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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Christopher Kramp den Abschnitt Apostelgeschichte 21:7-28. Er beleuchtet Paulus‘ Reise nach Jerusalem, die prophetische Warnung von Agabus und die Spannungen innerhalb der Jerusalemer Gemeinde. Die Predigt thematisiert auch Paulus‘ Bereitschaft, für seinen Glauben zu leiden, und die Herausforderungen, die sich aus der Integration von Heidenchristen und jüdischen Traditionen ergeben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1164. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für Gemeinde, danke sagen für Geschwister, die so denken wie wir, die uns trösten, uns stärken. Aber Herr, wir verstehen auch, dass es in dieser Welt immer auch Trennung gibt, immer auch ein Wiedersehen. Wir warten und hoffen auf den Himmel, auf die neue Erde, wo es keine Trennung mehr gibt. Bis dahin wollen wir in diesem Leben, bei aller Dankbarkeit für die tollen Momente, die wir mit Geschwistern gehabt haben, nicht aus den Augen verlieren, dass du der Einzige bist, der uns nie verlässt, dass unser größtes und wichtigstes Ziel immer sein muss, mit dir zusammen zu sein, dass wir unseren Lauf vollenden, die Aufgabe zu Ende bringen, die du uns gegeben hast. Herr, das bitten wir, dass du uns die Freude schenkst und dass wir alles andere für zweitrangig achten. Das bitten wir und danken dir, dass du auch heute dazu durch dein Wort zu uns sprechen wirst. Im Namen Jesu, Amen.

[1:57] Wir sind in der Apostelgeschichte 21. Paulus und seine Gefährten sind auf dem Weg zurück nach Jerusalem. Sie sind in Tyros gelandet, haben dort ein paar Tage verbracht und sind dann wieder mit einem Schiff weitergefahren. Wir lesen in Apostelgeschichte 21, Vers 7: "Und wir beendigten die Fahrt, die wir in Tyrus begonnen hatten, und kamen nach Ptolemais und begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen. Am folgenden Tag aber zogen wir, die wir Paulus begleiteten, fort und kamen nach Cäsarea und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den sieben war und blieben bei ihm." Einer von den Diakonen, den wir am Anfang der Apostelgeschichte ab Kapitel 6 und dann vor allem Kapitel 8 kennengelernt haben, der dort in Samaria gewirkt hat und der den Kämmerer aus Äthiopien getroffen hat, und der jetzt als Diakon mal gewählt worden war und sicherlich vielleicht auch als der Kur noch gewirkt hat, aber auch als Evangelist, als jemand, der Menschen zu Gott führt, gearbeitet hat und gewirkt hat. Dieser hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten. Hier auch ein sehr schönes Beispiel dafür, dass auch Frauen in der Bibel, sowohl im Alten Testament, da denken wir an die Hulda zum Beispiel, als auch hier diese vier Jungfrauen zum Beispiel, dass auch Frauen als Prophetinnen berufen werden können von Gott.

[3:24] Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Judäa ein Prophet namens Agabus. Den haben wir schon kennengelernt, etwas früher. Das war derjenige, der auch die Hungersnot zurzeit von Kaiser Claudius vorhergesagt hat, aufgrund dessen ja eine Sammlung gemacht worden ist in der Gemeinde Antiochia um dann die betroffenen Gebiete in Jerusalem zu unterstützen. Der kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach: "So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Heiden..." Warten sowohl wir als auch die Einheimischen, dass er nicht nach Jerusalem hinaufziehen soll. Aber Paulus antwortete: "Was tut ihr da, dass ihr weint und mir das Herz brecht? Ich bin bereit, mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen, sondern auch zu sterben für den Namen des Herrn Jesus." Paulus hatte die Kosten überschlagen. Er war bereit, auch das letzte Opfer zu geben für seinen Herrn, der alles für ihn gegeben hatte. Und da er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns und sprachen: "Der Wille des Herrn."

[4:43] Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem. Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem gewissen Nason aus Zypern, einem alten Jünger, bei dem wir als Gäste wohnen sollten. Und als wir in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder mit Freuden auf. Sie werden dort in der Gemeinde willkommen geheißen. Am folgenden Tag aber ging Paulus mit uns zu Jakobus und alle Ältesten fanden sich ein. Und nachdem er sie begrüßt hatte – Jakobus war ja der Leiter der Gemeinde in Jerusalem – und nachdem er sie begrüßt hatte, erzählte alles bis ins Einzelne, was Gott durch seinen Dienst an den Heiden getan hatte. Sie priesen den Herrn, als sie dies hörten.

[5:27] Und sie sprachen zu ihm: "Bruder, du siehst, welche große Zahl von Juden gläubig geworden ist, und alle sind eiferer für das Gesetz. Paulus kommt zurück von den Missionsreisen und berichtet, was er in den Gebieten in Griechenland und Kleinasien erlebt hat und wie die Heiden sich zum Evangelium gewandt haben. Und er kommt doch nach Jerusalem und die Gemeinde, die Gemeindeältesten sind begeistert, aber sagen: "Weißt du, wir haben auch sehr viele Menschen hier sich bekehrt, das sind vor allem Juden Christen, und die drängen sehr auf die Einhaltung des Mosaischen, des jüdischen Gesetzes."

[5:59] "Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, du würdest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose lehren und sagen, wir sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln. Nun, die Gemeinde selbst hat ja beschlossen, dass eine Beschneidung nicht notwendig ist. Aber wir spüren hier, das ist innerhalb der mittlerweile ziemlich groß gewordenen christlichen Gemeinde, die vor allem aus Juden Christen bestand in Jerusalem, ist eine gewisse, gewisse Vorbehalte gegen Paulus gab, den man als einen Abgefallenen betrachtete, der sie eben nicht, der eben nicht die jüdischen Tradition und jüdischen Gebräuche weiter pflegt. Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall muss die Menge zusammenkommen, denn sie werden hören, dass du gekommen bist. Man ahnt also schon, es wird einen Aufruhr geben, so tun und das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben, die sind zu dir. Lass dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, dass sie das Haupt scheren lassen. So können alle erkennen, dass nichts ist an dem, was über dich berichtet worden ist, sondern dass auch du ordentlich wandelst und das Gesetz hältst. Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir geschrieben und angeordnet, dass sie von alledem nichts zu befolgen haben, sondern sich nur hüten sollen von dem Götzenopfer und dem Blut und von erstickten."

[7:25] Geht also auch ein bisschen um die Frage, wie ein Paulus, der Jude ist und jetzt Christus, ob er immer noch auch als Jude leben soll. Die Idee ist sozusagen, dass die Juden Christen auch auf jeden Fall die jüdischen Bräuche weiter befolgen müssen, während die Heiden das nicht müssen. Paulus war das schon gedanklich eigentlich ein Schritt weiter gewesen.

[7:54] Es klingt nach einem diplomatischen Plan, was ein menschlicher Plan.

[8:02] Der Name Paulus die Männer zu sich und ging am folgenden Tag, nachdem er sich hatte reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für jeden von ihnen das Opfer dargebracht werden sollte.

[8:12] Paulus fügt sich und er macht bei diesem Plan mit. Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus der Provinz Asien den im Tempel sahen die ganze Volksmenge.

[8:32] All diese diplomatischen Manöver haben doch nichts gemacht und schrien: "Israelitische Männer, kommt zu Hilfe! Das ist der Mensch, der überall jeder Mann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Städte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht!"

[8:52] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wissen nicht genau, was in der Zukunft auf uns zukommt. Das, was uns die Prophetie sagt, was wir schon wissen können, zeigt, dass es schwierig werden wird. Aber wir wollen uns nicht fürchten, wir wollen dir vertrauen, aber dem Glauben vorangehen. Ich möchte danke sagen, dass du uns nicht verlässt, dass du für uns da bist und dass du uns auch in großen Schwierigkeiten segnen wirst. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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