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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 11:47-12:16 ein. Er beleuchtet die Reaktionen der religiösen Führer auf Jesu Wunder, insbesondere die Auferweckung von Lazarus, und wie diese zu Plänen gegen Jesus führten. Gleichzeitig wird die tiefere Bedeutung von Jesu Tod und die Vorbereitung auf sein Einzug in Jerusalem thematisiert, wobei die Erfüllung biblischer Prophezeiungen im Vordergrund steht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 11:20. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns heute den Glauben schenkst, dass du heute an diesem Tag für uns Großes tun kannst. Dass wir nicht nur über den Glauben von Menschen in der Vergangenheit nachdenken, nicht nur auf die großen Taten deiner Herrlichkeit, meine großen, herrlichen Taten in der Zukunft warten, sondern dass wir heute damit rechnen, dass du uns völlige Vergebung, Sinn geben kannst, dass du in unser Leben eingreifen kannst, dass du uns den Sieg schenken kannst über schlimme Versuchung. Herr, du bist der Herr über Leben und Tod. Und auch wenn wir geistlich völlig tot sind, kannst du uns zum Leben auch erwecken und du kannst große Wunder tun, auch physische Wunder heute hier in dieser Zeit, wenn es dein Wille ist. Schenke uns den Glauben, dass wir damit rechnen, dass du das Beste für uns tun willst. Heute an diesem Tag sprichst du jetzt durch dein Wort zu uns und habe Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:46] Wir sind in Johannes Kapitel 11. Jesus hat in einer spektakulären Auferweckung dem Lazarus, obwohl dieser schon mehrere Tage lang tot war und schon der Verwesungsprozess angefangen hatte, ihm das Leben gegeben. Und die Menschen, die das gesehen haben, als Lazarus mit den Einbandagiert aus dem Grab herauskam, die waren völlig außer sich und einige von ihnen haben es auch den Pharisäern erzählt. Wir lesen weiter in Vers 47: Da versammelten die obersten Priester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen. Es wird eine Angelegenheit von nationalem Interesse. Der Hohe Rat, der Sanhedrin, hat ihn vor dem, sich Jesus schon in Johannes 5, knapp zwei Jahre zuvor, hatte verantworten müssen. Tagt, um sich die Frage zu stellen, wie man mit diesem Jesus umgehen soll. Wenn wir ihn sofort fahren lassen, werden alle an den Glauben und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg. Ihre Angst ist, dass sie Kontrolle verlieren, politische Kontrolle, soziale Kontrolle über die Menschen. Sie haben Angst doch vor den Römern. Für sie wird das Ganze jetzt, sie kleiden das in ein politisches Kontext. Aber von ihnen Kaiphas, der in jedem Jahr Hohepriester war, sprach zu ihnen: Ihr kennt überhaupt nicht und ihr bedenkt nicht, dass es für uns besser ist, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht. Hier ist der Mann, der eigentlich durch sein ganzes Leben und Tun auf Jesus hinweisen sollte, der jetzt vorschlägt, Jesus umzubringen. Aber nicht, um dadurch von seinen eigenen Sünden gereinigt zu werden, sondern weil er meint, dass das besser ist. Man opfert diesen einen, um sicherzustellen, dass die Römer nicht das eigene Land wegnehmen. Das war die Logik. Dies redete aber nicht aus sich selbst, sondern weil er in jenem Jahr Hohepriester war, weiß, sagt er denn Jesus sollte für das Volk sterben. Und hier zeigt Johannes etwas sehr Interessantes. Obwohl Kaiphas als Person Jesus hasste und ihn umbringen wollte, hat Gott doch tatsächlich seine Worte so gelenkt, dass, obwohl sie falsch gedacht waren, letztlich doch eine tiefe theologische Wahrheit ausgesagt haben. Denn Jesus ist tatsächlich für das Volk gestorben und hat tatsächlich das Volk von einer großen Gefahr befreit, aber nicht vor der Gefahr, von den Römern vertrieben zu werden, sondern er ist für sie gestorben, um sie von der Sünde zu befreien. Und sehen wir, wie Gott selbst böse, regierende, noch so kontrollieren kann, dass Gottes Geist in einem gewissen Maße in ihren Worten so wirkt, dass hier eine Wahrheit ausgesprochen worden ist, obwohl sie natürlich von Kaiphas selbst ganz anders gemeint gewesen ist. Und nicht nur für das Volk allein, sondern auch um die zerstreuten Kinder Gottes in eins zusammenzubringen. Der Tod Jesu war ja nicht nur für das Volk Israel, nicht nur für die Juden, sondern überall auf der Welt, in allen Kulturen, Sprachen, Völkern, Religionen gibt es Kinder Gottes, die durch den Tod Jesu vereint werden zu einem geistlichen Israel.

[5:32] Von jenem Tag an beratschlagten sie nun miteinander, um ihn zu töten. Von jetzt an werden die Pläne sehr konkret gelegt. Es gab immer wieder diese Idee, ihn umzubringen, schon knapp zwei Jahre zuvor in Johannes 5. Aber jetzt versucht man das ganz ernsthaft zu durchdenken und Pläne zu legen. Darum ging Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der Wüste in eine Stadt namens Ephraim und hielt sich dort auch mit seinen Jüngern. Jesus zieht sich zurück. Seine Zeit ist noch nicht gekommen, aber sie naht sich jetzt doch bald. Es war aber das Passah der Juden, nahm das Passah, das in der Prophetie vorhergesagt worden ist. Und viele aus dem ganzen Land gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen. Übrigens gab es in Jerusalem ganz, ganz viele Orte, wo man sich reinigen konnte, so Reinigungsbäder. Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, als sie im Tempel standen: Was meint ihr? Kommt er nicht zu dem Fest? Was für eine interessante Frage, die Johannes sicher nicht zufällig hier aufgenommen hat. Denn die Tatsache, dass Jesus zu dem Fest kam und dort an jenem Passah für die Sünden der Menschen starb, ist ja der Gegenstand letztlich aller alttestamentlichen Typologie und Prophezeiung, der Gegenstand all dessen, was das Neue Testament letztendlich ausmacht. Es war die Frage: Kommt er zu einem Fest? Er fühlt sich der Plan ja oder nein? Aber Gott hatte ganz deutlich verheißen, er wird an diesem Fest für uns alle sterben.

[7:10] Sowohl die obersten Priester als auch die Pharisäer hatten aber einen Befehl gegeben, dass, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeigen solle, damit sie ihn ergreifen können. Und hier erklärt sich jetzt, wie der Judas zumindest äußerlich auf die Idee gekommen ist. Er hatte davon wahrscheinlich gehört, dass es so einen Befehl gab. Er wusste, dass es ein Interesse daran gibt, solch einen Dienst in Anführungsstrichen in Anspruch zu nehmen, Jesus zu verraten. Die Pharisäer suchten ihn quasi jetzt sozusagen fast schon mit Haftbefehl.

[7:43] Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus danach nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl und Martha diente. Interessante Bemerkung, vor allem, wenn wir auch aus dem Lukas-Evangelium noch im Hinterkopf haben, wie Jesus will auch mit Martha gesprochen hatte und ihr gesagt hat, dass es auch wichtig ist, dass sie zuhört. Es war ja ihre Persönlichkeit, immer gerne auch im Haushalt zu arbeiten, zu helfen, zu dienen. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Der Name Maria ein Pfund echten, köstlichen Nardenöl, nicht alle Geschichten, nicht alle Evangelisten sagen Maria ist, aber hier wird es ganz deutlich, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls. Da spricht Judas, Simons Sohn, der Iskariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? Das sagt er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde. Mit anderen Worten, er hat Gelder, die für die Missionen Jesu vorgesehen waren, die gespendet worden waren, veruntreut. Er hatte offensichtlich ein Problem mit Geld. Dir, dir, er wollte, hat offensichtlich ein Problem damit, immer wieder Geld haben zu wollen und wahrscheinlich war das auch eine der Triebfeder für ihn, dann schnell ein bisschen Geld zu machen, indem er einfach Jesus verrät, in dem Glauben, dass es am Ende nicht so schlimm ausgehen wird.

[9:34] Das macht Jesus, lass sie dies hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt. Denn die Armen habt ihr alle Zeit bei euch, mich aber habt ihr nicht alle Zeit. Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, dass er dort war, und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er aus den Toten auferweckt hatte. Das war natürlich etwas Spektakuläres. Da beschlossen die obersten Priester auch Lazarus zu töten, denn seine wegen gegen viele Juden hin und glaubten an Jesus. Hier sehen wir, wie weit reichen der Hass auf Jesus war, dass man sogar Menschen, die durch ihre persönliche Erfahrung mit Jesus dazu, betrunken, dass Menschen an Jesus glaubten, das noch sie töten wollen wollte. Und das zeigt uns auch, warum am Ende der Zeit der Satan Leute dazu anstiften wird, Gläubige umzubringen zu wollen, weil deren Leben ein Zeugnis für Jesus ist. Lazarus gestorben, er war auch erweckt worden, und die Juden, die Pharisäer, nichts besser zu tun, um als wieder seinen Tod zu planen. Da kann man sehen, wie blind die Sünde ist.

[10:37] Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme, da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel. Jesus war der König. Er war nur ein anderer König als sie es immer sich vorgestellt haben. Aber jetzt war der Zeitpunkt, wo alle sehen sollten, was passiert. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, auf den alle Prophezeiungen hinwiesen. Jetzt war der Moment der Weltgeschichte gekommen. Und Jesus ließ sie jubeln, weil er wollte, dass möglichst viele mitbekommen, was jetzt zu ihrer Rettung geschieht. Er war ja der wahre König Israels.

[11:20] Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzt sich darauf. Die geschrieben steht: Fürchte dich nicht, Tochter Zion. Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Esels. Die Erfüllung von Sacharja 9, Vers 9. Dies verstanden aber seine Jünger anfangs nicht. Doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten. Das heißt, erst nach seiner Kreuzigung, Auferstehung und seiner Himmelfahrt, da haben die Jünger verstanden, wie Jesus gerade auch in jenen Tagen all die verschiedenen Prophezeiungen tatsächlich bis auf den Buchstaben erfüllt hat.

[12:13] Wir möchten dir danke sagen, dass Jesus unser König ist. Und auch wenn wir nicht immer genau verstehen, was er alles genau für uns tut und was er alles erfüllt hat, wollen wir doch ihm vertrauen und wissen, dass er Stück für Stück alles offenbart wird. Und dass, je mehr wir unser Leben in seiner Hand geben, je mehr wir unsere Sünden und unsere Schuld abladen, je mehr unser Charakter verändert wird, desto besser werden wir auch sein Wesen und sein Königtum verstehen. Herr, wir möchten heute alles, was uns belastet, alles, was uns bedrückt, und dir danke sagen für jedes Wunder, das du in unserem Leben tust, im Namen Jesus.


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