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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Nahum 3:14-19 spricht Christopher Kramp über die dramatische Eroberung der assyrischen Hauptstadt Ninive. Er beleuchtet, wie die Assyrer, die selbst gnadenlos vorgingen, nun keine Gnade von ihren Feinden erwarten können. Die Predigt betont die Konsequenzen von Bosheit und die Bedeutung von Gottes Gnade und Wiederherstellung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 963. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du ein Gott bist, der wiederherstellt, dass du Freude daran hast, alles wieder gut zu machen und Sünde und Schuld zu bereinigen, zu vergeben. Wir danken dir, dass wir immer zu dir kommen können und dass du uns annimmst und dein Leben zum Positiven verändern möchtest und kannst. Wir möchten dich bitten, dass du uns für den heutigen Tag segnest, stärkst, dass aus deinem Wort lernen, was du uns sagen möchtest. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:26] Wir sind in Nahum Kapitel 3. Beschrieben wird prophetisch die dramatische Eroberung der assyrischen Hauptstadt Ninive. Nachdem bereits oder nachdem auch angesprochen worden ist, wie die Assyrer selbst anderen Völkern ganz explizit, hier die Stadt Theben erwähnt worden in Oberägypten, die von Assurbanipal erobert und zerstört worden ist. Wie die Assyrer ihnen großes Leid zugefügt haben, so werden sie jetzt auch von ihren Feinden behandelt. Sie haben sozusagen keine Gnade walten lassen und haben jetzt auch keine Gnade zu erwarten.

[2:11] In Vers 14 lesen wir weiter: „Schöpfe dir Wasser für die Belagerung, verstärke deine Bollwerke, tritt den Ton und stampf für den Lehm, nimm die Ziegelform zur Hand.“ Also mit anderen Worten, um noch an der Mauer zu bauen, um die Mauer auszubessern. Dort wird das Feuer dich verzehren. Das werde ich aussortieren. Es wird dich verzehren wie Heuschrecken. Magst du auch zahlreich sein wie die Heuschrecken, magst du auch zahlreich sein wie das Holz. Mit anderen Worten, egal was die Assyrer, die ja nicht auf den Kopf gefallen waren, technisch, militärisch irgendwie noch auf die Beine stellen wollten, egal wie sehr sie sich verteidigen wollten, noch Bollwerke bauen wollten, all das würde nichts nützen, wenn das Gericht Gottes hereinbricht.

[3:03] Nützten menschliche Kraft und menschliche Weisheit gar nichts mehr. „Deine Kaufleute sind zahlreicher geworden als Sterne am Himmel. Wie Heuschrecken bereiten sie sich aus und fliegen davon. Deine Söldner sind wie die Holzpferde und deine Würdenträger gleich den Grashüpfern, die sich an kalten Tagen an den Mauern lagern. Wenn aber die Sonne ausgeht, so fliegen sie davon und niemand weiß, wohin sie gekommen sind.“ Am Ende wurde Ninive von allen verlassen. Die Söldner, die man für gutes Geld bezahlte, um in der assyrischen Armee zu kämpfen, wollten nicht dort ihr Leben beenden, verließen die Stadt. Die Kaufleute haben sie verlassen, während deine Hirten schlummerten, deine Würdenträger schliefen, hat sich dein Volk, oh König von Assyrien, über die Berge zerstreut, und niemand sammelt es mehr.

[4:02] Israel ist auch zerstreut worden, kurze Zeit also unter den Assyrern, dann vor allem auch unter den Babyloniern. Aber Gott hat immer verheißen, das ist die Möglichkeit der Rückkehr. Gott hat verheißen, dass er die verstreuten Israeliten wieder sammeln würde, dass auf die Niederlage ein Sieg folgen würde, auf die Zerstreuung die Wiederherstellung. Die Assyrer haben niemanden, der sie sammeln kann. Alle ihre Götzen sind nichtig. Wer ohne Gott fällt, dem kann auch niemand mehr aufhelfen.

[4:38] Dein Unglück wird durch nichts gemildert. „Tödlich ist deine Wunde. Alle, die davon hören, klatschen in die Hände über dich, denn über wen ist deine Bosheit nicht ohne Unterlass hingegangen?“ Mit dieser dramatischen, rhetorischen Frage schließt das Buch Nahum. Es klagt an, aber es zeigt auch, dass die Assyrer, die niemals richtig Gnade haben wollten, die mit großer Bosheit nicht nur ab und zu, sondern beständig die Welt geknechtet haben, dass die jetzt von ihren Feinden keine Botschaft, keine milde zu erwarten haben.

[5:20] Der Mensch sieht, was er erntet. Der Mensch, Verzeihung, erntet, was er gesät hat. Er wird die Frucht seiner Taten essen. Und die Frage, lieber Freund, liebe Freunde, ist: Was sehen wir? Sehen wir Güte oder Bosheit? Sehen wir Freundlichkeit oder Schrecken? Sehen wir Hilfsbereitschaft oder Arroganz? Das, was wir im Alltag, was wir heute aussäen, das wird einmal unser Leben auch bestimmen.

[5:55] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir uns wirklich eine Lehre ziehen aus dem Schicksal der Assyrer, die zeitweise fast die ganze bekannte Welt dominierten und dann so plötzlich, so schmählich und ohne jede Gnade untergegangen sind. Ja, danke, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir dich kennen, dass auch wenn wir gefallen sind, auch wenn wir negative Dinge erlebt haben, dass du, Gott der Gnade und Gott der Wiederherstellung bist. Und dafür wollen wir dir von ganzem Herzen Dank sagen.


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