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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Nahum 2-3:13 beleuchtet Christopher Kramp die prophetischen Worte über die Zerstörung Ninives und die damit verbundene Gerechtigkeit Gottes. Er erklärt, wie die Grausamkeit der Assyrer zu ihrem eigenen Untergang führte und wie Gott letztendlich die Unterdrückten befreit. Die Botschaft betont die Bedeutung von Gottes Wiederherstellung und die Konsequenzen von Sünde und Gewalt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 962. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du gütig bist und danke, dass wir uns bei dir bergen können am Tag der Not. Danke, dass du unser Leben kennst und wir wollen heute unser ganzes Leben in deiner Hand legen. Wir wollen dir vertrauen, wir wollen unser Leben dir anvertrauen. Und ich bitte, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst. Wir freuen uns darauf und danken dir, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in Nahum Kapitel 2. Nahum kündigt eine endgültige und vollständige Vernichtung Ninives an. Gleichzeitig soll es eine Freudenbotschaft, eine Befreiung für das Volk Gottes sein, das so viel von den grausamen und gottlosen Assyrern zu leiden hatte. Wir lesen weiterhin Vers 3: "Denn der Herr stellt die Hoheit Jakobs wieder her, gleich wie die Hoheit Israels; denn die Plünderer haben sie geplündert und ihre Reben verderbt." Ja, unser Leben kann den Bach hinuntergegangen sein. Ja, es kann sein, dass Dinge kaputt gegangen sind, aber Gott ist ein Gott der Wiederherstellung. Gott möchte uns wieder segnen. Er möchte dich segnen. Er möchte dein Leben, egal was kaputt gegangen ist, egal was der Feind geraubt hat – das heißt den Frieden, das heißt vielleicht Gesundheit, sei es eine Beziehung, die zerbrochen ist – Gott möchte das, das ist ein großer Wunsch, wiederherstellen. Und wenn wir mit ihm kooperieren, wenn wir ihm vertrauen, dann kann er das wirken, was wir alleine niemals tun könnten.

[2:46] "Der Schild seiner Helden ist rot gefärbt, die Krieger sind in Scharlach gekleidet. In feurigem Glanz stehen die Beschläge der Streitwagen an dem Tag, da er sich rüstet und die ganzen werden geschwungen." Wir haben ja eine Beschreibung der offensichtlich der babylonischen Armee, wie sie in dieser Detailliertheit sonst nicht oft vorkommt. Die Streitwagen rasen wie toll durch die Straßen und überholen einander auf den Plätzen. Die sind anzusehen wie Fackeln, fahren daher wie Blitze. Er bietet seine Würdenträger auf, sie straucheln auf dem Weg, sie eilen zur Mauer. Schon ist das Schutzdach aufgestellt, die Tore an den Strömen werden aufgebrochen und der Palast verzagt. Aber es steht fest, sie wird entlöst, abgeführt und ihre Märkte seufzen wie gurrende Tauben und schlagen sich an die Brust. Sich an die Brust schlagen ist ein ganz typischer Ausdruck der Verzweiflung und Trauer. Wir denken da zum Beispiel auch an entsprechende Stellen in Matthäus, Matthäus-Evangelium und auch in Offenbarung Kapitel 1 Vers 7, wo die Menschen bei der Ansicht der Wiederkunft Jesu von Trauer und Verzweiflung die Brust schlagen werden, weil sie realisieren werden, wie die Assyrer damals in Ninive, dass ihr Ende, ja ihr verdientes Ende gekommen ist.

[4:14] "Denn die wirklich ja von jeher einem Wasserteich, dennoch fliehen sie. Steht still! Haltet stand! Aber niemand wendet sich um. Raubt Silber, raubt Gold, denn ihr Vorrat hat kein Ende. Sie ist angefüllt mit allerlei kostbaren Geräten, leer und ausgeplündert. Verwüstet wird sie, verzagte Herzen sind und flotternde Knie und Schmerz in allen Hüften und toten Blässe auf allen Gesichtern." So ging es vielen Völkern zuvor, wenn die Assyrer angerückt sind.

[4:50] Die Assyrer haben ganz bewusst mit Schrecken gearbeitet, haben Menschen gequält und gefoltert vor den Augen anderer, die noch in der Stadt waren, um diese mit Schrecken zur Übergabe zu bewegen. Jetzt haben sie buchstäblich die Frucht ihrer eigenen Taten gegessen. "Wo ist nun die Höhle der Löwen und die Weide der jungen Löwen, wo der Löwe mit der Löwin umherstreifte und das Löwenjunge sicher war, so dass niemand es erschreckte? Der Löwe raubte so viel seine Jungen brauchten und er wirkte für seine Löwinnen und füllte seine Höhle mit Raub und seine Schlupfwinkel mit zerrissene Beute." Das ist ein Bild für die Kriegszüge der Assyrer, die nicht nur Territorium eroberten, sondern natürlich vor allem, wie wir hier schon fast sehen können, kostbare Geräte, Gold und Silber mitgenommen haben. Immer wieder finden wir zum Teil auch in Inschriften der assyrischen Könige solche Listen, wo sie genau beschreiben, was sie alles erbeutet haben. Etwas, was später auch die Babylonier dann offensichtlich getan haben.

[6:07] "Siehe, ich komme über dich, spricht der Herr, der Herrscharen, und ich lasse ihre Streitwagen in Rauch aufgehen, und deine Löwen sollen das Schwert fressen, und ich will deine Beute von der Erde vertilgen, und man soll die Stimme deiner gesamten nicht mehr hören."

[6:27] "Wehe der blutbefleckten Stadt, die voll ist von Lüge und Gewalttat und die nicht aufhört zu rauben! Peitschenknall und lautes Rädergerassel, jagende Rosse und rasende Streitwagen." Man kann sich sehr plastisch vorstellen, in welch einem Tumult Assur ohne gegangen ist. Wir wissen davon aus einer Chronik, auch die abgebrochen ist und die wir in Bruchstücken noch fassen können, wie im Jahre 612 die Babylonier diese Stadt eroberten und völlig zerstörten.

[7:01] "Stürme Reiter, funkelnde Schwerter und blitzende Spieße, viele erschlagene und Haufen von Toten, zahllosen, so dass man über ihre Leichen strauchelt. Und das wegen der vielen rein der anmutigen der Zaubermeisterin, die Völker mit ihrer Hurerei verkauft hat und ganze Geschlechter mit ihrer Zauberei."

[7:23] "Siehe, ich komme über dich, spricht der Herr, Herrscharen, und will dir deine Säume übers Gesicht ziehen, so dass die Völker deine Blöße sehen und die Königreiche deines Schandes. Und ich will dich mit Unrat bewerfen und dich beschimpfen lassen und zur Schau stellen. Und es wird geschehen, dass alle, die dich sehen, von dir wegfliehen und sagen werden: Verwüstet ist Ninive! Wer will ihr Beileid bezeugen? Wo soll ich dir Tröster suchen?"

[7:51] "Sollte es dir besser gehen als No-Amon, die rings um links vom Wasser umgeben war, deren Bollwerk der Nil bildete, deren Mauer die Flut war? No-Amon ist hier ein Name für die obere ägyptische Stadt Theben, oder gibt es also im Süden des Königreichs Ägypten eine ganz wichtige Stadt, die im Laufe der ägyptischen Geschichte als wichtige Tempelstadt und auch als Zentrum wichtiger Dynastien gedient hat. Eine Stadt, die im 7. Jahrhundert dann vom letzten großen König der Assyrer, Assurbanipal, tatsächlich erobert worden ist, so dass das assyrische Weltreich seine größte Ausdehnung bekommen. Also dieser Eroberung von Theben war sozusagen der äußere Klimax der assyrischen Expansion. Damals hatten die Assyrer kein Mitleid mit den Ägyptern in Ägypten, in Theben gehabt, und jetzt zeigt sich, wie sie dasselbe Schicksal ereignet, wie auch die Babylonier und die Meder kein Mitleid mit ihnen, den Assyrern, haben werden."

[9:03] Fun Ford mit der Beschreibung hier von Theben. Koschen waren ihre Stärke. Die Koschen waren ja die Nubier, die dann die Äthiopier, die südlich von Ägypten lebten und dann im Süden Ägyptens lag. Waren hier also offensichtlich auch viele verschiedene Völker, ohne Zahl, Put und die Lubia gehörten zu ihren Hilfsvölkern. Hier sind auch die Libyer, westliche Ägyptens angesprochen. Dennoch verfiel auch sie der Verbannung, musste in die Gefangenschaft ziehen. Auch ihre Kindlein wurden an allen Straßenecken zerschmettert. Man warf über ihre Vornehmen das Los und alle ihre Großen wurden mit Ketten gefesselt.

[9:49] Damals sehr, sehr viel unvorstellbares Leid geschehen. Lagerungen und Eroberungen im Alten Orient waren eine grausame Sache.

[10:06] "So wirst auch du trunken werden und umnachtet sein. Auch du wirst eine Zuflucht suchen vor dem Feind." So wie die Assyrer den Ägyptern Angst und Schrecken eingejagt haben und sie mit schlimmster Folter und Gemeinheit bestraft und getötet haben, so werden die Assyrer jetzt realisieren, dass sie das gleiche passieren wird. Sie werden Zuflucht suchen und sie werden keine Zuflucht finden. Wir haben gesehen, die wahre Zuflucht am Tag der Not ist Gott, der Herr. Und wer Gott abgelehnt hat, wie die Syrer abgelehnt haben, der hat niemanden, zu dem er sich wenden kann, am Tag der Drangsal.

[10:45] "Alle deine Festungen sind wie Feigenbäume mit frühen Feigen, wenn man sie schüttelt, so fallen sie dem, der es essen will, in den Mund. Die Festungen fallen alle an den Feind. Siehe, dein Volk ist zu Weibern geworden in deiner Mitte. Deinen Feinden werden die Tore deines Landes weit geöffnet. Feuer hat deine Regel verzerrt."

[11:15] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns die Verse deutlich machst, dass jede Untat, jedes Sünde, wenn sie nicht bekannt wird, wenn sie nicht von dir vergeben wird, ihre gerechte Strafe, ja, ihre Folge nach sich zieht. Die Assyrer haben so vielen Menschen Leid zugefügt und dann ist ihnen selbst Leid zugefügt worden. Aber selbst das ist nicht die gerechte, finale Strafe, sondern die wird ihnen dann gegeben werden, wenn nach den tausend Jahren das Feuer auf sie fallen wird. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir aus dieser traurigen Geschichte lernen, dass wir niemals Freunde daran haben, anderen Menschen Leid zuzufügen, sondern dass wir deinen Charakter in unserem Leben zeigen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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