Veröffentlicht am
277 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Apostelgeschichte 17:3-23 spricht Christopher Kramp über die Reaktionen auf die Botschaft des Evangeliums in Thessaloniki und Beröa. Er beleuchtet die unterschiedlichen Herangehensweisen der Menschen an die Lehre und wie Paulus seine Botschaft an die jeweilige Kultur anpasste. Die Predigt ermutigt dazu, die Bibel selbst zu studieren und die Wahrheit mit Liebe zu suchen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1158. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast, dass du für uns da bist, ganz egal, ob es uns gut oder schlecht geht, dass du uns in den Krisen genauso beschützen und segnen möchtest, wie in Zeiten, wo es uns ganz blendend geht. Wir möchten lernen, so wie Paulus und Silas, auch in schwierigen Situationen darauf zu vertrauen, dass du das Beste für uns willst und dass wir dich loben und preisen, auch dann, wenn wir negative Dinge erleiden müssen. Ich möchte dich bitten für mich persönlich und für jeden von uns, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir in jeder Lebenslage darauf vertrauen, dass du es gut mit uns meinst. Wir wollen, unabhängig von Gefühlen und äußeren Umständen, dir die Ehre geben. Wir möchten dich bitten, dass wir auch heute durch dein Wort gesegnet werden, dass du zu uns sprichst und dass wir dich besser kennenlernen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:51] Wir sind in der Apostelgeschichte 17. Paulus und Silas sind nach Thessaloniki gekommen und gehen dort mehrmals hintereinander am Sabbat in die Synagoge. Es heißt hier in Vers 3: „Indem er also Paulus erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste und sprach: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus.“ Also Paulus predigt Jesus, er zeigt aus dem Alten Testament, wie Jesus die Prophezeiungen auf den Messias genau erfüllt hat. Dass nämlich das Verständnis, dass die allermeisten gehabt haben, dass der Messias sein militärischer Führer sein würde, ein falsches Verständnis gewesen ist. Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an. Auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen, also die nicht-Juden, die allerdings sich den jüdischen Glauben angeschlossen hatten, so wie nicht wenige der vornehmsten Frauen. Also sehr viele werden durch die Sabbat-Predigten des Paulus überzeugt. Aber die Juden, die sich weigerten zu glauben, und die haben das selbe Muster, das wir in all den anderen Orten auch gesehen haben, wo Paulus als Missionspionier...

[3:03] Die Juden, die sich weigern zu glauben, wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel. Erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr. Das ist eines der Mittel, die der Satan immer wieder anwendet: Aufruhr, Unruhe, Tumulte, um damit das Evangelium als den vermeintlichen Auslöser dieser Tumulte in Misskredit zu bringen. Und wir werden auch sehen, letztendlich in der Endzeit, dass ähnliche Dinge wie dort passieren werden. Und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor die Volksmenge zu führen. Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrien: „Diese Leute, die die ganze Welt in Aufruhr versetzen, sind jetzt auch hier!“ Und es gibt uns interessanterweise einen interessanten Einblick in die Durchdringung der Evangeliumsbotschaft in der Welt. Natürlich war noch nicht die gesamte bewohnbare Welt mit dem Evangelium zu diesem Zeitpunkt, aber hier sehen wir ganz deutlich, das war kein regionales Phänomen. Die Apostel sind in verschiedene Gegenden ausgeströmt und die Kunde davon hatte bereits auch diese Gegend erreicht, dass es hier eine neue Bewegung gibt, die jetzt auch hier in Thessaloniki angekommen war.

[4:19] Ja, so hat sie aufgenommen. Und doch handeln sie alle gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen: „Ein anderer sein König, nämlich Jesus.“ Und hier sehen wir, was für eine Strategie die Aufrührer haben. Sie wollen das Ganze politisieren und wollen den Eindruck erwecken, als ob die Christen gegen das römische Reich wären und Jesus als einen quasi Ersatzkönig postulieren. Das bedeutet, mit anderen Worten, es ist sehr töricht gewesen, wäre es gewesen von den Christen damals, wenn sie tatsächlich gegen das römische Reich politisiert hätten, wenn sie tatsächlich gegen das römische Reich gewettert hätten. Weil dann hätten solche Anklagen Substanz gehabt.

[5:04] Wir uns, wenn wir solchen Anklagen, dass unser Glaube die politischen Ordnungen umstürzen will, wenn wir solchen Anklagen durch unser Verhalten auch noch Futter geben sollten. Paulus und Silas war das nicht der Fall gewesen. Wir wissen, wie Paulus zu dieser Frage stand. Der hat das später in Römer 13 sehr deutlich gezeigt. Sie brachten aber die Menge und die Stadt-Obersten, welche die hörten, in Aufregung, so dass sie Jason und die übrigen nur gegen Bürgschaft freiließen. Also da hat sich richtig Zorn aufgestaut.

[5:43] Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. Also Paulus verfolgt immer wieder dieselbe Strategie. Diese waren aber edler gesinnt als die in Thessaloniki und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf. Und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. Von den Beröern kann man wirklich etwas lernen. Zum einen waren sie nicht solche, die ständig Fehler gesucht haben. Sie haben mit Wohlwollen dem Paulus zugehört. Sie haben nicht versucht, irgendwo einen Fehler zu finden. Aber dann, nachdem sie wohlwollend mit aller Bereitwilligkeit das Wort aufgenommen haben, haben sie täglich die Bibel studiert, um festzustellen, ob Paulus wirklich die Wahrheit sagt. Sie hatten dazu noch nicht den Römerbrief oder die Offenbarung, auch noch nicht das Johannesevangelium. Sie hatten das Alte Testament. Sie haben also anhand von Jesaja und Jeremia, von den Mose-Büchern, den Psalmen, den Propheten, den Geschichtsbüchern, von all den Büchern des Alten Testaments, anhand dieser Grundlage die Evangeliumspredigt, die Paulus studiert und geprüft.

[7:03] Hoffentlich haben auch wir unsere Wohnung, wir übertragenen Sinne gesprochen, in Beröa. Hoffentlich sind wir gute Kenner der Bibel, um, wenn Predigten gehalten werden, wir nicht einfach alles aufnehmen, nur weil es gesagt worden ist, sondern dass wir alles gründlich prüfen. Aber nicht einfach, um Fehler zu finden, sondern der Wahrheit will, aus Liebe zur Wahrheit, nicht aus Kritiksucht, sondern ein tiefes Verlangen, Gott zu gefallen.

[7:37] Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. Weil sie diese Einstellung hatten und weil sie diese Angewohnheit hatten, die Bibel wirklich zu erforschen, haben sie echten Glauben gefunden.

[7:54] Als aber die Juden von Thessaloniki erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und stachelten die Volksmenge auf. Wir sehen hier, wie auch zuvor schon bei der ersten Missionsreise dort, die Leute aus den Städten Ikonium und Pisidien nach Lystra geschickt wurden, werden hier Leute aus Thessaloniki nach Beröa geschickt.

[8:21] Daraufhin sandten die Brüder den Paulus sogleich fort, damit er bis zum Meer hinziehe. Silas und Timotheus aber blieben dort zurück. Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen. Und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort. Also für eine gewisse Zeit wird jetzt Paulus von den anderen Begleitern abgetrennt. Er wird schon vorgeschickt, weil der Zorn sich vor allem gegen ihn richtet. Silas und Timotheus bleiben zurück, um auf die Gläubigen noch zu stärken, aber erhalten den Auftrag, ihm dann doch zu folgen. Denn Paulus steht jetzt vor einer der größten und bedeutendsten Städte, vor allem auch ein kultureller und religiöser Hinsicht der gesamten Antike. Er steht vor Athen, dort, wo die Philosophen einhergingen, dort, wo große literarische Werke entstanden sind, dort, wo Experimente mit der Demokratie gemacht worden sind. Dort wird Paulus jetzt und bringt die Botschaft des ewigen Lebens.

[9:19] Während aber Paulus in Athen auf sie wartete, sein Geist in ihm da die Stadt so voller Götzenbilder sein. Und Athen war nicht die einzige Stadt, in denen es Götzenbilder gab, aber Athen war muss so voll von Götzenbildern gewesen sein, dass es den Paulus, der ja schon einiges in Kleinasien und in Griechenland gesehen hatte und nach Makedonien, sehr betrübt haben muss. Er hatte nun in der Synagoge und der Rede mit den Juden und den Gottesfürchtigen und auch täglich auf dem Marktplatz mit denen, die gerade dazu kamen. Das war ja eine Angewohnheit damals in der Antike. Man konnte auf den Marktplatz gehen und dort einfach Gespräche führen. Dort wurden philosophische Debatten abgehalten und wurden damals auch Gerichtsverhandlungen durchgeführt. Das war ein Ort, wo man sich traf und wo man miteinander sprach.

[10:07] Aber etliche der epikureischen und auch der stoischen Philosophen maßen sich mit ihm. Die Epikureer, die auf Epikur zurückgehen, waren Philosophen, deren Philosophie darin bestand, dass man vor allem das Leben genießen wollte und in diesem Leben die schönsten Genüsse haben wollte. Während die Stoiker darauf bedacht war, alle Gefühle und alle emotionalen Regungen abzustumpfen, dass man alles gleichgültig über sich ergehen lässt. Man spricht ja auch von der stoischen Ruhe, die jemand hat. Und manche sprachen: „Was will dieser Schwätzer wohl sagen?“ Andere aber: „Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein, denn er verkündigte ihnen das Evangelium von Jesus und der Auferstehung.“ Und sie ergriffen ihn und führten ihn zum Areopag und sprachen: „Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die von dir vorgetragen wird?“

[11:01] Also da gibt es jetzt sein größtes Interesse bei den Athenern, wenn du etwas Fremdartiges für unsere Ohren bringst. Deshalb wollen wir erfahren, was diese Dinge bedeuten sollen. Also eins ist sicher: Paulus war hier ein echter Pionier. Bis dahin war das Evangelium von Jesus Christus noch nicht vorgedrungen. Alle Athener nämlich und auch die dort lebenden Fremden vertrieben sich mit nichts anderem so gerne die Zeit, als damit, etwas Neues zu sagen und zu hören. Leider sind wir oftmals wie die Athener. Wir wollen ständig etwas Neues hören, eine neue Sensation hören. Aber das ist nicht die beste Einstellung, um Wahrheit wirklich zu verstehen.

[11:40] Das stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sprach: „Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr in allem sehr auf die Verehrung von Gottheiten bedacht seid. Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: Dem Unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch den, welchen ihr verehrt, ohne ihn zu kennen.“ Wir können ja sehr schön beobachten, wie Paulus, der innerlich ergrimmt war über all die Bilder, sogar diese Tatsache der ganzen Bilder jetzt noch zu einer Brücke bauen kann, um ihr Herz zu erreichen. Wir sehen, was er innerlich gedacht hat, wir sehen aber auch, wie er jetzt kommuniziert. Er hat nicht einfach losgeschimpft, er hat sie nicht ausgeschimpft wegen ihrem Götzenglauben. Er hat sogar noch einen Altar, auf dem der Unbekannte Gott angebetet worden ist, als Brücke nehmen können, um ihre Gedanken jetzt auf den wahren Gott zu lenken. Und das zeigt etwas auch von der missionarischen Einstellung, die Paulus gehabt hat. Er hat viele Dinge gesehen, die er nicht gutheißen konnte, aber nicht alles an Bord und Stelle in Grund und Boden kritisiert. Er hat versucht, erst einmal die Menschen zu Gott zu führen, damit sie dann sehen, warum Dinge falsch sind.

[12:53] Lass uns gemeinsam reden. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns die Einstellung der Beröer schenkst, dass wir die Bibel selbst studieren, dass wir uns nicht darauf verlassen, was andere sagen, auch wenn sie Paulus heißen würden, sondern dass wir dein Wort selbst verstehen und dann aus eigenem Studium wissen, was du wirklich sagst. Das bitten wir im Namen Jesu. Alle.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.