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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird der Inhalt von Apostelgeschichte 15:11-36 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die Entscheidungen des Apostelkonzils in Jerusalem, das sich mit der Frage auseinandersetzte, welche jüdischen Vorschriften für Heidenchristen gelten sollten. Es wird betont, dass Erlösung allein durch die Gnade Jesu geschieht und wie das Alte Testament die Aufnahme von Heiden in Gottes Volk bestätigt.

Die Predigt hebt hervor, wie wichtig es ist, alle Erfahrungen am Wort Gottes zu prüfen und wie der Heilige Geist durch die Schrift und die Apostel leitete. Es wird erklärt, welche vier Dinge für Heidenchristen als notwendig erachtet wurden und wie die Urgemeinde die Mission gemeinschaftlich gestaltete.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 15, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du immer für uns da bist, auch in den Schwierigkeiten, den Anfechtungen, den Problemen, die wir im Leben erleben. Herr, wir haben gelernt, dass in diesem Leben nicht immer alles glatt gehen kann, dass wir mit Schwierigkeiten rechnen müssen, aber dass du uns durch alle Schwierigkeiten hindurch trägst und für uns da bist. Und dafür möchten wir dir von ganzem Herzen Dank sagen. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute, so wie immer, durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen können und gestärkt werden für den Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in der Apostelgeschichte 15. Die Apostel sind zu einer besonderen Versammlung, man spricht von dem sogenannten Apostelkonzil in Jerusalem, zusammengekommen. Auch Abgesandte aus der Gemeinde Antiochia am Orontes, wo dieser Streit entstanden war, über die Frage, wie genau man mit den Heidenchristen umgehen sollte und wie viel von den jüdischen Bestimmungen auch die Heidenchristen umsetzen sollten. Mit anderen Worten, die Frage stand im Raum: Mussten Heidenchristen auch ethnisch, sozusagen, Juden werden, durch die Beschneidung zum Beispiel? Und in diesem Konzil ist Petrus aufgestanden und hat erzählt, was er damals mit Gott erlebt hat, was wir in Kapitel 10 ja bereits studiert haben.

[2:19] Und wir lesen weiter in Vers 11: „Vielmehr glauben wir, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesus Christus gerettet werden, auf gleiche Weise wie jene.“ Petrus macht ganz deutlich: Die Erlösung geschieht allein durch die Gnade Jesu. Kein Jude wird aufgrund seiner Beschneidung oder Einhaltung bestimmter jüdischer Vorschriften gerettet, sondern allein durch die Gnade. Die Gnade Gottes, die sich in Jesus gezeigt hat, und diese Gnade gilt für alle Menschen. Das Apostelkonzil betont also, dass die Erlösung allein durch Jesu Gnade möglich ist. Und das ist eine Wahrheit, die wir immer und immer wieder hören müssen. Wir sind erlöst, allein, weil Gott uns in Jesus, der für dich und mich gestorben ist, begnadigt hat.

[3:16] Da liegt die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu. Die erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte. Und jetzt, als Petrus noch einmal das Evangelium in den Mittelpunkt rückt, sind alle bereit zu hören, wie Gott durch Paulus und Barnabas gewirkt hat, deren Erfahrungen bezeugt, wie Gott tatsächlich ihren Kurs, die Heidenchristen nicht formal zu Juden zu machen, gesegnet hat und wie dadurch das Evangelium sich weiter ausgebreitet hat.

[3:52] Nachdem sie aber aufgehört hatten, ergriff Jakobus das Wort und sagte: „Ihr Männer und Brüder, hört mir zu.“ Jakobus, der Bruder von Jesus, war zu dieser Zeit der Gemeindeleiter der Gemeinde in Jerusalem, also jemand, dessen Wort auch großes Gewicht hatte. Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen. Hier zeigte also Gottes Volk, das sind nicht nur die Juden, das sind alle, die den Namen Gottes annehmen. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, die geschrieben stehen. Und hier wird jetzt deutlich, was die Grundlage des Apostelkonzils gewesen ist. Petrus hat von seiner persönlichen Erfahrung berichtet, von seiner Vision, die er gehabt hat, und von den Dingen, die Gott ihm durch den Geist der Weissagung gezeigt hat. Barnabas und Paulus haben ihre Missionserfahrungen berichtet. Aber all das wird jetzt geprüft, getestet und abgeglichen mit dem Maßstab für alle Lehrer und Praxis, nämlich dem Wort Gottes, der Bibel.

[5:04] Jakobus sieht und betont, dass das, was Petrus und Paulus gesagt haben, mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Und nur dadurch ist gesichert, dass es wirklich die Wahrheit ist. Wir, auch wir, sollen alle Erfahrungen, die wir gemacht haben, an dem Wort Gottes prüfen, um sicherzustellen, dass Gott wirklich zu uns gesprochen hat.

[5:31] Und so zitiert Jakobus jetzt aus dem Alten Testament, und zwar aus dem Propheten Amos, dort Kapitel 9: „Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, damit die übrig gebliebenen der Menschen den Herrn suchen und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der all dies tut.“ Dieser Vers, und er hätte noch viele andere Verse finden können im Alten Testament, macht deutlich: Diese Vers macht deutlich, dass es Gottes Anliegen ist, auch aus den Heiden Menschen zu seinem Volk zusammenzuführen. In Amos steht interessanterweise dort in Amos 9, Vers 11 und 12, nicht die übrig gebliebenen der Menschen, sondern der „Überrest Edoms“. Und Edom war natürlich auch ein heidnisches Volk. Es geht also ganz explizit hier um die Nicht-Israeliten, die ebenfalls von Gott durch das Evangelium zu ihm gezogen werden.

[6:37] Jakobus sagt, mit anderen Worten: Das, was Paulus und Barnabas erzählen, was Petrus berichtet hat, das sind keine Neuerungen. Das ist eigentlich nur die Erfüllung dessen, was schon im Alten Testament vorhergesagt worden ist, was Gott selbst dort niedergelegt hat.

[6:55] Und das gibt den Ausschlag. Gott sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt. Darum urteile ich, dass man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll, sondern ihnen nur schreiben soll, es sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.

[7:20] Insbesondere die Vorschrift mit dem Blut geht jetzt zurück auf die Zeit direkt nach der Sintflut, zur Zeit von Noah, als es noch überhaupt gar kein jüdisches Volk in diesem Sinne gab. Und das sehen wir also, dass es das Anliegen der Apostel war, dass auch die Heiden sich an all dem, an alle halten, was das Alte Testament allgemeinverbindlich für alle Menschen vorschreibt. Es ging nur darum, dass die Heiden nicht sozusagen buchstäbliche Juden werden mussten durch die Beschneidung und die Einhaltung bestimmter spezieller jüdischer Vorschriften.

[7:57] Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt sollte die in verkündigen, da in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird. Und dieser Punkt ist auch sehr interessant und sollte nicht vernachlässigt werden. Das Apostelkonzil unter der Leitung von Jakobus zeigt, dass man ja davon ausgeht, dass auch die Heidenchristen dort, wo sie sind, in den verschiedenen Städten der Länder, Gelegenheiten haben werden, das Alte Testament gründlich kennenzulernen. Denn es gibt überall Synagogen und es gibt Sabbat-Gottesdienste, und die Bücher Mose werden dort überall mehr gelesen und studiert. Es ist also ganz ausdrücklich so, dass auch die Heidenchristen sich nach dem Alten Testament richten sollen.

[8:41] Daraufhin beschlossen ihre Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia am Orontes zu senden, nämlich Judas mit dem Beinamen Barsabas und Silas, führende Männer unter den Brüdern. Also einige Leiter werden jetzt mit Paulus und Barnabas mitgeschickt, um die dann verkündete Entscheidung des Apostelkonzils zu bestätigen.

[9:07] Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben: „Die Apostel und die Ältesten und die Brüder entbieten den Brüdern in Antiochia und in Syrien und die aus den Heiden sind, ihren Gruß.“ Hier sieht man also, das ist nicht nur die Ortsgemeinde in Antiochia, das war, sondern dass es weitaus griff diese Diskussion im ganzen Syrien der damaligen römischen Provinz und auch Kilikien, der Heimat von Paulus, im heutigen Süd-Türkei.

[9:39] „Dafür gehört haben, dass etliche, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, indem sie sagen, man müsste sich beschneiden lassen und das Gesetz halten, ohne dass wir sie dazu beauftragt hätten.“ Hier geht es also um das Mosaische Gesetz, das die ganzen spezifischen Reinheitsregeln, die insbesondere die ganzen Opfer, die kultischen Reinheitsregeln, hätte ich besser sagen müssen, die Opfergesetze beinhaltet, all das, was durch den Tod von Jesu nicht mehr notwendig war, weil Jesu all diese Opfer durch seinen eigenen Tod erfüllt hatte.

[10:18] So haben wir, die wir einmütig versammelt waren, beschlossen, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unserem geliebten Barnabas und Paulus, Männern, die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus. Wir haben deshalb Judas und Silas gesandt, die euch mündlich dasselbe verkündigen sollen.

[10:37] Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Dingen. Das Apostelkonzil ist also kein hat keine Entscheidung aus menschlichem Ermessen getroffen, sondern der Heilige Geist hatte durch die Vision zu Petrus gesprochen. Der Heilige Geist hatte Paulus und Barnabas in der Mission geführt, und der Heilige Geist hatte insbesondere auch durch das Alte Testament gesprochen. Und deswegen konnte man mit Überzeugung sagen, dass man dem Heiligen Geist gefolgt war.

[11:10] Auch wir sollten keine menschlichen Kompromisse schließen in Gemeindefragen, sondern uns immer fragen: Was sagt uns der Heilige Geist in dem Wort Gottes? Im Geist, der weiß, warum in der Erfahrung, die wir persönlich mit Gott gemacht haben.

[11:30] Jetzt kommen diese notwendigen Dinge: „Dass ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr Recht. Lebt wohl.“ So wurden sie nun verabschiedet und gingen nach Antiochia. Und sie versammelten die Menge und übergaben das Schreiben.

[11:48] Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich über den Trost. Und Judas und Silas, die selbst auch Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Worten und stärkten sie. Hier sehen wir, was die Aufgabe von Propheten auch im Neuen Testament ist. Propheten sind ja keine Angelegenheit nur des Alten Testaments, auch im Neuen Testament gibt es Propheten. Und ihre Aufgabe ist es, die Gemeinde Gottes, das Volk Gottes, zu ermahnen und zu stärken.

[12:19] Oder nachdem sie einige Zeit dort zurückgebracht zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden zu den Aposteln zurückgesandt. Silas aber beschloss, dort zu bleiben. Paulus und Barnabas hielten sich aber in Antiochia auf und lernten und verkündigten zusammen mit noch vielen anderen das Wort des Herrn. Hier sehen wir, dass Paulus und Barnabas, dass wir später auch in den Missionsreisen immer wieder sehen können, Mitarbeiter um sich geschaut haben und viele andere involviert haben. Die Mission der Urgemeinde war niemals eine Mission, die auf einzelne Hauptsprecher, Haupt-Evangelisten beschränkt gewesen ist.

[12:54] Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: „Lass uns wieder umkehren und in all den Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, nach unseren Brüdern sehen, wie es um sie steht.“

[13:06] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und danke, dass dein Heiliger Geist uns sein Wort so erklärt, dass wir wissen dürfen, was notwendig für uns ist, dass wir wissen dürfen, was dein Wille ist und dass wir deinen Willen unserem Leben ausleben dürfen und auch anderen zeigen können, was du gesagt hast. Herr, gibt, dass wir in allen Fragen des Glaubens uns immer allein auf dein Wort stützen und all unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben, an deinem Wort messen. Herr, schenkt uns den Glauben dazu und Dank dafür, dass du dich um deine Gemeinde kümmerst, lokal und weltweit. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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