In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ geht Christopher Kramp auf Markus 2:28-3:27 ein. Er beleuchtet die Bedeutung des Sabbats im Lichte von Jesu Handeln und erklärt die Berufung der zwölf Apostel. Die Ausführungen zeigen, wie Jesus die wahre Absicht des Sabbats offenbart und wie seine Autorität selbst die mächtigsten Mächte herausfordert.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 2:28-3:27
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1036. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich haben, dass du für uns da bist. Danke, dass du uns auch den Sabbat geschenkt hast, wo wir einmal in der Woche in besonderer Weise Zeit mit dir verbringen können, um aufzutanken, weil wir das dringend brauchen. Herr, ganz egal an welchem Tag wir heute diese Andacht hören, wenn es dabei ist, dann lass uns diesen Segen genießen. Und wenn es ein Wochentag ist, dann lass uns den [Musik] lass uns die Vorfreude empfinden auf den nächsten baldigen Sabbat. Wir möchten dich bitten, dass wir lernen, Sabbate so zu erleben, dass wir immer näher zu dir wachsen. Erfüllen uns jetzt auch mit deinem Heiligen Geist, gib uns für dein Wort gut verstehen können. Und Dank dafür. Amen.
[1:34] Wir sind in Markus Kapitel 2. Die Pharisäer haben Jesus gefragt und attackiert, warum seine Jünger angeblich den Sabbat brechen, weil sie ähren genommen haben und gegessen haben am Sabbat, abgestreift haben aus dem Feld, was von den Pharisäern als eine Art ernten und malen interpretiert worden ist. Und Jesus macht ganz deutlich, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist, um den Sabbat zu halten, sondern der Sabbat für den Menschen da ist. Der Sabbat soll ein Segen sein. Und Jesus hat den Sabbat nicht abgeschafft, auch nicht in seiner Bedeutung vermindert, sondern gezeigt, wozu er da ist, als ein Tag des Segens für Menschen, weil Menschen dann die Zeit haben, mit Gott in besonderer Weise, ja, in Gemeinschaft zu leben.
[2:22] Wir lesen weiter in Vers 28. Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat. Sohn des Menschen, sein Begriff aus Daniel 7, wo der Sohn des Menschen zum Höchsten gebracht wird, zu Gott dem Vater, und dort das Königtum über alle Völker für alle Zeiten empfängt. Jesus sagt damit: Ich bin der kommende König über die gesamte Welt, über alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. Er ist also auch Herr, wenn er sagt, dass der Herr der Sabbat ist, dann sagt er, dass der Sabbat Teil seines Königreiches ist, das einmal für alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen auf dieser Erde gelten wird. Deswegen sind wir aufgefordert, den Sabbat zu halten, egal welcher Nation wir zugehörig gefühlt und auch anderen Menschen in allen Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen zu erzählen, dass der Sabbat auch für sie gilt.
[3:08] Und er ging wiederum in die Synagoge, und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen können. Wir können sehen, wie sehr der Sabbat hier für sie ein Thema war, um den Sabbat zu missbrauchen als ein Grund, um Jesus anzuklagen. Oder spricht zu den Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte. Wir haben gesehen, dass viele Menschen Angst hatten, am Sabbat zu Jesus zu kommen, um sich heilen zu lassen. Aber hier sehen wir, dass Jesus bereit ist, Menschen am Sabbat zu heilen. Und er sprach zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun? Das Leben retten oder töten? Sie verstehen da, sehen wir, wie wenig sie das Wesen dabei verstanden haben. Und er sie ringsumher mit Zorn betrübt, wegen der Verstocktheit ihres Herzens. Auch hier sind wir mehr Details, die Markus berichtet als Matthäus. Sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wieder gesund wie die andere. Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten sogleich mit den Herodianern Rat gegen ihn, wie sie umbringen können.
[4:19] Immer wieder werden wir sehen, dass gerade die Heilungen am Sabbat der Grund war, warum Pharisäer, der Hohe Rat, dann immer wieder sich gegen Jesus gewandt haben und seinen Tod gesucht haben. Sich erstaunlich, dass Menschen, die scheinbar den Sabbat verteidigen wollten, Jesus umbringen wollten, während Jesus ihnen zeigen wollte, wozu der Sabbat eigentlich wirklich da ist. Es geht ja sogar nicht um die Frage: Sabbat ja oder nein? Es geht um die Frage: Wozu ist der Sabbat? Ist der Sabbat ein Tag, an dem wir Gott erfahren und die Schönheit des Lebens erleben dürfen und wo der Mensch gesegnet werden darf? Oder ist der Sabbat ein Tag, der wie ein Feigenblatt Bosheit bedecken soll? Jesus zeigt, dass der Sabbat ein Tag sein soll, nehmen wir den Segen Gottes in besonderem Maße erleben sollen.
[5:16] Aber Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück, und eine große Menge aus Galiläa folgt ihm nach, auch aus Judäa und von Jerusalem und von Idumea und von jenseits des Jordan. Und die aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen in großen Scharen zu ihm, weil sie gehört hatten, wie viel er tat. Hier sehen wir, was für einen gewaltigen Einfluss Jesus Zeit, was ich hier in Galiläa gehabt hat, wie sie von überall kamen, wie berühmt er mittlerweile geworden war. Und er befahl seinen Jüngern, ihm ein kleines Schiff bereit zu halten, um der Volksmenge willen, damit sie nicht bedrängten. Jesus dann immer wieder auf sich genau auf den auf mehr auf sich hinausgefahren, denn er heilte viele, so dass alle, die eine Plage hatten, sich an ihn heran drängten und ihn anzurühren. Und wenn die unreinen Geister blickten, fielen sie voll niederschrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er gebot ihnen streng, dass sie ihn nicht offenbar machen sollen.
[6:06] Oder stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte, und sie kamen zu ihm. Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er auslandete, um zu verkündigen und die Vollmacht haben sollten, die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben. Simon, dem er den Beinamen Petrus gab, und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er die Beinamen "Boanerges" gab, das heißt Donnersöhne. Und Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon den Kanaaniter und Judas Iskariot, den, der ihn auch verrät. Hier haben wir die Erwählung einiger Jünger, nicht zwölf Apostel, die als offizielle Gesandte Jesus vertreten sollten und auch mit Macht ausgestattet wurden, Heilungswunder, die er getan hat, ebenfalls zu tun und sein Wort mit Autorität zu verkündigen.
[7:01] Es fällt auf, dass hier Levi wieder Matthäus genannt wird. Also, das ist ganz interessant, dass dieser Name Matthäus und Levi austauschbar ist in den Evangelien. Was interessant ist auch, dass Markus selbst hier keinerlei Details aus der Bergpredigt, über die sich ja an diesem Tag dann noch ereignet hatte, die wir so ausführlich bei Matthäus haben, der ja insbesondere auch die Predigten, die großen Lehren von Jesus aufgezeichnet hat.
[7:29] Und sie traten in das Haus, und es kam nochmals eine Volksmenge zusammen, so dass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. Und als die, welche um ihn waren, es hörten, gingen sie aus, um ihn zu ergreifen, denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Hier sehen wir also, dass Jesus von verschiedenen Seiten attackiert wurde. Die, die um ihn waren, das waren eigentlich auch vertraute Bekannte, Verwandte aus seinem Familienumfeld, die dachten: Er geht zu weit, er hat den Bogen gespannt. Wer noch sehen sie treten danach kurzzeitig später auf, um ihn ja zur Vernunft zu rufen.
[8:13] Die Schriftgelehrten, die aus Jerusalem kommen, wo er ja schon abgelehnt worden waren, Johannes 5, versuchen ihn madig zu machen, indem sie ihm unterstellen, eigentlich okkult belastet zu sein.
[8:25] Da rief er sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann Satan den Satan austreiben? Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. Und wenn der Satan gegen sich selbst auftritt und ein zweites, so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende. Niemand kann in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, er bindet sofort den Starken. Dann erst wird er sein Haus berauben. Jesus ist also wirklich stark. Er hat die Kraft, die kein anderer hat, und niemand ist so stark wie er. Und wenn wir unser Leben ihm anvertrauen, dann gibt es keine Macht auf dieser Welt, die Jesus nicht ähm überwältigen kann, die er nicht besiegen kann.
[9:07] Wir können Jesus vertrauen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass Jesus alle Kraft und Macht hat. Und wir möchten dir danke sagen, dass es niemand gibt, der uns zurückhalten kann, wenn Jesus uns frei machen möchte. Wir möchten dich bitten, dass du uns diese Erfahrung schenkst, jeden Tag aufs Neue. Im Namen Jesus.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.