herr, wir möchten mit dir gehen. Hilf uns, dass wir jeden Tag an deiner Hand gehen, dass wir Liebe üben und Gerechtigkeit tun durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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