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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 4:22-4:52 ein und beleuchtet die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Er erklärt, wie Jesus trotz gesellschaftlicher Barrieren eine tiefe Verbindung aufbaut und ihr das lebendige Wasser anbietet. Weiterhin wird die Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten thematisiert, die zeigt, wie wichtig Glaube ist, auch ohne sichtbare Zeichen. Die Predigt ermutigt dazu, Gott beim Wort zu nehmen und auf seine Führung zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute, mittlerweile 1.10. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast und danke, dass dein Wort jeden Tag zu uns sprichst. Danke, dass wir das lebendige Wasser haben dürfen und das ist in uns zu einer Quelle wird. Danke, dass wir wissen dürfen, was für Umstände auf uns einstürmen, dass wir mit dir verbunden sind, wie die Quelle schon haben. Herr, erfüll uns mit deinem Heiligen Geist. Zeig uns ganz deutlich auch, wo wir uns selbst belügen und richte unsere Füße auf den Weg, den Weg zu dir. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in Johannes Kapitel 4. Jesus trifft an dem sogenannten Jakobsbrunnen die Samariterin, die eigentlich kein Interesse gehabt hätte, mit ihm zu sprechen. Aber Jesus spricht sie an, bittet sie um Wasser, weil sie ist gekommen, um Wasser zu schöpfen, oder obwohl sie eine sehr verachtete Frau ist mit einer sehr missratenen Beziehungsgeschichte. Hat Jesus ein großes Interesse an ihr, ein Interesse, ihr das ewige Leben zu schenken. Und er fängt ein Gespräch mit ihr an, an dem er all seinen Taktgefühl und seine Liebe und sein Fingerspitzengefühl einsetzt, um das Vertrauen dieser Frau zu gewinnen, das Interesse an dem, was er ihr zu geben hat. Und selbst als sie Dinge zurückhalten will, selbst als sie ausweichen will, geht Jesus behutsam, sanft mit ihr um und baut Verständnis auf und zeigt ihr, dass er etwas Sie anzubieten hat, was alles in den Schatten stellt, was sie jemals kennengelernt hat.

[2:26] Als sie dann versucht, mit einer Streitfrage auszuweichen, wo man jetzt genau anbeten soll, antwortet Jesus, dass es ein Zeitpunkt geben wird, wo man weder in Jerusalem noch an diesem Berg, wo sie sich gerade befinden, anbieten wird. Wir sind weiterhin Vers 22. Ihr bietet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir kennen, denn das Teil kommt aus den Juden. Jesus hat nicht gesagt, dass es egal ist, was man glaubt. Er hat sehr wohl deutlich gemacht, dass das Volk Israel die Wahrheit besaß im Vergleich zu den Samaritern, die vieles abgelehnt haben. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist und den anbeten müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

[3:18] Jesus sagt, in der was die Theorie betrifft, haben die Israeliten Recht und die Samariter nicht. Wirklich ganz alt, vielen Sachen, da sind Sachen falsch, aber Gott sucht nicht Menschen, die einfach nur die Wahrheit haben und das Richtige sagen und das Richtige glauben. Er sucht Menschen, die geistlich sind. Es wird Menschen, die im Geist und in der Wahrheit anbeten. Mit anderen Worten: Liebe Samariterin, du musst nicht unbedingt eine Jüdin werden. Du musst geistlich werden. Du musst die Wahrheit von Gott annehmen und ihn im Geist anbeten. Gott sucht Menschen, die nicht nur aus Tradition, aus formalen Gründen das Richtige tun, sondern die, erfüllt vom Heiligen Geist, Gott gerne anbeten.

[4:02] Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Die Samariter haben geglaubt, weil sie an die fünf Bücher Mose geglaubt haben, dass der Messias kommen wird. Sie hatten erwartet, dass irgendwann dieser von Mose vorhergesagte Prophet erscheinen wird, derjenige, von dem auch schon Jakob gesprochen hat, der Shilo, der kommen wird. Was in den fünf Büchern Mose nicht so deutlich herauskommt, ist die Idee, dass der Messias ein König sein wird. Das wird dir dann sehr deutlich durch Nach David in Jesaja, Jeremia, Sacharja und vielen anderen Prophezeiungen. Aber diese wurden von den Samaritern nicht anerkannt. Sie hatten also ein beschränktes Bild von dem Messias. Aber da die Juden ein so falsches Bild von dem König hatten, ein völlig verzerrtes Bild von dem, was der Messias als König tun würde, war eine gewisse weil sie Samariter sogar etwas breiter Jesus, wie er war, als Lehrer und als Offenbarer der göttlichen Wahrheit anzunehmen, als die Juden.

[5:06] Konnte Jesus dieser Frau, obwohl sie viele Dinge in der Bibel nicht wusste, weil sie prinzipiell offen war, mehr über sein eigenes Messias-Sein sagen, als er es vielen sagen konnte. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Er offenbart sich als der Messias, etwas, was er bei den meisten Juden, bei den Pharisäern und Sadduzäern jahrelang hinausgezögert hat, weil er wusste, dass es auf in den völlig falschen Hals geraten würde.

[5:38] Unterdessen kamen seine Jünger und verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Das sagte keiner: Was willst du? Oder: Was redest du mit ihm? Nun lässt die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt und sprach zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob dieser nicht der Christus ist. Sie war gekommen, was er zu schöpfen, aber den Wasserkrug ließ sie da. Sie hatte jetzt ein anderes Wasser geschöpft, das lebendige Wasser, das Wasser des ewigen Lebens. Sie hat eine Quelle in sich und sie begann sofort überzusprudeln. Sie sprudelte hinaus, was sie erlebt hatte. Jesus getroffen, sie war Jesus begegnet und da musste sie davon reden. Wenn wir Jesus begegnen, müssen wir davon reden.

[6:16] Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm. Inzwischen aber baten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, ist er aber sprach sie nicht. Ich habe eine Speise zu essen, die du nicht kennst. Das waren die Jünger zueinander: Hatte ihm dann jemand zu Essen gebracht? Es war nicht nur die Frau und nicht nur die Samariterin, die Jesu Worte oft zu buchstäblich verstanden haben. Jesus sprach von einer geistlichen Weise. Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Weil die größte Freude für Jesus das zu tun ist, was Gott ihm aufgetragen hat. Ist das auch meine und deine größte Freude, das zu tun, was Gott uns aufgetragen hat? Lass uns neu darüber nachdenken, dass wir das zur Priorität unserem Leben machen.

[7:05] Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Sie, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an, sie sind schon weiß zur Ernte. Dort am Horizont sah man, wie die Menschen aus der Stadt kamen. Die Jünger waren gerade in der Stadt gewesen, sie hatten nichts gesehen, was man irgendwie ernten könnte an Menschen. Wir hatten nur fremde Samariter gesehen, mit denen man kaum Kontakt haben sollte, von denen man nicht kaufen konnte. Aber sie hatten nicht im Traum gedacht, diesen Menschen von Jesus zu erzählen. Aber diese Samariterin hatte das getan. Jetzt kamen sie alle zu Jesus, und der Ernte empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Seemann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. Ich habe euch ausgesandt zu ernten, wo einer nicht gearbeitet hat. Andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.

[7:59] Aus jeder Stadt, aber glaubten viele Samariter an ihn, um das Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Die Frau, die vorher noch eine verachtete Frau war, wurde zu einem effektiven, effektiven Missionarin. Sie hat mehr Menschen zu Jesus geführt hier als alle Jünger zusammen.

[8:22] Also die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb zwei Tage dort. Eigentlich war unterwegs, aber Jesus seine Gelegenheit, hier Menschen Gottes Liebe näher zu bringen. Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen. Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht nur um deiner Rede willen, wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist.

[8:49] Wenn wir Jesus richtig kennenlernen, dann wäre vielleicht kommen wir am Anfang zu Jesus, weil wir von jemand anders gehört haben, dass er der Retter ist. Wir haben die Erfahrung eines anderen gehört. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo wir an Jesus glauben sollten, weil wir ihn selbst kennengelernt haben, weil wir selbst mit ihm Erfahrung gemacht, selbst gehört und gesehen haben, was Jesus in meinem Leben getan hat.

[9:10] Nach den zwei Tagen aber zurückerforten ging nach Galiläa. Jesus selbst bezeugte zwar, dass ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird. Als er aber nur nach Galiläa kam, nahm ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er während des Festes in Jerusalem getan hatte. Dennoch, sie waren zu dem Fest gekommen. Auch hier sehen wir wieder, dass viele an den glaubten aufgrund der Zeichen und der Wunder, die er getan hat.

[9:34] Jesus kam und wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und da gab es einen königlichen Beamten, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Und als dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm und bat ihn, er möchte herabkommen und seinem Sohn gesund machen, denn er lag im Sterben. Es gibt drei Geschichten mit großen Verantwortungsträgern aus Kapernaum. Es gibt die Geschichte von dem Synagogenvorsteher Jaïrus, die Geschichte von dem römischen Hauptmann, die Geschichte hier von dem königlichen Beamten. Alle drei haben die Bitte, dass etwas für jemand anders getan wird, dass Jesus einem anderen hilft. Der Jaïrus bittet für seine Tochter, der königliche Beamte für seinen Sohn und der Hauptmann für seinen Knecht.

[10:21] Und interessanterweise ist es so, dass bei Jaïrus Jesus zu ihm geht und ihn und die Tochter dort in seinem Haushalt. Und hier allerdings der Mann zu Jesus kommt und dann hier die Worte empfängt, dass er Hilfe bekommt. Der römische Hauptmann, als dieser auf der Hälfte des Weges war, hat gesagt: Sprich nur ein Wort. Interessant, diese drei Geschichten hängen miteinander zusammen.

[10:54] Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht. Wie oft passiert auch unser Glaube auf äußerlichen Zeichen. Die Menschen, die an dieses glaubten, glaubten vor allem, wie wir gelesen haben, weil er solche getan hat. Und offensichtlich hat dieser königliche Beamte Zweifel gehabt, ob dieses wirklich helfen kann, und er wollte vielleicht ein Zeichen haben. Aber Jesus macht deutlich, dass wäre Glaube nicht auf Zeichen und Wundern, was passiert.

[11:25] Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, eh mein Kind stirbt. Er wirft sich ihm quasi zu Füßen und sagt: Bitte, bitte, hilf mir, ich brauche deine Hilfe. Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt. Und der Mensch glaubte dem Wort, dass Jesus zu dem sprach und ging hin. Er glaubte ohne zu sehen, ob Jesus ihm geholfen hat. Das ist der Glaube, den wir brauchen. Glaube, der an dem Wort Jesus festhält.

[11:52] Aber wenn wir noch keinen direkten Beweis dafür sehen. Als er aber noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten ihm und sprachen: Dein Sohn lebt. Nun erkundigt er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die 7. Stunde verließ ihn das Fieber.

[12:15] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte schenk du uns diesen Glauben, der dich beim Wort nimmt, auch wenn wir keine äußeren Zeichen, keine Wunder sehen und doch keine starken Gefühle fühlen. Oder so schenke uns den Glauben, dass du das meinst, was du sagst, dass du für uns da bist, dass du uns lieb hast und dass du uns in jeder Situation führen und leiten möchtest und stärken möchtest, damit wir zusammen leben dürfen. Das wollen wir im Glauben an den Vater.


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