Veröffentlicht am
157 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 3:27-4:21 ein und beleuchtet die Begegnungen Jesu mit Nikodemus und der Samariterin. Er erklärt, wie Jesus durch seine bedingungslose Liebe und sein Verständnis Menschen gewinnt, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status. Die Predigt betont die Bedeutung des Glaubens an Jesus als Quelle des lebendigen Wassers und der Erlösung für alle.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1106. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus uns den Erlösungsplan ganz deutlich und verständlich attraktiv erklärt hat. Danke, dass Jesus damals zu Nikodemus, zu präzise gesagt hat, was geschehen muss, damit wir gerettet werden können. Und wir wünschen uns heute, dass wir von neuem geboren sind. Wir wünschen uns, dass wir entweder diese Erfahrung zum ersten Mal machen oder dass wir in ihr bleiben oder sie erneut machen. Wir wünschen uns, dass wir heute eine frische Offenbarung der Herrlichkeit Jesu sehen und dadurch gerettet und verwandelt werden. Das bitten wir in seinem kostbaren Namen.

[1:39] Wir sind in Johannes Kapitel 3. Jesus beginnt zu wirken in der Gegend des Jordan in Judäa, und auch Johannes wirkt dort. Ja, und hat viele Jünger und eine große Bekanntschaft. Und dessen Jünger, die Jünger als Johannes beschweren sich sozusagen bei Johannes dem Täufer, weil immer mehr Menschen zu Jesus überlaufen und bei ihm Predigten hören.

[2:07] Weiter ab Vers 27. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams aber ist da, steht und ihn hört. Der aber, der darauf hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Freundes. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er sagt mit anderen Worten: Es geht ja gar nicht um mich. Es geht ja nie darum, dass ich bekannt werde, dass ich berühmt werde, dass alle mir folgen. Es geht darum, dass alle Jesus folgen. Und wenn alle Jesus folgen, da bin ich froh. Dein erster Bräutigam, ich bin nur der Freund des Bräutigams. Er muss wachsen, ich muss abnehmen.

[2:51] Ist das unsere Erfahrung in unserem Leben, dass Jesus wächst und wir abnehmen? Dass wir uns darüber freuen, wenn andere Menschen zwar nicht mehr uns folgen, aber Jesus folgen? Wir sollen Menschen niemals abhängig machen von uns, sondern sie dazu bringen, Jesus zu folgen. Denn wenn sie Jesus folgen, wenn jeder Mensch persönlich Jesus folgt, dann kommen wir der Einheit im Glauben viel näher, als wenn alle einem Menschen folgen. Der von oben kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der aus dem Himmel kommt, ist überall.

[3:31] Jesus ist weitaus wichtiger als Johannes der Täufer. Er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer aber sein Zeugnis annimmt, der bestätigt, dass Gott wahrhaftig ist. Hier sehen wir wieder, wie auch am Anfang des Johannesevangeliums, dass die meisten Jesus nicht angenommen haben, sein Zeugnis, seine Worte, seine Predigten nicht verstanden haben. Aber wer sie verstanden hat, wer wie die Jünger Jesu gefolgt ist und sich hat von diesem Ziehen des Levels, geschaut hat, der hat damit bestätigt, dass Gott Recht hat, dass Gott mit allem, was er gesagt hat, mit dem Alten Testament die Wahrheit gesagt hat.

[4:06] Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes. Denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. Jesus war das Wort Gottes und hat Gottes Worte gesprochen. Der Mensch liebt den Vater, der Vater liebt den Sohn und hat alles in seiner Hand gegeben. Sie, interessant in Johannes 3, Vers 16 heißt es, dass Gott die Welt geliebt hat und deswegen seinen Sohn gegeben hat. Und hier steht, dass der Vater den Sohn liebt und alles in seine Hand gegeben hat.

[4:41] Weil Gott die Welt liebt, hat er seinen Sohn für uns gegeben. Aber weil Gott auch seinen Sohn liebt, hat er die ganze Welt dem Sohn gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm gekommen. Nicht als neutrale Person zum Evangelium, sondern solche, die bereits Sünder sind, die eigentlich des Todes würdig sind, auf denen der Zorn Gottes ruht. Und deswegen gehen wir verloren und das Evangelium ablehnen, weil wir bereits schuldig sind. Aber wer so Unglauben, der ewiges Leben und wird nicht verloren gehen, so wie Johannes 3,16 sagt. Lasst uns heute an Jesus glauben und morgen an Jesus glauben und übermorgen an Jesus glauben, jeden einzelnen Tag.

[5:49] Also, der Herr erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes. Obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger. Hier sind wir ganz deutlich, dass also Jesus verantwortlich dafür war, dass die Taufen stattgefunden haben, aber die tatsächliche Handlung des Untertauchens seine Jünger vorgenommen haben. Da verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er wollte dem Konflikt mit den Pharisäern offensichtlich aus dem Weg gehen.

[6:24] Er muss aber durch Samaria reisen. Dass, wenn man sich auf der Karte das anschaut, zwischen Judäa und Galiläa im Norden lag, da kommt in eine Stadt Samarias genannt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber dort Jakobsbrunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzt er sich so an den Brunnen. Es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu trinken. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken.

[6:51] Die Juden und die Samariter hatten nichts miteinander zu tun. Und die Frau hat auch niemals Jesus angesprochen. Dieses wusste, dass er wollte ihr Herz erreichen. Hätte er einfach etwas angeboten, hätte dieses abgelehnt. So hat er ihre Hilfe erbitten, hat sie gefragt, ob sie ihm etwas zu trinken geben würde. Wenn wir uns verletzlich machen, wenn wir den Antrag geben, kann wertschätzen, dann öffnen sich Herzen und öffnen sich Türen, um ein tieferes Gespräch zu führen.

[7:27] Dann seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen und spricht dieser samaritische Frau zu ihm: Wie bittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin? Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern. Dieser Jesus war anders. Kein Jude, sonst hätte sowas gefragt. Wie kann das sein? Willst du bist anders als alle anderen, die ich kennengelernt habe von deinem Volk.

[7:47] Jesus antwortet und spricht zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so würdest du ihn bitten und er gäbe dir lebendiges Wasser. Jesus hat deutlich gemacht, dass für ihn Unterscheidung zwischen Nationalität und Religion und Kastensystem und all sowas völlig unbedeutend ist. Er sieht in jedem Menschen einen Kandidaten für den Himmel. Und er sagt: Wenn du wüsstest, was ich dir geben kann, dann würdest du nicht bitten. Aber du kennst mich halt nicht. Du weißt nicht, vielleicht bist und deswegen bitte ich dich, aber eigentlich bitte ich dich, damit du mich kennenlernst, damit du weißt, was du von mir bekommen kannst, nämlich lebendiges Wasser aus der Quelle.

[8:23] Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast ja einmal einen Brunnen. Wo hast du denn das lebendige Wasser? Wieder Nikodemus fragt sie. Nimmt sie die Worte Jesu, die geistlich gemeint sind, und deutet sie über buchstäblich. Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben hat und selbst ausgetrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh? In gewisser Weise sind eigentlich die Pharisäer und diese Samariter gar nicht so unterschiedlich gewesen. Sie riefen sich auf ihre jeweilige Tradition, ein paar Dinge aus vor, aber sie bewegt sich ihre Tradition, unser Vater Abraham, unser Vater, ja Gott.

[9:01] Interessant, diese Frage: Bist du größer als Jakob? Jesus hätte antworten können und sagen: Ja. Jesus hätte antworten können und sagen können: Euer Vater Jakob hing an meinen Füßen, winselnd und weinend und sagte: Ich lasse dich nicht gehen, nachdem ich ihn verletzt hatte und ihn besiegt hatte, eigentlich zumindestens physisch. Den waren sie gerade einen Jakob errungen, indem er gesagt hat: Ich lasse dich gehen. Dieses hätte alles erzählen können und sagen können, wie viel größer er ist als Jakob, dass er Jakob geschaffen hat. Aber das sagt er nicht. Er will nicht ein Argument gewinnen. Er will nicht eine Debatte sehen. Er will nicht zeigen, dass er die besseren Argumente hat. Er will einen Menschen gewinnen.

[9:41] Wollen wir Debatten gewinnen oder wollen wir Menschen gewinnen? Menschen, die zeigen, dass sie nicht Menschen gewinnen wollen, sondern Debatten gewinnen wollen. Diese nicht vom Geist Jesu geführt.

[10:02] Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dursten. Er wird trinken, damit das Wasser vorbei, aufgebraucht sein, damit er wiederkommt. Wird wieder der muss immer wieder zum Brunnen zurückgehen. Und Jesus kannte die Frau. Er wusste ganz genau, was ihr Problem ist. Ihr Problem war, sie sehnte sich nach Liebe, nach demselben gleich. Sie hat immer wieder Männer ausprobiert in der Hoffnung, dass sie hier ihren Durst stillen konnte. Umsonst, es hat nicht funktioniert.

[10:35] Und Jesus verwendet dieses Bild von dem Wasser, weil sie ja gerade an Wasser gedacht hatte. Jesus verwendet ein Bild, von sie gerade dachte. Er hat das Evangelium in einen Gedanken eingekleidet, der möglichst ihren natürlichen Gedanken so wenig wie möglich unterbrochen hat, damit sie bereit war, trotz all der Vorbehalte und Vorteile zuzuhören, es anzunehmen.

[11:00] Wer aber von dem Wasser trinkt, dass ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm seiner Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt. Jetzt sagt nicht, dass man nur einmal Jesus von Jesus lernen muss und dann immer braucht, sondern dass man Jesus mit sich tragen kann, dass man die Quelle in sich selbst hat, nicht weil sie das schon immer gewesen sind, sondern weil der Heilige Geist sie dort hinein bringt. Wir müssen nicht immer irgendwo hingehen, um wieder geistlich frisch zu werden. Wir können Jesus bei uns haben, wo immer wir sind. Leben aus der Quelle.

[11:34] Jesus sprach Johannes 3 mit einem Mann. Hier spricht er mit einer Frau. Er sprach Johannes 3 in der Nacht, hier am herrlichen Tag. Er sprach mit einem, der hoch angesehen war. Hier spricht er mit einer Frau, die von allen verachtet wird. Und beiden präsentiert er das Evangelium. Einem Juden, einer Samariterin. Das Evangelium ist für alle da.

[12:00] Die Frau spricht zum Herrn: Gib mir dieses Wasser, damit ich nicht dürste und ich hierher kommen muss, um zu schöpfen. Jetzt ist es, weil sie möchte das Wasser haben, aber sie muss etwas noch lernen über sich selbst, damit sie wirklich versteht, warum sie das Wasser braucht. Jesus spricht zu ihr: Geh hin, rufe deinen Mann und komm her. Jesus ist freundlich. Er legt nicht gleich sofort alles über. Ja, er tadelt sie nicht für ihren sündigen Lebenswandel, sondern er findet, er behandelt sie so, als ob sie nicht gesündigt hätte. So wie er zu Adam sagt: Wo bist du? Hast du etwas von dem Baum gegessen? So wie er zu Kain sagt: Wo ist dein Bruder?

[12:47] Die Frau antwortet und sprach: Ich habe keinen Mann. Sie hoffte, dem Ganzen zu entgehen. Jesus spricht: So, du hast Recht gesagt, ich habe keinen Mann, denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Dass du die Wahrheit gesprochen. Jesus sagt nicht: Du Lügnerin.

[13:07] Er sieht nicht nur den Fehler, den sie macht. Er sieht auch das Stückchen Wahrheit in dem Satz, den sie gesagt hat. Er sucht eine Brücke. Er betont das, was sie gemeinsam haben. Er betont das, was sie richtig gesagt hat. Er zeigt dir auch, dass sie einen Fehler gemacht hat. Er zeigt ja auch, dass sie die Wahrheit unterdrückt hat. Er zeigt, er, dass er alles weiß, aber nicht um sie zu richten, nicht um sie zu verurteilen, sondern um ihr eine Brücke zu bauen und ihr deutlich zu machen, warum sie ihn braucht und warum Jesus wirklich ihr Löser sein kann. Der erkennt sie durch und durch. Und trotzdem hat er in dieser Aussage etwas gefunden, dass er loben konnte.

[13:45] Gehen wir so mit Menschen um, dass wir in ihren Aussagen, aber wenn sie nicht völlig immer korrekt sind, etwas finden, was man loben kann? Wollen wir nicht lernen von Jesus, wie man Menschen gewinnt?

[14:02] Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten soll. Sie merkt, dass die Nähe Gottes in ihr tiefstes Privatleben hineinschaut. Und ist das unangenehm? Sie möchte irgendwie ausweichen. Und sie, viele Menschen machen das gleiche wie sie. Man weicht aus, wenn jemand eine theologische Streitfrage in den Raum wirft. Theologische Streitfragen sind oft einfach nur ein Feigenblatt, um von den eigentlichen geistlichen Problemen abzulenken.

[14:35] Diese Streitfrage war damals heiß diskutiert: Ist der Ort, der wahre Gott oder Gott Gottes für die Anbetung, oder ist es ein Ort in den Samaritern, wo sie leben? Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

[14:53] Das erstaunlich ist, Jesus geht darauf ein. Er sagte, ich lass uns ein Thema bleiben. Er geht diesen Umweg mit, aber nur um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie dann noch einmal dahin zu bringen, ihn als Messias anzunehmen.

[15:09] Jesus hat Verständnis und Jesus zeigt ihr, dass die Debatte, die geführt wird, dass es eine höhere Ebene gibt. Das ist nicht aufkommt, nur wer recht hat, sondern dass es etwas gibt, was noch keine der beiden Parteien so wirklich verstanden hat.

[15:27] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir im Leben von Jesus eine Liebe und eine Taktgefühl sehen, das uns wirklich den Atem verschlägt. Herr, wir sind noch lange nicht so, aber wir wünschen uns so, dass wir mehr so sind wie Jesus, dass wir Menschen für dich gewinnen können.

[15:54] Jesus ist getan hat, geht das, würde ich das anschauen, verwandelt werden. Es werden wir im Namen lesen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.