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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Ereignisse in Apostelgeschichte 8:14-9:4. Der Sprecher beleuchtet die Begegnung des Apostels Philippus mit dem äthiopischen Kämmerer und die tiefgreifende Bedeutung dieser Bekehrung für die Ausbreitung des Evangeliums. Weiterhin wird die dramatische Verfolgung der frühen Christen durch Saulus von Tarsus thematisiert und seine eigene, unerwartete Begegnung mit Jesus auf dem Weg nach Damaskus.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1145. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir jeden einzelnen Tag zu deinen Füßen sitzen dürfen und lernen dürfen, was du uns sagen möchtest. Herr, sprich du auch jetzt durch dein Wort zu uns und offenbare uns Jesus, dass wir ihn und seine Schönheit und Herrlichkeit sehen, wie er im Leben von Menschen gewirkt hat, dass wir verstehen, wie auch unser Leben verändern kann. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 8. Der Diakon Philippus ist in Samaria und nachdem die Verfolgung in Jerusalem begonnen hat und die allermeisten bis auf die Apostel Jerusalem verlassen haben, und in Samaria bekehrt sich auch ein gewisser Simon, der zuvor mit seinen magischen Praktiken das ganze Volk in seinem Bann gehabt hat. Als er sieht, welche Wunder dann auch durch die Apostel geschehen, nämlich durch Petrus und Johannes, möchte er gern diese Gabe des Geistes mit Geld kaufen. Wir lesen weiterhin Vers 20: Petrus aber sprach zu ihm: "Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können." Noch heute nennt man das Simonie, wenn jemand versucht, geistliche Ämter mit Geld zu kaufen. Etwas, was vor allem im Mittelalter, in der Geschichte des Kirchenstaates, immer und immer wieder vorgekommen ist. "Denn du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott." Hier sehen wir jemanden, der zwar getauft gewesen ist, der zwar formal Mitglied der Gemeinde war, der aber durch den Apostel Petrus hier als jemand offenbart wird, der eigentlich nicht aufrichtig Gott nachfolgt, sondern nur seine eigene Ehre sucht. "So tu denn Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag. Denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit." Petrus erkennt, dass hier jemand in die Gemeinde hineingefallen worden ist, der keine echte, wirkliche Bekehrung erlebt hat oder jetzt wieder in sein altes Leben zurückgefallen ist. Er muss Buße tun, denn er steckt in den Fesseln der Sünde.

[3:15] Da antwortete Simon und sprach: "Betet ihr für mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme." Und hier ist auch ein interessanter Gedanke: Er möchte, dass andere beten, aber betet nicht selbst. Statt selbst Buße zu tun, vertraute darauf, dass andere für ihn beten. Wir sehen hier in diesen wenigen Versen über Simon den Mann, der später auch Simon Magus genannt hat, eine Reihe von Prinzipien, die man später dann in späteren Jahrhunderten in der römischen Kirche wiederfinden kann. Die Idee, dass man Erlösungen und geistliche Gaben kaufen kann mit Geld und die Idee, dass andere für einen beten können, dass man sich selbst beten muss, sondern dass dann irgendwelche Mönche z.B. als besondere Beter diese Aufgabe übernehmen können. Wir finden auch die Ungerechtigkeit, die Sünde. Die römische Kirche wird später von Paulus als der "Mensch der Sünde" bezeichnet. Wir haben auch gesehen schon in den Versen ab Vers 10 und 19 und 11, dass er sich selbst groß gemacht hat, dass er das Volk in den Bann gezogen hat. Und all das können wir auch zum Beispiel in der Offenbarung und den anderen prophetischen Textstellen über die römische Kirche sehen. Wir haben hier sozusagen die wesentlichen Merkmale des Antichristen schon wie in einem Nukleus, in einem ganz kleinen embryonalen Zustand, und sehen hier schon einen Einblick in das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das sich dann im Laufe der Jahrhunderte innerhalb der Christenheit verbreiten würde.

[5:05] Sie nun, nachdem sie das Wort des Herrn bezeugt und gelehrt hatten, kehrten nach Jerusalem zurück und verkündigten dabei das Evangelium in vielen Dörfern der Samariter. Jesus hatte schon in den Gegenden der Samariter immer wieder, wenn es Gelegenheit dazu gab, gewirkt. Und jetzt wird das Evangelium durch die Apostel dort gepredigt. Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus, immer noch bei dem Diakon Philippus, und sprach: "Steh auf und geh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Diese ist einsam." Und er stand auf und machte sich auf den Weg. Und siehe da war ein Äthiopier, ein Kämmerer und Gewaltiger, der Königin der Äthiopier, welche über ihren ganzen Schatz gesetzt war. Weil dieser gekommen war, um in Jerusalem anzubeten, hier war jemand, der aus fernem Land gekommen war. Äthiopien, das damals auch Kusch oder Nubien genannt, südlich von Ägypten, war eine enorm lange Reise, um von dort nach Jerusalem zu kommen. Er war als Ausländer noch nicht einmal besonders gern gesehen in Jerusalem, dort im Tempelbezirk. Er wurde nicht einmal bis in die inneren Vorhöfe vorgelassen. Aber so wichtig war ihm der Glaube, für den er sich interessierte, dass er offensichtlich Wochen investiert hat, um dort nach Jerusalem zu kommen. Er war ein einflussreicher Politiker, ein einflussreicher Mann am äthiopischen Hof. Und nun kehrte er zurück und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Hier sehen wir, dass er nicht einfach nur aus kulturellem Interesse nach Jerusalem gekommen war, sondern er hat auf dem Rückweg weiter prophetisches Wort studiert. Dann kann man erkennen, dass Menschen wirklich sich für Gott interessieren, wenn sie auch in der Freizeit, die sie haben, die Gelegenheit nutzen, über Gott und seine Worte nachzudenken.

[7:00] "Das sprach der Geist zu Philippus: Tritt hinzu und halte dich zu diesem Wagen." Da lief Philippus hinzu und hörte den Propheten Jesaja lesen und er sprach: "Verstehst du auch, was du liest?" Was für eine wichtige Frage, die wir auch uns stellen dürfen, stellen müssen: Verstehe ich eigentlich, was ich lese? Es ist ja möglich, dass man sich mit Interesse für die Bibel in der Bibel beschäftigt und doch nicht so wirklich dahinterkommt. Oder zunächst einmal dahinter kommt, was gemeint ist. Er aber sprach: "Wie kann ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet?" Und da bat Philippus aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. Auch heute gibt es viele Menschen, die würden gern besser verstehen, was die Bibel sagt. Sie interessieren sich für Gott und sein Wort, aber können alleine mit dem, was sie wissen und was sie an Handwerkszeug an die Hand bekommen haben, nicht wirklich oder weil ihnen Handwerkszeug fehlt, nicht wirklich genau verstehen, was die wichtige Botschaft für diese Zeit ist. Es gibt noch viele Menschen wie diesen Äthiopier, die sich sehnen danach, dass andere mit ihnen die Bibel studieren. Kennst du jemanden, der die Bibel besser verstehen gerne würde und aber niemand hat, dass ihm erklärt? Kannst du nicht derjenige sein, der einem Menschen erklärt, was das prophetische Wort über Jesus und über unsere Zeit zu sagen hat?

[8:25] "Die Schriftrolle aber, die er las, war diese: 'Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.'" Das ist natürlich eine zentrale Passage aus Jesaja 53, wo es prophetisch um den Tod von Jesus Christus geht, der für uns am Kreuz gestorben ist.

[8:54] Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: "Ich bitte dich, von wem sagte der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen?" Er liest also die Prophetie, aber er hat kein genaues Verständnis von Jesus. Jesus ist der Schlüssel, um diese Prophetie zu verstehen. Jesus ist der Schlüssel, um alle Prophetie zu verstehen. Und so fragt er. Da tat Philippus und seine Mund auf und begann mit dieser Schriftrolle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Philippus hat ihm nicht nur diese eine Stelle erklärt, er hat ihm die gute Nachricht gepredigt, das Evangelium von Jesus Christus und hat dort angefangen, wo der Mann sich gerade gedanklich befunden hat. Hat mit der Textstelle begonnen, die den Mann gerade interessiert hat und hat das als Ausgangspunkt genommen, um darauf aufbauend das Evangelium von Jesus zu erklären, den wunderbaren Charakter unseres Erlösers zu entfalten.

[9:45] Als sie aber auf dem Weg weitergezogen waren, kamen sie zu einem Wasser und der Kämmerer sprach: "Siehe, hier ist Wasser. Was hindert mich, getauft zu werden?" Da sprach Philippus: "Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt." Er antwortete und sprach: "Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist." Offensichtlich muss diese Fahrt ein bisschen länger gedauert haben, dass dieser Kämmerer, der zuvor gar nicht von Jesus wusste, jetzt Jesus als Messias anerkannt hat. Er hat gesehen, wie die Prophezeiung sich im Leben von Jesus erfüllte. Er hat Jesus selbst nie getroffen, aber das Wort des Zeugen von Jesus, auf das Wort von Philippus, sind glaubt an den Erlöser. Und dieser echte, aufrichtige Glaube ist ausreichend, um getauft zu werden. Die Bibel sagt in Johannes 3, Vers 16: "Denn so sagt Gott: Die Welt liebte er so sehr, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Echter, rettender, biblischer Glaube ist alles, was wir brauchen.

[10:48] Und er liest den Wagen anhalten und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er tauft ihn. Als sie aber aus dem Wasser herausgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr, denn er zog voll Freude seines Weges. Der erste, der Christus angenommen hat als sein Erlöser, der jetzt nach Afrika kommt, der nach Äthiopien kommt und dort den Grundstein legt für eine jahrhunderte lange Ausbreitung des biblischen Evangeliums. In jedem Land, das noch weit, weit ins Mittelalter sich ja einen anderen an biblischen Prinzipien orientiert hat, auch wenn andere Teile der Christenheit sich schon weitaus mehr von dem Wort Gottes entfernt hatten. Es beginnt alles mit diesem einen Mann. Wir wissen nicht, wenn wir einen Menschen Bibelstunden geben, den wir zu Jesus führen und der getauft wird, welche weitreichenden Konsequenzen schon diese eine Bibelstunde, diese eine Person haben kann im Werk Gottes. Lasst uns die Gelegenheit nutzen, die wir haben, mit Menschen gemeinsam die Bibel zu studieren.

[12:02] Philippus aber wurde in Asdod gefunden, und er zog umher und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam. Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohen Priester und bat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, zu dem Zeitpunkt nannte man die Anhänger von Jesus Christus noch nicht Christen. Das werden wir noch sehen, weil das passiert ist, sondern man nannte sie einfach die Anhänger. Deswegen hat er gesagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Die Gruppe derjenigen, die an die Erlösung durch Jesus Christus glaubten, weil er gestorben und auferstanden ist, nannte man die Gruppe des Weges. Aber wenn ihr irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen. Saulus ist so wütend auf die Anhänger Jesu, dass er sich nicht damit beschränkt, Jerusalem oder Judäa zu verfolgen. Er lässt sich die Erlaubnis geben, nach Damaskus zu gehen, um dort unter den Juden alle diejenigen, die Jesus bekennen, nach Jerusalem gefangen zu führen.

[13:10] Als aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel. Oder fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?" Saul, Saulus war dabei, die Jünger Jesu zu verfolgen, aber Jesus empfand dies als einen Angriff auf ihn selbst. Jeder Angriff des Satans, jeder Angriff von Dämonen, jede andere von bösen Menschen auf einen Gläubigen, empfindet Jesus als einen Angriff auf sich selbst. Du bist nie allein, wenn du angefeindet bist, nie allein, wenn Menschen dir nachstellen und dir Böses wollen. Jesus hat sich so eng mit dir und mir verbunden, dass er jeden Angriff auf uns als Angriff auf sich selbst wertet.

[14:12] Interessant ist, dass er hier den Namen Sauls, Saulus, zweimal ruft. Es ist die letzte von insgesamt zehn Stellen in der Bibel, wo Gott zweimal ruft. Wir haben im Laufe der Zeit immer wieder darauf hingewiesen, auf Abraham, Abraham, oder Mose, oder Simon, Simon, Martha. Und jetzt hier: Saul, Saul. Interessanterweise sagt er nicht "Saulus, Saulus", sondern er sagt "Saul, Saul". Später werden wir noch sehen, in hebräischer Sprache "Schau, schau", das ist der Name des Königs, der auch schon einmal, wenn ich exakt mit diesen Worten, doch dem Wesen nach genau diese Frage gestellt bekommen hat, als David in der Höhle stand und fragte: "Saul, warum verfolgst du mich?" Jesus ist der Sohn Davids und offenbarte diesem, im Alten Testament so hoch gebildeten Saulus, dass er tatsächlich sich so verhält wie sein Namensvetter, der ja bestimmt nicht imitieren wollte. Saul war ein König, den niemand sich zum Vorbild nehmen wollte. Aber Jesus zeigt ihm: Du, der du so gerecht sein willst, ja, du glaubst für Gott zu wirken, in Wirklichkeit bist du wie Saul. Du kannst uns passieren, wir denken, dass wir für Gott arbeiten wollen und denken, das Gefühl, ihn wirken und ganz toll sind. In Wirklichkeit muss Gott uns den Spiegel vorhalten und sagen: Du bist eigentlich wie Saul.

[15:42] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du nicht Engeln die Aufgabe gegeben hast, Menschen zu dir zu führen, obwohl Engel mitwirken und Großes tun. Du hast uns die Aufgabe gegeben, mit dir zusammenzuarbeiten. Wir möchten dir danke sagen für jede Gelegenheit, für jede Gelegenheit, die wir haben, mit einem Menschen die Bibel zu studieren und möchten dich bitten, dass du uns hältst, dass auch wir durch Bibelstunden Menschen zu dir führen können. Lass uns doch heute damit anfangen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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