In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Christopher Kramp die Apostelgeschichte 15:37-16:18. Er beleuchtet die Reisepläne von Paulus und Barnabas, die Meinungsverschiedenheit bezüglich Johannes Markus und die daraus resultierende Trennung. Weiterhin wird die zweite Missionsreise von Paulus mit Silas und Timotheus thematisiert, die Aufnahme Timotheus‘ in die Mission und die entscheidende Vision, die Paulus nach Makedonien führt. Abschließend wird die erste Bekehrung in Europa durch Lydia und die Konfrontation mit einem Wahrsagegeist in Philippi thematisiert.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 15:37-16:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1156. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort. Haben und dass wir alle unsere Emotionen, an uns Erfahrungen, alles was auf uns einströmt, also Ideen, mit denen wir konfrontiert werden, dass wir alles an deinem Wort prüfen können. Dein Wort, dein sicherer Wegweiser ist. Und wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort in unseren Alltag hineinsprichst, dass wir dein Wort verstehen können und in dem, was uns heute begegnet, wir es benutzen dürfen, um zu entscheiden, was du für unser Leben vorgesehen hast. Herr, wir danken dir, dass du uns führen möchtest durch deinen Heiligen Geist und möchte dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:25] Wir sind in Apostelgeschichte 15. Nach einiger Zeit macht Paulus den Vorschlag zu Barnabas, eine erneute, eine zweite Missionsreise zu unternehmen mit dem Ziel, die Gemeinden zu besuchen, die man auf der ersten Missionsreise in Zypern und im südlichen Kleinasien gegründet hat. Wir lesen weiter in Vers 37, der Markus genannt wird, mitzunehmen. Das ist genau der Johannes Markus, der später das Markus-Evangelium geschrieben hat und den wir schon auf der ersten Missionsreise kennengelernt haben, der mit in Zypern gewesen ist, aber dann als Mann nach Kleinasien weitergezogen ist, da quasi Angst bekommen hat und die Missionare Barnabas und Paulus verlassen hat und nach Jerusalem zurückgekehrt ist.
[2:22] Paulus jedoch hielt es für richtig, dass der, welcher in Perge von ihnen weggegangen und nicht mit ihnen zu dem Werk gekommen war, nicht mitgenommen werden sollte. Also Barnabas setzt sich für ihn ein, Paulus verweist auf die schlechte Erfahrung, die man gemacht hat und ist der Meinung, dass man ihm keine zweite Chance jetzt geben sollte, dass man ihn nicht mitnehmen sollte. Deshalb entstand eine heftige Auseinandersetzung, so dass sie sich voneinander trennten. Und Barnabas nahm Markus zu sich und fuhr mit dem Schiff nach Zypern.
[2:51] Hier sehen wir, dass sogar in der Urgemeinde bei so Geist erfüllten Missionaren wie Paulus und Barnabas es zu menschlichen Schwierigkeiten kommen konnte. Man sah nicht gleich, man urteilte unterschiedlich über andere Mitarbeiter und das führte letztendlich sogar zu einer Trennung. Barnabas möchte unbedingt den Markus mitsingen und fährt mit ihm danach Zypern, während Paulus eine andere Route einschlägt. Paulus aber wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes empfohlen, und er durchzog Syrien und Kilikien und stärkte die Gemeinden. Also erst dann über den Landweg nach Kleinasien gegangen.
[3:34] So gab es jetzt zwei Missionsreisen gleichzeitig und in der Apostelgeschichte wird die Missionsreise von Paulus jetzt weiter verfolgt. Er kam aber nach Derbe und Lystra und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters. Wir kennen diese Orte Derbe und Lystra aus der ersten Missionsreise von Barnabas und Paulus. Der hat ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium. Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen.
[4:07] Oder nahm ihn und ließ ihn beschneiden um der Juden willen, die in jener Gegend waren, denn sie wussten alle, dass sein Vater ein Grieche war. Als sie aber die Städte durchzogen, übergaben sie ihnen zur Befolgung die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse. So wurden nun die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.
[4:31] Eine ganz interessante Geschichte. Wir sehen hier, dass Paulus es wichtig war, dass die Gemeinden, die er gegründet hatte in Kleinasien, in Übereinstimmung waren, theologischer und organisatorischer Übereinstimmung mit der Gemeinde in Jerusalem und damit mit der gesamten Gemeinde, die sich jetzt weltweit ausbreiten wollte. Paulus war also sehr wohl der Meinung, dass Gemeindeordnung sehr, sehr notwendig ist.
[5:03] Zumal die Entscheidungen des Apostelkonzils ja auf Grundlage der Bibel und der Führung des Heiligen Geistes getroffen worden waren. Er hat also überall in den Gemeinden diesen Beschluss vorgelegt und die Gemeinden ermutigt und ermahnt, diesem allgemeinen Beschluss zu folgen. Und damit war klar, dass die Heiden sich nicht beschneiden lassen mussten.
[5:26] Dadurch, sagt die Bibel, dass die Gemeinden auch gestärkt worden sind. Sie haben in der Mission Zuwachs gehabt. Das heißt, der Beschluss beim Apostelkonzil war ein Beschluss gewesen, der die Mission auch vorangebracht hat. Gleichzeitig gab es aber die Situation jetzt mit diesem Timotheus.
[5:42] Paulus war es ja gewohnt gewesen, immer wieder auch Mitarbeiter heranzuziehen, auszubilden, jüngere Leute, so wie er das auch bei Barnabas erlebt hatte, als Barnabas ihn aus Tarsus geholt wurde, geholt hatte, um ihn endlich mit ihm gemeinsam zu wirken. Paulus hat das sein Leben lang praktiziert, dass er Mitarbeiter an seiner Seite hatte, die er ausgebildet hat für das Werk Gottes.
[6:09] Timotheus lebte quasi in zwei Welten, ja, hatte eine jüdische Mutter, aber griechischen Vater. Und Paulus wusste, dass wenn er als Unbeschnittener das Evangelium verkündigt, dann hat das Konfliktpotenzial. Könnte es Konfliktpotenzial haben. Und obwohl er gerade den Gemeinden erklärt hatte, dass die Heiden sich nicht beschneiden lassen müssen, bittet er hier den Timotheus um eine größere Reichweite für das Evangelium haben zu können.
[6:39] Etwas zu tun, was er nicht tun müsste, um der Mission willen. Und hier sehen wir, wie Paulus gedacht hat: Es ging nicht darum, auf das eigene Recht zu pochen, sondern manchmal vielleicht auch unangenehme Dinge zu tun, einfach nur, weil man damit Vorurteile abbauen konnte. Möge Gott uns so einen Geist auch in unserem Leben geben, dass wir nicht nur darauf pochen, was wir brauchen und was unser Recht ist, sondern uns die Frage stellen: Wie muss ich mich verhalten, damit ich möglichst wenig Konflikte erzeuge, damit das Evangelium möglichst ungehindert sich verbreiten kann?
[7:17] Man kann niemals verhindern, dass es Widerstand gibt, aber man kann durch sein eigenes Verhalten, auf andere zuzugehen und Brücken bauen. Und das ist, was wir hier bei Paulus und Timotheus sehen können.
[7:32] Als sie aber durch Galatien und das Gebiet Galater durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. Galatien ist in Anatolien, in der Zentral-Türkei, und Asia war im Westen. Man wollte also diese Richtung gegen Asia, war eine besonders reiche und wichtige, kulturell hochstehende Provinz im römischen Reich. Paulus hat sich bestimmt vorgenommen, dort Großes erreichen zu können, aber der Heilige Geist hatte andere Pläne.
[8:00] Und wir können in der Apostelgeschichte sehen, dass wir bereit sein müssen, unsere Pläne vom Heiligen Geist verändern zu lassen. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist ließ sie nicht. Das war im Norden der heutigen Türkei, und auch diese Pläne hat der Geist nicht gut geheißen. Und wir können ja sehen, dass wir nicht einfach nur auf eigene Faust losmarschieren sollten, sondern dass wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes so unterstellen, dass der Heilige Geist uns zeigen kann, wo er uns haben möchte.
[8:33] Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. Das ist die Gegend, wo früher die Griechen das antike Troja identifiziert hatten. Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht, ein mazedonischer Mann, also jemand von der anderen Seite, nämlich aus Europa, aus Makedonien. Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: "Komm herüber nach Makedonien und hilf uns!"
[9:01] Als aber dieses Gesicht gesehen hatte, waren wir so gleich bestrebt, nach Makedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, dass uns der Herr berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkündigen. Ja, es hätte bestimmt viel Freude gemacht in Asia, das Evangelium zu verkündigen. Es hätte bestimmt auch Leute gegeben, die mit Interesse in Bithynien zugehört haben, aber Gott hat einen anderen Plan.
[9:23] Die Missionare und Paulus sollten einen neuen Forschungsbereich, sie sollten unerreichtes Gebiet bearbeiten, sollten jetzt nach Europa hinübergehen. Und wir lesen hier dieses interessante Wort, ganz unauffällig zeigt der Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, an der bis zu diesem Zeitpunkt berichtet, was ihm berichtet worden sein wird, dass er ab diesem Zeitpunkt auch Teil der Reisegesellschaft von Paulus gewesen ist und ja, große Teile oder das Wesentliche des restlichen Buches auch aus Augenzeuge aus eigenem Erleben berichtet.
[10:06] So fuhren wir denn mit dem Schiff von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake und am folgenden Tag nach Neapolis und von dort nach Philippi, welches die bedeutendste Stadt dieses Teils von Makedonien ist. Eine römische Kolonie, das heißt, dort lebten vor allem römische Legionäre, die dort nach ihrem Kriegsdienst angesiedelt worden waren. Dort war die römische Kultur stark vertreten.
[10:32] Wir hielten uns aber in dieser Stadt etliche Tage auf und am Sabbattag gingen wir vor die Stadt hinaus an den Fluss, wo man zu beten pflegte. Und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren. Wir haben schon gesehen, dass Paulus, wie auch die anderen Missionare der damaligen Zeit, die Angewohnheit gehabt hatten, immer zuerst zur Synagoge zu gehen und am Sabbat dort im Gottesdienst das Wort Gottes erklären, auszulegen und so zu sehen, wer offen ist für das Evangelium und mit diesen Menschen dann weiter auch die Heiden zu erreichen.
[11:05] Hier in Philippi gab es nicht mal eine Synagoge, die Menschen dort den jüdischen Glauben hatten. Die trafen sich am Fluss und dann sieht man bereits, was für ein interessantes, echtes missionarisches Neulandgebiet hier auch auf die Missionare wartete.
[11:23] Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu. Thyatira lag in Asia, sie war also auch aus Kleinasien hier nach Philippi gekommen. Man hätte sie in Asia gar nicht getroffen, sondern man musste jetzt nach Makedonien ziehen, um diese Frau aus Asia hier zu treffen. Der Herr hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen.
[11:47] Und der Herr tat ihr das Herz auf, so dass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. Es ist Gott, der uns hilft, die Worte des Evangeliums zu verstehen, wenn wir grundsätzlich wollen, wenn wir Interesse haben an der Wahrheit, dann ist es Gott, der unsere Herzen öffnet, damit wir die Predigt des Evangeliums richtig begreifen können.
[12:08] Als sie aber getauft worden war, als die erste Bekehrte in Europa und auch, soweit wir das wissen können, als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus bat sie und sprach: "Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an den Herrn gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt dort." Und sie nötigte uns.
[12:33] Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, dass uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagegeist hatte und ihren Herren durch Wahrsagen großen Gewinn verschaffte. Diese folgte Paulus und uns, schrie und sprach: "Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes, die uns den Weg des Heils verkündigen."
[12:54] Nun, wenn man die Worte genau analysiert, stellt man fest, dass sie eigentlich theologisch durchweg richtig sind. Es ist die Art und Weise, mit der sie gesprochen hat, und die Assoziationen, die mit ihrem Beruf und ihrer Tätigkeit geweckt worden sind, die dazu angetan waren, den Menschen den Eindruck zu erwecken, dass auch Paulus, Lukas, Timotheus und Silas, dass auch diese Männer eigentlich nur Wahrsagepriester waren, Magier, die mit so Zaubersprüchen und Wahrsagerei ihr Geld verdient haben.
[13:30] Und es ist tatsächlich viele Tage lang. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: "Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren!" Und er fuhr aus in derselben Stunde.
[13:44] Paulus hat die Kraft Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes hier dem Wirken Satans, der die Menschen verwirren wollte, Einhalt geboten. Und auch wir dürfen wissen, dass Gott uns helfen möchte, wenn der Satan und seinen Dienst in ein falsches Licht rücken möchte, wird Gott, wenn wir ihn darum bitten, eingreifen, damit sein Evangelium nicht verzehrt wird.
[14:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir sehen können, dass der Heilige Geist unsere Pläne kennt, aber nicht nur das, dass er sogar noch bessere Pläne hat als wir uns ausdenken können. Herr, du weißt, wie schwer uns das oft im Alltag fällt, unsere Pläne dir ganz zu übergeben, so oft einfach das tun wollen, was uns in den Sinn kommt. Daher schenke uns echten Glauben.
[14:40] Schenke mir und jedem, der dieses Video sieht oder später anhört, schenke uns echten, tiefen Glauben, dass die Führung des Heiligen Geistes das Beste ist, was uns in unserem Leben passieren kann.
[14:58] Herr, gibt, dass auch wir Menschen treffen, die du erreichen möchtest, die noch nie von dir gehört haben, und für uns durch deinen Heiligen Geist heute an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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