Dieses Video behandelt die Gleichnisse aus Matthäus 25, die sich mit der Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu beschäftigen. Es wird erklärt, wie die zehn Jungfrauen und die Talente symbolisch für unsere Bereitschaft und unseren Umgang mit den Gaben Gottes stehen. Der Sprecher betont die Wichtigkeit, die uns anvertrauten Güter aktiv einzusetzen, um Gottes Reich zu mehren, anstatt aus Angst vor Fehlern passiv zu bleiben.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 25:1-25:30
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Matthäus 25. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich kennen dürfen und danke, dass du uns in deinem Wort die Zukunft offenbarst, damit wir uns heute darauf vorbereiten können. Danke, dass du uns ganz praktisch helfen möchtest und dass dein Wort uns stärkt und Mut macht und uns aufbaut. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass du uns in unserem Herzen triffst und uns mit deiner großen Gnade und Liebe so veränderst, dass wir tatsächlich für den Himmel vorbereitet werden und die Neue Erde. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.
[1:40] Wir sind in der Endzeit-Predigt von Jesus. Haben gesehen, welche Zeichen der Wiederkunft vorherrschen werden und wie man sich auf die Wiederkunft wachend vorbereiten soll. Wir beginnen heute mit Matthäus 25, Vers 1. Geht weiter in dieser Endzeit-Rede von Jesus. Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. Die Törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
[2:32] Das Bild von der Hochzeit in Bezug auf die Wiederkunft kennen wir schon. Es wird in der Bibel öfter verwendet, auch in Offenbarung 19. In der Bibel wird sowohl die Gemeinde als Braut dargestellt, als auch die himmlische Stadt, das himmlische Jerusalem. Und je nachdem, unter welchem Blickwinkel gerade die Sache betrachtet wird, wird auf die gleiche Art und Weise wie wir ja auch als Braut Jesu bezeichnet werden, aber auch als Kinder Gottes, z.B. Und der Kinder Jesu hat tatsächlich auch in der Bibel unter welchem Gesichtswinkel gerade oder welchem Bild das Ganze betrachtet wird, sind wir halt entweder die Braut oder aber, wenn es gerade darum geht, den Fokus auf die Stadt zu richten. Das wird in Offenbarung 21 ganz deutlich, dass dort auch die Stadt die Braut Jesu ist. Dann sind wir diese Jungfrauen, die auf diese Hochzeit warten.
[3:34] Und in der Bibel wird deutlich, dass Jesus vor der Wiederkunft im himmlischen Gericht zum König gekrönt wird. Und das bedeutet, dass er dort zum König von neuer Erde gekrönt wird, dass er dann auf dieser neuen Erde Hauptstadt dieses Weltreiches sein wird, des Reiches Gottes. Jesus heiratet sozusagen, symbolisch gesehen, direkt vor der Wiederkunft im himmlischen Heiligtum die Stadt Jerusalem. Allerdings wird diese ganze Hochzeit dann erst vollendet durch die Wiederkunft und natürlich dann auch durch all das, was nach den tausend Jahren passiert.
[4:19] Und das ist der Hintergrund, ein bisschen für dieses Gleichnis. Der Bräutigam lässt auf sich warten. Die Wiederkunft scheint sich zu verzögern. Im Parallelbericht wird dann ganz deutlich, dass in einem parallelen Evangelium, dass der Bräutigam von der Hochzeit dann wiederkommt, also von diesem Untersuchungsgericht zur Erde kommt, um die Jungfrauen hineinzulassen.
[4:58] Auf dieses Ereignis der Hochzeit haben sich die beiden Gruppen unterschiedlich vorbereitet. Die einen haben damit gerechnet, dass es länger dauern könnte, die anderen nichts. Die einen alle hatten Öl am Anfang, aber einige nehmen extra Öl mit. Das Öl in der Bibel ist ein Symbol für die Gerechtigkeit Jesu, die durch den Heiligen Geist unseren Charakter verändert.
[5:28] Es gibt Menschen, die sind begeistert, warten auf die Wiederkunft Jesu, aber nehmen nicht sich die Zeit, dass der Heilige Geist ihr Leben Stück für Stück verändern kann. Und dann dauert es länger als gedacht, dann verzögert sich alles, so scheint es zumindest. Und alle werden schläfrig und schlafen ein. Keiner behält seinen ursprünglichen Eifer. Ganz neu aber um Mitternacht heißt es:
[5:55] Vers 6: „Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“ Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: „Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen löschen.“ Der Mitternachtsruf macht alle wach, und jetzt zeigt sich, wer vorbereitet ist.
[6:24] Auch wir werden eine Erweckung erleben, ein Wachrütteln, und dann wird sich zeigen, in wessen Herz der Heilige Geist wirken konnte und wo nicht. Charakter kann nicht über Nacht erworben werden.
[6:48] Aber die Klugen antworteten und sprachen: „Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch viel mehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst.“ Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.
[7:06] Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: „Herr, Herr, tu uns auf!“ Er aber antwortete und sprach: „Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.“ Und das erinnert uns ans Ende der Bergpredigt, wo Menschen sagen: „Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, Wunder getan?“
[7:24] Und jenes. Und jetzt sagt: „Weg mit mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!“ Es ist das Öl des Heiligen Geistes, das die Taten des Fleisches töten kann, so sagte Paulus in Römerbrief, im Römer 8. Könnt den Vers dort selbst finden.
[7:49] Wir brauchen den Heiligen Geist. Und dieses Gleichnis basiert auf einer Vision von Sacharja in Sacharja Kapitel 4, wo es auch gezeigt wird, wo dieses Öl herkommt. Aus diesem Ölbaum ist in beiden Ölbäumen, die dort stehen, die in der Bibel verbunden sind mit den beiden Zeugen aus Offenbarung 10, dem Alten und dem Neuen Testament. Es ist in der Beschäftigung mit dem Wort Gottes selbst, wenn wir zwischenzeitlich mal unseren Feuereifer für die Wiederkunft vielleicht verloren haben. Aber die Beschäftigung mit dem Wort Gottes lässt den Heiligen Geist in unserem Herzen wirken, so dass, wenn der Mitternachtsruf kommt, wir vorbereitet sind.
[8:31] Wir sind vorbereitet auf die Wiederkunft. Wir brauchen das Wort Gottes. Wir brauchen es heute. Man wird nicht in der Endzeit ganz schnell noch einen himmelstauglichen Charakter formen können. Das wird unmöglich sein. Heute, wer seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht.
[8:50] Darum wacht, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird. Immer wieder sagt Jesus hier in Matthäus 24 und Matthäus 25: Wacht! Da wir nicht wissen, wann dieses wiederkommt, da wir nicht wissen, wann alles über uns hereinbrechen wird, haben wir nur eine sinnvolle Möglichkeit, nur eine sinnvolle Option: wachsam sein und heute mit Jesus leben.
[9:14] Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft. Und er reiste sogleich ab. Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente. Und ebenso der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei weitere. Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und vergrub das Geld seines Herrn.
[9:44] Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente dazu und sprach: „Herr, du hast mir fünf Talente übergeben, siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.“
[10:00] Da sagte sein Herr ihm: „Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über Wenigem treu gewesen, ich will dich über Vieles setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn!“
[10:10] Was sollen wir tun, solange wir warten? Gott hat dir und mir etwas anvertraut. Und ja, natürlich, wir denken bei Talenten an Talente, und das stimmt auch. Aber lass uns daran erinnern, dass er uns seine Güte übergeben hat, er hat uns sein Wort gegeben, er hat uns seine Endzeitbotschaft gegeben, hat uns seinen Heiligen Geist gegeben. Er hat uns den Dienst der Engel gegeben, er hat uns eine organisierte Gemeinde gegeben. Er hat uns, mir persönlich, Gaben und Fähigkeiten gegeben. Hat uns seine Güte uns anvertraut. Das Reich Gottes.
[10:50] Matthäus haben wir gelesen, dass das Reich Gottes vom Volk der Juden, vom Volk Israel genommen wurde und einem anderen Volk gegeben worden ist. Er hat uns das Reich Gottes, die Verantwortung für dieses, für die Predigt dieser Botschaft anvertraut.
[11:04] Dem einen mehr, dem anderen weniger, je nach seinen Fähigkeiten. Hier geht es also nicht nur darum, dass ich sage: „Naja, ich kann gut reden, ich kann gut kochen, ich kann gut Autos reparieren, das sind meine Talente.“ Das ist auch wahr, aber es ist mehr. Es sind die Güter Gottes, das, was Gott gehört, hat uns anvertraut. Und dazu das Spiel natürlich unsere persönlichen natürlichen Gaben, die Gott uns geschenkt hat, eine Rolle, aber auch die geistlichen Gaben und die Verantwortung für sein Werk, die Menschen, für die wir vielleicht auch Verantwortung tragen in Gottes Gemeinde. Er hat sie uns anvertraut.
[11:50] Es ist sein Geld, also auch das Geld, nicht wahr? Und mit all dem sollen wir arbeiten. Gott wünscht sich, dass wir es nicht für uns behalten, sondern dass wir es einsetzen, so dass Gottes Reich auf dieser Erde sich vergrößert, mehr Menschen in seine Gemeinde kommen, mehr Wahrheit erkannt wird, das Wirken des Heiligen Geistes, mehr Frieden im Leben von Menschen bewirkt, dass die Talente, das Gottes Güter auf dieser Erde sich vermehren.
[12:25] Und es trat auch, er sagte es: „Ein Herz zu ihm, recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über Wenigem treu gewesen, ich will dich über Vieles setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn!“ Wenn wir in dieser Welt treu sind in unserem Dienst für Jesus, dann kann uns Gott ganz andere, noch viel größere Aufgaben einmal während der tausend Jahre und auf der neuen Erde geben.
[12:51] Und es tat auch der hinzu, der die zweite Talent empfangen hatte und sprach: „Herr, du hast mir zwei Talente übergeben, siehe, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.“ Jeder hat verschiedene Fähigkeiten. Der eine kennt viele Bibelverse, der andere nur wenige. Der eine hat die Fähigkeit von vielen Menschen zu reden, der andere kann allenfalls eine Bibelstunde 1:1 geben. Aber das ist nicht der Punkt.
[13:13] Der Punkt ist nicht, wie viel Talent haben wir bekommen, sondern das, was wir Talent bekommen haben, und die sollen wir vermehren.
[13:21] Denn für diesen zweiten wird genau das Gleiche gesagt: „Dein Herz sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über Wenigem treu gewesen, ich will dich über Vieles setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn!“
[13:38] Der trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hat und sprach: „Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist, du erntest, wo du nicht gesät und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Und ich fürchtete mich, ging hin und vergrub dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das deine.“
[13:55] Hier hat jemand alles zwar bewahrt, aber nicht damit gearbeitet. Man könnte fast sagen, er hat es konserviert. Er war nicht untreu in dem Sinne, dass er etwas gestohlen hat, er hat nicht etwas beiseite geschafft. Er hat alles so behalten, wie es war. Er hat nicht damit gearbeitet. Er war nur damit zufrieden, dass es genauso gleich geblieben ist, weil er Angst vor Gott hatte, Angst einen Fehler zu machen.
[14:28] Wir dürfen nicht Angst vor Gott haben und ein falsches Bild von Gott uns einreden und damit zu begründen, warum wir nicht die Gaben, die Gott uns gegeben hat, einsetzen und Gottes Werk auf dieser Erde vermehren.
[14:40] Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: „Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechselern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das meine mit Zinsen zurückerhalten. Es hätte eine Möglichkeit gegeben, mit wenig Aufwand wenigstens anzudeuten, dass man irgendwie etwas vermehren wollte. Man hätte es wenigstens dort gegeben, wo anderes vermehren können.“
[15:11] Aber der Knecht hatte gar kein Interesse daran, dass es mehr wird. Und das zeigt sich hier an, wenn er Angst gehabt hätte, selbst damit zu arbeiten, hätte er andere damit arbeiten lassen können. Aber sein Fokus war nicht so sehr, wie wird die Güte eines Herrn mehr, sondern sein Fokus war: Wie kann ich auf jeden Fall vermeiden, einen Fehler zu machen?
[15:36] Der Fokus, wenn wir uns auf die Wiederkunft vorbereiten, sollte nicht sein: Wie kann ich vermeiden, einen Fehler zu machen, sondern der Fokus sollte sein: Wie wird Gottes Werk mehr?
[15:50] Wie wird mehr Wahrheit erkannt? Wie wird Gottes Wort noch mehr verbreitet? Wie werden noch mehr Menschen für Jesus gewonnen? Wie verbreiten sich die Güter Gottes? Wie vermehren sie sich?
[16:01] Und wenn wir selbst uns an einer Stelle unfähig sehen, dann ist es besser, wenn wir anderen die Möglichkeit geben, dass sie vielleicht unser Geld benutzen, dass wir selbst nicht einsetzen wollen, damit wir damit anderes einsetzen können. Aber damit auf jeden Fall Gottes Werk vermehrt wird.
[16:17] Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat. Von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[16:45] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du unser Denken veränderst, dass wir keine Angst vor dir haben und nicht sind panisch sind und denken, dass wir bloß kein Fehler machen dürfen, sondern dass unser Fokus darauf gelegt wird, wie deine Güte in dieser Welt vermehrt werden kann. Wie das Wort Gottes sich verbreiten kann. Je mehr Menschen mit dir in Kontakt treten können. Wie die Kenntnis von deiner Wahrheit mehr Menschen Frieden und Freude und Sicherheit schenken kann.
[17:24] Herr, lass uns so mit deinen Gütern umgehen, die du uns geschenkt hast. Ich danke dich für mich und für jeden, der jetzt mitbietet. Im Namen Jesu. Amen.
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