In dieser Predigt aus Markus 5, Vers 8 bis 38, beleuchtet Christopher Kramp die Begegnung Jesu mit einem besessenen Mann und der blutflüssigen Frau. Er zeigt auf, wie Jesus durch seine Macht Dämonen vertreibt und Heilung schenkt, selbst in scheinbar hoffnungslosen Situationen. Die Predigt betont die Bedeutung des Glaubens und wie eine persönliche Erfahrung mit Jesus uns befähigt, Zeugen für seine Wunder zu werden.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 5:8-5:38
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 1039. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort. Es sind vielleicht nur wenige Verse, die wir am Tag lesen, aber in diesen wenigen Versen ist eine ungeheure Kraft, wie in einem kleinen Senfkorn ein großer Baum wird. Hätte nicht bitten, dass du dein Wort tief in unser Herz einpflanzt und dass es uns verändert. So sehr verändert, dass einmal die ganze Frucht deines Geistes reif wird, so reif, dass du die Sichel ansetzen kannst, dass wir in den Himmel passen, dass wir voll Freude dir entgegengehen können, wenn Jesus in den Wolken des Himmels wiederkommt. Herr, wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen können. Und danken dir für die Kraft, die du deinem Wort hineingelegt hast. Im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Wir sind in Markus Kapitel 5, nach der Stellung des Sturmes in der Nacht, nach der See-Predigt am Tag zuvor, kommen Jesus und die Jünger in dem Gebiet der Dekapolis auf der anderen Seite des Ufers an. Und in der Geschichte oder in der Erzählung von Markus kommt ein Besessener auf sie zu. Wir wissen aus Matthäus, dass ein zweiter dabei gewesen ist, der nicht zu bändigen ist und der einen unfassbaren, schrecklichen Anblick bietet und der mit lauter Stimme vor Jesus schreit und ja, ruft, dass er sie nicht quälen soll. Wir sind weiter in Markus 5, Vers 8: "Denn er, also Jesus, sprach zu ihm: Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist! Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und der antwortete und sprach: Legion ist mein Name, denn wir sind viele." Eine Legion war eine römische Armee mit mehreren tausend Soldaten. Das war eine wirklich große Anzahl an Dämonen, die hier diese beiden Besessenen ja gefangen genommen haben. Und der bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen. Also der Dämon bat Jesus sehr. Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide, und die Dämonen baten ihn alle und sprachen: "Schick uns in die Schweine, damit wir in sie fahren!" Und zugleich erlaubte es ihnen Jesus. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See. Es waren aber etwa 2000, und sie ertranken im See. Und dann sehen wir, haben eine Idee, wie viel Dämonen diese Männer hier gequält haben. Übrigens, Jesus hätte das wohl nicht so zugelassen, wenn man die Schweine noch hätte essen können. Auch diese Geschichte zeigt, impliziert, dass Jesus die Schweine, die hier zur Fleischsucht gehalten wurden, nicht als Nahrung anerkannt hat.
[3:42] Die Schweinehirten aber flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus und sahen, was da geschehen war. Und sie kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, da sitzen, bekleidet und vernünftig. Und sie fürchteten sich. Und die, die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es mit dem Besessenen zugegangen war und von den Schweinen. Da begannen sie ihn zu bitten, er möge aus ihrem Gebiet weggehen. Der finanzielle Verlust der Schweine war für sie schwerer als die erstaunliche Rettung eines Menschen, von dem jeder gedacht hätte, er sei unheilbar verloren. Wie oft kann es sein, dass wir eher unseren eigenen Vorteil suchen als die Rettung von Menschen, die es dringend nötig hätten?
[4:29] Und als er das Schiff trat, bat ihn der Besessene, besessen gewesene, Verzeihung, dass er bei ihm bleiben dürfe. Interessant ist, dass Jesus der Bitte der Menschen nachkommt. Jesus drängt sich nicht auf. Jesus sagt nicht: "Ich habe etwas so Wichtiges, ihr müsst mir erstmal zuhören." Sie Menschen ihn höflich als die Menschen ihn wegbitten, geht er höflich zurück. Das heißt nicht, dass sie aufgegeben hat. Wir werden später sehen, da ist noch mal die gleiche Gegend gekommen, und dann gab es dort ganz großen geistlichen Erfolg. Und das hat damit zu tun mit dem, was jetzt passiert. Dieser ehemals Besessene möchte gern bei Jesus bleiben. Und das war ein wunderbarer Wunsch, den man nur allzu gut nachvollziehen kann. Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: "Geh hin, dein Haus zu den Dingen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr dir getan hat und sich über dich erbarmt hat." Nicht jeder muss eine theologische Ausbildung machen. Manchmal reicht es einfach, das zu erzählen, was Jesus für uns getan hat. Dieser Mann, den alle kannten, der eine so gewaltige Veränderung durch Jesus erlebt hat, sollte einfach ein Zeugnis sein für die Kraft Jesu und seinen Dienst bei seinen Verwandten, Freunden, Bekannten. Würde wie ein Same sein, der dann zu einer reichen Ernte führt, wenn Jesus das nächste Mal diese Gegend besuchen würde.
[5:46] Und er ging hin und fing an im Gebiet der zehn Städte, die sogenannte Dekapolis, wo es auch viele Heiden gab, zu verkünden, verkündigen, welch große Dinge Jesus ihm getan hatte. Und jeder Mann verwunderte sich hierbei ein bisschen. Nahm der nicht eine vollständige Predigt von Jesus gehört hat, der nie zu den Füßen von Jesus gesessen hat und gelernt hat, wie man die Bibel auslegt. Aber er hatte die Erfahrung gemacht, dass Jesus, halt, dass Jesus sein Leben völlig verändert hat, ihn frei gemacht hat. Oder erzählte, was er getan hat und hat diese ganze Gegend auf das Kommen Jesu vorbereitet, das dann später sich ereignet hat und viele Menschen haben dann Jesus geglaubt.
[6:27] Egal was wir, wie viele wissen, wenn wir eine Erfahrung mit Jesus klar gemacht haben, dann können wir dadurch anderen Menschen zum Segen werden. Lass uns das nutzen. Und als Jesus im Schiff wieder ans jenseitige Ufer hinübergefahren war, also wieder zurück nach Galiläa, versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm und er war am See. Und siehe da, kam einer der Obersten der Synagoge namens Jaïrus. Und als er ihn blickte, warf er sich ihm zu Füßen und er bat ihn sehr und sprach: "Meine Töchterlein liegt in den letzten Zügen, komme doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gesund wird und am Leben bleibt."
[6:58] Diese Geschichte kennen wir aus Matthäus, aber hier haben wir noch mehr Details, die sehr zu Herzen gehen und die diese Geschichte sehr plastisch werden lassen. Und er ging mit ihm, und es folgte ihm eine große Menge nach, und sie bedrängten ihn. Dieser oberste Synagoge hatte einen dringenden Wunsch, seine Tochter liegt krank und sie muss doch gerettet werden. Aber es sind viele Menschen und Jesus kommt nur langsam voran, weil alle etwas von ihm möchten.
[7:25] Oder war eine gewisse Frau, die hatte seit 12 Jahren den Blutfluss. Sie hatte viel gelitten von den vielen Ärzten und all ihr Gut aufgewendet, ohne dass es ihr geholfen hätte. Es war viel mehr noch schlimmer mit ihr geworden. Lukas, der Arzt, sagt nur, dass es nichts gehört hat, aber Markus sagt sogar, dass diese Ärzte es noch schlimmer gemacht haben. Nicht immer sind Ärzte zu unserem Segen. Oft genug auch, ja, wir sind dankbar für jeden Arzt, der etwas Gutes tut und Menschen auch wirklich hilft, aber nicht immer sind Ärzte zu unserem Besten. Manche, es gibt zumindestens Fälle, auch wissen wir alle aus unserer Erfahrung, wo menschliche Medizin manchmal den Fall noch schlimmer gemacht hat, als er ohnehin schon gewesen ist. Am Ende brauchen wir alle Gott und seine Weisheit.
[8:20] Als sie nun von Jesus hörte, kamen sie unter dem Volk von hinten heran und rührte sein Gewand an, denn sie sagte sich: "Wenn ich nur sein so werde ich geheilt." Sie hatte echt einen Glauben und sie wusste, dass Jesus sie heilen kann. Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie merkte am Leib, dass sie von der Plage geheilt war. Viele Menschen haben Jesus berührt, aber eine hat ihn mit Glauben berührt. Wie viele Menschen lesen die Bibel, aber wenn wir die Kraft Gottes erleben wollen, müssen wir mit Glauben lesen. Wie viele Menschen reden von Jesus, aber wenn wir die Kraft Gottes erleben wollen, müssen wir von Jesus mit Glauben reden.
[9:01] Hier ist aber der, in sich selbst geheilt erkannt hatte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich zur gleichen mit einer Menge um und sprach: "Wer hat mein Gewand angerührt?" Das sprachen seine Jünger zu ihm: "Du siehst, wie das Volk dich drängt, und sprichst: Wer hat mich angerührt?" Oder sah sich um nach der, die das getan hat. Das macht einen Unterschied, ob wir einfach so bei Jesus reden und nachdenken, oder ob es mit Glauben tun. Es segnet kann und wer. Aber die Frau kam mit Furcht und Zittern, weil sie wusste, was ihr geschehen war, und warf sich vor ihm nieder und sagt ihm die ganze Wahrheit. Jesus wollte, dass alle Menschen erfahren, was für einen Glauben diese Frau gehabt hat, denn von diesem Glauben konnten doch alle anderen lernen. Er war sprach zu ihr: "Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh hin in Frieden und sei von deiner Plage gesund."
[9:44] Während er noch redete, kamen etliche von den Leuten des obersten der Synagoge und sprachen: "Deine Tochter ist gestorben." Was für müsste den Meister noch scheinbar hat durch die Heilung des einen jetzt die andere ihre Heilungschance verpasst. Es scheint zu spät zu sein. Sobald aber Jesus das Wort hörte, dass die redeten, sprach zu dem Obersten der Synagoge: "Fürchte dich nicht, glaube nur."
[10:06] Es ist noch nicht zu spät. Niemand kommt zu spät, wenn er im Glauben zu Jesus kommt. Niemand wird übersehen, wenn er im Glauben zu Jesus kommt, auch wenn es vielleicht länger dauert, als wir gedacht haben, auch wenn sich vielleicht Umstände dazwischen schieben, mit denen wir nicht gerechnet haben und von denen wir denken, dass jetzt alles zugrunde richtet. Jesus kommt nicht zu spät. Jesus kommt genau richtig. Lasst uns ihm trauen, lass uns ihm glauben. Ich möchte das in meinem Leben tun.
[10:37] Und er ließ niemand mitgehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jaïrus. Und da konnte das Haus des Obersten der Synagoge und sieht das Getümmel, wie sie, wie sehr sie weinten und halten. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du niemals zu spät kommst. Und danke, dass auch wenn wir vielleicht denken, dass alles zu spät ist, dass du noch Wege und Möglichkeiten hast, von denen wir gar nichts ahnen. Hätte möchten Glauben haben. Wir möchten echten, echten, tiefen Glauben haben. Möchte Danke sagen für die Geschichte von den Besessenen, den du wiederhergestellt hast und den du noch am selben Tag zu einem Missionar gemacht hast, der keine lange Ausbildung hat, aber der die Erfahrung, die mit dir gemacht hat, erzählen konnte. Zum möchten wir die Erfahrung, die mit dir gemacht haben, anderen erzählen heute an diesem Tag. Hab Dank dafür. Segne uns und sie Kraft dazu. Im Namen Jesu. Amen.
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