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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse in Markus 5:39-6:21. Er thematisiert die Heilung von Jairus‘ Tochter und die Frau mit dem Blutfluss, Jesu Unfähigkeit, in Nazareth Wunder zu wirken, und die Aussendung der zwölf Jünger. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Herodes Antipas im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer und die Botschaft der Buße.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1040. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen heute zu dir, um dein Wort mit Glauben zu lesen. Wir wollen nicht einfach nur drüber lesen, wir wollen nicht einfach nur Jesus berühren, so als im Vorbeigehen, sondern wir wollen ihn mit Glauben berühren, so wie die Frau, die sich nach ihm ausgestreckt hat. Wir möchten dich bitten, dass die Worte, die wir lesen, dass sie unser Herz erreichen. Bitte verändere uns, schenk uns den Glauben, den wir brauchen, um dein Wort richtig zu verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:26] Wir sind in Markus Kapitel 5. Ja, Jairus, der Vorsteher der Synagoge in Kapernaum, hat eine Tochter, die krank lag und mittlerweile gestorben ist. Jesus sollte sie retten, sie heilen, aber es waren so viele Leute auf dem Weg und eine andere Frau wurde geheilt, so dass ich alles verzögerte. Die Nachricht des Todes hat Jairus bereits erhalten, aber Jesus sagt zu ihm: "Glaube nur, habe keine Angst." Jesus ist noch nicht am Ende. Er nimmt drei der engsten Jünger mit sich in den Raum.

[1:57] Und der geht hinein und spricht zu ihnen: "Was weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft." Hier sehen wir, wie so oft in den Evangelien, dass Jesus ganz deutlich betont hat, dass der Tod ein Schlaf ist. Und sie lachten ihn aus. Nachdem wir aber alle hinausgetrieben hatte, nahm er den Vater und die Mutter des Kindes mit sich und die, welche bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag.

[2:27] Jemand, Menschen, die professionell geweint zu haben, aber die, als Jesus sie mit der Wahrheit konfrontierte, ihn nur ausgelacht haben. Deren Trauer war nur gespielt, nur aufgesetzt. Da war keine echte, tiefe Sympathie für dieses Mädchen. Jesus hat alle weggetrieben, die nicht echten Glauben haben konnten und wollten. Besser gesagt, nur die allerengsten, die Vater, Mutter und seine engsten Jünger mit.

[2:58] Und er griff die Hand des Kindes und sprach zu ihm: "Talita Kumi." Das ist Aramäisch, das zeigt uns, dass Jesus tatsächlich Aramäisch gesprochen hat. Das heißt übersetzt: "Mädchen, ich sage dir, steh auf." Kumi ist der Imperativ: "Steh auf." Und zugleich stand das Mädchen auf und ging umher. Es war nämlich 12 Jahre alt.

[3:23] Und sie reden außer sich vor Staunen. Und er gebot ihnen ernstlich, dass das niemand erfahren dürfe. Und er befahl, man solle ihr zu essen geben. Da waren zwei Frauen: eine war erwachsen, eine war ein Kind. Die eine war 12 Jahre lang krank, die andere war 12 Jahre alt. Die eine war lebendig, die andere war schon tot. Die eine kam zu Jesus und berührte ihn inmitten der Menge, sucht einen Möglichkeit, ihn zu berühren im Glauben. Die andere bei der anderen kam dieses zu ihr und wurde berührt von Jesus.

[3:56] Die Geschichten hängen ganz eng miteinander zusammen, sind verzahnt und gehören zusammen. Und Markus bringt diese Details alle, dass wir sehen, wie diese Geschichten hier zusammengehören. Und er zog von dort weg, kam in seine Vaterstadt, das heißt also nach Nazareth, und seine Jünger folgten ihm nach.

[4:11] Und als der Sabbat kam, fing er an in der Synagoge zu lehren. Und viele, die zuhörten, erstaunten und sprachen: "Woher hat dieser solches und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, dass sogar solche Wundertaten durch seine Hände geschehen?" Das ist, wie auch in Matthäus, seine zweite Predigt in der Synagoge in Nazareth. Die erste, die in Lukas dann später berichtet wird, sondern schon gegen Ende seines Dienstes in Galiläa, gegen Ende dieses Jahres von Passah 29 bis zum Passah 30.

[4:46] "Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder von Jakobus und Josef und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?" Und sie nahmen Anstoß an ihm. Hier lernen wir, wie die Brüder von Jesus hießen. Hätte also offensichtlich vier, mindestens vier Brüder gehabt und auch Schwestern, von denen wir sonst nicht allzu viel hören. Und diese Menschen in Nazareth, Jesus, sie kannten seine Familie und wollten deswegen nicht glauben, dass er ein so bedeutsamer Mensch ist, dass er ihr Erlöser ist.

[5:21] Sie nahmen Anstoß an ihm, weil sie sich vielleicht daran erinnerten, dass bei seiner Geburt scheinbar einiges sehr besonders gewesen ist, was zu bösen Gerüchten geführt hatte. Sie nahmen damit Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: "Ein Prophet ist nirgends verachtet, außer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Haus."

[5:43] Und er konnte dort kein Wunder tun, außer dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. Er verwunderte sich wegen ihres Unglaubens und zog durch die Dörfer ringsumher und lehrte. Jesus konnte dort, wo er eigentlich am besten bekannt war, am wenigsten wirken. Manchmal ist es auch so, dass wir in unseren Familien, in unserem engsten Kreis, manchmal gar nicht auf das Gehör stoßen, was wir uns eigentlich wünschen würden. Das passiert auch heute noch.

[6:17] Und er rief die Zwölf zu sich und begann, sie je zwei und zwei auszusenden und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister. Jesus hatte sie schon zu Aposteln bestimmt und jetzt sendet er sie auf ihre erste Missionsreise. Gegen Ende dieses Jahres 29 oder vielleicht schon Anfang 30, also jedenfalls relativ kurz vor dem nächsten Passah.

[6:34] Und er befahl ihnen: "Sie sollten nichts auf den Weg nehmen, als nur einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel." Sie sollten aber Sandalen an den Füßen tragen und nicht zwei Hemden anziehen.

[6:47] Oder sprach zu ihm: "Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da bleibt, bis ihr von dort weggeht. Und von allen, die euch nicht aufnehmen noch hören wollen, zieht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen ihnen zum Zeugnis." Wahrlich, ich sage euch, es wird Sodom und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als jeder Stadt. Genau das ist hier die, oder das ist die Zusammenfassung, eine kurze Zusammenfassung dessen, was in Matthäus 10 sehr ausführlich beschrieben wird, die Vorbereitungsrede auf den Missionseinsatz.

[7:21] Und sie gingen und verkündeten, man solle Buße tun und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. Johannes der Täufer, der Vorläufer von Jesus, hat eine Botschaft der Buße gepredigt, die Jesus selbst, der den Staffelstab von Johannes übernahm, hat eine Botschaft der Buße gepredigt. Und seine Jünger, die jetzt seine Botschaft woanders hintragen sollten, in verschiedene Gegenden, die predigten eine Botschaft der Buße. Ganz sicher müssen wir Buße predigen, Umkehr, wenn wir das Evangelium des Neuen Testaments predigen wollen. Die Botschaft von Johannes, von Jesus und von seinen Jüngern.

[8:03] Und der König Herodes hörte das. Denn sein Name wurde bekannt. Und er sprach: "Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden, darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm." Während dieses Jahres in Galiläa wird Jesus durch seine Wunder und auch durch das, was die Jünger tun, so bekannt, dass selbst König Herodes, es ist nicht der Herodes, der in Matthäus 2 erwähnt wird, nicht der Herodes von der Geburt Jesu, gestern kurz danach gestorben, aber einer seiner Söhne, Herodes Antipas, der jetzt hier in Galiläa und auch in einem Gebiet östlich des Jordans die Regierungsgewalt als Tetrarch, als Vierfürst, gehabt hat.

[8:54] Andere sagten: "Er ist Elija." Wieder andere sagten: "Er ist ein Prophet oder wie einer der Propheten." Etwas ähnliches hat ja dann auch Petrus haben wir auch die Jünger in Matthäus 16, Jesus gespiegelt. Herodes hatte einen Grund, warum er dachte, dass Johannes der Täufer von den Toten auferweckt ist, denn er war verantwortlich für den Tod von Johannes gewesen.

[9:14] So wie Matthäus, fügt auch Markus jetzt quasi in der Retrospektive diese Geschichte ein, die sich offensichtlich auch während dieses Jahres ereignet hat, dass nämlich Herodes den Tod von Johannes dem Täufer zu verantworten hatte. Als aber Herodes hörte, sprach er: "Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist aus den Toten auferstanden." Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergreifen und ihn ins Gefängnis binden lassen, wegen Herodes' Frau, seines Bruders Philippus, weil er sie zur Frau genommen hatte.

[9:43] Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben." Hier sehen wir, die Botschaft der Buße war auch eine klares Benennen von Sünde. Herodes aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und sie konnte es nicht. Der Rohde führte den Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war, und er bewachte ihn. Und er gehorchte ihm in manchen und hört ihn gern.

[10:06] Hier sehen wir noch deutlicher als wenn Matthäus, dass Herodes selbst eigentlich gar nicht so sehr ein Interesse hatte, den Johannes umzubringen. Es war vor allem Herodes' unrechtmäßige Lebensgefährtin, sein unrechtmäßiges Frau, die ihn dazu trieb. Und Herodes versuchte, das einzugrenzen, versucht ihn zu beschützen. Die einen gefangen genommen, um seiner Frau einen Gefallen zu tun, aber gleichzeitig wollte er ihn vor dem Schlimmsten bewahren.

[10:31] Als aber ein gelegener Tag kam, als Herodes seinen großen und obersten und vornehmsten von Galiläa an seinem Geburtstag ein Gastmahl gab.

[10:49] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass auch wir die Botschaft der Buße in unserem Herzen annehmen und weitergeben, dass wir anderen Menschen zeigen, was wir selbst erlebt haben, dass du nämlich uns Buße schenkst und dass wir Sünde nicht tolerieren, sondern dass wir Menschen zeigen, dass es eine Kraft gibt bei dir, dass Sünde überwunden werden kann.

[11:21] Wir möchten dich bitten, dass du uns ein Leben der Buße schenkst und dass wir uns völlig auf deine Gnade, auf deine Güte vertrauen und verlassen. Das bitten wir im Namen Jesu.


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