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In dieser ersten Folge des Seminars über die Offenbarung, das sich Vers für Vers mit dem biblischen Text beschäftigt, beginnt Christopher Kramp die Auslegung von Offenbarung Kapitel 11. Er betont die enge Verbindung zwischen Kapitel 10 und 11, die durch das Wort „Und“ am Anfang von Vers 1 verdeutlicht wird. Das Video beleuchtet die Bedeutung der Messrute, die Johannes gegeben wird, und ihre symbolische Verbindung zu Schreibwerkzeugen und Waagen. Es wird untersucht, welcher Tempel gemeint ist und welche tiefere Bedeutung das Messen des Tempels und der Anbeter hat, insbesondere im Hinblick auf den Aufbau der Endzeitgemeinde.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Hallo auch allen, die ihr heute zum ersten Mal vielleicht auch zuschaut. Wir haben ja wieder eine neue Werbekampagne gestartet. Wir haben heute unsere erste Folge von unserem neuen Abschnitt im Offenbarungsseminar. Wir werden heute beginnen mit Offenbarung Kapitel 11 und ich hoffe, ihr seid schon ganz gespannt darauf, habt schon eure Schreibmaterialien gezückt oder euren Kopf schon vorbereitet auf alles, was wir lernen wollen in den nächsten Wochen und Monaten und wir freuen uns auch, dass ihr live dabei seid auf www.joelmedia.tv.de. Und bevor wir beginnen wollen, lade ich euch ein, alle gemeinsam wie jeden Dienstagabend gemeinsam mit mir zu beten. Wir wollen niederknien und lade auch euch ein, vor dem Computer mit uns gemeinsam niederzuknien.

[0:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt die Gelegenheit haben, dein Wort aufzuschlagen, es zu studieren, neue Dinge herauszufinden und alte zu bestätigen. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, wenn wir jetzt die Offenbarung studieren und dass wir eine ganz enge Beziehung zu dir entwickeln. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du alles Störende fernhältst und dass viele Menschen durch dein Wort gesegnet werden können heute. Amen.

[1:30] Wir wollen heute ausnahmsweise mal direkt gleich beginnen. Ich werde auch gleich erklären, warum. Unser Thema ist Offenbarung 11. Neues Kapitel, neue Angewohnheiten. Ich werde mich bemühen, groß zu schreiben, damit nicht nur die Menschen hier vor Ort, sondern auch die Livestream-Zuschauer dann hier nicht in die Kästchen zählen müssen, aber ich hoffe, ich werde auch dabei bleiben. Wir werden normalerweise an dieser Gelegenheit immer wieder die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen und zwar unter einer neuen E-Mail-Adresse. Auch das ist neu, da wir jetzt ja jede Woche live über joelmedia.tv übertragen. Heißt jetzt die neue E-Mail-Adresse passenderweise [email protected]. Was sagt ihr dazu? [email protected]. Und da könnt ihr alle eure Fragen loswerden. Wir haben auch noch Fragen aus dem letzten Kapitel noch überhängig, die wir ab nächster Woche dann auch besprechen werden, versprochen. Heute wollen wir die Gelegenheit nehmen, da wir jetzt auch eine Einführung haben in das 11. Kapitel, uns gleich damit zu befassen, um mal richtig so einen vollen Start zu bekommen. Lasst uns einfach mal gemeinsam Offenbarung 11 aufschlagen.

[2:54] In Offenbarung 11 finden wir natürlich eine ganze Reihe von interessanten Dingen, die wir jetzt in der nächsten Zeit gemeinsam studieren werden. Und wir werden heute nicht viel mehr machen als natürlich den ersten Vers. Ihr seid es ja gewohnt, unser Offenbarungsseminar heißt ja Vers für Vers. Und für alle, die zum ersten Mal heute zuschauen, wir haben hier die Angewohnheit, wirklich gründlich Vers für Vers, Satz für Satz, Wort für Wort vorzugehen. Das dauert manchmal seine Zeit, aber dafür findet man Dinge, die man im Leben nicht geglaubt hätte, nicht wahr? Und mich würde interessieren, womit beginnt das 11. Kapitel? Wenn ihr euch das 11. Kapitel anguckt, womit beginnt es? Du sagst mit dem Messen, okay. Bevor es mit dem Messen beginnt, beginnt es mit etwas anderem. Du redest von den zwei Zeugen, ja, mit einem Rohr, einem Stab. Noch davor, noch vor dem Stab, noch vor dem Rohr. Tod und Auferstehung, ja, auch das sind alles Elemente in Kapitel 11, aber es beginnt mit etwas anderem und dieses andere hat nur drei Buchstaben. Es beginnt mit einem UND. Jetzt werdet ihr sagen, was ist denn das? Wenn ein Satz mit einem UND beginnt, was sagt mir das automatisch? Da war etwas, davor war etwas anderes und das, was jetzt kommt, ist verbunden mit dem, was davor ist. Das heißt, obwohl wir heute mit Offenbarung 11 beginnen, werden wir sehen, haben wir Offenbarung 10 noch nicht abgeschlossen, denn Offenbarung 11 ist verknüpft mit Offenbarung 10 mit einem UND. Das heißt, wenn ich Offenbarung 10 nicht verstehe und das, was davor gewesen ist, dann werde ich auch nicht wirklich Offenbarung 11 verstehen.

[4:51] Und da wir viele neue Zuschauer wahrscheinlich heute haben, wollen wir uns zwei Minuten oder auch höchstens drei noch einmal kurz vergewissern, in ganz groben Zügen, was haben wir in Offenbarung 10 gelernt. Wir werden sehen, dass heute, bevor wir das fangen, könnt ihr, wir lesen mal den ersten Vers nur noch. Wir lesen mal Offenbarung 11 Vers 1 und dann sucht mal, ob ihr noch etwas findet, was uns zurück an Offenbarung 10 erinnert. Es heißt hier: „Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel stand da und sagte: Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche darin anbeten.“ Könnt ihr noch irgendeine Parallele zu Offenbarung 10 finden, die uns berechtigt zu sagen, dass Offenbarung 11 und Offenbarung 10 zusammengehören? Okay, da wurde etwas gegeben, ja, vorher wurde ein Büchlein gegeben, jetzt ein Stab, okay. Noch eine Parallele zu Offenbarung 10. Ganz offensichtliche Parallele. Der Befehl und die Anweisung, ja. Von wem kommt der Befehl und die Anweisung? Wie kommt ihr darauf, dass sie von Jesus kommt? Genau, weil in Offenbarung 11 Vers 1 ein Engel erwähnt ist und dieser Engel ist natürlich niemand anderes als derselbe Engel von Offenbarung 10.

[6:12] Das heißt, wenn wir Offenbarung 10 gelesen haben, wir haben das jetzt ein halbes Jahr lang ausführlich studiert, dann wissen wir, in Offenbarung 10 gibt es zwei Hauptpersonen. Wir sind die beiden Hauptpersonen und da sind wir jetzt mitten in unserer Zusammenfassung. Wer sind die beiden Hauptpersonen in Offenbarung 10? Der starke Engel und Johannes. Und wir haben gesagt, der starke Engel ist wer? Jesus. Und warum wird er als Engel dargestellt? Weil er eine Botschaft hat. Und worin, ja, ich schreibe schon größer, hinten versucht ein Techniker mich darauf hinzuweisen. Worin bestand die Botschaft? Die Botschaft bestand darin, dass ein Büchlein geöffnet wurde. Was war das Büchlein? Das Buch Daniel. Und wann sollte es geöffnet werden? In der Endzeit, genau. Und die war im Jahre, begann im Jahre 1798. Das ist nur noch mal für uns zur Wiederholung, weil das ist die Basis, auf der wir jetzt Offenbarung 11 verstehen werden. Das Buch Daniel wurde geöffnet und aufgrund dessen wurde das Buch dem Johannes gegeben zum Essen. Könnt ihr euch erinnern? Und Johannes stand für wen? Für das Volk Gottes, also für Menschen, die Gott nachfolgen. Und die dann dieses Buch Daniel mit seinen Prophezeiungen, insbesondere Daniel 7 und Daniel 8 und Daniel 9, diese zwei Prophezeiungen studiert haben und die eine Erfahrung gemacht haben. Was war ihre Erfahrung? Es war in ihrem Mund süß. Und dann wurde es, es war eine süß-bittere Erfahrung. Und wir haben gesagt, das hängt damit zusammen, dass man geglaubt hatte, Jesus würde im Jahre 1844 wiederkommen und er kam nicht. Haben das alles ausführlich studiert, kann alles nachgeschaut werden im Archiv in Kürze auf joelmedia.de.

[8:03] Und daraufhin gab es einen Auftrag. Was war der Auftrag? Haben wir die letzten beiden Male besprochen? Da kam der Auftrag, nochmals zu weissagen, könnt ihr euch erinnern, die prophetische Botschaft nochmals zu predigen. Und zwar in alle Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen. Und wir haben dort die deutliche Parallele gesehen zu einem Text in der Offenbarung, der dreifache Engelsbotschaft heißt. Das heißt, das Evangelium nochmals zu predigen. Das ist sozusagen die Zwei-Minuten-Version von Offenbarung 10. Ganz kurz, oder? Man fragt sich, was wir ein halbes Jahr dran gemacht haben. Aber wir wissen, dass es stimmt, weil wir haben ein ganzes halbes Jahr dran studiert. Und in diesem Kontext, Jesus, der Engel, der dieses Büchlein geöffnet hat, der es ihm gibt und ihm jetzt den Auftrag gibt, predige nochmals. In diesem Kontext lesen wir jetzt Offenbarung 11, Vers 1.

[9:04] „Und mir, wer ist mir? Wer ist mir? Johannes. Das heißt, derselbe Johannes, der, wie du richtig gesagt hast, das Buch Daniel bekommen hat, um es zu essen. Ihm wird jetzt etwas anderes noch gegeben. Und mir wurde eine, ein Rohr oder eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel, welcher Engel? Der, immer noch derselbe Engel, stand da und sagte: Mache dich auf.“ Also erst heißt es, du sollst nochmals weissagen. Das ist der eine Auftrag. Und jetzt kommt ein zweiter Auftrag dazu. „Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche darin anbeten.“ Könnt ihr sehen, dass eigentlich Offenbarung 11, Vers 1 von der Idee immer noch zu Offenbarung 10 dazugehört?

[9:51] Und wenn ihr euch ein bisschen mit der Bibel beschäftigt, werdet ihr wissen, dass die Kapiteleinteilung nicht wirklich von den biblischen Schreibern kommt. Meistens ist die Kapiteleinteilung ganz wunderbar, ist nichts gegen auszusetzen. Manchmal gibt es aber ein paar komische Beispiele. Kennt ihr irgendein Beispiel in der Bibel, wo die Kapiteleinteilung nicht ganz glücklich ist? Fällt euch irgendein Beispiel ein, wo die Kapiteleinteilung eigentlich ein bisschen anders hätte sein können oder sollen, wenn man sie dann schon gemacht? Ganz prominentes Beispiel ganz am Anfang der Bibel. Die Schöpfung, genau. Denn Kapitel 1 geht bis wohin? Bis zum, Offenbarung 1 geht bis zum sechsten Schöpfungstag, nicht wahr? Und dann kommt Kapitel 2 und dann kommt der siebte Schöpfungstag und dann kommt was völlig anderes. Da kommt nochmal die Schöpfung aus einer anderen Perspektive. Es wäre viel sinnvoller gewesen, Kapitel 1 bis 2, Vers 3 zu nehmen. Den ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten Schöpfungstag und dann das zweite Kapitel. Das wäre logischer gewesen, oder? Aber das schadet auch niemandem. Es ist keine Tragödie, dass es jetzt so ist. Nur der Sinn sozusagen. Die biblischen Schreiber haben ja im Prinzip nur Text geschrieben, wie ein Roman. Ohne Kapitel. Und für die war das immer ganz logisch, wenn man einfach den Text liest. Wenn ihr euch einfach die Bibel abschreiben würdet, ohne Kapiteleinteilung, einfach nacheinander, würdet ihr vermutlich manche Stellen anders zusammengruppieren, als durch die Kapitel. Aber muss man deswegen die Kapitel abschaffen? Stellt euch vor, man würde die Kapitel jetzt revidieren, dann gäbe es ein heilloses Durcheinander, nicht wahr? Von daher ist das nicht so schlimm. Sie dienen ja nur dazu, dass man weiß, wir sind alle auf dem gleichen Vers. Aber ihr müsst nicht davon ausgehen, nur weil Offenbarung 11, Vers 1 und 19 im gleichen Kapitel sind, dass sie automatisch immer vom gleichen Abschnitt sprechen. Es kann durchaus auch mal sein, dass wie in dem Fall Offenbarung 11, Vers 1 vom Inhalt eigentlich noch zu Kapitel 10 gehört. Wir werden sehen, dass erst in den nächsten Versen Offenbarung 11 dann ein neuer Sinnabschnitt beginnt. Das heißt eigentlich, wenn ihr geglaubt habt, wir fangen Offenbarung 11 an, wir machen eigentlich Offenbarung 10 wirklich zu Ende. Aber das ist auch ganz spannend und es wird uns eine Grundlage geben für das, was dann später in Offenbarung 11 passiert.

[12:04] Also fassen wir zusammen: Johannes bekommt eine Messrute und die Messrute sieht aus wie ein Stab und mit dieser Messrute soll er was machen? Er soll messen und zwar zwei Dinge. Er soll den Tempel messen mit einem besonderen Fokus auf den Altar darin und er soll die messen, die darin anbeten. Jetzt welche Fragen könnte man sich stellen, direkt jetzt hier am Anfang, wenn man das einfach jetzt mal zusammengefasst hat, was er tun soll. Er bekommt ein Messrohr oder eine Rute, also ein Rohr als einen Stab und damit soll er den Altar messen, also den ganzen Tempel samt dem Altar und die messen, die darin anbeten. Welche Fragen würden euch jetzt erstmal kommen? Warum? Die wichtigste Frage gleich am Anfang. Warum muss er das tun? Wenn jemand etwas in der Bibel tun soll, wenn Gott sagt, tu das und jenes, dann gibt es einen Grund dafür. Welche Fragen würdet ihr noch haben, jetzt direkt beim Lesen dieses ersten Verses? Was das bringt, welches Ziel damit verfolgt wird. Was hat Gott davon, wenn hier dieser Altar gemessen wird? Was bedeutet das? Wie viele beten an? Das wäre eine sehr interessante Frage. Wie viele beten dort überhaupt an? Wie groß ist diese Menge? Habt ihr noch andere Fragen? Es gibt keine falschen Antworten. Welche Fragen wir jetzt klären müssen, hier, wenn wir diesen Vers verstehen wollen? Wie lang ist der Stab? Ach so, also was sind die Maßeinheiten? Ja, könnte man sich auch fragen. Ich glaube, ich könnte mit so einem Stil sogar eine Bibel Antwort rauskriegen. Denkt nach, was könnte man sich noch fragen? Also die Fragen, die wir uns stellen müssen, wenn wir diesen Text jetzt gleich analysieren. Wir werden es gleich natürlich ausführlich machen.

[13:50] Welche Bedeutung hat es für uns? Denn wir wissen ja von der Zeit her, das war hier ab 1844, das spricht von unserer Zeit. Also das wird jetzt ganz konkret auch wieder mal für uns. Ich sage mal, was ich für Fragen hätte. Die erste Frage, die ich mir stellen würde: Was bedeutet eine Messrute? Wofür steht das? Was ist eine Messrute in der Bibel? Warum wird gesagt, dass die Messrute aussieht wie ein Stab? Das wird ja besonders betont. Dann die nächste Frage: Welcher Tempel ist überhaupt gemeint? Und wenn ich weiß, welcher Tempel, welcher Altar? Wer von euch weiß genau, welcher Altar gemeint ist? Wisst ihr das? Warum ist das unklar, welcher Altar gemeint ist? Weil es eine Vision ist. Weil es eine Vision ist, okay. Ja, aber in der Offenbarung sind ja die Visionen, also sie sehen schon meistens konkrete Dinge. Es gibt zwei Altäre im Tempel. Es gibt den Räucheraltar und den Brandopferaltar. Welcher ist gemeint? Das macht einen Unterschied, denn der Räucheraltar ist wo eben? Heiligen und der Brandopferaltar ist eben Vorhof. Das macht schon einen Unterschied, nicht wahr? Und das könnte vielleicht für die Bedeutung etwas verändern. Welcher Altar ist gemeint? Und vor allem, es ist doch ganz logisch, dass man Tempel messen kann. Kann man Tempel messen? Aber was bedeutet es, Anbeter zu messen? Also man kann sich vorstellen, mit einem Metermaß durch ein Gebäude zu gehen und da die Wände zu vermessen, oder? Stellt euch vor, wir machen hier Gottesdienst im Raum und jemand kommt rein und fängt an, die Türen zu messen und die Fenster zu messen und die Wände zu messen. Und wenn er damit fertig ist, fängt er an, diejenigen, die hier singen, zu messen. Das wäre doch merkwürdig, oder? Oder die hier knien und beten oder den Prediger zu messen. Was bedeutet es, dass gleichzeitig der Tempel und die, die im Tempel sind, gemessen werden? Genau, das werden wir jetzt im Einzelnen studieren und wir wollen uns zunächst einmal deutlich, fangen wir mal vorne an, deutlich machen, was bedeutet eine Messrute oder ein Stock?

[15:46] Wer von euch kennt noch andere Stellen der Bibel, wo eine Messrute oder ein Messrohr verwendet wird? Fällt euch da irgendetwas ein, wo so etwas gebraucht wird? Eine Messrute, ein Messrohr, um etwas zu messen. Denn das wären jetzt die Stellen, zu denen wir gehen müssen, um zu verstehen, was bedeutet es, eine Messrute zu bekommen. Um Eva? Nicht so richtig. Ganz genau, im Heiligtum wurde alles genau angemessen gegeben. Es war halbe Ellen so, zweieinhalb Ellen so, drei Ellen hoch, vier Ellen lang, breit, ganz genau angegeben. Absolut, da musste sehr genau gemessen werden. Und das ist schon eine enge Parallele hierzu, denn auch hier geht es um den Tempel, der gemessen werden soll. Die Arche Noah musste gemessen werden, nicht wahr? Es waren so und so viele Meter. In Hesekiel, da werden wir gleich dazu kommen. Das ist eine sehr interessante Stelle. Wir sammeln erst noch ein bisschen. Hesekiel ist eine sehr wichtige Stelle. Bundeslade wurde auch gemessen mit all den anderen Gegenständen im Heiligtum.

[17:23] Schauen wir uns mal, es gibt noch eine Stelle, wo in der Offenbarung gemessen wird, im gleichen Buch, und zwar mit dem gleichen griechischen Wort. Das griechische Wort ist für Messrute Kalamos. Ich hoffe, ich spreche es richtig aus. Kalamos? So mehr oder weniger. Und zwar genau, die neue Stadt Jerusalem, schaut mal mit mir in Offenbarung 21 und dort Vers 15 und 16. Offenbarung 21, Vers 15 und 16. Und da ist, habt ihr wieder Johannes, der wieder eine Vision hat, jetzt von einer anderen Zeitperiode. Von welcher Zeit spricht Offenbarung 21? Kann mir das jemand sagen? Das spricht vom neuen Jerusalem, von der neuen Erde. Neuer Himmel, neue Erde, neues Jerusalem, goldene Stadt. Und Johannes in der Vision wird in diese Zeit hineingetragen. Er steht dort auf dieser neuen Erde und er bekommt jetzt was?

[18:25] Offenbarung 21, Vers 15: „Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen. Und die Stadt bildet ein Viereck und ihre Länge ist so groß, wie auch ihre Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf 12.000 Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe derselben sind gleich. 12.000 Stadien.“ Hat jemand mal sich die Mühe gemacht, auszurechnen, was das ist? Ich weiß es jetzt gerade nicht aus dem Kopf, wie viel das ist. Habt ihr Lust, das mal auszurechnen? Große Begeisterung. Ein Stadion hat 185 Meter im griechischen und das mal 12.000. Wer hat es zuerst raus? Muss gemeinsam rechnen? Weiß jemand noch, wie man sowas rechnet? Ich hoffe, ich habe jetzt groß genug. Da rechnen wir 185. Rechnen wir hier 1, 7, 78. Und dann haben wir hier 0, 0, 0. Also 0, 0, 0, 0, 2, 3, 2 Meter. Das sind dann 2320 Kilometer. Könnt ihr mir folgen? Eine Stadt, die 2.000, was habe ich gesagt? Ja, Entschuldigung. Ja, natürlich. Noch besser. Rechnen viele. Und das noch live. 2.220 Kilometer. Moskau bis Rom. Hast du das im Kopf, dass das genau die Strecke ist? Und zu hoch. Ganz genau. Und zu hoch. Moskau nach Rom in die Richtung. Und dann Moskau nach Rom in die Richtung. Aber Moskau und Rom in die Richtung. Das übersteigt dann unsere Vorstellungskraft. Also das hat ein bisschen gedauert, das zu messen. Zumal, wie uns das sagt in Vers 17, dass er das gleiche Maß wie ein Mensch genommen hat. Aber das ist eine andere Sache. Das also nur als Ergänzung dazu.

[21:02] In der Offenbarung wird also mehrmals gemessen. Und hier wird nicht so sehr der Tempel gemessen, als vielmehr die Stadt Jerusalem. Jetzt schauen wir mal gemeinsam einen anderen Text an. Denn das griechische Wort machen wir, bevor wir das machen. Eine ganz einfache Frage. Gehen wir zurück zur Offenbarung 11 Vers 1 und fragen uns erst mal diese ganz einfache und simple Frage: Welcher Tempel wird hier gemessen? Der Tempel Gottes. Ist es der irdische Tempel oder der himmlische Tempel? Du sagst himmlische Tempel. Warum? Okay, aber es gibt auch Visionen, wo Gott in Visionen etwas gesagt hat über den irdischen Tempel. Zum Beispiel Matthäus 24 ist auch eine Prophezeiung über den irdischen Tempel. Genau, die Prophezeiung spricht von einer Zeit, wo es den irdischen Tempel nicht mehr gibt. Richtig? Das heißt, wenn um 1844 das Evangelium noch mal diesem Volk Gottes gegeben wird, um gepredigt zu werden und die den Auftrag bekommen, miss den Tempel, kann es nicht um den irdischen Tempel handeln. Das heißt, es geht hier um den himmlischen Tempel. Himmlischer Tempel.

[22:19] Und der soll gemessen werden mit einer Messrute. Aber das Interessante ist, das griechische Wort Kalamos meint nicht nur Messrute, also im Sinne von einem Meterstab, sondern auch noch etwas anderes. Und schaut mal mit mir in 3. Johannes Vers 13. Und ihr könnt mal raten, wo das Wort Kalamos steht. 3. Johannes hat nur ein Kapitel, ist nur zwei Verse länger als 2. Johannes. 15 Verse, aber wir wollen Vers 13 lesen. 3. Johannes Vers 13. Da heißt es: „Ich hätte vieles zu schreiben, aber ich will dir nicht mit Tinte und Feder schreiben.“ Jetzt sagt ihr mir, welches Wort ist vermutlich Kalamos? Die Feder. Genau, mit leichtem Vorteil. Genau, die Feder. Warum? Ihr habt ja gesehen, das Wort Messrute heißt in vielen von euren Übersetzungen auch Messrohr. Man hat zum Messen damals aus Schilfrohr, war das Material, vor dem man die Messrute genommen hat. Und aus dem gleichen Schilfrohr hat man auch die Federn gemacht. Das ist der Grund, warum eine Messrute auch, oder dieses Wort Kalamos nicht nur Messrute heißt, sondern auch Schreibwerkzeug, also Feder. Das ist interessant, oder? Behaltet man im Hinterkopf, dass die Messrute auch damit, dass das Messen des Tempels damit zu tun hat, dass man etwas aufschreibt? Okay. Habt ihr abgespeichert? Okay, dann gehen wir weiter.

[24:03] Schaut mal mit mir in Matthäus 12. Matthäus 12. Also wir haben jetzt geschaut, was das Wort im Griechischen heißen kann. Messrute. Wir wollen mal sehen, was ist so eine Rute, so ein Rohr im Hebräischen? Dazu wollen wir das übersetzen, sozusagen, von Matthäus 12, Vers 20. Matthäus 12, Vers 20. Da zitiert Matthäus einen alttestamentlichen Text. Er sagte, Matthäus 12, Vers 20: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen.“ Da steht auch Kalamos. Kalamos ist dieses Rohr, aus dem man eine Messrute machen kann, ein Messinstrument, aber auch so eine Feder. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und jetzt machen wir etwas, was man in der Bibelauslegung öfter mal tut. Wenn man jetzt weiß, dieses Wort hier, Kalamos, ist die Übersetzung von einem hebräischen Wort, dann weiß ich, wenn ich dieses hebräische Wort im Alten Testament nachschlage, habe ich die gleiche Bedeutung wie das griechische Kalamos, weil das hebräische, dieser hebräische alte Abschnitt, der Abschnitt aus dem Alten Testament, ist mit Kalamos übersetzt worden. Da weiß ich dann, dass das hebräische Wort das gleiche ist. Und wenn man das nachschlagt, dann ist es das hebräische Wort Kane. Jetzt, warum sage ich euch das? Wenn man das weiter studiert, kommt man auf interessante Dinge, sehr interessante Dinge.

[25:41] Und zwar schlagen wir mit mir auf in 1. Mose 41, dass ihr den Eindruck bekommt, wie dieses Kane verwendet wird. 1. Mose 41. Wir müssen dann nicht die ganzen Verse lesen, aber wisst ihr, was in 1. Mose 41 passiert? Worum geht es in 1. Mose 41? Die Träume des Pharaos. Und wo könnte da wohl dieses Wort Kane, das also das gleiche ist wie das griechische Kalamos, wo könnte das wohl eine Rolle spielen in diesem Traum? Was meint ihr? Welches Element im Traum des Pharaos könnte wohl Kane sein, was das gleiche ist wie Kalamos? Was war Kalamos? Kalamos war das Rohr, aus dem man eine Messrute machen kann oder eine Feder. Gibt es so etwas ähnliches hier auch in 1. Mose 41? Ein Halm, genau. Es geht nämlich da um die Pflanzen in der Nähe vom Nil, nicht wahr? Und da geht es um diesen Halm. Und auch das ist Kane. Und auch aus diesem Halm kann man wieder eine Feder machen, nicht wahr? So haben das die Ägypter gemacht.

[27:16] Schaut euch noch einen anderen Text an, wo dieses Kane vorkommt. Das ist sehr interessant. In 2. Mose 25. 2. Mose 25. Ich sage euch gleich, wo. Ich wollte hier noch schreiben: Messrute kann auch bedeuten Schreibzeug im Allgemeinen. In 2. Mose 25, da gibt es den goldenen Leuchter, nicht wahr? Und der goldene Leuchter hat was? Was hat der goldene Leuchter? Er hat sieben Arme, genau. Und sowohl im Hebräischen als auch im Englischen, da ist der seven branch, also die sieben Zweige. Es sind sieben Zweige, sieben Halme sozusagen. Im Deutschen kommt das nicht so raus, weil Arme, da denken wir an unsere Arme, nicht wahr? Aber diese Idee von Halmen, von Zweigen, die ist da drin, auch beim siebenarmigen Leuchter. Das finde ich ganz interessant, dass dem Johannes das gegeben wird. Aber jetzt passt auf. Und deswegen habe ich die ganze Übung mit euch noch gemacht. Wer denkt, worauf will der Christopher hinaus?

[28:38] Schlagt mal mit mir auf, Jesaja 46 Vers 6. Und das lohnt sich jetzt wirklich, dass wir uns diese kleine griechische hebräische Übung gemacht haben. In Jesaja 46 Vers 6 wird dieses gleiche Wort Kane, das übersetzt wird dann mit Kalamos und das dann dem Johannes gegeben wird, verwendet. Und das wird euch interessieren im Zusammenhang mit 1844 und dem himmlischen Heiligtum. Jesaja 46 und dort Vers 6. Und dort heißt es: „Da schütteln sie Gold aus dem Beutel und wiegen Silber mit der Kanee ab.“ Was steht bei euch in eurer deutschen Übersetzung? Mit der Waage. „Sie bezahlen einen Goldschmied, damit er ihnen daraus ein Gold macht und vor dem sie niederfallen, ja den sie anbeten.“ Ich kann euch nicht genau erklären, warum die Hebräer das machen, aber dasselbe Wort, das für Messrute verwendet wird oder für Schilfrohr sozusagen, wird auch verwendet im Hebräischen für eine Waage. Jetzt, warum ist das wohl interessant für unser Verständnis von Offenbarung 11 Vers 1? Warum ist es wohl interessant, dass diese Messrute, die dem Johannes gegeben wird, auch bedeuten kann ein Schreibzeug und eine Waage?

[30:01] Genau, es heißt ja, dass die Anbeter gemessen werden, nicht wahr? Mit dem Zollstock, mit dem symbolischen Zollstock, mit der symbolischen Messrute. Aber es kann auch bedeuten, dass sie auf eine Waage gelegt werden und es hat etwas zu tun mit Schreiben, dass Dinge aufgeschrieben werden. Okay, wahrscheinlich arbeitet es in eurem Kopf schon. Wir werden das gleich noch ein bisschen vertiefen, aber halten wir fest, diese Messrute, die dem Johannes gegeben wird, die jetzt Teil der Botschaft sein soll, hat damit zu tun, dass die Menschen gewogen werden, dass sie gemessen werden und das hat damit zu tun, dass Dinge aufgeschrieben werden. Okay, gehen wir ein bisschen weiter und schauen wir uns jetzt den Text an, den du erwähnt hattest in Hesekiel 40.

[30:59] Genau, das ist eigentlich eine der deutlichsten Parallelstellen zu dieser Messrute oder Messschnur, wie sie auch genannt wird. In Hesekiel 40, übrigens Hesekiel ist ein wunderbares Buch, nicht ganz leicht zu verstehen, sehr eng mit der Offenbarung verwandt, was auch die Struktur angeht. Hesekiel 40, ich frage euch nicht, wer Hesekiel geschrieben hat, denn ihr wisst, Hesekiel wurde von Hesekiel geschrieben, aber könnt ihr mir sagen, wann Hesekiel geschrieben wurde? Wer weiß, wann Hesekiel geschrieben wurde? Zu welcher Zeit? Weiß das jemand? Hesekiel wurde zur gleichen Zeit geschrieben wie das Buch Daniel. Hesekiel und Daniel waren Zeitgenossen im Exil in Babylon. Das heißt, Daniel ist bei der ersten Wegführung nach Babylon verschleppt worden und Hesekiel bei der zweiten. Es gab ja dann auch eine dritte. Sie waren beide in Babylon gelebt und es gibt auch eine Stelle im Buch Hesekiel, wo Hesekiel von seinem Zeitgenossen Daniel spricht. Und die kannten sich vermutlich und die sprechen beide von der Zeit, wo das Volk Israel in Babylon gefangen gewesen ist. Aber das ist jetzt nicht so entscheidend. Wir wollen Hesekiel 40 lesen und Hesekiel ist ein tolles Buch, sehr strukturiert aufgebaut. Wisst ihr, was das genaue Zentrum von Hesekiel ist? Nur Nebeninformationen, völlig unwichtig. Aber wisst ihr, was genau im Zentrum von Hesekiel ist, wenn ihr alles so aufeinander zusammenrechnet? Was genau im Zentrum von Hesekiel ist? Ein ganz berühmtes Kapitel. Was war das berühmteste Kapitel aus Hesekiel? Das berühmteste Kapitel aus Hesekiel, das solltet ihr kennen. Es ist Hesekiel, ganz berühmtes Kapitel. Das habt ihr alle schon tausendmal gelesen. Auch wenn ihr sonst Hesekiel nie gelesen habt, aber das habt ihr schon tausendmal gelesen. Genau, mit dem Satan. Und welches ist das? Hesekiel 28. Könnt ihr ganz leicht merken. Es gibt Jesaja 14 und Hesekiel 28. Ich muss einfach nur mal zwei rechnen. Jesaja 14 und Hesekiel 28. Das sind die beiden Kapitel, die vom Fall von Luzifer sprechen. Und genau in der Mitte, als Klimax, sozusagen als Höhepunkt des ganzen Buches, ist der Fall von Luzifer beschrieben. Das ist genau so eine Offenbarung, wo auch in Offenbarung 12, genau in der Mitte, der Fall von Luzifer beschrieben wird. Der große Kampf, um den sich alles dreht. All die ganzen Kapitel in Offenbarung, all die Kapitel in Hesekiel drehen sich um das Buch, um den Fall Luzifers. Und wenn ihr durch das Buch Hesekiel geht, stellt ihr fest, es ist ganz viele Parallelen zur Offenbarung. Es beginnt mit dem Thron Gottes und den vier lebendigen Wesen. Und dann hat es die Versiegelung. Und dann hat es später Gog und Magog. Und dann hat es viele andere Dinge. Und ganz am Ende von Hesekiel gibt es von Kapitel 40 bis 48 die Beschreibung des neuen Tempels. Und woran ändert euch das, wenn ihr an die Offenbarung denkt? Das neue Jerusalem.

[34:00] Genau. Denn wenn ihr, geht mal ganz kurz zu Hesekiel 48. Wir machen ein bisschen Bibelkunde nebenbei, wenn das in Ordnung ist. Hesekiel 48, der letzte Vers von Hesekiel 48, Vers 35 lautet, letzter Vers des Buches Hesekiels. Hesekiel 48, Vers 35: „Der ganze Umfang beträgt 18.000 Routen.“ Da habt ihr auch also nochmal die Routen, die mit denen gemessen wird. Und der Name der Stadt soll künftig lauten: „Der Herr ist hier.“ Und was sagt Offenbarung 21? Dass wenn das neue Jerusalem hinabkommt, dann sagt Gott: „Ich will ihr Volk sein. Ich will bei ihnen wohnen. Ich war die Hütte Gottes bei den Menschen.“ Und das ist bei dem Hesekiel-Tempel. Der Tempel in Hesekiel ist übrigens nie gebaut worden. Hesekiel sieht in einer Vision einen gigantischen Tempel. Man hat ihn in Modellen nachgezeichnet. Und in manchen Bibelübersetzungen könnt ihr ihn auch finden. Das Modell des Hesekiel-Tempels ist wirklich gigantisch, wirklich grandios gemacht. Aber es ist nie gebaut worden. Und ein Teilgrund dafür ist, es gibt bestimmte Dinge, die kann man nicht bauen. Nämlich zum Beispiel in Hesekiel 47, da kommt der Wasserstrom aus dem Tempel hervor, wenn ihr das nachlest. Das lesen wir kurz, das liebe ich so. Hat gar nichts mit dem Thema zu tun, okay? Eine halbe Minute außerhalb des Themas.

[35:22] Hesekiel 47, Vers 1: „Und er führte mich zum Eingang des Hauses zurück. Und siehe, da floss unter der Schwelle des Hauses Wasser raus. Wasser heraus nach Osten hin, denn die Vorderseite des Hauses lag gegen Osten. Und das Wasser floss hinab unterhalb der südlichen Seite des Altars, des Hauses südlich vom Altar. Und er führte mich durch das nördliche Tor hinaus und brachte mich auf dem Weg außen herum zum äußeren Tor, das nach Osten gerichtet ist. Und siehe, da floss von der rechten Seite des Tores das Wasser heraus.“ Vers 3: „Während nun der Mann mit einer Messschnur in seiner Hand nach Osten hinausging, maß er 1000 Ellen.“ Weiß jemand, wie viele Meter das sind? 500 Meter. „Und führte mich durch das Wasser. Und das Wasser ging mir bis an die Knöchel. Und er maß noch 500 Meter, 1000 Ellen, und führte mich durch das Wasser. Da ging mir das Wasser bis an die Knie. Und er maß noch 500 Meter, 1000 Ellen, und führte mich hinüber. Da ging mir das Wasser bis an die Lenden. Als es aber noch 1000 Ellen maß, weitere, also nach zwei Kilometern, da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte, denn das Wasser war so tief, dass man daran schwimmen musste. Ein Strom, der nicht zu durchschreiten war.“ Das Bild ist vom Strom des Lebens. Bibel spricht in Offenbarung 22 vom Wasserstrom des Lebens aus dem Tempel davor. Ein kleines Rinnsal am Anfang, aber je weiter er fließt, desto tiefer und tiefer wird er. Und das ist das, was wir auch erleben. Wenn wir zu Jesus kommen, zum Wasser des Lebens, das er uns anbietet, am Anfang ist das alles ganz überschaubar. Wir kennen fünf Verse, eine Geschichte, haben drei Bibelstunden gehabt, können das alles gut überschauen. Aber je mehr wir ihm folgen, desto tiefer und tiefer wird es. Irgendwann haben wir das Gefühl, jetzt kennen wir die 28 Glaubenspunkte. Irgendwann kennen wir die gesamte Adventbotschaft. Irgendwann merken wir, man kennt gar nichts. Es ist so tief, es wird immer tiefer. Und das ist die Verheißung. Aber jetzt gehen wir zurück, Klammer zu, zu Hesekiel 40, da wollten wir nämlich ursprünglich hin.

[37:43] Hesekiel 40 und dort Vers 3 und 4. Da beginnt jetzt nämlich diese Vision, die geht bis Hesekiel 48. Das sind eine ganze Reihe von Kapiteln, nur über den Tempel. Diesen Tempel, der nie gebaut worden ist und der ein Stück weit auch den himmlischen Tempel abbilden soll. Hesekiel 40, Vers 3 und 4: „Er brachte mich dorthin und siehe, da war ein Mann, der sah aus, als wäre er aus Bronze oder aus Erz und er hatte eine Schnur aus Leinen in der Hand und eine Messrute.“ Da habt ihr sie wieder. „Und er stand im Tor und der Mann sprach zu mir: Menschensohn, schaue mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren und achte aufmerksam auf alles. Wörtlich steht hier: Richte dein Herz auf alles, was ich dir zeigen werde, denn du bist hierher gebracht worden, damit ich dir dies gezeigt werde. Alles, was du sehen wirst, sollst du dem Haus Israel verkünden.“ Nun, die Bibel sagt uns, dass wir eigentlich diese Kapitel ausführlich studieren sollten. Wer von euch hat jemals überhaupt die letzten Hesekiel Kapitel studiert oder gelesen? Also wenn man das erst liest, denkt man, naja und dann 500 Meter nach rechts und dann 500 Meter nach links und dann kommt das Tor da und der Altar ist so groß und das ist so groß, denkt man sich, naja, was soll das? Aber die Bibel sagt an dieser Stelle, höre mit deinen Ohren, schau mit deinen Augen, richte dein Herz, deine Gedanken darauf. Und ich glaube, wir tun gut daran, uns auch mit diesen Details des Heiligtums zu beschäftigen. Das können wir jetzt heute nicht ausführlich machen, aber nur mal so als Anregung.

[39:17] Und ihr werdet jetzt feststellen, in Kapitel 40, 41 und 42 findet ihr immer den, wie jetzt mit der Messrute gemessen wird. Ich gebe euch nur ein paar Beispiele, okay? Schaut mal zum Beispiel in Vers 5, da heißt es: „Und siehe, es war eine Mauer außen um das Haus, des Tempels herum, und die Messrute, die der Mann in der Hand hatte, war wie lang?“ Jetzt kriegen wir die Frage beantwortet. Wie lang war die Messrute? Sechs Ellen. Sechs Ellen sind wie viel? Drei Meter. Große Messrute. Drei Meter. Also haben wir auch die Frage beantwortet. „Und jeder von ihnen maß eine Ellen und eine Handbreite. Damit maß er die Breite des Mauerbaus eine Rute und die Höhe auch eine Rute.“ Und Vers 6: „Und er ging zu dem nach Osten gerichteten Tor und stieg dessen Stufen hinauf und er maß die Schwelle des Tores, die eine Rute tiefer, und zwar die erste Schwelle eine Rute tiefer.“ Und dann geht das so weiter und so weiter. Ihr könnt das noch ganz oft finden. Das heißt, offensichtlich hat dieses Messen des Tempels durchaus eine tiefere Bedeutung. Es ist nicht einfach nur zufällig da. Wenn in Hesekiel ganze Kapitel am Ende dazu verwendet werden, einen Tempel zu messen, den es gar nicht gibt und der auch nie gebaut wurde, dann wird uns deutlich, dass es hier auch um etwas Symbolisches geht. Das ist nicht einfach nur eine Bauanleitung. Und wie wir gesehen haben, haben wir schon Hinweise darauf, dass die Messrute eben mehr ist als nur ein Zollstock, sondern dass sie auch zu tun hat mit Schreibzeug und mit Waage.

[40:44] Jetzt wollen wir mal einen prophetischen Text uns anschauen, wo es auch um das Messen geht und wo uns noch etwas mehr deutlicher wird, wie dieses Messen jetzt in Offenbarung 11 verstanden werden kann. Und zwar in Sacharja. All diese wunderbaren Bücher, die man ständig nur liest. Es könnte auch sein, dass wir deswegen die Offenbarung so wenig verstehen, weil wir diese Bücher so wenig kennen. Weil die Offenbarung ständig aus diesen Büchern zitiert und sich die Bilder klaut. Wenn man immer nur Matthäus liest oder immer nur 1. Mose, dann kommen wir in der Offenbarung halt nicht ganz so weit. Man versteht trotzdem noch genügend, um Jesus kennenzulernen. Aber wenn man tiefer hineinkommen will, wenn man die Symbole besser verstehen will, dann muss man auch mal sich nach Sacharja wagen, nach Obadja, nach Jeremia, Haggai, Habakuk und wie all diese wunderbaren Bücher heißen.

[41:31] Sacharja 2 und dort ab Vers 5. Sacharja ist ein wunderbares Buch, aber wir haben auch nicht die Zeit, jetzt mehr darüber zu sprechen. Sacharja 2 ab Vers 5. Und dort heißt es: „Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da war ein Mann und der hatte eine Messschnur in der Hand. Den fragte ich: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir: Jerusalem zu messen und zu sehen, welches seine Breite und welche seine Länge ist.“ Also Sacharja hat eine Vision, er sieht einen Mann und hat eine Messschnur in der Hand und er hat die Aufgabe, Jerusalem zu messen. Und das kommt uns bekannt vor. Woher kommt uns das bekannt vor, dass Jerusalem gemessen werden soll? Aus der Offenbarung. Und da haben wir auch gesehen, dass es auch mit einer Messrute geschieht. Also es ist das Gleiche, Messschnur, Messrute, das sind unterschiedliche Symbole für das Gleiche. In diesem Gesicht geht es also um das Messen der Stadt Jerusalem.

[42:41] Und jetzt schaut mal, wie es weitergeht und das hilft uns, das zu verstehen. Siehe, der Engel, der mit mir redete, ging hinaus und ein anderer Engel ging ihm entgegen. Und er sprach zu ihm: „Laufe und sage jenem jungen Mann und sprich: Als offene Stadt soll Jerusalem bewohnt werden, wegen der großen Menge von Menschen und Vieh in seiner Mitte. Und ich selbst, spricht der Herr, will eine feurige Mauer um es her sein und Herrlichkeit in seiner Mitte. Auf, auf, flieht aus dem Land des Nordens, spricht der Herr, denn nach allen vier Himmelsrichtungen habe ich euch zerstreut, spricht der Herr. Aufzieh und entfliehe, die du bei der Tochter Babels wohnst.“ Bei wem von euch macht es schon ein Klick? Im Kopf? Noch nicht ganz? Woran erinnern euch die letzten beiden Verse, die wir gerade gelesen haben? Mache dich auf, flieh aus Babylon. Eine Engelsbotschaft. Jetzt, wir haben einen Engel, der soll eine Stadt messen, Jerusalem, wo der Tempel ist. Und nachdem er die Stadt misst, kommt der Befehl: Raus aus Babylon, kommt nach Babylon, nach Jerusalem. Hier in Offenbarung 10 haben wir einen Johannes, der predigen soll: Raus aus Babylon. Als nächster Schritt bekommt er eine Messschnur, um zu messen. Wird in Zusammenhang? Ganz deutlich Zusammenhang zwischen dem Messen und dem Raus aus Babylon. Dreifache Engelsbotschaft, die Messroute.

[44:16] Jetzt, warum soll die Stadt Jerusalem gemessen werden? Hat es jemand, hat es jemand gesehen im Text? Was ist der Grund, warum man Jerusalem messen soll? Dazu stelle ich euch eine biblikundliche Frage nochmal. Ich stelle euch nicht die Frage, wer hat Sacharja geschrieben, das wisst ihr, oder? Ich stelle euch die Frage, wann wurde Sacharja geschrieben? Das hilft uns jetzt, die Anzufrage zu beantworten. Wann wurde Sacharja geschrieben? Das ist sehr gut abgelesen. 358 vor Christus. Die Frage ist nur, in welchem Abschnitt des Volkes Israel. Also wahrscheinlich, wenn ich euch sage, 358 vor Christus, dann sagt ihr, ja genau, das sagt man jetzt auch nicht so viel, aber danke für die aktuelle Information. Zu welchem Abschnitt, in welcher Phase der Geschichte Israels oder Judas ist Sacharja geschrieben? Ist das eher ein früher Prophet oder ein später Prophet? Eher ein früher oder ein später Prophet. Wer ist der frühe Prophet? Und wer ist der später Prophet? Ein paar sind später, die meisten sind völlig unsicher. Sacharja gehört zu den drei letzten Büchern der Bibel, chronologisch gesehen. Es ist ein Testament, offensichtlich, ja. Von den Propheten. Er ist zeitgleich mit Haggai und nach ihm kommt nur noch Maleachi. Alle anderen Propheten sind vor ihm. Das heißt, wenn ihr die Geschichte Israels denkt, mal ganz grob, weiß nicht, ob ich im Kamerabild bin, ist egal. Ausflug aus Ägypten, dann Einmarsch nach Kanaan, richtig? Dann einige hundert Jahre Richterzeit, dann Saul, David, Salomo, dann Teilung des Reiches, Nord und Süd, dann noch ein paar hundert Jahre und dann kam das babylonische Exil. Und in dieser Zeit der Könige und das babylonische Exil sind die meisten Propheten. Was ist dann mit Jerusalem passiert? Dem Erdboden gleichgemacht und direkt nach der Beendigung des Exils kommen Sacharja und Haggai.

[46:32] Was sagt euch das über Jerusalem, wenn sie nach dem Exil geschrieben haben? Die Stadt Jerusalem, von der sie hier sprechen, die existiert so noch gar nicht, weil sie zerstört ist. Deswegen sagt Gott: „Auch ich will eine feurige Mauer sein.“ Warum sollte er sagen, ich will eine feurige Mauer sein, wenn die Stadt Jerusalem dicke Mauern hat? In welchem Buch wird davon berichtet, dass die Mauer wieder aufgebaut wird, wisst ihr das? Welchem Bibelbuch? Im Buch Nehemia geht es darum, wie die Mauer wieder aufgebaut wird, nicht wahr? Und Sacharja ist aus der Zeit von Nehemia, quasi am Ende der alt-testamentlichen Geschichte. Das heißt, es geht in einer Zeit, als die Stadt Jerusalem eingerissen ist, vernichtet ist, verbrannt ist, als Ruinen daliegt und das Volk Israel, wo sich befunden hat, in Babylon im Exil. Und jetzt ist das Exil zu Ende und jetzt kommen die Israeliten Stück für Stück raus aus Babylon und sollen etwas aufbauen. Und das wird dargestellt durch das Messen, weil wenn ich etwas aufbaue, wenn ich eine Stadt aufbaue, dann muss ich messen, nicht wahr? Wenn ich da keinen Zollstock habe und ich fange auch ein Haus zu bauen oder gescheiter eine Stadt, dann geht es krumm und schief. Das heißt, ich brauche ein Messgerät, um eine Stadt zu bauen. Das Messen bedeutet also, dass etwas aufgebaut werden soll. Es soll geistig auch etwas gewogen werden, richtig? Aber primär soll etwas aufgebaut werden. Sollte hier ab 1844 auch etwas aufgebaut werden?

[48:09] Also hier ist Jerusalem. Irgendwo hier ist Babylon. Wo war die überwiegende Mehrzahl des Volkes Gottes? Sie waren dort. Jerusalem war zerstört. Was jetzt passiert ist, in den nächsten Jahrzehnten ist, einige von euch wissen das, als der Befehl erging, das Volk Israel kann hinausgehen, raus aus Babylon. Was haben die meisten Israeliten gemacht? Auf einmal raus aus Babylon, das ist doch so schön hier, nicht wahr? Wir haben uns gerade ein Haus gekauft, haben hier unseren Acker, unseren Weingarten, Weinberg und so Datteln, nicht wahr? Und jetzt die lange Reise durch die Wüste. Lass uns doch hier in Babylon bleiben, das ist doch schön. Nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Israeliten ist wirklich nach Israel gegangen. Eine ganz kleine Menge, ganz wenige. Und die haben angefangen aufzubauen. Und dann irgendwann kamen die Nächsten und die Nächsten. Und hat das die umliegenden Völker hier, haben die das gut gefunden? Die haben das versucht zu verhindern. Das ganze Buch Nehemia ist voll davon. Offene Attacke, geheime Intrige von innen, von außen, von oben, von unten haben sie versucht zu verhindern. Und jetzt ist hier eine sehr simple, aber sehr fundamentale Idee. Am Beginn dieses Prozesses ist die Mehrheit, die überwältigende Mehrheit in Babylon, die überwältigende Mehrheit des Volkes Gottes in Babylon. Und nur ein ganz kleiner Teil tatsächlich dort, wo sie eigentlich sein sollten. Aber Gott liebt sein Volk in Babylon und deswegen gibt er ihnen Zeit und Botschaft, dass während hier die Mauer aufgebaut wird, Stück für Stück immer mehr aus dem Volk nach Jerusalem kommen, sodass nachdem der Prozess zu Ende ist, das gesamte Volk Gottes jetzt hier ist. Und alle, die endgültig in Babylon bleiben wollen, nicht mehr zum Volk Gottes gehören. Könnt ihr den Prozess verstehen? Am Anfang ist nur eine ganz kleine Überrest, eine ganz kleine Menge dort, wo sie eigentlich sein sollten. Die überwiegende Mehrheit des Volkes Gottes ist in Babylon. Aber Gott möchte nicht, dass sein Volk in Babylon bleibt. Er möchte es herausrufen. Aber damit er es herausrufen kann, muss es einen Ort geben, wo sie hin können. Es macht keinen Sinn, Millionen von Israeliten aus Babylon herauszurufen, wenn da nur Wüste ist. Also muss eine Stadt gebaut werden. Und zum Bauen der Stadt brauche ich eine Messroute. Das heißt, das Messen dient dazu, dass etwas wieder aufgebaut wird, wohin dann das Volk Gottes, das aus Babylon herauskommt, hingehen kann, um dort wahrhaftig anzubeten.

[51:32] Gibt es in der Endzeit ein geistliches Babylon? Definitiv. Ist die Mehrzahl des Volkes Gottes im geistlichen Babylon? Ohne jede Frage. Denn Gott sagt: „Geht aus ihr heraus, mein Volk.“ Aber wenn er sie herausruft, braucht Gott auch einen kleinen Ort, der noch aufgebaut werden musste, wo sie hingehen können. Die Endzeitgemeinde. Die Endzeitgemeinde muss aufgebaut werden.

[52:14] Und nebenbei. Das Entscheidende, damit man sicher in der Stadt ist. Was ist das Entscheidende an einer Stadt, damit es eine Stadt ist? In der damaligen Zeit, damit es eine sichere Stadt ist? Eine Mauer. Man braucht eine Mauer. Ratet mal, wofür die Mauer steht.

[52:29] Schlagt mal mit mir auf. Jesaja 58. Jesaja 58 und dort heißt es: „Und die aus dir hervorgehen, werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen. Du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten und man wird dich nennen: der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man dort wohnen kann.“ Könnt ihr sehen, das ist das gleiche Bild. Aufbau der Mauer, Aufbau der Stadt, damit man wieder wohnen kann, damit man dort wieder hingehen kann. Und was ist die Bedeutung davon? Vers 13. „Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn ehrenwert, wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest.“ Nach dieser Symbolik hier in Jesaja, wofür steht die Mauer? Die niedergerissen wurde und die wieder aufgebaut werden muss. Um das Gesetz. Denn was war mit Jerusalem passiert? Jerusalem war eine Stadt, die mal eine Mauer hatte und innerhalb dieser Stadt wurde Götzendienst betrieben. Deswegen hat Gott die Babylonier geschickt. Die Stadt wurde eingerissen und als Folge dessen, dass die Stadt eingerissen war, war das Volk in Babylon. Die Mauer war zerstört und dann brauchte es einige, die als erstes aus Babylon hinausgehen, als Pioniere sozusagen, als Pioniere, um eine Mauer wieder aufzubauen, dass man dort wohnen kann. Und in der gleichen Art und Weise hat es am Anfang in der Urchristenheit den Sabbat gegeben, das Gesetz, das volle Gesetz. Ist dann in der Gemeinde, hat sich dort Götzendienst eingenistet, der dazu geführt hat, dass die Mauer gefallen ist. Ja oder nein? Als Folge dessen, dass Volk Gottes jetzt in Babylon ist. Ja oder nein? Also brauchte Gott ein paar Pioniere, die aus Babylon herauskommen, um anfangen eine Mauer wieder zu bauen. Eine sichere Mauer. Ein Ort, wo man sicher ist, wo das Gesetz Gottes noch hochgehalten wird. So, dass alle Menschen, die aus Babylon herauskommen, wissen, wo sie hin müssen. Eine Messschnur.

[55:31] Jetzt gehen wir mal zurück zu, jetzt seht ihr wahrscheinlich, hoffentlich auch die Logik, warum man Offenbarung 10 Vers 11 und Offenbarung 11 Vers 1 niemals hätte durch eine Kapiteleinteilung teilen können. Denn Johannes bekommt ja diese Aufgabe, ab 1844 predige das Evangelium. Wir haben gesehen, das Evangelium bedeutet: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet denen, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Und Babylon ist gefallen, kommt aus Babylon heraus.“ Und im nächsten Schritt, sagt Gott ihm: „Nimm eine Messrute.“ Das heißt, fang an zu bauen und miss, damit die, die die Botschaft hören, auch einen Ort haben, wo sie hingehen können.

[56:14] Jetzt schaut noch mal mit mir in Sacharja zurück. Sacharja 2 und dort haben wir gesehen, wer ist die Mauer in Sacharja 2 Vers 9? Wer ist die Mauer? Gott selbst. Und warum ist das das Gleiche? Warum können wir sagen, die Mauer steht für das Gesetz Gottes und wir können sagen, wie es die Bibel sagt, dass die Mauer für Gott selbst steht, dass Gott selbst die Mauer ist. Warum ist es das Gleiche? Warum können wir sagen, die Mauer ist das Gesetz und können trotzdem hier sagen, Gott ist selbst die Mauer. Nicht nur, dass er aufpasst, sondern Gottes Charakter und sein Wesen ist im Gesetz beschrieben. Wenn du das Gesetz hast als Mauer, hast du ihn als Mauer. Er ist eine Mauer. Warum ist es eine feurige Mauer? Ja, denn die Liebe, das Feuer steht für die Liebe. Stell dir mal dieses Bild vor, eine feurige Mauer. Die Mauer steht für das Gesetz, für Gott selbst und das Feuer steht für die Liebe, die das ganze Gesetz durchdringt. Denn Jesus sagt, das Gesetz ist zusammengefasst als, wie kann man das Gesetz zusammenfassen, die zehn Gebote? Die Fünf des Gesetzes: Liebe Gott von deinem ganzen Herzen und deinem ganzen Seele, von deinem ganzen Gemüt, von deiner ganzen Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst. Die feurige Mauer, die es, die unser Leben sicher macht, wenn wir uns daran halten und Schutz gibt. Genau.

[58:07] Und jetzt geht es mal weiter. Wir haben gesehen, Sacharja sieht diesen Aufbau der Stadt Jerusalem als ein Symbol dafür, für die Endzeit, wo auch eine Stadt sozusagen aufgebaut werden soll. Eine Gemeinde, wo Menschen, die aus Babylon fliehen, hinkommen können. Und er sagt in Vers 13, in Vers 12 dann: „Denn so spricht der Herr der Heerscharen. Nachdem die Herrlichkeit erschienen ist, hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben. Denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ Das ist ein bekannter Vers, oder? Jetzt stelle ich das mal vor. Wer von euch würde es zulassen, dass jemand mit seinem Finger in sein Auge fasst? Würdest du zulassen? Gott sagt, wenn jemand dich antastet, wenn jemand dir zu nahe tut, dann ist es genauso, als wenn mir Gott selbst jemand ins Auge fasst. Ich mag das auch nicht. Gott mag nicht, dass man ihm ins Auge fasst, ja? Und genauso wenig wie wir mögen, dass man uns ins Auge fasst, so seltsam uns das vorkommt und so sehr wir das abwehren, genauso möchte Gott, dass wir nicht angetastet werden, dass wir angegriffen werden. Und er behütet uns wie seinen Augapfel.

[59:25] Schauen wir weiter. Vers 13: „Denn siehe, ich schwinge meine Hand gegen sie, dass sie denen zur Beute werden sollen, die ihn gedient haben. So werdet ihr erfahren, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat. Jubel und freue dich, du Tochter Zion, denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen.“ Wovon spricht das jetzt prophetisch, wenn wir das übertragen auf die Endzeit? Er sagt: „Freue dich, die Stadt Jerusalem, die dort wohnen, sollen sich freuen auf den, der kommen wird, auf die Wiederkunft Jesu, nicht wahr? Freue dich. Ich werde bei euch sein.“ Vers 15: „An jenem Tag werden sich viele Heidenvölker dem Herrn anschließen.“ Jetzt sagt mir, woran erinnert euch das? Werden sich an diesem Tag in der Zukunft, in der sich viele Heidenvölker dem Herrn anschließen werden. Der laute Ruf, nicht wahr? Das Evangelium geht an alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen. Jetzt heißt es weiter: „Sie sollen mein Volk sein und ich werde in deiner Wohnung, in deiner Mitte Wohnung machen.“ Das klingt ganz deutlich nach Offenbarung 21, oder? „Sie sollen mein Volk sein, ich will in ihrer Mitte Wohnung machen und du wirst erkennen, dass mich der Herr, der Heerscharen zu dir gesandt hat und der Herr wird Juda als sein Erbteil im Besitz nehmen, im heiligen Land und er wird Jerusalem wieder wählen.“ Alles Fleisch sei still vor dem Herrn, denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung. Heilige Wohnung ist wo? Im Himmel. Das heißt, wir sehen hier, Zacharias sieht eine Messschnur, mit der Messschnur soll er Jerusalem messen, als Symbol dafür, dass eine, dass Jerusalem wieder aufgebaut werden soll, damit es einen Ort gibt, wo die Menschen, die aus Babylon herauskommen, sicher sein können, damit sie vorbereitet werden auf die Wiederkunft. Und ratet mal, worum es in Sacharja 3 geht. Worum geht es in Sacharja 3 direkt im Anschluss? Da geht es um den Hohen Priester Jeschua, der wo steht. Wo steht er? Vor wem steht er? Der Engel des Herrn, Michael ist wer? Er steht vor Jesus und wer steht zu seiner Seite? Satan, um was zu tun? Jetzt, wenn jemand vor Jesus steht und von Satan angeklagt wird, wie könnte man das umschreiben? Das ist das Gericht. Das heißt, direkt auf Sacharja 2, wo es darum geht, dass das Volk aus Babylon herauskommen soll, an diesen einen kleinen Ort, wo die feurige Mauer ist. Die nächste Vision spricht vom Gericht, wo Joshua, als ein Hohepriester, der für das Volk steht, symbolisch für das Volk Gottes, jeder einzeln vor Jesus steht und von Satan angeklagt wird. Und Jesus ist unser Hohepriester, unser Fürsprecher, sagt die Bibel, unser Anwalt. Was ist er noch? Unser Richter, denn er sagt dann in Vers 2: „Der sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, zu Satan. Ja, der Herr schelte dich, er, der Jerusalem gewählt hat. Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?“ Und dann bekommt der Joshua reine Kleider und das ist ein Bild dafür, was im Untersuchungsgericht passiert, wo wir unsere reinen Kleider bekommen. Könnt ihr sehen, dass Sacharja 2 und 3 Endzeitbilder in sich aufnehmen, dass sie uns helfen zu verstehen, was passiert ab 1844? Jesus bereitet sein Volk vor auf die Enttäuschung, nicht wahr? Dann kommt die Enttäuschung, kommt der letzte Auftrag und mit diesem letzten Auftrag, der unter anderem beinhaltet: Holt die mein Volk aus Babylon heraus. Damit geht einher auch der Auftrag: Baue die Stadt mit der Mauer. Heb das Gesetz wieder hervor, dass es eine Gemeinde gibt, wo Menschen, die das Gesetz Gottes halten möchten, auch hingehen können. Und der zweite Aspekt, den wir gesehen haben, ist das Gericht.

[1:03:15] Jetzt schaut mal mit mir in Jesaja 28 Vers 17. Es gibt noch mehr zu entdecken in dieser Angelegenheit. Jesaja 28 Vers 16. Wir könnten stundenlang nur dieses Thema sprechen. Das ist so spannend, wenn wir so ein bisschen weiterkommen. Jesaja 28 Vers 16. Dort heißt es: Jesaja 28 Vers 16: „Darum, so spricht Gott der Herr: Siehe, ich lege in Zion.“ Zion ist ein anderer Name für was? Zion ist ein anderer Name für Jerusalem. „Ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren, was? Eckstein.“ Wozu braucht man Eckstein? Als Fundament, als ein Eckstein, auf dem der restliche Bau drauf gebaut wird. Und dann heißt es weiter: „Der aufs Festeste gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“ Frage: Wer ist wohl dieser Eckstein? Ja, ich spreche das mit lauter Überzeugung. Kann mir jemand irgendeinen Vers sagen, der das bestätigt? Woher wissen wir, dass das Jesus ist? Es steht im Neuen Testament. Können wir es ein bisschen präziser haben? Das ist schon mal gut, aber das Neue Testament enthält ja doch einige Bücher. Genau.

[1:04:44] Schaut mit mir in 1. Petrus 2, Vers 1 bis 6. 1. Petrus 2. 1. Petrus 2, ab Vers. Wir lesen ab Vers 4 das Recht aus. Ab Vers 4. 1. Petrus 2, ab Vers 4, da heißt es: „Da ihr zu wem gekommen seid, zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist.“ Ist Jesus von den Menschen verworfen worden? Ist er von Gott auserwählt worden? Ist er kostbar? Ist er ein lebendiger Stein? Schon mal einen lebendigen Stein gesehen? Ein lebendiger Stein. Vers 5: „Genauso wie das lebendige Wasser. Und lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen.“ Also aufbauen heißt, bin ich dann der Eckstein, bin ich das Fundament? Nein, ich bin nur das, was draufgebaut wird. Jesus ist das Fundament, der Eckstein und ich, wir werden draufgebaut. Zu was? „So lasst euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, also ein symbolisches Haus, kein buchstäbliches Haus. Als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“ Darum steht auch in der Schrift: „Siehe, ich lege ins Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein und wer an ihn glaubt, soll nicht zu Schanden werden.“ Vers 7: „Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt der Stein, den die Bauleute verworfen haben.“ Das hast du gemeint. Gerade der ist zum Eckstein geworden. Also Jesus ist der Stein des Anstoßes und der Stein der Eckstein. Für die einen ist er der Stein des Anstoßes, die über ihn stolpern und sagen, wir wollen ihn nicht haben und fallen. Für die anderen ist er der Eckstein, auf den sie aufgebaut werden. Und auf diesem Eckstein wird was gebaut? Was haben wir gerade gelesen? Ein geistliches Haus, in dem Opfer dargebracht werden. Wie nennt man ein Haus, in dem Opfer dargebracht werden? Ein Tempel.

[1:06:52] Jetzt, wenn wir die Steine im Tempel sind, was ist dann der Tempel? Okay, unser Körper. Aber ja, in gewisser Weise sagst du, unser Körper ist auch der Tempel des Heiligen Geistes, das stimmt. Aber wenn ich ein Stein bin, also ich bin so ein Backstein irgendwo in der linken Mauer und du bist ein Backstein irgendwo in der rechten Mauer. Das ist die Gemeinde, nicht wahr? Wir alle sind einzelne Steine gebaut. Es gibt große Steine, kleine Steine, manches auch ein Fenster oder eine Tür. Ich weiß nicht was. Wir alle sind Steine gebaut auf das Fundament Jesu.

[1:07:29] Frage: Wenn ich ein Haus baue, warum misst man am Hausbau? Warum misst man am Hausbau überhaupt? Ob die Steine auch richtig stehen, ob sie in der gleichen Linie sind oder ob sie nicht kreuz und quer stehen. Das heißt, man misst erst einmal, um das Haus überhaupt zu bauen, aber dann misst man auch, ob die Steine auch richtig sind, ob die Mauer lang genug ist, ob sie nicht zu kurz ist oder zu lang. Das heißt, das Messen dient einmal dem Aufbau des Hauses, aber auch der Korrektur, ob die Steine auch so sind, wie sie sein sollten. Und was sagt der Engel dem Johannes in Offenbarung 11 Vers 1? Nimm eine Messrute und miss den Tempel und die darin anbeten. Miss die Gemeinde, denn es müssen zwei Dinge geschehen. Es muss eine Gemeinde aufgebaut werden, quasi aus dem Nichts. Wisst ihr noch, wie viele Gläubige blieben übrig nach 1844? 50. Das sind wirklich nur eine Handvoll Steine hier, nicht wahr? Und sie hatten einen gewaltigen Eckstein, auf den haben sie gebaut.

[1:08:58] Und heute haben wir schon ein paar mehr Steine, nicht wahr? Ein paar Millionen Steine. Aber nicht nur soll es darum gehen, eine Gemeinde einfach aufzubauen, dass so viele Steine wie möglich da sind, sondern die Steine sollen auch geprüft werden, ob sie alle so sind, ob sie passen, nicht wahr? Mit der Messschnur. Übrigens, wisst ihr, wie es beim Tempelbau von Salomo war? Es war alles vorbereitet. Die großen Steine wurden alle vorher schon behauen. Es heißt, dass beim Tempelbau von Salomo kein Hammer mehr gehämmert wurde, nicht wahr? Die wurden alle vorbehauen und haben dann passgenau, könnt ihr euch das vorstellen, einen riesigen Tempel gebaut, ohne Mörtel, ohne irgendwas, einfach nur große Quadersteine, die passgenau aufeinander standen. Massiv. Das ist Gottes Ideal. Wenn wir zu dem Kombi sind, sind wir dann schon fertig poliert? Da muss der Steinschleifer her, nicht wahr? Da muss die Ecke abgerundet werden, nicht wahr? Da gibt es fortspringende Granitsachen, da gibt es Löcher, die geputzt werden müssen, nicht wahr? Alles mögliche. Der Stein muss bearbeitet werden. Und ist das einfach oder ein bisschen anstrengend? Ja, also für den Stein vor allem. Als lebendiger Stein merkt er es vielleicht sogar. Aber das Ziel ist dann, dass alles wunderbar zusammenpasst. Jeder Stein hat seine Aufgabe. Und nicht alle Steine sind gleich groß, manche sind anders, aber jeder Stein hat seine Aufgabe und jeder Stein ist wichtig. Man kann nicht einfach Steine aus der Mauer nehmen, nicht wahr? Auf Dauer ist das nicht gut. Irgendwann stürzt die Mauer ein oder zumindest zieht es hinein. Das Fundament, das Fundament kann man erst recht nicht nehmen. Absolut. Aber ist es nicht interessant, wie dieses Bild vom Bau überhaupt uns zeigt, was Gott in der Endzeit vorhat mit seiner Gemeinde, ein Haus zu bauen, eine Stadt zu bauen sozusagen auf den Eckstein.

[1:11:05] Jetzt gehen wir zurück zu Jesaja. Jesaja, wo waren wir? Jesaja 28, nicht wahr? Genau, Vers 16 hatten wir gelesen. Und dort heißt es, Jesaja 28, Vers 17. Und dort heißt es: „Ich will das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage.“ Braucht man auch eine Waage beim Hausbau? Die Wasserwaage, nicht wahr? Das heißt, woran wird der Bau gemessen? Woran wird er gemessen? Woran werden die Wände, woran werden wir als lebendige Steine in der Mauer gemessen? Woran werden wir gemessen? An der Gerechtigkeit, am Recht, am Gesetz. Was bekommt Johannes in seine Hand? Er bekommt erst das Buch Daniel, Zeitprophezeiung, Begeisterung, Jesus kommt bald wieder, Prophetie. Aber nach der Enttäuschung, wo jetzt eine Gemeinde aufgebaut werden muss, die ein sicherer Hafen ist für alle, die aus Babylon herauskommen wollen, bekommt er noch etwas anderes in die Hand, und das ist die Messrute, mit der gemessen wird. Und das ist dann nach diesem Text was? Das Gesetz, die Waage, nicht wahr? Und das hat zu tun mit dem Aufschreiben, nicht wahr? Ihr habt alles schon von den Büchern gehört, nicht wahr? Okay, wer von euch kann sich noch erinnern an unsere Serie, „Wenn Gott zweimal ruft“? Könnt ihr euch erinnern, dass wir über diesen Text gesprochen haben? Oh, wenn sich wenigstens einer erinnern kann, dann würde ich in die Luft gehen vor Freude. Ansonsten müsst ihr das alle nochmal anschauen, demnächst alles auf Joelmedia zu sehen. Und wisst ihr, welches Wort hier Zaff ist? Die Richtschnur. Könnt ihr euch erinnern? Linie auf Linie, Satzung auf Satzung, Richtschnur auf Richtschnur, das Zaff. Das Wort Gottes wird zum Recht. Wir verzichten das jetzt mit dem Zaffer, Zaffer nicht mehr, könnt ihr euch das nochmal anschauen. Aber hier ist der Gedanke: Es ist das Gesetz Gottes, was dem Johannes jetzt nach 1844 gegeben wird, übrigens nicht vor der Enttäuschung, nach der Enttäuschung. Das beweist auch, dass es Gottes Plan schon durchaus gewesen ist oder dass Gott es vorhergesehen hat, dass die Milleriten vor 1844 die Bedeutung des Gesetzes und des Zaffers nicht erkennen würden, denn in der Prophetie bekommen sie den Stab erst nach der Enttäuschung. Könnt ihr das sehen? Erst ist die Prophetie, das Interesse am Buch Daniel, dann kommt die Enttäuschung, dann kommt der Auftrag und dann kommt die Messschnur. Und mit dem Auftrag: Miss den Tempel. Und ihr habt richtig gesagt, was für ein Tempel? Den himmlischen Tempel.

[1:14:17] Jetzt wird es im himmlischen Tempel ab 1844 ein Gericht geben. Könnt ihr sehen, dass die Lehre vom Untersuchungsgericht direkt in Offenbarung 11, Vers 1, direkt dort steht? Die ist direkt dort. Wir brauchen gar nicht zu Daniel 8, Vers 14 gehen. Man muss einfach nur der Adventgeschichte durch Offenbarung 10 folgen. Man sieht die Adventgeschichte, Punkte, Punkte, man kann es genau erkennen und dann geht man einfach nur einen Vers weiter, weil die meisten, die Offenbarung 10 studieren, hören wir Offenbarung 10 auf. Und dann sagt man: Ja, Auftrag an alle Welten zu gehen, drei Engel, wunderbar. Aber wenn wir nur einen Vers weitergehen, sehen wir, dass der Gedanke weitergeht und dass hier direkt steht, dass es ein Gericht geben wird, dass eine Gemeinde aufgebaut werden muss, wo die Menschen vorbereitet, dass im himmlischen Gericht ein Gericht stattfindet, wo gemessen wird. Und jetzt achtet auf Folgendes. Auch Jesus hat das gesagt. Schaut mal mit mir in Matthäus 7, Vers 2. Matthäus 7, Vers 2. Matthäus 7 gehört zu welcher großen Predigt? Bergpredigt, ganz genau. Und da gibt es einen Satz, den ihr wahrscheinlich schon tausendmal gelesen habt, vielleicht sogar auswendig könnt, aber noch niemals vielleicht in diesem Licht gesehen habt. Denn in Matthäus 7, Vers 2 steht Folgendes: „Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr gerichtet werdet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.“ Könnt ihr sehen, dass Jesus hier das Messen mit einem Maß gleichsetzt mit dem Richten? Könnt ihr das sehen? Messen mit dem Maß. Im Evangelium ist das gleiche wie Gericht. Messen. Gott fordert sein Volk auf: Ihr habt eine Botschaft an die ganze Welt, an alle Nationen, Stämme, Völker und Sprachen. Das ewige Evangelium ruft die Leute raus aus Babylon, aber sagt auf Grundlage des Buches Daniel, auf Grundlage der Prophetie, aber sagt den Leuten auch gleichzeitig, dass es Zeit ist, den Tempel zu bauen und zu messen. Himmels Heiligtum wird gemessen. Es werden Dinge aufgeschrieben und geprüft.

[1:16:26] Und jetzt schaut mal noch in 2. Könige, noch ein Vers, damit ihr wirklich seht, dass wir, was wir hier heute studieren, ist wirklich solideste biblische Botschaft. In 2. Könige 21, Vers 12 und 13. 2. Könige 21, Vers 12 und 13. 2. Könige 21, Vers 12 und 13. „Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil über Jerusalem und über Juda bringen, dass jedem, der es hört, beide Ohren gellen sollen.“ Was will er bringen? Unheil durch ein Gericht, nicht wahr? Also jetzt ein negatives Gericht. „Und ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias ausspannen und das Senkblei, wozu braucht man Senkblei? Häuser bauen, oder? Senkblei. Das Senkblei des Hauses, ja, Ahabs. Und ich will Jerusalem auswischen, wie man eine Schüssel auswischt. Wenn man sie ausgewischt hat, dreht man sie um auf ihre Oberseite.“ Jetzt schaut mal, was das Bild ist in Vers 13. Er sagt: „Ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias ausspannen.“ Ganz kurz, Geografieunterricht. Wo lag Jerusalem und wo lag Samaria? Das ist jetzt in einer anderen Zeit. Okay, das ist jetzt viele hunderte Jahre vor dieser Zeit, aber hier war Jerusalem und wo war Samaria? Im Norden. Das heißt, Jerusalem war die Hauptstadt vom? Südreich, genau. Und Samaria war die Hauptstadt vom? Nordreich. Welches von den beiden Reichen ist zuerst verloren gegangen? Das Nordreich. Was hat Gott gemacht? Gott hat die Messschnur über Samaria ausgespannt. Er hat geprüft, ob sie dem Gesetz folgen. Er hat sie gerichtet. Und was ist dabei rausgekommen? Zu kurz, zu leicht. Übrigens, in welcher Geschichte kennt ihr es noch? „Du bist gewogen und zu leicht.“ Genau, Belsazar. Das ist immer das gleiche Bild. Gott prüft den Menschen und einfach, um zu sehen, ob das, was ihm angeboten worden ist, auch angenommen worden ist. Und Gott hat das Nordreich Samaria gemessen. Und es war zu kurz. Und jetzt sagt er: Wisst ihr was, Südreich, ich werde mit derselben Messschnur auch euch im Südreich messen. Und wisst ihr was, es wird euch auch treffen. Das heißt, Gott ist ein gerechter Gott. Er misst nicht das abgefallene Nordreich mit einer längeren Messschnur als das halbwegs heuchlerisch gläubige Südreich. Gott sagt nicht: Okay, ihr behauptet zumindest, dass ihr gläubig seid, dann werde ich für euch eine andere Messschnur nehmen, ein bisschen kürzer, damit ihr es leichter habt. Er sagt: Ich messe mit allen gleich.

[1:19:33] Schaut mit mir in Prediger 12, Vers 14. Das ist Vers 13 lesen. Prediger 12, Vers 13 und 14. Prediger 12, Vers 13 und 14. „Lasst uns die Summe aller Lehre hören. Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“ Für alle Menschen gleich. Das gleiche Gesetz, der gleiche Maßstab. Und Gott möchte die Menschen warnen und sich vorbereiten, damit sie einpassen in den richtigen geistlichen Tempel, damit sie nach Jerusalem kommen können, zur feurigen Mauer.

[1:20:36] Ein letztes Schmankerl haben wir noch. Gehen wir noch zurück zur Offenbarung 11, Vers 1. Du wolltest was sagen? Ach so, unser Kameramann möchte was sagen, Thomas. Das Interessante ist, was er da drüben schreibt, dass der Name der Erlösung auf den Steinen geschrieben steht. Ja, das steht auch in der Offenbarung mit dem weißen Stein. Ganz genau, danke schön für den Hinweis.

[1:21:26] Lasst uns was anschauen. Offenbarung 11, Vers 1. „Mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab.“ Wir werden nächste Woche noch mehr studieren, was dieser Stab bedeutet. Warum er aussieht wie ein Stab. Wir haben heute schon einiges gesehen über die Messrute. Wir haben gesehen, es dient zum Aufbau der Stadt, zum Aufbau der Gemeinde und es dient zum Messen, zum Richten. Wir werden nächstes Mal noch sehen, warum es wie ein Stab aussieht. Und ihr wisst schon, ihr könnt euch ahnen, der Stab hat eine ganze Reihe von Bedeutungen in der Bibel. Werden wir sehen. Und dann heißt es: „Mache dich auf und miss den Tempel.“ Jetzt, wer von euch hat eine Schlachterbibel? Du hast eine Schlachterbibel, okay. Da habt ihr bei Tempel so ein b stehen, ein kleines b, oder? Kleines b? Stimmt das? Und wenn ihr das nachschaut, was da steht, was könnt ihr da unten in der Anmerkung lesen? Das innere Tempelgebäude. Das innere Tempelgebäude ist welches Abschnitt? Das innere Tempelgebäude. Das Allerheiligste. Passt irgendwie interessanterweise mit der Zeit, nicht wahr? Denn ab welcher Zeit soll das sein? Ab 1844, wo Jesus ins Allerheiligste gegangen ist. Sagt jetzt Gott: Nimm diesen symbolischen Messschnur und miss jetzt auch das Allerheiligste. Vorher hatte keiner Zutritt dazu, aber jetzt kann es gemessen werden. Und ratet mal, schaut mal nur im gleichen Kapitel, Offenbarung 11. Wir springen ein bisschen vor, okay. Nur mal so als Idee. Offenbarung 11, Vers 19. Und da steht das gleiche griechische Wort nach außen. „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet.“ Das heißt, er war vorher zu. Und was wurde gesehen? Die Lade des Bundes. Und was ist eine Lade des Bundes? Die Richtschnur. Die Messschnur. Könnt ihr den Zusammenhang sehen?

[1:23:34] In Offenbarung 11, Vers 1, ist einer der besten Texte und einer der wenigst bekannten Texte zum Untersuchungsgericht. Ihr werdet wahrscheinlich niemals eine Predigt hören über das Untersuchungsgericht, wo jemand überhaupt nur über Offenbarung 11, Vers 1 spricht. Dafür, wenn man es wirklich gründlich studiert, ist es einer der deutlichsten Texte überhaupt, die das beschreiben, was da passiert. Ihr habt das himmlische Heiligtum, ihr habt das Volk selbst, ihr habt die Messschnur, die genau das Gesetz darstellt, das gemessen wird. Und ihr habt sogar noch explizit gesagt, dass die Menschen, die in den Tempel gehen, das heißt, die Anbeter werden gemessen. Das heißt, die Idee, dass Gottes Volk selbst gerichtet wird. Ist alles da. In dem Vers. Und wir haben noch nicht mal alles angeschaut. Den Rest machen wir nächste Woche. Genau. Wir machen den tatsächlich nächste Woche. Denn wir werden heute pünktlich aufhören. Was sagt ihr dazu? Wir haben nicht ganz pünktlich angefangen, wir werden pünktlich aufhören. Dass ihr den Eindruck habt, auch ihr, die ihr live zuschaut, dass wir uns jetzt wieder vorgenommen haben, pünktlich aufzuhören. Und obwohl mir meine Uhr noch zwei Minuten zeigt, werde ich die nicht mal mehr auskosten. Ist nicht spannend, was Offenbarung 11 zu bieten hat? Und ich sage euch, es ist nur der Anfang. Nächste Woche werden wir noch ein bisschen mehr weitermachen an Vers 1. Und vor allem dann auch weitergehen. Wir haben noch den Stab zu klären. Wir haben noch genau zu klären, welcher Altar das ist. Was der Altar noch damit zu tun hat und so weiter.

[1:24:54] Halten wir fest. Die Bibel sagt in der Prophetie eindeutig voraus, dass nach der Enttäuschung von 1844 eine Gemeinde aufgebaut werden sollte. Mit einer Messschnur. Ein Ort, wo die Menschen aus Babylon herausfliegen könnten. Dass sich dadurch auszeichnet dieser Ort, dass dort das Gesetz Gottes gegenwärtig ist. Dass es gepredigt wird, dass es geglaubt wird. Und dass durch dieses Gesetz auch alle Menschen im himmlischen Untersuchungsgericht gemessen werden, wobei Bücher beurteilt werden. Müssen wir Angst haben vor dem himmlischen Untersuchungsgericht? Wir müssen nur vor einer Sache Angst haben: Dass wir Jesus aus den Augen verlieren. Denn wenn mein bester Freund mein Anwalt ist und der Richter, dann gehe ich mit hüpfendem Strunk zum Gerichtssaal. Aber wenn es eben nicht mein bester Freund ist, wenn ich ihn mir zum Feind gemacht habe und ihn nur ärgere, oder er mein Feind ist, dann wird er mir nicht helfen, oder? Ernsthaft. Wir müssen nicht Angst haben vor dem Richter. Wir müssen nicht Angst haben vor dem Fürsprecher. Wir müssen Angst haben nur, dass wir ihn aus den Augen verlieren. Wenn wir bei ihm sind. Deswegen wisst ihr, was der David gebetet hat in seinen Psalmen? „Herr, richte mich.“ Ich sagte, richte mich, weil er Jesus so sehr liebt. Er wusste, das ist das Beste, was mir passieren kann. Wenn wir uns von Jesus entfernen, dann beginnt das Gericht. Was wird mit mir passieren? Ich war Drohbotschaft. Schrecklich. Wenn ich Jesus kenne und Jesus liebe und ihm folge, wenn ich bereit bin, meinen Lebensstein in Harmonie mit seinem Lebensstein zu bauen, wenn ich sage, ich möchte lieber hier so eine Ecke weitergehen, dann wird der Maßstab sagen: Hier ist ein Fehler. Aber wenn ich mich auf ihn baue und mich von ihm verändern lasse, von ihm behauen lasse, dann werde ich passen und dann werde ich Teil dieses geistlichen Tempels sein, dieses großen Tempels. Das möchte ich sein. Und wenn Gott noch ein bisschen was von mir abhauen muss, dann soll er es tun. Wie ist es mit euch? Wollt ihr noch ein bisschen abgeschliffen werden? Dann lade ich euch ein, nächste Woche werden wir weiter studieren.

[1:27:12] Wir werden am Sabbat keine Live-Übertragung von der Predigt haben, da wir alle im Wald sind. Wir haben Gottesdienst im Grün, man nennt es auch Waldgottesdienst. Wir haben uns entschieden, nicht unsere gesamte Technik mit in den Wald zu schleppen. Das wäre dann wirklich übertrieben. Ihr habt die Gelegenheit, entweder etwas anderes zu schauen oder mal wieder in eure Gemeinde zu Hause zu gehen. Wir freuen uns, wenn ihr uns nächste Woche wieder treu seid und einschaltet und wir gemeinsam dann weiter studieren können. Dann haben wir auch das Wochenende drauf schon eine ganz interessante Sache, nämlich ein Gesundheitsseminar mit Esther Bieling vom 17. bis 20. Mai. Donnerstag bis Sonntag inklusive Kochkurs. Alles live und exklusiv auf www.joelmedia.tv.de und könnt ihr alles im Livestream-Programm dann noch anschauen.

[1:28:04] Jetzt möchte ich euch verabschieden, euch einen Segen wünschen, aber vorher wollen wir noch gemeinsam beten. Lade euch ein, mit mir aufzustehen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort, für all das, was wir lernen dürfen, für das Neue und für das Bewährte. Und wir haben heute gesehen, dass es wichtig ist, darüber zu sprechen, was es bedeutet, ein Stein zu sein in deinem Tempel. Jesus, manchmal sind da noch einige Kanten bei uns und das ist kein Problem, solange wir bereit sind, diese Kanten von dir entfernen zu lassen. Aber wir haben auch gesehen, dass es dir so ein Anliegen war, einen Ort zu schaffen, wo Menschen hinkommen können, die raus aus Babylon fliehen wollen, wo eine feurige Mauer, das Gesetz der Liebe, tatsächlich noch sie umschützt. Und wir möchten dieser Ort sein, wir möchten dir glauben, dass du durch die Prophetie vorhergesagt hast, dass diese Gemeinde diese Aufgabe erfüllen soll. Wir wissen, nicht alles ist perfekt, aber wir möchten dich bitten, dass du so eine feurige Mauer um uns herum bist und dass wir diese Verheißung in Anspruch nehmen dürfen, dass wer uns antastet, deinen Augapfel antastet. Und wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dir immer ähnlicher zu werden und dass wir Freude haben dürfen beim Studium und dass wir dich kennen, dafür danken wir dir so sehr für alles, was du für uns getan hast und was du jetzt gerade auch im Untersuchungsgericht für uns tust. Amen.

[1:29:30] Und damit ein herzliches Auf Wiedersehen an alle, die jetzt live zugeschaut haben. Bis zur nächsten Woche. Gottes Segen euch und bis bald.


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