In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Römer 7 und 8 ein und erklärt die tiefgreifenden Veränderungen, die durch den Glauben an Jesus Christus im Leben eines Gläubigen stattfinden. Er beleuchtet den Kampf zwischen dem alten und dem neuen Ich und zeigt auf, wie der Heilige Geist die Kraft gibt, dem Gesetz Gottes zu gehorchen und ein Leben im Geist zu führen, frei von der Verdammnis der Sünde.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 7:16-8:10
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 1183. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten von ganzem Herzen Dank sagen für dein wunderbares Evangelium, für die Kraft und die Schönheit, die wir dort entdecken können und die unser Leben verändert. Herr, wir danken dir, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Und wir möchten heute, an diesem Tag, uns dir zur Verfügung stellen. Wir möchten der Gerechtigkeit dienen, wir möchten aus Glauben, durch deinen Heiligen Geist, gehorsam sein. Das gesagt, dass du uns einen neuen Geist geben möchtest, deinen Geist, und in uns bewirken möchtest, dass wir deine Gesetze, deine Gebote, deine Satzung befolgen und tun. Ja, das wünschen wir uns für den heutigen Tag und auch für den morgigen, für jeden Tag unseres Lebens. Und bitten dich, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:34] Wir sind in Römer Kapitel 7. Paulus hat mit einer interessanten, auf den ersten Blick nicht so leicht zu entschlüsselnden Metapher gezeigt, dass wir erst dann wirklich Jesus ganz dienen können, wenn der alte Mensch gestorben ist. Denn solange der alte Mensch noch lebt, bewirkt das an sich heilige und geistliche und gute Gesetz, dass wir die Sünde erkennen, aber keine Kraft haben, der Sünde zu widerstehen. Wir sehen, was alles Sünde ist, und in unseren fleischlichen, menschlichen Bemühungen, Gottes Gebote irgendwie zu halten, sinken wir immer tiefer hinab und immer mehr Sünde entsteht. Und so beschreibt er diesen Zustand, wenn ein Mensch das Richtige tun will, aber doch nur findet, dass er unter das Gesetz verkauft, die Sünde verkauft, es versklavt ist.
[2:23] Wir lesen weiter in Römer 7, Vers 16: "Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist." So, wie wir das schon gelesen haben in Vers 11, dass das Gesetz heilig, recht und gut ist. Wir lesen weiter, Vers 17: "Jetzt aber vollbringen nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht." Wir haben gesehen, Paulus hatte das Bild von einer Frau und von einem Mann und einem zweiten Mann. Der erste Mann war das sündige Fleisch, und das ist das, was er hier beschreibt. Die Frau, so haben wir schlussgefolgert, ist die Willensentscheidung. Und der zweite Mann ist Christus. Solange der erste Mann lebt, kann die Frau vielleicht sagen: "Ich würde gerne einen anderen Mann haben. Ich weiß, dass das nicht gut für mich ist." Aber das Gesetz bindet sie in diesem Mann. Sie kommt von ihm nicht los. Und das ist dieser Zustand eines Menschen, der verstanden hat, was Gottes Wille für sein Leben ist, oder oder der verstanden hat, was gut und was falsch ist, aber der noch nicht die Kraftquelle gefunden hat, durch die Gnade Gottes, das gesündete vergeben wird und der Heilige Geist sein Herz erfüllt. Jemand, der schon die moralischen Maßstäbe Gottes erkennt, aber immer noch dessen alter Mensch immer noch lebendig ist.
[3:55] Und du sagst, Vers 18: "Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden", das wäre diese Frau, "aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will." Das verüblich, das ist dieser Mensch, denn das Gesetz schaut und das mit aus fleischlichen Antrieb oder als Mensch versucht zu halten und es nicht gelingt.
[4:24] "Werde ich aber das tun, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in der wohnt." Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, durch das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust dann im Gesetz Gottes, nach dem inneren Menschen. Da gibt es also schon eine klare Erkenntnis, da gibt es diesen Wunsch, Gottes Gesetz folgen zu wollen, aber er kann noch nicht die Kraft. Es fehlt ihm. "Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt, oder das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist." Und das ist Paulus nicht nur eine theologische Abstraktion, nicht nur eine theoretisches ähm Definieren von von theologischen Kategorien. Es ist für ihn eine eine Sache auf Leben und Tod, denn er sagt: "Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleid?"
[5:20] Und dann kommt die Antwort: "Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn." So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
[5:40] Während das unser fleischliches, sündiges Fleisch bestehen bleibt, körperlich gesehen, kann unsere Willensentscheidung sich ganz auf Jesus, sich für Jesus entscheiden, weil unser alter Mensch sterben kann.
[6:04] Wie wir das am Anfang von Kapitel 7 gesehen haben, so gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch verhandeln, sondern gemäß dem Geist. Die also der Sünde abgestorben sind, für die der alte Mann tot ist. Auch wenn er physisch, körperlich noch da ist, aber geistlich gesehen, sie nicht mehr in ihn gebunden sind, weil sie glauben, dass am Kreuz von Golgatha dieser Mensch mit Christus gestorben ist. Sie wandeln jetzt nicht mehr nach dem Fleisch, sie wandeln gemäß dem Geist. Sie sind wiedergeboren, neu geboren von oben, gezeigt, so wie das Jesus dem Nikodemus in Johannes 3 erklärt hat.
[6:48] Das ist nicht das Fleisch, was uns nützt, sondern der Heilige Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat uns frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Das, was ein Kapitel 7 ihn noch zur Verzweiflung gebracht hat, davon kann man frei werden. Kapitel 7 beschreibt nicht den Dauerzustand eines Gläubigen bis an sein Lebensende, beschreibt den Zustand eines Menschen, der ringt und dem noch die Kraftquelle des Heiligen Geistes nicht richtig erschlossen ist. Aber sobald er sich im völligen Vertrauen an Gott wendet und ihm glaubt, was am Kreuz von Golgatha geschehen ist, wenn er Frieden macht mit Christus und der Heilige Geist in sein Herz kommt, die Liebe Gottes mit sich bringt, dann werden wir frei vom Gesetz der Sünde und des Todes.
[7:38] Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war – das ist immer noch der Gedanke von Kapitel 7. Man schaut in das Gesetz, das Gesetz des heilig, gerecht und gut, aber das eigene Fleisch ist kraftlos, weil es Sünde ist, und man möchte die Geburt halten, aber man kann es nicht. Das, was unmöglich war, das Gesetz kann es nicht in uns verändern. Es zeigt uns nur, was zu tun wäre. Das tat Gott außerhalb des Gesetzes. Wenn wir jetzt wieder an Römer 3 denken, aber bezeugt von dem Gesetz, das gesamte alte Testament weist darauf hin, dass tat Gott, indem er seinen Sohn, sagte Jesus, in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen, und die Sünde im Fleisch verurteilte, weil Jesus Mensch wurde in einem menschlichen Körper, so wie du und ich ihn auch haben, mit dem wir zu kämpfen haben, ohne dass er jemals gesündigt hat. Er war auch niemals ein Sünder, denn wir werden erst Sünder, indem wir uns entscheiden für die Sünde. Aber indem er diesen menschlichen Körper, an dem geschwächt von 4000 Jahre sind, Geschlecht, körperlich und mental und moralisch über diesen Körper annahm und sinnlos lebt und die Sünde im Fleisch verurteilte, indem er am Kreuz von Golgatha starb, damit die vom Gesetz her geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist, in dem wir glauben, dass Jesus das Problem gelöst hat durch sein Leben, durch seinen Tod und durch seine Auferstehung.
[9:42] Kann Gottes Geist unser Herz erfüllen und das Produkt, das tun, was das Gesetz nicht tun konnte, weil das Gesetz nur den Zustand beschreibt, den wir haben sollten. Aber der Heilige Geist bringt die Kraft des Evangeliums, dass das, was im Gesetz steht, wie aus Liebe und aus von Herzen gerne tun, weil die Gnade in unserem Leben herrscht. Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Je nachdem, was in unserem Leben herrscht, wird unser Leben entsprechend ausgerichtet sein. Denn das Trachten, das Fleisch, das ist tot. Das Trachten des Geistes aber leben und Frieden. Deswegen wird ein Mensch, der am Fleisch festhält und sich vom Fleisch regieren lässt, immer Richtung Tod tendieren. Es ist der Heilige Geist, der Frieden und ewiges Leben bringt.
[10:46] Unser Leben, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es und der wirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht. Und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Deswegen kann ein Mensch, der zwar verstanden hat, dass Gottes Gesetz richtig, gerecht, heilig und gut ist, aber immer noch fleischlich denkt und handelt, deswegen kann er das Gesetz Gottes nicht halten, weil er versucht, etwas zu halten, was in ihm nur Feindschaft erzeugt. Denn sein inneres Fleisch ist Feind dem Prinzip in der Gerechtigkeit.
[11:26] Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Mit anderen Worten, obwohl unser sündiges Fleisch bestehen bleibt als als unser Körper, müssen wir nicht mehr in diesem Fleisch folgen. Wir müssen nicht mehr so leben wie im Fleisch, wenn wir wirklich vom Heiligen Geist erfüllt sind. Wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
[12:07] Wenn Christus in uns ist, dann regiert nicht mehr unser Körper, dann regiert nicht mehr unser unser sündiges Fleisch, dann hier nicht mal unsere Begierden, unsere unsere ungereinigten Wünsche. Dann regiert der Geist.
[12:24] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten heute hier unser ganzes Leben erneut in deine Hand geben und dich von Herzen bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns die Weisheit schenkst, die Kraft, damit das geschieht, was du verheißen hast, dass wir Glaubensgehorsam haben, dass wir nicht aus eigener Kraft versuchen, etwas zu halten, wozu sie Kraft fehlt, sondern dass du durch die Kraft deines Evangeliums, damit wir nicht mehr unserem sündigen Ich folgen, sondern dir. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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