In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblische Geschichte von der Geburt Jesu, wie sie im Matthäusevangelium erzählt wird. Er erklärt die Bedeutung des Namens Jesus, die Rolle Josefs und die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland. Dabei wird betont, wie Gott durch diese Ereignisse seine Gegenwart und Fürsorge für die Menschheit zeigt.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 1:21-2:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 992. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dich haben, dass du für uns da bist und dass du für alle unsere Probleme zur richtigen Zeit die Lösung hast. Herr, vergib uns, wenn wir ungeduldig gewesen sind, wenn wir uns innerlich aufgeregt haben über Dinge und wir gar nicht verstanden haben, dass du alles in deiner Hand hältst. Wir danken dir, dass wir auf jeder einzelnen Seite deines Wortes sehen können, dass du für uns da bist, dass du uns lieb hast und dass du alles tust, damit es uns gut geht. Bitte, sprich du jetzt durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür. Amen.
[1:25] Wir sind in Matthäus Kapitel 1. Josef und Maria sind verlobt und Maria ist plötzlich schwanger. Josef möchte sie nicht öffentlich bloßstellen, will sie heimlich entlassen. Doch ein Engel des Herrn erscheint ihm im Traum und informiert ihn darüber, dass Maria durch den Heiligen Geist schwanger geworden ist. Wir lesen weiter in Vers 21. Es ist immer noch der Engel, der hier redet: „Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ Joshua, Josua ist der hebräische Name, der mit Jesus im Griechischen wiedergegeben wird. Es ist derselbe Name, den der Nachfolger von Mose, Josua, gab, da er das Volk ins gelobte Land gebracht hat. Es ist doch derselbe Name, den der Hohepriester zur Zeit von Serubbabel gehabt hat, den wir in Haggai und vor allem wenn Sacharja kennengelernt haben. Jesus bedeutet wörtlich übersetzt: „Der Herr rettet.“
[2:42] Und genau das ist die Bedeutung des Namens, denn Jesus kam, um zu retten dich und mich. Und zwar nicht, nicht um uns in unseren Sünden zu retten oder trotz unseren Sünden zu retten, sondern von unseren Sünden zu retten. Jesus ist gekommen, um dem Satan, der Sünde, dem Tod den Krieg zu erklären und jedem, der bisher in dem Bereich des Satans, der Sünde, des Todes gewesen ist, herauszuretten, zu erretten von ihren Sünden. Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus möchte auch für dich persönlich der Retter von der Sünde sein. Möchte dir helfen, dass du deine Sünden vergeben bekommst und sie nicht mehr tun musst durch seine Kraft.
[3:38] Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: „Sie, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben.“ Das heißt übersetzt: „Gott mit uns.“ Das kommt aus Jesaja 7. Ihr könnt die Textstelle da selbst noch einmal nachlesen. Als damals der Ahas so unglaublich war, dass er nicht einmal ein Zeichen sich erbeten wollte, als Jerusalem belagert worden war durch die Armeen des Nordreichs Israel und das Aramäer, der Aramäer von Pekach aus Damaskus.
[4:18] Hier wird deutlich, dass tatsächlich diese Prophezeiung eine buchstäbliche Erfüllung gehabt hat. Die Jungfrau ist tatsächlich schwanger geworden, weil nämlich in Jesus Gott mit uns ist. Das ist die Übersetzung des hebräischen Immanuel. Im ist mit, Manu ist mit uns, El ist Gott. Mit uns ist Gott, und das ist die Botschaft, die die Geburt von Jesus uns allen vermittelt. Gott ist mit uns, er will uns nicht aufgeben, er will uns nicht verlassen, er will uns nicht einfach links liegen lassen. Gottes in der Person seines Sohnes Jesus, Mensch geworden.
[5:06] So sehr, dass ich Jesus sogar von einer menschlichen Nabelschnur im Bauch der Maria hat ernähren lassen, sich so verwundbar, so abhängig gemacht. Ein Wunder, dass wir mit dem menschlichen Verstand ist der Gründen können. Das ist aber deutlich macht, wie sehr Gott sich wünscht, dass du und ich wirklich mit ihm sind und dass unsere Sünden vergeben werden.
[5:37] Als nun Josef vom Schlaf erwachte, handelt er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und er nahm seine Frau zu sich, und er kannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus. Josef war ein treuer Mann, ein gerechter Mann, der, als Gott ihm über etwas gesagt hat, auch tatsächlich getan hat, was Gott ihm gesagt hat. Und das zeigt uns, welche Eigenschaften dieser Mann gehabt hat und warum er deswegen auch als ein irdischer Vater für Jesus fungieren konnte.
[6:19] Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes. Wir wissen heute, dass Herodes im Jahre 4 vor Christus gestorben ist. Der Mönch Dionysius Exiguus hat im letzten Jahrhundert versucht zu berechnen, wann Jesus geboren worden ist, hat sich um mindestens vier Jahre verrechnet. Deswegen wir heute davon ausgehen können, dass er, dass Jesus spätestens im Jahre 4 vor Christus, vielleicht sogar mehr, fünf oder sechs vor Christus geboren worden ist.
[6:46] Siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem. Das Morgenland, das steht hier für den Osten, vermutlich kamen sie von jenseits des Euphrat, vielleicht aus Babylon, aus Persien, vermutlich wahrscheinlichsten ist aus der Gegend Mesopotamiens, wo ja auch schon in Jahrhunderten zuvor Menschen gelebt haben, die Gottes Prophezeiung kannten. Danke zum Beispiel, wir wissen auch, dass Bileam jenseits des Euphrat gelebt hat und auch er bereits eine Prophezeiung über einen Stern, der aus Jakob sich erheben würde, gegeben hatte, die in ferner Zukunft sich erfüllen würde. In Vierte Mose könnt ihr das nachlesen, entführte Mose 24. Und das heißt es: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten.“ Offensichtlich haben diese Menschen die Prophezeiung von Bileam gekannt, haben vielleicht auch andere Prophezeiungen der Bibel studiert und haben anhand eines Sternes, der sich gezeigt hat, und was dieser Stern gewesen ist, wird deutlich, wenn man dann das Lukas Evangelium zunimmt. Die Engel, die dann dort in Bethlehem bei der Geburt Jesu erschienen sind, dass diese Engel so ein Stern gebildet haben.
[8:12] Eine Bibel stehen auch Sterne symbolisch für Engel. Und diese, diese Wissenschaftler hier, ähm, die, die als Astronomen die Sterne beobachtet haben, diese merkwürdige Erscheinung ja beachtet und gesehen haben.
[8:29] Als dann der König Herodes hörte, erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm. Und rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und er fragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Selbst war gar kein Jude, sondern wenn du mehr in ein Nachfahrer der alten Edomiter war, beim Volk verhasst, insbesondere auch bei den obersten Priestern, die nationalistisch eingestellt gewesen sind. Und niemand war offensichtlich vorbereitet auf die Ankunft. Niemand war sich dessen bewusst, dass hier der ist, zu erwarten war.
[9:04] Und er ruft jetzt die Priester und fragt, was denn das alte Samen, dass er offensichtlich nicht gut kannte, dazu sagt es: „Lieber“, sagten zu ihm, „in Bethlehem in Judäa, denn so steht es geschrieben durch den Propheten. Und du, Bethlehem, im Land Juda, ist keineswegs die geringste unter den fürstenstädten Judas, denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel beiden soll.“ Das wiederum ein Zitat aus Micha Kapitel 5.
[9:29] Die Schriftgelehrten wussten ganz genau, wo der Messias geboren werden sollte. Sie kannten die Prophezeiung. Ihr Problem war nicht Unkenntnis. Ihr Problem war, sie haben diese Prophezeiung oder dieses Wissen um die prophetische Botschaft nicht in ihr eigenes Leben angewandt. Sie haben es nicht für sich in Anspruch genommen. Sie sind nicht nach Bethlehem gegangen, um den neugeborenen König zu begrüßen. Offensichtlich haben sie sich in ihrem Stolz gekränkt gefühlt.
[9:55] Das die Heiden eine bessere Erkenntnis profitieren als sie selbst. Lass uns uns da verhüten, dass wir uns, dass wir so den gleichen Fehler machen. Lasst uns niemals uns selbst so wichtig nehmen, dass wir uns gekränkt fühlen, wenn andere etwas in der Bibel entdeckt haben, auch wenn sie vielleicht die Bibel noch nicht so gut kennen wie wir.
[10:24] Herodes rief die Weisen heimlich zu sich und er kundete sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war, oder sandte sie nach Bethlehem und sprach: „Zieht hin und forscht genau nach dem Kind, und wenn ihr es gefunden habt, so lasst es mich wissen, damit auch ich komme und es anbiete.“ Das war natürlich eine Täuschung, die wir gleich sehen werden.
[10:44] Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den wir im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort Stillstand, wo das Kind war. Da wird ganz deutlich, dass es sich hierbei nicht um einen astronomischen Himmelskörper gehandelt hat, sondern um eine Engelformation, die in ihrem hellen, gelassenen Licht den Anschein eines Engels, eines Sternes gehabt hat.
[11:09] Als er nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut. Und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an. Und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
[11:31] Heute wird oft die Frage gestellt, ob Jesus wirklich Gott sei. Schon die erste ist, oder in dem Fall jetzt die zweite Seite des Evangeliums beantwortet die Frage gleich doppelt. In Kapitel 1, Vers 23, wird er genannt: „Gott mit uns.“ Und wenige Verse später sehen wir, wie Menschen ihn anbeten, und das wird an keiner Stelle gerügt, getadelt oder irgendwie als falsch empfunden. Jesus wird in den ersten Sätzen, in denen er hier in dieser Welt eingeführt wird, durch das Evangelium Matthäus als Gott bezeichnet und angebetet. Und damit sollte die Frage eigentlich schon geklärt sein, auch wenn sie später immer wieder dann noch mal bestätigt wird. Jesus ist tatsächlich Gott.
[12:19] Und dass sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.
[12:33] Gott sorgt für uns, wenn wir falsch verdächtigt werden, wie es Maria ergangen war mit Josef. Letztlich dann greift Gott ein und sorgt dafür, dass Josef verstanden hat, was wirklich passiert ist. Und wenn wir getäuscht worden sind und guten Gewissens gar nicht wissen, dass man etwas Böses vorhat und wir Menschen vertrauen, obwohl wir gar nicht vertrauen sollten, dann hat Gott Wege und Möglichkeiten, uns vor der Enttäuschung zu bewahren und uns zu helfen und zu führen.
[13:05] Der Gott, der wahrscheinlich babylonische, zumindest irgendwie Weise aus dem Morgenland führen konnte, der kann auch dich und mich führen, auch wenn wir aus Naivität, aus einer über Zutraulichkeit vielleicht Menschen vertrauen, den wir nicht vertrauen sollten. Gott kann unser Leben führen.
[13:26] Als sie aber weggezogen waren, siehe, da scheint ein Engel des Herrn dem Josef im Traum und spricht: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage, denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen.“ Wir können nicht wissen, was Menschen vorhaben, aber Gott weiß, was im Herzen eines Menschen ist, und er führt unser Leben so, dass wir ihm vertrauen können.
[13:54] Wenn Josef allein nach menschlichem Denken gehandelt hätte, dann wäre Jesus bereits gestorben, bevor er überhaupt hätte laufen können oder sie richtig artikulieren kann. Aber Gott hat für Jesus gesorgt und Gott hat für die Familie gesorgt. Es gibt viele Gefahren in unserem Leben, die wir gar nicht kennen, aber Gott kennt sie. Und wenn wir Gott folgen und ihm vertrauen, dann wird er uns führen.
[14:16] Da stand der Aufnahme, das Kind und seine Mutter bei Nacht mit sich und entflohen nach Ägypten. Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt wurde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Das ist ein Zitat aus Hosea, das bezog sich in Hosea auch auf das Volk Israel. Und das zeigt, wie sehr sich Jesus mit dem Volk Israel identifiziert. Er ist ja der eigentliche Israel, wie Jesaja 49. Und es lehrt und wie man auch in der Geschichte von Jakob implizit nachvollziehen kann.
[14:58] Jesus wurde Mensch, um sich mit uns zu identifizieren, und trotzdem ist er dabei Gott geblieben. Lasst uns ihn anbeten.
[15:06] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Dank sagen, dass Jesus auf diese Welt gekommen ist. Und danke, dass wir sehen können im Evangelium, dass Jesus Gott ist, dass wir ihn anbeten dürfen, und dass er als Gott Mensch geworden ist, damit wir zu dir wieder eine Verbindung haben.
[15:42] Ja, das sind Themen, die sind so tief, also sie eigentlich kaum verstehen können. Und doch hast du sie uns offenbart, damit wir durch sie leben können. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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