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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Sacharja 6:9-7:14 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung von Gottes Herrschaft und Dienst. Er erklärt, wie Jesus als König und Priester die Krone der Herrlichkeit trägt und wie sein Rat des Friedens die Grundlage für Erlösung und Harmonie bildet. Die Predigt betont, dass wahre Gottesverehrung in Gerechtigkeit und Mitgefühl liegt, nicht nur in rituellen Handlungen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 977. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Du uns Dein Wort gegeben hast und dass es uns immer wieder herausfordert, sind wir wieder neue Schätze entdecken können und immer wieder neu uns neue Parallelen sehen können und vor allem sehen können, wie Du auch in unser persönliches, praktisches Leben hineinsprichst. Wir möchten Dich bitten, dass auch heute in dem, was wir lesen, uns etwas ganz persönlich anspricht, dass Du durch Dein Wort zu uns redest und dass wir die Erfahrung machen, dass Dein Wort, Deine Stimme zu unserer Seele ist, dass wir Dich hören, auf Dich hören und Dir gehorchen durch Deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:34] Wir sind in Sacharja Kapitel 6. Sacharja hat eine ganze Reihe von Nachtgesichten gesehen, die mit verschiedenen Aspekten das Volk Israel darin bestärken sollten, den Tempel jetzt weiter zu bauen, dran zu bleiben und dieses Werk auch durch Gottes Gnade, durch seinen Heiligen Geist zu vollenden. Alles Schwierigkeiten sich zeigen würden, alle Hindernisse Satan in den Weg werfen würden, würde all das würde Gott durch seinen Geist überwinden. Und wir haben gesehen, dass diese Nachtgesichte zum Teil persönliche Botschaften an Joshua, den Hohenpriester, und an Serubbabel, den Statthalter, gewesen sind.

[2:20] Wir lesen weiter in Sacharja Kapitel 6 und dort Vers 9. Und das Wort ist ferner ergangen an mich folgendermaßen: Nimm Gaben von denen, die in der Gefangenschaft gewesen sind, von Heldai, von Tobia und von Jedaia, und zwar sollst du am selben Tag kommen und dich in das Haus des Zefanja, des Sohnes, begeben, wohin sie aus Babel gekommen sind. Und nimm Silber und Gold und mache eine Krone daraus und setze sie Joshua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, auf.

[2:53] Das Ganze ist bemerkenswert, denn eigentlich war ja Serubbabel der Statthalter aus königlichem Geschlecht. Er war ja ein Nachfahre aus der Linie Davids. Aber hier wird nicht Serubbabel gekrönt. Vielleicht wäre das auch missverständlich gewesen für die Perser. Aber der Grund ist sicherlich noch ein ganz anderer. Schon im Buch 2. Mose da finden wir diese Idee, dass der Priester mit deinem Kopf und sagt, dieser dieser Stirnreif, den der Priester trägt, dass das auch eine Art Krone ist. Der Priester ist doch eine Art König. Du hast einen ganz anderen König, als wenn die Welt kennt. Von Anfang an hat Gott eigentlich seinem Volk einen König geben wollen, der mehr seinem Wesen entspricht. Kein König, der mit Armeen Länder einnimmt, so wie es dann ja später im Königreich Israel auch der Fall gewesen ist, sondern ein König, der dient, ein König, der das Gesetz Gottes erklärt, ein König, der sogar die Schuld der Menschen auf seine eigene Schulter nimmt.

[4:15] Und du sollst zu ihm reden und sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ein Mann, dessen Name Spross ist, denn er wird aus seinem Ort hervor sprossen und den Tempel des Herrn bauen. Das ist niemand anderes als Jesus Christus. Er ist der Spross, der Wurzelspross Isais, wie in Jesaja 11, Jesaja 53 beschrieben wird, der, der den Tempel bauen wird. Hat nicht Jesus gesagt: Brecht diesen Tempel ab, und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufbauen? Gemeint war da nicht mehr der irdische Tempel, sondern gemeint war der Tempel seines Leibes und damit auch der Tempel seines Reiches und seiner Gemeinde.

[5:07] Gott nutzt den Wiederaufbau des irdischen Tempels in Jerusalem hier zur Zeit von Haggai und Sacharja, um den Menschen etwas über den Wiederaufbau des Reiches Gottes zu zeigen. Es geht nicht nur um ein Steingebäude, das geht um ein geistliches Gebäude. Es geht um den Aufbau der Gemeinde Gottes, die ein Tempel des Heiligen Geistes ist, wo jeder Gläubige aus allen Nationen und Sprachen ein lebendiger Stein sein soll. Ein Tempel, in dem Jesus herrschen soll als König. Er, der unser Priester und König ist.

[5:51] Ja, er ist der, den Tempel des Herrn bauen wird, und er wird Herrlichkeit als Schmuck tragen und auch auf seinem Thron sitzen und herrschen. Und er wird Priester sein auf seinem Thron. Der Rat des Friedens zwischen beiden bestehen. Die Idee diesen Vers ist sehr interessant. Hier werden die Königswürde und das Priestertum miteinander verbunden. Wir wissen von einem König im ältesten Menschen, der gleichzeitig Priester war, das war Melchisedek. Und Paulus sagt später ganz deutlich, dass dieser Melchisedek, der König und Priester war, ein Typus war auf Jesus, der König und Priester ist, der ein König ist, der dient, und ein Diener, der über die Gemeinde als König herrscht.

[6:41] Jesus ist unser Priester, er ist unser König. Und Jesus zeigt, dass echte Herrschaft im Reich Gottes eins zu eins, 100% sich verträgt mit der Idee des aufopferungsvollen Dienstes. In unseren sündigen Herzen sind Herrschaft und Dienstzeit völlig verschiedene Dinge. Wir haben ein Problem damit, vorzustellen, dass jemand, der viel Macht hat, sich sehr erniedrigt. Aber in Gottes Reich sind das zwei Ideen, die untrennbar miteinander verbunden sind. Deswegen sagt Jesus: Wer unter euch der Erste sein will, der sei aller Knecht.

[7:24] Dieser Rat des Friedens, der war die Grundlage dessen, warum Jesus auf diese Welt kam, als der Mensch in Sünde fiel. Und die Frage im Raum stand, ob der Plan der Lösung, der sein Ewigkeiten als Plan war, auch tatsächlich umgesetzt werden soll. Als Gott der Vater und der Sohn miteinander diesen Plan durchgesprochen haben und die Frage im Raum stand: Soll Jesus tatsächlich sein Leben geben für die rebellischen Menschen? Da bestand der Rat des Friedens zwischen ihnen. Denn dort zeigte sich, dass die Herrschaft, die Königsherrschaft Gottes, in völliger Harmonie mit seiner Bereitschaft zum Dienst ist. Das ist, was dieser Rat des Friedens ausmacht. Ein Thema, dass man gar nicht lange genug nachdenken kann und dass es sich lohnt, noch viel weiter nachzusinnen.

[8:27] Die Krone aber soll für Helda, Tobia, Jedaia eine Gedenken sein, den Tempel des Herrn. Und man wird aus der Ferne kommen und bauen am Tempel des Herrn. So werdet ihr kennen, dass mich der Herr der Heerscharen zu euch gesandt hat. Und das wird geschehen, wenn ihr der Stimme des Herrn, eures Gottes, wirklich gehorchen werdet. Gott verheißt ihr das, noch weitere Menschen kommen werden, die sich dem Volk Gottes anschließen werden aus der Ferne, also im Tempel bauen werden. Gott möchte, dass noch mehr Menschen, noch heute sich der Bewegung, der Adventbewegung, anschließen, die Gottes Botschaft in die ganze Welt trägt, um diese Botschaft aufzurichten, damit sie ein Licht wird für alle Menschen in dieser Welt.

[9:09] Es geschah aber im vierten Jahr des Königs Darius, dass das Wort des Herrn an Sacharja erging, am vierten Tag des neunten Monats. Wir sind jetzt ungefähr zwei Jahre später. Sacharja hat hier eine weitere Vision und kommt eine weitere Botschaft von Gott übermittelt. Damals nannten Bette den Saritzer und regelmäßig samt seinen Leuten und das, um das Angesicht des Herrn zu besänftigen, indem sie die Priester im Haus des Herrn, der Heerscharen und die Propheten fragten: Soll ich auch fernerhin im fünften Monat weinen und mich enthalten, wie ich es nun so viele Jahre getan habe?

[9:44] Israeliten hatten aufgrund des babylonischen Exils bestimmte Monate zu Fastenzeiten erklärt, wo sie dann bestimmte traumatische Ereignisse gedacht haben, die mit der Zerstörung Jerusalems zusammenhängen. Und weil jetzt die Wiederherstellung in vollem Gang ist, weil der Tempel wiederhergestellt wird, stellt sich die Frage einigen: Sollen wir überhaupt jetzt noch an diese Dinge gedenken? Und sie fragen die Priester, sie fragen die Propheten. Und etwas, was wir immer tun sollten, wenn wir uns eine Frage stellen, ist, wir sollten zum Geist Gottes gehen, wir sollten zum Wort Gottes gehen, wir sollten Jesus, unseren Priester, fragen.

[10:24] Was er sich wünscht. Da ging das Wort des Herrn der Heerscharen an mich folgendermaßen: Rede zu dem ganzen Volk des Landes und zu den Priestern und sprich: Wenn ihr jeweils im fünften und siebten Monat gefastet und geklagt habt, und zwar schon diese 70 Jahre, also die ganze Zeit des Exils, habt ihr denn dafür für mich gefastet? Was für eine interessante Frage! Offensichtlich haben die viele Menschen religiöse Übungen ausgeführt und Gott sagt: War das für mich? Und wenn ihr esst und trinkt, esst und trinkt ihr da nicht für euch? Sind dies die Worte, welche der Herr durch die früheren Propheten verkündigen ließ, als Jerusalem noch bewohnt war und Frieden hatte, samt den umliegenden Städten und als auch die Schäfer noch bewohnt waren?

[11:07] Und das Wort des Herrn folgendermaßen: So spricht der Herr der Heerscharen: Übt getreulich Recht und jeder weiß in seinem Bruder Gnade und Erbarmen. Bedrückt nicht die Witwe und den Weisen auch nicht den Fremdling und den Armen. Und keiner sinne Böses in seinem Herzen gegen seinen Bruder. Die Botschaft von Sacharja ist hier sehr ähnlich der, oder eigentlich dieselbe Botschaft, wie wir sie auch hier bei Jesaja 58 finden. Gott hat kein Interesse an künstlichen Fasten, wenn ich gleichzeitig unser Leben, das Wesen Gottes widerspiegelt. Gott wünscht sich nicht so sehr feste Fastenzeiten, als viel mehr, dass wir Gerechtigkeit üben, den Armen stehen, dass wir das Wesen Gottes im Alltag zeigen. Das ist ihm viel wichtiger, dass wir zu bestimmten Zeiten fasten. Es ist viel wichtiger, dass wir nicht böse denken über andere, auch nicht über unsere Brüder, nicht einmal in der Gemeinde und in der Familie. Das ist viel wichtiger, als dass wir eine bestimmte religiöse Übung Zeit und fristgerecht absolviert haben.

[12:16] Aber damals weigerte sich darauf zu achten, und sie waren halt starr und verstopften ihre Ohren, um nicht zu hören. Und sie machten ihre Herzen so hart wie Diamant und wollten das Gesetz nicht hören. Lasst uns niemals unsere Herzen so verstocken, dass man das Gottes Geist nicht mehr hineinkommt, noch die Worte des Herrn der Heerscharen durch seinen Geist durch die früheren Propheten gesandt hatte. Daher kam ein großes Zorn Gericht von Seiten des Herrn der Heerscharen über sie. Und es geschah ebenso, wie sie nicht gehört hatten, als er sie rief. Ebenso, spricht der Herr der Heerscharen, hörte auch ich nicht, als sie riefen. Wenn wir Gottes Wort verachten, kann Gott uns auch nicht helfen, wenn wir um Hilfe rufen.

[12:55] Sondern ich verwehte sie wie ein Sturm, und alle Heidenvölker, die ihnen unbekannt gewesen waren, und das Land wurde hinter ihnen her verwüstet, dass niemand mehr durchzieht und zurückkehrt. Und so haben sie das liebliche Land zu einer Wüste gemacht.

[13:10] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du uns daran erinnerst, dass es in deinen Augen wichtiger ist, dass wir in unserem Leben deine Charakterzüge offenbaren, dass wir Gerechtigkeit tun, dass wir für die Armen da sind, dass wir so, wie du mit uns umgegangen bist, auch mit anderen Menschen umgehen. Dass wir aufhören, schlecht über andere Menschen zu denken, ist aufhören, ihnen Schlechtes zu unterstellen.

[13:46] Da wird deutlich, wird, dass dein Geist ganz anders ist als der Geist der Welt. Er vergib uns, vergib mir und vergib jedem von uns, dass wir so oft auch in dieser Hinsicht gesündigt haben. Und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, damit das, was wir an religiösen Dingen tun, wirklich wohlgefällig vor dir sein kann. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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